Berichtsvorlage - M/17/0644-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Fertigstellung von zwei Naturschutzprojekten in Osterfeld und Sterkrade mit Fördermitteln des Landes im Rahmen des Aktionsprogramms Grüne Lückenschlüsse
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umwelt
- Bearbeitung:
- 2-2 Azubi 2-2
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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20.05.2021
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Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Kenntnisnahme
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10.06.2021
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Erledigt
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Bezirksvertretung Osterfeld
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Kenntnisnahme
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15.06.2021
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Erledigt
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Naturschutzbeirat
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Kenntnisnahme
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01.07.2021
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Die beiden Förderprojekte
- Stärkung des LSG Reinersbachtal in Oberhausen als Trittstein im regionalen Biotopverbund
– Besucherlenkung im Unteren Reinersbachtal in Oberhausen -
- Koppenburgs Mühlenbach – Freistellung eines verlandeten Gewässers in Oberhausen -
wurden bereits im vergangenen Jahr dem Umweltausschuss, den Bezirksvertretungen Sterkrade und Osterfeld sowie dem Naturschutzbeirat in den August- bzw. Septembersitzungen vorgestellt. Eine detaillierte Maßnahmenbeschreibung ist der Vorlage M/16/5834-01 aus dem Jahr 2020 zu entnehmen. In der Bezirksvertretung Sterkrade wurde darüber hinaus am 11.03.2021 zum Umsetzungsstand der Maßnahme im Reinersbachtal berichtet und die geplante Beschilderung vorgestellt (M/17/0434-01).
Aufgrund des vorgegebenen Zeitplans im Rahmen des Förderprogramms „Grüne Lückenschlüsse“ mussten die Projekte bis Ende Februar 2021 umgesetzt werden. Für die Maßnahmenumsetzung im LSG Reinersbachtal wurde vom Land NRW eine Verlängerung bis Ende April 2021 bewilligt. Beide Maßnahmen konnten inzwischen fertiggestellt werden.
Das Konzept zur Besucherlenkung im Unteren Reinersbachtal, wurde den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung bereits am 04.07.2017 vorgestellt. Eine vergleichbare Veranstaltung konnte in 2020/2021 aufgrund der Corona-Situation nicht stattfinden. Die Maßnahmen am Koppenburgs Mühlenbach wurden im Vorfeld durch einen Bürgerspaziergang am 10.10.2020 interessierten Bürgerinnen und Bürgern näher gebracht. Zusätzlich wurden die Projekte über die örtliche Presse, Hauswurfsendungen für betroffene Anwohner/innen, einen Artikel im Stadtmagazin Oh! und einen Hinweis auf der Homepage der Stadt Oberhausen begleitet. Anlässlich der erfolgreichen Umsetzung der Fördermaßnahmen fand am 05.05.2021 zur Vorstellung des Projekts ein Spaziergang durch das Untere Reinersbachtal mit der örtlichen Presse und politischen Vertretern von Regionalverband Ruhr (RVR) und Stadt Oberhausen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bereichs Umwelt und der Biologischen Station westliches Ruhrgebiet (BSWR) statt.
Umsetzung der Maßnahme „Freistellung eines verlandeten Gewässers am Koppenburgs Mühlenbach“
Von Dezember 2020 bis Januar 2021 fanden die Freistellungsarbeiten an dem verlandeten Stillgewässer am Koppenburgs Mühlenbach statt (siehe Fotodokumentation in der Anlage 1). Aufgrund des hohen Wasserspiegels von über 1,5 m im rückwärtigen Bereich des Stillgewässers - in Verbindung mit einem sehr schlammigen und nicht tragfesten Untergrund - konnte an den tiefsten Stellen des Gewässers die Rodung aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht durchgeführt werden. Dennoch wurden auf mehr als 70% der geplanten Fläche die Freistellungsarbeiten durchgeführt und das anfallende Material fachgerecht entsorgt.
Trotz der flächenmäßig reduzierten Umsetzung ist mit den geplanten positiven Effekten für die Artenvielfalt in diesem Bereich zu rechnen. Wesentlich für den Erfolg der Maßnahme war die Freistellung der Ufer- und Flachwasserbereiche um eine Besonnung zu erreichen. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass das freigestellte Gewässer hierdurch einen idealen Lebensraum für zahlreiche Libellen- und Vogelarten darstellen wird. Es ist geplant die Erhöhung der Artenvielfalt durch Bestandserfassungen der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet zu belegen.
Umsetzung der Maßnahme „Besucherlenkung im Unteren Reinersbachtal“
Von Anfang Februar bis Mitte April wurden im Unteren Reinersbachtal die verschiedenen Teilmaßnahmen des geförderten Projektes zur Besucherlenkung durchgeführt (siehe Fotodokumentation in der Anlage 2). Die Umsetzung startete im Februar 2021 mit der einmaligen Entsorgung von illegal deponierten Gartenabfällen in sämtlichen Bereichen des Schutzgebietes, welche an die Gärten von Anliegern angrenzen. Insgesamt wurden 120 m³ Gartenabfälle – von Kompost in verschiedenen Stadien bis zu eingepflanzten Ziersträuchern – aus dem LSG abtransportiert. Zeitgleich wurden innerhalb des LSGs hinter den anliegenden Gärten Hinweisschilder mit Erklärungen für Gartenbesitzer/innen und Anwohner/innen aufgestellt.
Im März begannen die Arbeiten zur Umsetzung der Teilmaßnahmen „Aufstellung von Informationstafeln an den fünf Hauptzugängen und innerhalb des LSGs“ und „Einbau von bodennahen Leitelementen aus Holz zur Besucherlenkung auf festgelegten Trampelpfaden“. Die Leitelemente wurden entlang bereits vorhandener Trampelpfade an zur Besucherlenkung strategisch sinnvollen Stellen und in der Nähe von ökologisch besonders empfindlichen Bereichen der gesetzlich geschützten Biotope angelegt. Die Besucherlenkungselemente wurden auf einer Gesamtlänge von etwa 500 m errichtet. Innerhalb des Schutzgebietes wurden temporäre Hinweisschilder aufgestellt, um die Sperrung von vorhandenen Trampelpfaden zu verdeutlichen und die Notwendigkeit der Sperrung zu erklären. An den fünf Haupteingangsbereichen zum Schutzgebiet wurden Informationstafeln errichtet, die über die Bedeutung des Gebietes, seine Flora und Fauna, die Schutzwürdigkeit, aber auch die Besucherlenkungsmaßnahmen informieren. Mitte April wurde die Arbeiten zur Umsetzung aller geförderten Teilmaßnahmen mit der Montage der Informationstafeln abgeschlossen.
Mit der erfolgten Umsetzung aller Teilmaßnahmen zur Besucherlenkung ist – unter der Voraussetzung der Mitwirkung der Besucher/innen und Anwohner/innen – mit einer Reduktion der bisherigen auf das Schutzgebiet einwirkenden Störungen zu rechnen. Grundlage dafür sind die eingebauten Leitelemente, welche die von den Besuchern/innen genutzten Pfade durch das LSG auf das Nötigste bündeln, um empfindliche Pflanzen vor Trittschäden und Nährstoffeinträgen wie Hundekot zu schützen. In den gesperrten Bereichen sollte sich bei dauerhaft ungestörten Verhältnissen die ursprüngliche Vegetation regenerieren und entwickeln können. Bei einem Ausbleiben der illegalen Entsorgung von Grünabfällen im LSG wird der damit verbundenen Ausbreitung gebietsfremder Arten im LSG und somit der erheblichen Beeinträchtigung der natürlichen Entwicklung der möglichen Artenvielfalt im Gebiet entgegengewirkt. Um diese Ziele zu erreichen, wird durch gezielte Hinweise auf den Informationstafeln an den Eingängen und Hinweisschildern innerhalb des LSG an das Interesse und die Mitwirkung aller Besucher/innen appelliert, um das Reinersbachtal gemeinsam mit ihnen durch respektvollen Umgang mit der Natur ökologisch aufzuwerten und zu erhalten.
Die Stadt Oberhausen begleitet die umgesetzten Maßnahmen zur Besucherlenkung durch weitere Maßnahmen. In Kürze werden an den Hauptzugängen zum LSG Hundebeutelspender und Abfallbehälter aufgestellt. Ein beauftragter Schäfer beweidet zur extensiven Pflege des Gebietes schon seit einigen Jahren mit seinen Schafen mehrmals im Jahr die Offenlandbereiche im Reinersbachtal. Zum dauerhaften Erhalt des mit der Maßnahme angestrebten Zielzustands sollen zukünftig ordnungsbehördliche Kontrollen durchgeführt werden. Die zukünftige Entwicklung der Vegetation insbesondere in den gesetzlich geschützten Biotopen und in den gesperrten Bereichen wird durch Bestandserfassungen der BSWR begleitet, um einen dauerhaften Erfolg der umgesetzten Maßnahmen zu kontrollieren.
Kurzfassung
Die beiden zu 100 % vom Land geförderten Naturschutzprojekte „Freistellungsarbeiten am Koppenburgs Mühlenbach“ und „Besucherlenkung im Unteren Reinersbachtal“ wurden in den letzten Monaten umgesetzt. Sie dienen der Stärkung der Biodiversität und der Artenvielfalt sowohl in Oberhausen als auch im überregionalen Biotop-Verbund.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1 MB
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2
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(wie Dokument)
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4,1 MB
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