Beschlussvorlage - B/17/0531-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

 

  1. Die im Bereich des Bebauungsplans Nr. 393 ‑ Vennstraße / Veenbach) ‑ festgesetzte Planstraße A erhält den Namen

 

„Rohrweihenweg“.

 

  1. Die im Bereich des Bebauungsplans Nr. 735 ‑ Erschließung Waldteich / Weierheide ‑ geplante Straße von Waldteichstraße bis Weißensteinstraße erhält den Namen

 

„Goldammerweg“.

 

  1. Die im Bereich des Bebauungsplans Nr. 735 ‑ Erschließung Waldteich / Weierheide ‑ geplante Straße von Weißensteinstraße bis Erlenstraße erhält den Namen

 

„Zur Zeche Hugo“.

 

 

 

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Konsequenzen

Bezug

 

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ X ]

 

    ja   [ ]

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

Zu 1.

 

Die Rohrweihe ist eine Greifvogelart aus der Familie der Habichtartigen. Sie bewohnt Schilfbestände, Moore, Seeufer und andere Feuchtgebiete in offener Landschaft, aber auch Getreide- und Rapsfelder. Der Rückgang extensiv bewirtschafteter landwirtschaftlicher Flächen, die Trockenlegung von Sümpfen und die Bejagung der Bestände haben im 19. und 20. Jahrhundert vor allem in dichter besiedelten Teilen des Verbreitungsgebietes zunächst zu starken Bestandsrückgängen geführt, die die Rohrweihe jedoch nach 1950 wieder aufholen konnte. Der weltweite Gesamtbestand wird auf etwa hunderttausend Individuen geschätzt.

[Seite „Rohrweihe“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Januar 2021, 18:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rohrweihe&oldid=208216533 (Abgerufen: 2. März 2021, 08:54 UTC)]

 

Einige Straßen in Holten weisen mit ihren Straßennamen auf ihre geografische Lage in einem Bruch (Moor) hin, z. B. Vennstraße, Bruchsteg, Elsenbruch. Die moorigen Gebiete in Holten boten zahlreichen Sumpf- und Wasservögeln ideale Lebensbedingungen. Die Bezeichnung „Rohrweihenweg“ weist ebenfalls auf den Lebensraum Moor hin.

 

 

Zu 2.

 

Die Goldammer ist eine Vogelart aus der Familie der Ammern. Sie ist die häufigste Ammer in Europa und einer der charakteristischen Brutvögel der Feldmark. Außerhalb der Brutzeit bilden sich mitunter größere Trupps, die sich an günstigen Nahrungsplätzen am Rand von Dörfern oder an Fasanen- und Rebhuhnschütten einfinden. Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (deutsch Internationale Union zur Bewahrung der Natur – IUCN) stuft die Goldammer als nicht gefährdet ein. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2015 wird die Art auf der Vorwarnliste geführt. Die Goldammer war Vogel des Jahres 1999 in Deutschland.

[Seite „Goldammer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. Januar 2021, 16:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Goldammer&oldid=208248482 (Abgerufen: 2. März 2021, 08:59 UTC)]

 

Der Name „Goldammerweg“ verweist damit wie die in der Nähe liegenden Fasanstraße und Kiebitzstraße ebenfalls auf einen Vogel.

 

 

Zu 3.

 

Die Zeche Hugo Haniel war ein Steinkohlenbergwerk in Oberhausen-Holten. Das Bergwerk wurde nach dem Grubenvorstandsvorsitzenden Hugo Haniel benannt und war über 25 Jahre in Betrieb.

 

In der ersten Hälfte der 1890er Jahre beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Gutehoffnungshütte (GHH), ein neues Bergwerk zu errichten. Das Bergwerk sollte auf dem eigenen Grundstück in der Gemarkung Waldteich entstehen. Für diesen Zweck plante man, einen Schacht im Senkschachtverfahren abzuteufen. Außerdem wurden für die erforderlichen Maschinen Gebäude für zwei Fördermaschinen und einen Kompressor sowie ein Kesselhaus, eine Aufbereitungsanlage mit anhängender Sieberei, ein Kauen- und Bürogebäude vorgesehen.

 

Im Jahre 1895 wurde mit dem Abteufen eines Schachtes begonnen. Dieser Schacht wurde zunächst als Schacht Sterkrade bezeichnet, wurde aber noch im selben Jahr umbenannt in Schacht Hugo. Der Schacht wurde im Senkschachtverfahren mit einem Durchmesser von 7,5 Metern erstellt. Am 6. August des Jahres 1898 kam es im Schacht zu einem Schwimmsandeinbruch. Bei diesem Ereignis ging der Schacht bei einer Teufe von 175 Metern zu Bruch und musste aufgegeben werden. 130 Meter neben dem Schacht wurde ein neuer Schacht angesetzt. Parallel zu den Teufarbeiten wurden die Tagesanlagen erstellt, die ähnlich aufgebaut waren wie die Tagesanlagen der Zeche Sterkrade. Im Jahr 1904 wurde mit der Förderung begonnen. Ferner wurde im selben Jahr eine Kokerei auf Schacht Hugo errichtet.

 

Im Rahmen der Maßnahmen zur Förderkonzentration der Schachtanlagen der Gutehoffnungshütte während der Weltwirtschaftskrise (1929-1933) wurde beschlossen, die Zeche Hugo für die Förderung stillzulegen. Am 1. April des Jahres 1931 wurde die Zeche Hugo stillgelegt, das Baufeld wurde der Zeche Sterkrade zugeteilt. Auch die Kokerei wurde stillgelegt, nur der Schacht Hugo wurde von der Zeche Sterkrade weiter als Wetterschacht genutzt. Die Tagesanlagen der Zeche Hugo wurden weitestgehend abgebrochen. Im Jahr 1949 wurde der Schacht in Hugo Haniel umbenannt. Grund für diese Umbenennung war die Vermeidung von möglichen Verwechselungen mit der Zeche Hugo in Gelsenkirchen. Im Jahr 1959 wurde der Schacht von der Zeche Osterfeld übernommen. 1971 wurde der Schacht umbenannt in Osterfeld 7. 1988 wurde die Kokerei stillgelegt. 1989 ging der Schacht in das Bergwerk Lohberg-Osterfeld ein, zu dem 1991 ein Durchschlag für den Förderverbund hergestellt wurde. 1992 wurde der Schacht aufgegeben und von 1993 bis 1997 verfüllt.

 

[Seite „Zeche Hugo Haniel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. November 2020, 08:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zeche_Hugo_Haniel&oldid=205742716 (Abgerufen: 2. März 2021, 09:04 UTC)]

 

Das Areal der Zeche Hugo Haniel wurde (grob skizziert) im Südwesten von der Weißensteinstraße begrenzt, im Osten von der Weierstraße, im Norden von der Weseler Straße und im Westen von der Bahnstraße, das Gelände durchschneidet die Autobahn A3. Die neue Straße läuft östlich der A 3 von der Erlenstraße in Richtung Weißensteinstraße auf das Gelände der ehemaligen Zeche zu. Mit der Namensgebung wird an die Zeche und an die bereits 125-jährige industriell- gewerbliche Nutzung des Umfeldes der neu angelegten Straße erinnert.

 

Im Rahmen der Oberhausener Stadtgeschichte steht die Zeche Hugo für den frühen Beginn des Strukturwandels im Bergbau mit der Schließung der GHH-Zechen Oberhausen und Hugo im Jahr 1931. Ferner kommt der Zeche Hugo große Bedeutung zu für die Aufteilung der Gemeinde Hiesfeld, auf deren Gebiet sich die Betriebsanlagen befanden, zwischen Dinslaken und Sterkrade 1913, und damit für den Verlauf der nördlichen Oberhausener Stadtgrenze von der Hühnerheide im Westen bis zum Rotbach im Nordosten unter Einschluss der Stadtteile Schmachtendorf und Walsumermark.

 

 

 

 

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Anlagen

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