Berichtsvorlage - M/17/1158-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Wie bereits in der Berichtsvorlage M/17/0771-01 in den Sitzungen des Sportausschusses am 15.06.2021 und des Schulausschusses am 17.06.2021 angekündigt, soll den politischen Gremien nunmehr nachgehend die Evaluation der durch die Sportverwaltung eingeleiteten Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden:

 

Von den sieben Oberhausener Lehrschwimmbecken können aktuell immer noch lediglich die der Erich-Kästner-Schule, der Alsfeldschule, der Grundschule an der Oranienstraße und des Heinrich-Heine-Gymnasiums genutzt werden. Die Lehrschwimmbecken in der Ruhrschule, der Schule am Froschenteich und der Schillerschule stehen aufgrund umfangreicher Sanierungsmaßnahmen derzeit nicht zur Verfügung. Im Anschluss werden im Tausch die sich aktuell in Betrieb befindenden Lehrschwimmbecken saniert. Bis Ende 2022 ist nicht mit der parallelen Nutzbarkeit aller 7 Lehrschwimmbecken zu rechnen.

Bereits im Frühjahr 2021 wurde in Richtung der Sportverwaltung der eindeutige politische Wille kommuniziert, dem Schwimmenlernen von Kindern (im Alter von 4 bis ca.10 Jahren) in den Planungen eine hohe Priorität zuzuordnen und Maßnahmen zu ergreifen, die den erkannten (zum Teil auch coronabedingten) Defiziten entgegensteuern.

Denn nicht erst durch die Pandemie -so der Tenor aller Experten- wurden Kinder in der Erlangung der Schwimmfähigkeit zurückgeworfen.

 

Fokussierung auf Schwimmlernangebote

 

Auf Basis intensiver Gespräche zwischen der Sportverwaltung, dem Leiter der Fachschaft Schwimmen im Stadtsportbund Oberhausen e.V. und anderen Akteuren auf dem Felde des (Anfänger-) Schwimmens wurde die Verteilung von Wasserzeiten in den städtischen Lehrschwimmbecken neu geregelt. Nicht zuletzt aufgrund bundesweiter Warnrufe aus Fachkreisen wurde für die Stadt Oberhausen verabredet, den Fokus primär auf Angebote des „Schwimmenlernens“ zu legen und diesem somit einen Vorrang vor den übrigen Wassersportarten einzuräumen. Dies gelang weitestgehend auch in Abstimmung mit den Anbietern dieser anderen Angebote (Reha-Schwimmen, Wassergymnastik, regulärer Schwimmsport), wobei Ausnahmen in der Akzeptanz der getroffenen Maßnahmen hier die Regel bestätigen. In Oberhausen wurden schwerpunktmäßig Angebote für Kinder ab einem Alter von 4 bis einschließlich 10 Jahren geschaffen.

 

Öffnung der Lehrschwimmbecken in den Ferien

 

Die Lehrschwimmbecken wurden -anders als bis dato praktiziert- auch innerhalb der Sommerferien einer (ganztägigen) Nutzung zugeführt. Alle Schwimmvereine wurden über die konkreten Rahmenbedingungen (Hygienekonzept und auch hierdurch eingeschränkte Kapazitäten) des Schwimmbetriebs in Kenntnis gesetzt. Gleichzeitig wurde an die Vereine appelliert, dem Schwimmlernunterricht -als Kompensation der der Coronakrise geschuldeten Schwimmunterrichtsausfälle- eine hohe Priorität zuzuweisen. Es fand eine intensive Nutzung der zusätzlichen Schwimmzeiten durch Vereine und private Anbieter und mit der genannten Fokussierung statt.

 

Für die nächsten Ferien im Herbst 2021 laufen aktuell in die gleiche Richtung zielende Planungen zur Öffnung der verfügbaren Lehrschwimmbecken an den vier Lehrschwimmbecken (Alsfeldschule, Heinrich-Heine-Gymnasium, Schule an der Oranienstraße sowie Erich-Kästner-Schule) für Vereine und private Schwimmkursanbieter. Zahlreiche Vereine haben bereits ihr Interesse bekundet die laufenden Angebote auch in der bevorstehenden Ferienzeit fortführen zu wollen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, tagsüber (8:00 -16:00 Uhr) zusätzliche Intensivkurse anzubieten. Essenziell für das Zustandekommen von Kursen ist selbstverständlich die Präsenz von Übungsleiterinnen und -leitern. Von der Vereinslandschaft werden einhellig grundsätzliche personelle Defizite beschrieben, die sich in der Ferienzeit naturgemäß verschärfen.

 

 

Projekt: Schwimmförderung von nicht schwimmfähigen Schülerinnen und Schülern

 

Der Ausschuss für den Schulsport hat in Kooperation mit der Stadt Oberhausen, dem Arbeitskreis Bäder, dem Stadtsportbund Oberhausen e. V. (SSB), Oberhausener Schwimmvereinen, dem Rotary-Club Oberhausen, der Stadtsparkasse Oberhausen und dem Land NRW ein Projekt mit der Zielsetzung, im Vorfeld der Sommerferien - im Zeitraum von zwei Wochen - eine Schwimmfördermaßnahme für nicht schwimmfähige Oberhausener Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 4 und/oder 5 durchzuführen, konzipiert.

Während der Schulzeit, an zehn aufeinanderfolgenden Terminen, sollten Kinder in den zwei Hallenbädern Oberhausen und Sterkrade die Schwimmfähigkeit (dokumentiert durch die Verleihung des Seepferdchen-Abzeichens) erwerben.

 

Fazit

 

Das Intensivangebot während der Ferien wurde sowohl von den Kursanbietern als auch von den Kindern sehr gut angenommen. Bereits mit Beendigung des Angebots der Sommerferien hatten von 658 teilnehmenden Kindern insgesamt 289 das Seepferdchen erworben. Zwischenzeitlich haben nahezu alle teilnehmenden Kinder das Seepferdchen erworben bzw. haben sich auf den Weg in Richtung Bronze gemacht. Von den 101 teilnehmenden Kindern am „Projekt Schwimmförderung“ des Ausschusses für den Schulsport haben 57 Kinder das Seepferdchen bestanden.

 

 

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