Berichtsvorlage - M/17/0956-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

Im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Oberhausen wurde am 29.08.2018 auf den Aufruf zur Antragseinreichung zur Förderung von kommunalen Elektromobilitätskonzepten (06/2018) gem. Nr. 2.1.2 der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI vom 05.12.2017 beim Projektträger Jülich ein Antrag auf Förderung bei der Erstellung eines Ladeinfrastrukturkonzepts gestellt. Mit Schreiben vom 25.04.2019 erhielt die Stadt den Zuwendungsbescheid über eine Förderung in Höhe von 80 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 88.700,00 EUR.

 

Aufgrund unbesetzter Stellen beim Fachbereich 2-2-30 wurde die Erstellung des Konzepts erst im Jahr 2020 ausgeschrieben. Die Firma Theis Consult GmbH erhielt am 14.07.2020 den Zuschlag in der öffentlichen Ausschreibung. Die Firma Theis Consult GmbH kooperiert für das Projekt mit dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) an der RWTH Aachen.

 

Während der Konzepterstellung wurden eine Unternehmensbefragung und zwei Workshops unter Einbeziehung von Verwaltungsmitarbeiter*innen und externen Akteur*innen des Ladeinfrastrukturausbaus (EVO, Oberhausener Netzgesellschaft, Handwerk und Industrie) durchgeführt. Dabei wurden zum einen die spezifischen Ausgangsbedingungen der polyzentralen Stadt Oberhausen erhoben, insbesondere die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs (MIV) in der Stadt, zum anderen wurden vorläufige Ergebnisse und erste Maßnahmen zur Steuerung des Infrastrukturausbaus diskutiert.

 

Das nun fast fertiggestellte Konzept besteht aus zwei Elementen. Im ersten Teil werden auf Ebene der Baublocks anhand von mit örtlichen Entwicklungen überlagerten bundesweiten Hochlaufprognosen Annahmen zum Ladebedarf entwickelt, der in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Anhand von vier Szenarien (vgl. Tab. 1) wurde der prognostizierte Bedarf auf den Bedarf an Ladepunkten in den Baublocks umgerechnet. Dieser Bedarf wurde den vorhandenen Ladepunkten gegenübergestellt. So kann für jeden Baublock eine Aussage über den Ladebedarf bei jeweils unterschiedlichen Entwicklungen getroffen werden, was wiederum ein Ranking der Baublocks ermöglicht. Blocks mit über alle Szenarien hohen Ladebedarfen weisen einen konsistenten Bedarf auf und sind entsprechend im Ausbau höher zu priorisieren.

 

Szenario 1

Wenig private Ladeinfrastruktur & Ausrichtung auf Ladestandorte am Ort der Aktivität

Szenario 3

Viel private Ladeinfrastruktur & Ausrichtung auf Ladestandorte am Ort der Aktivität

Szenario 2

Wenig private Ladeinfrastruktur & Ausrichtung auf Ladestandorte in Wohnquartieren

Szenario 4

Viel private Ladeinfrastruktur & Ausrichtung auf Ladestandorte in Wohnquartieren

Tabelle 1: Vergleichende Darstellung der Rahmenszenarien. Quelle: Theis Consult GmbH

 

Im zweiten Teil des Konzepts werden mögliche Anreize und Sanktionierungen von privaten Akteur*innen aufgezeigt. Diese Ansätze umfassen die Themenfelder Beratung, Kommunikation und Zusammenarbeit, Regulierung sowie Organisation und Administration. Es werden sowohl eher kooperative Ansätze vorgestellt als auch ordnungsbehördliche sowie planungsrechtliche Vorgehensweisen.

 

Die Vorstellung im Umweltausschuss erfolgt durch Herrn Roszak, Geschäftsführer der Theis Consult GmbH, und Herrn Prof. Dr. Kuhnimhof, Leiter des Instituts für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen. Aufgrund der unsicheren Pandemiesituation und um Treibhausgasemissionen der Anreise einzusparen, wird die Vorstellung über das Webkonferenztool Webex erfolgen. Es wird die Gelegenheit für Rückfragen und Anmerkungen geben.

Nach der Vorstellung im Umweltausschuss wird das Konzept finalisiert, ein Abschlussbericht erstellt und den Gremien zum Beschluss vorgelegt.

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