Berichtsvorlage - M/17/0649-01
Grunddaten
- Betreff:
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Anträge auf regionale Kulturförderung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für das Jahr 2022
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Dezernat 1 / Finanzen und Kultur
- Bearbeitung:
- Sandra Hallen
- Verantwortung:
- Tsalastras
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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08.06.2021
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Die regionale Kulturförderung des LVR dient dazu, die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebots im Rheinland zu stärken und zu bewahren.
Um eine mögliche finanzielle Zuwendung zu erhalten, ist eine Antragstellung durch den Projektträger selbst erforderlich, die über die zuständigen kreisfreien Städte an den LVR zu richten ist. Anträge von Privatpersonen sind nicht zulässig. Es muss zudem eine Information der politischen Vertretung erfolgen.
Folgende Förderanträge wurden im Rahmen der regionalen Kulturförderung für das Jahr 2022 gestellt:
Elevated Levitated Elephant
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Jörg Mazur. Die Gesamtkosten betragen 68.900 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel betragen 58.900 EUR.
Zwischen Westeingang des Oberhausener Hauptbahnhofs und dem Haupteingang zum LVR Industriemuseum, steht seit 1998 ein Industriedenkmal, das die dort vorbei führende Hansastraße überspannt. Die Konstruktion besteht aus Traggerüsten der Wuppertaler Schwebebahn, die Ende des 19. Jahrhunderts in der Gutehoffnungshütte Oberhausen angefertigt wurden. Trotz seiner beeindruckenden Größe kennen die meisten Bürger weder die ursprüngliche Funktion noch die historische Bedeutung der Stahlkonstruktion. Freistehend und aus ihrem Kontext gelöst, wird sie bis heute fälschlicherweise eher als Hebekran der hiesigen Schwerindustrie wahrgenommen. Mit der Absicht, den nach Oberhausen zurückgekehrten Stahlbögen mehr Aufmerksamkeit zu bescheren und auf dessen Bedeutung hinzuweisen, entwickelte der Bildhauer Jörg Mazur die Idee, mit der Skulptur eines schwebenden Elefanten, der unter der Stahlkonstruktion montiert werden soll, einen direkten Hinweis auf die ehemalige Verwendung der Traggerüste zu liefern.
Art Sound Vinyl (Vol. 1) Coverdesign von New Orleans bis Woodstock
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen mit der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Die Gesamtkosten betragen 121.000 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel betragen 40.000 EUR.
Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen widmet sich seit Jahren intensiv, und immer von wissenschaftlichen Publikationen begleitet, den sogenannten "populären Künsten". Sie befasst sich seit langer Zeit mit dem Thema Cover-Designs, womit sich zahlreiche namhafte Künstler*innen intensiv beschäftigt haben. Neben der Präsentation der Kunstwerke im Quadrat erprobt diese Ausstellung neue Formen der Wahrnehmung von Bildwerken. Dabei gibt ein Soundwalk den rechten Tackt zur Gestaltung an. Es ist außerdem geplant, eine Reihe aus dem Thema Plattencover-Gestaltung zu zeigen, weshalb dieser erste Aufschlag sich mit den Anfängen bis in die 1960er Jahre beschäftigt.
Theaterprojekt zur Migrationsgeschichte Oberhausens durch das Stadtarchiv
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen mit dem Stadtarchiv der Stadt Oberhausen. Die Gesamtkosten betragen 184.460 EUR. Die beantragte Förderung beim LVR beträgt für das Jahr 2021 50.000 EUR und für das Jahr 2022 50.000 EUR.
Nachdem 2021 das Theaterprojekt zur Migrationsgeschichte vom Stadtarchiv und dem Theater Oberhausen mit Erschließung von Archivgut und der Gründung einer freien Theatergruppe erfolgreich begonnen werden konnte, wird das Projekt 2022 mit der Arbeit am Theaterstück, die in der Aufführung des Stücks gipfeln soll, weitergeführt. In diesem Projekt erarbeiten Menschen aus der städtischen Bürgerschaft episodenartige Theaterstücke, die insgesamt das Thema Migrationsgeschichte Oberhausens schlaglichtartig behandeln. Neben der kritischen Auseinandersetzung mit der Migrationsgeschichte durch die Teilnehmenden ist das Ziel, ein umfassendes Theaterstück zur Migrationsgeschichte Oberhausens zu gestalten und aufzuführen. Das Theaterstück wird im Frühjahr 2022 im Theater Oberhausen aufgeführt. Das Thema Migrationsgeschichte wird auf diese neue Art in die Stadtgesellschaft getragen und Austausch wird angeregt.
Heißes Pflaster Vol. 1
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen in Zusammenarbeit mit Herrn Uwe Muth. Die Gesamtkosten betragen 103.000 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel betragen 70.000 EUR.
"Heißes Pflaster Vol.1" soll im Geist der Kulturhauptstadt 2010 erneut Städte zur kulturellen Zusammenarbeit bringen und die Jugendclubs der städtischen Theater an das Genre Straßentheater heranführen. Durch das geplante Straßentheaterfest in den vier Städten Moers, Duisburg, Mülheim und Oberhausen werden die Konsummeilen verbessert und aufgewertet. Das Projekt versteht sich außerdem als Auftakt für weitere Straßentheaterfeste in den kommenden Jahren, an denen sich dann weitere Städte aus dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 beteiligen könnten. Das Ziel des Festivals ist zudem die Innenstädte zu beleben.
