Berichtsvorlage - M/17/0937-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Hintergrund

Am 25.09.2017 hat der Rat der Stadt Oberhausen (DS B/16/2821-01) dem Integrierten Handlungskonzept (IHK) „Zukunft und Heimat: Revierparks 2020“ zugestimmt und die Wettbewerbsteilnahme „Grüne-Infrastruktur NRW“ befürwortet.

 

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat ein Umsetzungskonzept erarbeitet, welches die Maßnahmen des IHK konkretisiert und gleichzeitig als Grundlage für die Einreichung der Förderanträge durch den RVR dient. Entsprechende Fördermittelbescheide sind mittlerweile ergangen.

 

Ein Lageplan zum Umsetzungskonzept sowie zum Beleuchtungskonzept ist dieser Vorlage beigefügt. Eine Vertreterin des projektleitenden RVR wird in der Sitzung mündlich berichten.

 

Integriertes Handlungskonzept „Zukunft und Heimat: Revierparks 2020“ – Zielsetzung und strategische Einordnung

 

Der Regionalverband Ruhr hat in Abstimmung mit seinen politischen Gremien beginnend im Jahr 2016 eine Initiative zur Neugestaltung der Parkanlagen der Revierparks als Ankerpunkte einer integrierten Regional- und Stadtentwicklung gestartet.

 

Ziel ist es, die Revierparks in ihrer hohen Bedeutung für die Bevölkerung der zentralen Metropole Ruhr als qualitativ hochwertigen Freiraum zu sichern. Ihre zentrale Lage im Freiraumverbund des Emscher Landschaftspark soll gestärkt und ausgebaut werden.

 

Die Revierparks bedürfen vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Wandels mit veränderten Freizeitbedürfnissen und stark veränderten Sozialstrukturen einer nachhaltigen, gestalterischen und thematischen Erneuerung. Das ist verbunden mit einem erheblichen Modernisierungs- und Investitionsbedarf. Die gesellschaftlichen Strukturen im Umfeld der Revierparks haben sich stark gewandelt und die Parks sollen wieder die Funktion von integrativen Begegnungsstätten zur Linderung der vorhandenen sozialen Disparitäten bekommen.

 

Die Finanzierung der Maßnahmen beruht auf einer Reihe von unterschiedlichen Förderanträgen in unterschiedlichen Programmen. Die auf alle Revierparks ausgedehnten Maßnahmen umfassen insgesamt aus dem Programm Grüne Infrastruktur ein Fördervolumen von ca. 28 Mio. €, davon sind für den Revierpark Vonderort ein Fördervolumen von ca. 5,5 Mio. € eingeplant.

 

In verschiedenen Planungsgesprächen, die in allen Revierparks mit den relevanten Akteuren vor Ort durchgeführt wurden, wurde das Umsetzungskonzept erörtert und inhaltlich weiterentwickelt. Fachliche Erörterungsgespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung wurden im Anschluss durchgeführt.

 

Ein „Bürgerinformationsabend“ zum Revierpark Vonderort fand am 17.05.2018 statt.

 

 

Zusammenfassung der Maßnahmen für den Revierpark Vonderort

Die Planungen des RVR hatten von Beginn an verschiedene Zielrichtungen, die bei einer Umgestaltung möglichst miteinander in Umsetzung gebracht werden sollten. Dabei lag der Fokus insbesondere auf folgenden Aspekten:

 

  • Barrierefreiheit
  • Aufwertung der Eingänge
  • Konzeption Beleuchtung
  • Trend und Funsport
  • Trimm-Dich-Pfad
  • Beschilderungs- und Informationssystem
  • Rückbau ungenutzter Flächen, Entsiegelung
  • Umbau der Vegetationsstruktur für mehr Biodiversität

 

Im Nordteil des Parks hat die Stadt Oberhausen im Namen der Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr mbH entsprechende Mittel in Höhe von ca. 1,2 Mio. € aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur für den Umbau des Freizeithügels erhalten und an die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr weitergeleitet. Diese wird dort den Bewegungshügel neu gestalten und an die heutigen integrierten Anforderungen an Sport und Bewegung anpassen. Die Maßnahme befindet sich derzeit in der Ausschreibung.

 

Der Südteil des Revierparks Vonderort wurde durch den LVR – Amt für Denkmalpflege bewertet und als Baudenkmal eingestuft. Eine Unterschutzstellung wurde daher durch die Untere Denkmalbehörde eingeleitet. Charakteristische Merkmale sind hierbei die u.a. das Zusammenwirken von intensiv gestalteten Parkteilen und Waldparkteilen, die orthogonale Führung der Promenade, das Wassersystem mit den zwei Teichen oder die topographisch bestehenden Sichtbeziehungen. Im Rahmen der Abstimmung wurden verschiedene planerische Lösungen erarbeitet, die einerseits den denkmalfachlichen Anforderungen entsprechen und andererseits die vorgenannten Themenfelder berücksichtigen.

 

Der RVR bereitet gerade die erforderlichen und abgestimmten Baumfällungen im Winter 2021/2022 vor. Gleichzeitig sind die Büros und die entsprechenden Stellen beim RVR dabei, die Ausschreibungen für die Umgestaltungsmaßnahmen zu finalisieren, um möglicherweise noch im diesem Jahr mit der Auftragsvergabe beginnen zu können.

 

Für den Wasserspielplatz beabsichtigt der RVR eine Förderantragstellung auf Basis des für Osterfeld bestehenden Integrierten Handlungskonzepts Soziale Integration im Quartier im September dieses Jahres.

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Anlagen

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