Berichtsvorlage - M/17/0727-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Verkehrsflusssimulation Dudelerstraße
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Mobilität
- Bearbeitung:
- Martina Schleuter
- Verantwortung:
- Mauksch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Kenntnisnahme
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10.06.2021
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Auf Grundlage eines im Jahr 2019 durchgeführten Workshop-Verfahrens zur Überplanung der Dudelerstraße wurden verschiedene Varianten auf ihre Umsetzbarkeit geprüft sowie eine Zielvariante erarbeitet (B/16/5717-01). Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme der Freiraumsituation sowie den verkehrlichen Gegebenheiten vor Ort, wurde im Rahmen von insgesamt drei Bürgerworkshops eine Zielvariante (Variante B) erarbeitet. Diese umfasste die Wünsche und Vorstellungen aller teilnehmenden Akteure, die es nun gilt weiter zu verfeinern und in eine Vorplanung auszuarbeiten.
Die Machbarkeitsstudie sieht für den Knotenpunkt Dudelerstraße / Schmachtendorfer Straße den Entfall der Lichtsignalanlage vor. Die Geschwindigkeit soll herabgesetzt werden und die Querung der Schmachtendorfer Straße verbessert werden. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der hohen Verkehrsbedeutung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) muss der Knotenpunkt verkehrstechnisch überprüft werden. Für diese Überprüfung wurde das Büro Rudolf Keller Ingenieure mit einer Verkehrsflusssimulation beauftragt um die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Dudelerstraße / Schmachtendorfer Straße zu untersuchen.
Anhand einer Verkehrserhebung, signaltechnischen Daten sowie Informationen der Stoag bezüglich des ÖPNV wurde ein Simulationsnetz erstellt. Im Bestand kann der Verkehr am signalisierten Knotenpunkt während der Spitzenstunden mit einer befriedigenden (C) bzw. ausreichenden (D) Verkehrsqualität abgewickelt werden.

Abbildung 1: Verkehrsqualität Bestand morgens Abbildung 2: Verkehrsqualität Bestand abends
Aufgrund der hohen Taktung und langen Standzeiten im Busverkehr erfolgte bereits im Rahmen der Verkehrsflusssimulation eine Anpassung der Bushaltestellen, sodass zwei Planfälle untersucht wurden.
Die erste Planungsvariante sieht den Ausbau der Bushaltestellen, wie in der Machbarkeitsstudie vorgesehen, als Fahrbahnrandhaltestellen vor, bei denen der dahinter folgende Verkehr nicht am haltenden Bus vorbeifahren kann. Dies verursacht eine Blockade des restlichen Verkehrs, führt zu großen Rückstaulängen und vermindert damit die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts Schmachtendorfer Straße/Dudelerstraße sowohl für den motorisierten Individualverkehr (MIV) als auch für den ÖPNV. Gemäß der Simulation ergibt sich für diese Planungsvariante eine ungenügende Verkehrsqualität (E).
Um die Leistungsfähigkeit zu verbessern, wurden die bereits jetzt im Bestand vorhandenen Busbuchten wiederhergestellt und damit eine zweite Planungsvariante geprüft. Gemäß der Simulation ergibt sich auch für diese Planungsvariante eine ungenügende Verkehrsqualität (E). Dies lässt sich mit der hohen Verkehrsdichte und der verringerten Geschwindigkeit begründen. Durch den weggefallenen Aufstellbereich für den südlichen Linksabbieger der Schmachtendorfer Straße in die Dudelerstraße verschlechtert sich zusätzlich der Verkehrsfluss. Ebenso ist das Einbiegen auf die Schmachtendorfer Straße, insbesondere für Linksabbieger, mit langen Wartezeiten verbunden und es entsteht ein Rückstau auf der Dudelerstraße.

Abbildung 3: Verkehrsqualität ohne Busbucht Abbildung 4: Verkehrsqualität mit Busbucht
Die unzureichende Verkehrsqualität lässt sich insgesamt auf die ungesteuerten Abbiegebeziehungen und das allgemein hohe Verkehrsaufkommen zurückführen. Um den Kerngedanken der Machbarkeitsstudie weitestgehend beibehalten zu können ohne die Leistungsfähigkeit zu verschlechtern, werden derzeit weitere mögliche Planungsvarianten wie beispielsweise ein Minikreisverkehr geprüft.
