Berichtsvorlage - M/17/0536-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) wurde am 17.04.2020 ein Aufruf zur Einreichung von Anträgen auf Projektförderung zum Aufbau und Stärkung kommunaler Präventionsketten veröffentlicht. Antragsberechtigt waren alle Jugendämter in NRW.

Ziel der Landesregierung ist es, die Chancen auf ein gelingendes Aufwachsen sowie gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, in dem Kommunen beim Aufbau kommunaler Präventionsketten unterstützt werden. Dafür stellte das Land über den Projektaufruf „kinderstark – NRW schafft Chancen“ im Jahr 2020 über 14,3 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Projektaufruf stellte gleichzeitig einen Einstieg in eine geplante auf Dauer angelegte Stärkung kommunaler Prävention mit Unterstützung der Landesregierung dar. Ein entsprechender Aufruf für 2021 ist mittlerweile veröffentlicht und die Stadt Oberhausen hat sich ebenfalls wieder erfolgreich beworben.

Der am 04.06.2020 von der Stadt Oberhausen beim LVR-Landesjugendamt eingereichte Antrag wurde durch den LVR am 30.06.2020 positiv beschieden. Demnach erhielt die Stadt Oberhausen für die Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 eine Zuwendung in Höhe von 166.002,70 EUR. Zusätzlich hat die Stadt Oberhausen einen Eigenanteil von 41.500,68 EUR erbracht (s. auch Drucksache B/16/5874-01).

Im Rahmen des Förderprogramms sind in Oberhausen folgende Bausteine des Programms in 2020 bearbeitet worden:

 

Familiengrundschulzentrum an der Concordiaschule

Die Förderung des Projektes erfolgte mit der Bekanntgabe bis zum 31.12.2020. Die Umsetzung des Modellprojektes des Grundschulfamilienzentrums begann am 01.08.2020 in Kooperation mit den landesfinanzierten Lernnetzwerken, den „Kommunalen Präventionsketten“ und den örtlichen Netzwerken der Stadt Oberhausen, sowie der AWO Oberhausen.

Die Umsetzung der geplanten Bildungsaktivitäten, Beratungs- und Unterstützungsangebote konnte durch die Koordination der Projektleitung zeitnah erfolgen. Das Angebot des Familienzentrums wurde unmittelbar und vollständig angenommen. Eine Evaluation ist erfolgt (Befragung und Interviews) und wird in einer Dokumentation des Projektes Eingang finden. Die im Projektzeitraum erarbeiteten und entwickelten Vordrucke (wie z.B. Kooperationsliste, Gespräche Kooperationspartner*innen, Angebotsplanung, Kursleitungsprofile/Kurzkonzepte, Teilnahme-Liste und Übersichten) stehen als Grundlage für die Ausweitung des Projektes an andere Standorte „Familienzentrum an Grundschule“ zur Verfügung.

Alle in den Projekten eingesetzten Fachkräfte verfügten über soziale Kompetenzen und eine entsprechende Qualifikation in der schulpädagogischen Arbeit, der schulpädagogischen Sozialarbeit, dem Sozialbereich und dem Gesundheitswesen.

Einschränkungen in der Durchführung des Projektes erfolgten durch die Covid19-Pandemie und der, in diesem Zeitraum geltenden, Regelungen der Coronaschutz- und Coronabetreuungsverordnung.

Fazit/Ausblick

Die Schulgemeinde der Concordiaschule zeichnet sich durch eine offene und wertschätzende Haltung und durch eine Willkommenskultur gegenüber Eltern und Schüler*innen aus.

Die Ausrichtung der niedrigschwelligen Erreichbarkeit der Angebote im Projektzeitraum des Familienzentrums an der Concordiaschule berücksichtigte bei der Planung die Menschen mit ihren unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen und erfuhr entsprechend eine inklusive Ausrichtung.

Bestehende Präventions- und Bildungsketten wurden gestärkt und ausgebaut z.B. Beispiel mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle, der Migrationsberatung der AWO oder im Übergang Kindergarten-Grundschule.

Durch die Angebote des Familienzentrums an der Grundschule wurden Eltern sowie alle Personen im Familiensystem, die Beiträge zur Erziehung, Bildung und Betreuung leisten, in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrem Selbsthilfepotenzial gestärkt, um auf diesem Weg die Entwicklung ihrer Kinder positiv zu begleiten.

Die Einbeziehung der unterschiedlichen Professionen am Standort Schule, als auch der Eltern und Schüler*innen ist in diesem Kontext für das Gelingen und die Annahme grundlegend und stellt eine wichtige Form der Familienförderung in Oberhausen dar.

Die Entwicklung eines Logos/Wortbildmarke für das Projekt „Familienzentrum an Grundschule“ lädt die Nutzer*innen dazu ein, das Familienzentrum kennenzulernen und dient der internen und externen Kommunikation, um die Angebote des Familienzentrums zu präsentieren. Das Logo ist so angelegt, dass es für den Schulstandort personalisiert gestaltet ist, das Konzept als Wiedererkennungsinstrument in der Gesamtstadt aber den zukünftig beteiligten Schulen zur Verfügung steht.

Die Entwicklung von Grundschulen zu Familiengrundschulzentren in Oberhausen ist eine langfristige Aufgabe, die u.a. als Schulentwicklungsprozess zu verstehen ist. Sie fördern den Ausbau eines multiprofessionalen Netzwerks zur Unterstützung von Familien im Sozialraum und bündeln präventive Angebote am Standort Grundschule. Dafür müssen perspektivisch ausreichende zeitliche und finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

 

Konzeptentwicklung Familienbüro

Der Prozess zur Entwicklung eines Konzeptes für ein Familienbüro in Oberhausen wurde durch den Verein „Familiengerechte Kommune e.V.“ begleitet. Die Projektleitung lag im Bereich 0-4 Chancengleichheit.

Der Prozess zur Erarbeitung der Konzeptbestandteile und deren Umsetzungsoptionen in Oberhausen fand im Zeitraum Juli bis Dezember 2020 statt. Trotz der Corona Pandemie konnten alle angedachten Schritte im Prozess umgesetzt werden.

Die Auftaktveranstaltung wurde am Donnerstag, 10. September 2020 vor Ort in Oberhausen durchgeführt. Frau Wieland, Mitarbeiterin des Vereins, stellte in einem fachlichen Input verschiedene Modelle von Familienbüros und auf Lebenslagen und Zielgruppen bezogene Aspekte vor, die berücksichtigt werden sollten. Die Mitarbeiter*innen der beteiligten Fachbereiche konnten so für sich prüfen, welche Aspekte im Rahmen der Konzeptentwicklung weiter berücksichtigt werden sollten.

Das Treffen wurde, wie auch die nachfolgenden Arbeitsgruppentreffen (Bereiche: Kinder, Jugend und Familie, Kommunales Integrationszentrum, Schule, Soziales, IT, Entscheider*innen) sowie die Abschlussveranstaltung, gemeinsam mit der Projektleitung vorbereitet, vom Verein moderiert und dokumentiert, gemeinsam reflektiert und jeweils weitere Schritte in den Konzeptionstreffen abgeleitet. 18 Arbeitsgruppen- und Koordinierungstreffen fanden mit der Projektleitung, dem Kernteam und Dezernenten / Beigeordneten zunächst vor Ort und im weiteren Verlauf im Zoom-Format oder als Telefonkonferenzen statt.

Die Abschlussveranstaltung – unter Einbeziehung der bereichsübergreifenden Verwaltungsmitarbeiter*innen sowie als Gast Alexander Mavroudis vom LVR als Fördermittelgeber – fand am 16. Dezember 2020 - digital durchgeführt - statt. Dort wurden die Bestandteile der Konzeptempfehlung den Fachbereichen vorgestellt, abschließend diskutiert und verabschiedet.

Die schriftliche Konzepterstellung anhand der Prozessergebnisse fand beginnend nach der Abschlussveranstaltung am 16. Dezember 2020 durch den Verein statt. Im Januar fanden mehrere Rückbindungsschleifen zur Konzeptempfehlung mit dem Kernteam und Dezernenten inkl. redaktioneller Korrekturen, Lektorat bis zur Abgabe statt.

Folgende Inhalte sind Bestandteil der Konzeptempfehlung

  • Zielgruppen, die erreicht werden sollen,
  • Bedarfe der Zielgruppen auf Grundlage der in Oberhausen vorhandenen Berichtsformate,
  • Funktionen und Aufgaben des Hauses der Familie (Arbeitstitel),
  • Erste Leistungen und Angebote,
  • Einbindung und Unterstützung der Dezernate, weiterer Dienste,
  • Einbindung von Kooperationspartnern (z. B. Freie Träger),
  • Standortauswahl, räumliche, wirtschaftliche und personelle Ausstattung,
  • Aussagen zur organisationalen Einbindung, der Koordinierung beteiligter Verwaltungseinheiten und weiterer Kooperationspartner,
  • Lebenslagen- und zielgruppenorientierte Arbeitsgruppen zur konzeptionellen Ausgestaltung der einzelnen Angebotsbausteine eines bedarfsorientierten Familienbüros.

Die Konzeptempfehlung wurde im März 2021 dem Verwaltungsvorstand der Stadt Oberhausen präsentiert. Im Anschluss ist eine Einbringung der Konzeptempfehlung in die politischen Gremien der Stadt Oberhausen für das Frühjahr 2021 geplant.

 

Konzeptentwicklung Lotsendienst an Geburtskliniken

Mit einer „Konzeptentwicklung für die Vernetzung der stationären medizinischen Versorgung mit den Frühen Hilfen in Oberhausen“ wurden der flächendeckende Ausbau sowie eine qualitative Weiterentwicklung des derzeitigen Lotsendienstes im Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 forciert.

Das Ziel eine stärkere systematische Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Systemen im Rahmen der Frühen Hilfen aufzubauen und somit eine flächendeckende Versorgung von Familien in Oberhausen zu erreichen, wurde durch die Auswirkungen der Coronapandemie gehemmt. Auch wenn der Ausbau und die Ausweitung des Lotsendienstes auf weitere stationäre Einrichtungen in Oberhausen noch nicht erreicht werden konnte, wurde ein Teil der geplanten Maßnahmen umgesetzt.

So haben sich alle drei Oberhausener Kliniken zur Zusammenarbeit bereit erklärt und konnten für das Aktionsbündnis gewonnen werden. Die Erstellung eines Konsenspapieres aller Kooperationspartner steht noch aus und soll 2021 realisiert werden. Hierzu bedarf es eines gemeinsamen Gespräches, an dem alle Kooperationspartner teilnehmen.

Hervorzuheben ist weiterhin die Einigung der Geburts- und Kinderklinik des AMEOS Klinikums Oberhausen mit der Stadtverwaltung Oberhausen. Das Ameos Klinikum stimmte der erneuten Umsetzung eines Lotsendienstes der Frühen Hilfen im Rahmen zukünftiger Kooperation zu. In diesem Zusammenhang bekundete die Klinik ihren Wunsch nach dem Einsatz eines standardisierten Verfahrens zur Einschätzung von psychosozialen Unterstützungsbedarfen bei Familien. Nach fachlicher Auseinandersetzung mit den Leitlinien des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen für Lotsendienste in Geburtskliniken, und Prüfung des generelle Nutzens des Einsatzes von Screeningbögen, wird im Sinne einer Kooperation mit dem AMEOS Klinikum Oberhausen die zukünftige Nutzung eines solchen Instrumentes befürwortet.

Im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit mit dem Evangelischem Krankenhaus Oberhausen EKO wurde die Maßnahme zur weiteren Vernetzung und Qualitätsentwicklung sehr begrüßt und erste Fachgespräche sowie Workshops mit dem Fachpersonal (Leitungskräfte der relevanten Stationen und Dienste innerhalb der Klinik) durchgeführt. So konnten bestehende Kooperationsstrukturen kritisch betrachtet und Ideen für eine noch effektivere Zusammenarbeit gesammelt werden.

In einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Johanniter Krankenhaus wurde das Vorhaben der Kooperation mit den Frühen Hilfen begrüßt. Eine Terminierung für ein Erstgespräch konnte aufgrund der Coronapandemie bis dato nicht umgesetzt werden. Mit dem Ziel, auch Familien mit einem psychisch kranken Elternteil über den Dienst der Frühen Begleitung zu erreichen, ist die Zusammenarbeit mit dem Johanniter Krankenhaus Oberhausen (Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) weiterhin im Fokus.

Resümierend kann festgehalten werden, dass die strategisch bedeutsame Kooperation mit der Geburts- und Kinderklinik des AMEOS Klinikums Oberhausen bereits erfolgreich angeregt werden konnte. Die qualitative Ausgestaltung der Kooperationen und die möglichen Anpassungen des aktuellen Lotsendienst-Programmes (Einführung eines Screeningbogens) werden zentrale Punkte für das Jahr 2021. In diesem Zusammenhang konnte die Erarbeitung standardisierter Verfahren und Qualitätsleitlinien für einzelne Prozesse des Lotsendienstes begonnen werden. Für alle weiteren Prozesse steht diese Erarbeitung noch aus. Dabei spielt jedoch die noch ausstehende Entscheidung über den Einsatz eines Screeningbogens in allen Kliniken eine Rolle und ist vorgeschaltet. Der Einsatz eines solchen Verfahrens würde aktuelle Prozesse des Lotsendienstes verändern.

 

Vier im Revier – Aufsuchende KITA-Sozialarbeit

Das Projekt „Vier im Revier“ startete im Juli 2020 mit den Trägern „VIFA Erziehungshilfen“ und „Sofa“ in vier Familienzentren in Oberhausen Mitte und Alstaden/Lirich. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Sinn der Maßnahme ist, durch Sozialarbeit vor Ort, Kinderarmut entgegen zu wirken. Durch Präventionsketten sollen Barrieren zwischen den einzelnen Systemen bzw. den Stationen der jeweiligen Lebensphase (von Schwangerschaft bis zum Übergang Schule/Beruf) unabhängig von bestehenden Zuständigkeiten überwunden werden. Kinder, Jugendliche und Eltern sollen mit Angeboten aus Bildung, Gesundheit und Sozialem unterstützt werden. Die Präventionsketten sollen in bestehende Strukturen integriert werden und die Zukunftschancen der Kinder sichern.

Es sind überdurchschnittlich viele Kinder von Armut in Mitte/Styrum und Alstaden/Lirich betroffen. Die Armut hat Einfluss auf verschiedenste Lebenslagen und wirkt in alle Lebensbereiche hinein. Aufgrund der immensen Anzahl von Familien in prekären Lebenslagen ist es in beiden Sozialräumen sinnvoll, einen hohen Unterstützungsbedarf für Kinder in Form von niedrigschwelligen Angeboten bereitzustellen.

Durch die Sozialarbeit im Familienzentrum kann präventive Arbeit konkret vor Ort stattfinden und Hemmschwellen zu verschiedenen Strukturen können abgebaut werden.

 

Das Projekt beinhaltet folgende 7 Module:

Modul 1: Offene Sprechstunde

Modul 2: Unterstützung vor Ort

Modul 3: Beratungsangebot für werdende Mütter

Modul 4: Interkulturelle Gruppenangebote

Modul 5: Väter-Treff

Modul 6: Generationengarten

Modul 7: Freizeitaktionen mit Familien

 

Von den vorgesehenen 7 Modulen, konnten bislang aufgrund der herrschenden Pandemie nur Modul 1 und Modul 2 umgesetzt werden.

Die weiteren Module waren nicht realisierbar, da die Eltern der Einrichtungen seit Beginn des Projektes, die Einrichtungen nicht ohne weiteres betreten durften. Zudem machten die Personenanzahlbeschränkungen, die Regeln für die Familienzentren als auch die vom Land vorgegebenen Hygienevorschriften ein Zusammenkommen in einer Kleingruppe nicht möglich.

Eine geplante Freizeitaktion für Dezember 2020 in Form eines Familientages wurde kurzfristig aufgrund von Verschärfung der Schutzmaßnahmen nicht umgesetzt.

Dieses und ähnliche Angebote sind dennoch weiterhin in Planung und sollen, so bald wie möglich umgesetzt werden. Dies betrifft auch folgende Ideen: Elterncafés, Vorleseaktionen, Bastelangebote, Ausflüge, gemeinsames Kochen, Aufklärungsarbeit in und außerhalb der Räumlichkeiten. Insbesondere soll Wert auf die Kinder gelegt werden, die ohnehin aufgrund mangelnder Kitaplätze nur ein Kindergartenjahr vor ihrer Einschulung haben und dieses aufgrund der Pandemie nicht für sich und ihre persönliche Entwicklung nutzen können.

Für die Vorschulkinder in diesem Jahr soll deshalb parallel ein „Vorschulprogramm plus“ stattfinden. Die Kinder sollen in Form von „Vorschulaktionen“ bestmöglich auf ihren Schulstart vorbereitet werden.

Insgesamt kann beschrieben werden, dass das Angebot voll ausgeschöpft wird und Termine bereits für die Folgewochen belegt werden. Hilfreich ist hier das Angebot der Sprachen, die die Träger vorhalten. Somit fällt es den Familien einfacher, Kontakt aufzunehmen und Hemmschwellen werden schneller abgebaut.

Die Mehrheit der Klient*innen, die das Projekt und die offene Sprechstunde nutzen, ist weiblich, ca. 3 von 10 Personen sind männlich. Dies hängt mitunter mit der Aufgabenverteilung innerhalb der Familien zusammen, mit dem besseren Verständnis für behördliche Anliegen, Berufstätigkeit und der Person ab, die innerhalb der Familie zuständig für das „Bringen und Abholen“ der Kinder aus den Familienzentren ist. Einige Klienten kommen aber auch im Wechsel oder als ganze Familie zu den Sprechstunden. In den Beratungen zeigt sich oftmals der Wille der Eltern sich in der Gesellschaft integrieren zu wollen, der jedoch oftmals am Spracherwerb und an mangelnden Anschlussmöglichkeiten scheitert.

Daher wären auch Eltern-Kind Aktionen hilfreich, andere Eltern kennen zu lernen und sich austauschen zu können.

Merkbar spricht sich dieses Angebot in den Stadtteilen und bei den in der Nähe liegenden Kindertageseinrichtungen herum.

Die Themen werden zunehmend breiter gefächert von den Familien. Neben administrativen Aufgaben, die überwiegend den Lebensalltag der Familien beherrschen, wendet sich die Mehrzahl der Klient*innen auch mit persönlichen Anliegen, wie Kindeserziehung, Fördermöglichkeiten, Schulangelegenheiten, Partnerschaftskonflikte an die Mitarbeiter*innen.

Beratungsthemen im Einzelnen: Erziehungsberatung, Fördermöglichkeiten für Kinder mit und ohne erhöhtem Förderbedarf, Familienberatung, Konfliktberatung auf Elternebene, Unterstützung bei Postangelegenheiten (Verständnis + Folgeschritte),  Begleitung zu Schulen und Kitas, Schuldenproblematik, Wohnungsproblematik, Gesundheitsangelegenheiten der Kinder/ Arztpraxen-Kliniken, Vereinsanbindung, Kontaktaufnahme via Telefonie/Mail und persönlich zu Behörden und Institutionen zu Leistungen: Jobcenter, Familienkasse, Elterngeldstelle, Elternbeitragsstelle, Wohngesellschaften und Vermieter*innen, Banken und Inkassounternehmen, Versicherungen, Kontakt zu Ärzt*innen/Frühförderung/Therapien.

Hilfreich sind an dieser Stelle die mobilen Arbeitsplätze. So können die Mitarbeiter*innen schnell und flexibel die Themen der Familien abarbeiten bzw. die Familien schnell in ihrer Lotsenfunktion an die geeigneten Angebote weiterleiten. Somit werden Hürden abgebaut bzw. auch das Verständnis für verschiedene Systeme bei den Familien hergestellt. Die daraus resultierende Akzeptanz für verschiedene Behörden wird merklich spürbar.

 

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