Antragsvorlage - A/17/0680-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der SPD-Fraktion im Rat gemäß § 2 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt: Erarbeitung eines Plans für Outdoor-Fitness-Plätze in der Stadt Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Geschäftsstelle der SPD-Fraktion
- Bearbeitung:
- Dennis Lotz
- Verantwortung:
- S. Bongers , D. Look
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Seniorenbeirat
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Kenntnisnahme
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28.09.2021
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Erledigt
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Sozialausschuss
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Vorberatung
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09.06.2021
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Erledigt
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Gleichstellungsausschuss
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Vorberatung
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10.06.2021
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Erledigt
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Sportausschuss
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Vorberatung
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15.06.2021
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Erledigt
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Beirat für Menschen mit Behinderung
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Kenntnisnahme
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16.06.2021
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Erledigt
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Stadtplanungs- und Mobilitätsausschuss
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Vorberatung
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22.06.2021
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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28.06.2021
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Erledigt
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Jugendparlament
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Kenntnisnahme
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Erledigt
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Integrationsrat
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Kenntnisnahme
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24.08.2021
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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31.08.2021
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt
- sich mit dem Thema Outdoor-Fitness näher auseinanderzusetzen: welche Angebote sind auf dem Markt, welche erscheinen für Oberhausen geeignet? Sollten solche Anlagen jederzeit öffentlich zugänglich sein oder bedarf es dort gewisser Regelungen und Kontrolle? Falls ja: Wie kann die Stadt bzw. der SSB oder auch die Vereine solches gewährleisten bzw. in dieses Konzept eingebunden werden?
- den Ansatz solcher Outdoor-Fitness-Plätze interdisziplinär zu denken: Sind sie zum Beispiel als Quartierstreffpunkte auch für die Sozialarbeit interessant, um dort Personen anzusprechen, die bislang nur schwierig zu erreichen sind? Welche Möglichkeiten könnten sich an solchen Treffpunkten hinsichtlich der gesamtgesellschaftlichen Aspekte von Vielfalt und Teilhabe sowie Prävention ergeben? Gibt es, diesem Ansatz folgend, demnach auch Möglichkeiten der Förderung jenseits reiner Sportförderungsprogramme von Land und Bund?
- Orte im Stadtgebiet zu identifizieren, die für solche Plätze besonders geeignet erscheinen und bislang eher schlechteren Zugang zu bestehenden Sportangeboten in der Stadt haben, z.B. durch dichte Bebauung, relative Ferne zu Grünanlagen usw. Außerdem sollten auch Daten aus den Quartiersprofilen des Sozialstrukturatlas herangezogen werden, um Bewegungsangebote und damit auch eine neue Form von Begegnungsstätten zuvorderst dort zu schaffen, wo sie auch aus sozialen Gründen besonders geboten erscheinen.
Sachverhalt
Begründung
Aus dem Gutachten „Oberhausen – Sportstadt im Revier“ von Prof. Dr. Robin Kähler ergeben sich Handlungsfelder für die Kommune bei der Planung öffentlich zugänglicher Sportangebote. Zwei Erkenntnisse bzgl. des Sportverhaltens der Menschen durch Prof. Kähler stechen vor allem ins Auge: Fitness nimmt in allen Altersbereichen – gerade aber in den Altersgruppen zwischen 18 und 65 Jahren – neben Schwimmen, Radfahren und Joggen vordere Plätze im Ranking nach Beliebtheit ein.
Für diese genannten Altersgruppen sowie für die Seniorinnen und Senioren über 65 Jahre ist zudem sportliche Betätigung im Freien (Straße/Weg; Feld, Wiese, Wald, Park) wesentlich beliebter als in Sporthallen, auf Sportplätzen oder auch in Fitness-Studios. Ob letztgenannte nach der Covid-Pandemie überhaupt wieder so viele Nutzerinnen und Nutzer ansprechen werden wie zuvor, erscheint zumindest fraglich.
Vor dem Hintergrund dieser Fakten blicken wir auf die Empfehlung von Prof. Kähler, Bewegungsräume in Wohnquartieren immer aus dem Blick der dort lebenden Menschen zu planen und bauen: vielseitig, öffentlich zugänglich, unter sozialer Kontrolle usw.
Sucht man nach Beispielen, wo dies offenbar gelungen scheint, fällt der Blick etwa auf den Outdoor-Fitness-Bereich des „Sundby Sports Park“ in Kopenhagen, Dänemark. Dieser ist in die drei Sektionen „Cross Training“, „Street Workout“ und „Boot Camp“ unterteilt, er bietet sowohl individuelle Trainingsmöglichkeiten als auch welche für Gruppen. Eine Befragung der Stadt Kopenhagen und des Ausstatters unter den Nutzerinnen und Nutzern zeigt, dass mehr als 20 Prozent von ihnen zuvor keine sportlichen Angebote wahrgenommen haben. Zudem erscheint die Anlage für Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersklassen und Nationalitäten bzw. Migrationshintergründe gleichermaßen interessant. Die Nutzung im Sundby Sports Park lässt darauf schließen, dass Menschen dort vorzugsweise in der Gemeinschaft trainieren. Auch in benachbarten Ruhrgebietsstädten sind frei zugängliche Außen-Sportgeräte bzw. -Parks bereits zu finden.
Neben dem präventiven Bewegungsangebot könnten solche Anlagen auch ein Mittel sein, um Begegnungen zu schaffen, also im besten Sinne von Vielfalt und Teilhabe Menschen in Kontakt bringen.
Sollte dies auf Oberhausen übertragbar sein, wäre eine Nutzung solcher Anlagen auch als eine Art Nachbarschaftstreffpunkt, an dem niederschwellige soziale Angebote unterbreitet werden können, denkbar.
