Berichtsvorlage - M/17/0481-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Sachverhalt:

 

Im Zeitraum zwischen dem 01.02.2021 und 05.02.2021 fand für die Übergangsschüler*innen der Grundschule das Anmeldeverfahren an den weiterführenden Schulen in Oberhausen – für das Schuljahr 2021/22 - statt. Am 05.10.2020 vereinbarten die zuständigen Schulaufsichtsbeamten der unteren- und oberen Schulaufsichtsbehörde zusammen mit dem Schulträger der Stadt Oberhausen das Verfahren, in Hinblick auf die letztjährigen bestehenden Erfahrungen, zu modifizieren. Da sich im Bereich der Gesamtschule zuletzt keine Überhänge in der Gesamtsumme mehr zeigten, wurde der Beschluss gefasst, die Anmeldetermine für alle drei weiterführenden Schulformen des Regelschulsystems parallel durchzuführen. Die Eltern hatten über das neu eingeführte einheitliche Formular „Anmeldeerklärung“ die Möglichkeiten, ihre Präferenzen bzgl. des Umgangs mit ihren Kindern im Falle von Überhängen an der gewünschten Schule zu dokumentieren. Ferner wurde beschlossen, dass vom 23.01.2021 bis zum 24.01.2021 Termine zur nachträglichen Anmeldung für noch nicht angemeldete Schüler*innen stattfinden. Am 09.02.2021 fand die Koordinierung der Schüler*innen statt, deren Anmeldungen an ihrer Wunschschule angesichts ausgeschöpfter Schulplatzkapazitäten final nicht zur Aufnahme führten. Hierbei wurden die in der „Anmeldeerklärung“ festgehaltenen Präferenzen berücksichtigt, indem beispielsweise ein Schulplatzangebot gemäß der gewünschten Zweitwahlschulform unterbreitet wurde.

 

Die in Zahlenwerten ausgedrückten Ergebnisse des diesjährigen Anmeldeverfahrens sind in der nachfolgenden Tabelle zu finden.

 

 

Übersicht zum Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2020/2021, Sek I

 

Schule

festgelegte Zügigkeit

Aufnahme-

kapazität rechnerisch

faktische Zügigkeit (25.02.2021)*

Ergebnis nach Nachmelde-

termin (25.02.2021)**

Ergebnis nach 1. Anmelde-

phase (05.02.2021)

Aufnahmen

2020

Aufnahmen 2019

Gesamtschule Osterfeld

8

216

6

132

80

154

159

Heinrich-Böll-Gesamtschule

6

162

6

152

127

152

140

Fasia-Jansen-Gesamtschule

6

162

6

162

232

163

157

Gesamtschule Weierheide

4

116

4

116

172

116

118

Gesamtschulen Gesamt

24

656

22

562

611

585

574

Anne-Frank-Realschule

5

135

5

154

102

135

133

Friedrich-Ebert-Realschule

5

135

5

130

130

162

153

Theodor-Heuss-Realschule

4

108

4

100

91

135

100

Realschulen Gesamt

14

378

14

384

323

432

386

Elsa-Brändström-Gymnasium

5

145

4

116

106

108

90

Bertha-von-Suttner-Gymnasium

5

145

5

153

162

103

150

Heinrich-Heine-Gymnasium

4

116

5

147

146

107

118

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

5

145

5

125

106

139

117

Sophie-Scholl-Gymnasium

5

145

5

156

167

131

155

Gymnasien Gesamt

24

696

24

697

687

588

630

Gesamt

62

1.730

60

1.643

1.621

1.605

1.590

Mehrklassenbildung am Heinrich-Heine-Gymnasium von der Bezirksregierung genehmigt (23.02.2021)

Kinder im 4. Jahrgang der Oberhausener Grundschulen SJ 2020/21: ca. 1750

 

 

Mit Blick auf die Anmeldungen in der ersten Anmeldephase (01.02.-05.02.2021) und hinsichtlich der Ebene der Schulformen zeigt sich eine nahezu vollständige Ausschöpfung der Kapazitäten im Bereich der Schulform „Gymnasium“, ein Unterhang von 55 Anmeldungen in der Schulform „Realschule“ (323 Anmeldungen), sowie ein Unterhang von 45 Anmeldungen in der Schulform „Gesamtschule“ (611 Anmeldungen).

 

Koordinierungsbedarfe ergaben sich bei den Gymnasien, insbesondere zwischen dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und dem Sophie-Scholl-Gymnasium, sowie in etwas geringerem Umfang zwischen den Gymnasien in Alt-Oberhausen. Angesichts der hohen Anmeldezahlen haben sich die Schulleitungen, die zuständigen Schulaufsichten und der Schulträger auf eine einmalige Mehrklassenbildung am Heinrich-Heine-Gymnasium verständigt. Die beantragte Genehmigung der Mehrklassenbildung wurde vom Dezernat 48 der Bezirksregierung Düsseldorf bereits erteilt (Eingang beim Bereich 3-3 Schule am 23.02.2021). Die Prüfung hat ergeben, dass keine der weiteren Schulen der Schulformen „Gymnasium“ und „Gesamtschule“ durch die Mehrklassenbildung in ihrem Bestand gefährdet sind.

 

Im Bereich der Gesamtschulen zeigte sich das gewohnte Bild: Über die Kapazitätsgrenze hinausgehenden Anmeldezahlen an der Fasia-Jansen-Gesamtschule und der Gesamtschule Weierheide, bei gleichzeitiger Unternachfrage - gemessen an den verfügbaren Schulplätzen - an der Gesamtschule Osterfeld und der Heinrich-Böll-Gesamtschule. An den beiden zuletzt genannten Schulen wurde den zu koordinierenden Schüler*innen ein Schulplatzangebot unterbreitet.

 

Im Bereich der Schulform „Realschule“ konnte keine der Schulen Anmeldungen in der Größe der vorhandenen Schulplatzkapazitäten gemäß Zügigkeitsfestlegung erreichen. Insofern an anderen Schulen nicht aufgenommene Schüler*innen einen entsprechenden Zweitwahlwunsch äußerten, wurde ihnen ein Schulplatzangebot an der Anne-Frank-Realschule und an der Theodor-Heuss-Realschule unterbreitet.

 

Zudem ist derzeit bekannt, dass insgesamt 12 Schüler*innen, die gegenwärtig noch die 4. Jgst. einer Oberhausener Grundschule besuchen, zu einer weiterführenden Schule in Dinslaken übergehen (davon 10 Schüler*innen zur Gesamtschule Hiesfeld).

An der traditionell von Oberhausener Kindern und Jugendlichen besuchten Willy-Brandt-Gesamtschule in Mülheim an der Ruhr lagen am 05.02.2021 53 Anmeldungen aus Oberhausen vor. Davon konnten 31 Schüler*innen, also eine ganze Klasse, angenommen werden. An der Gustav-Heinemann-Gesamtschule gab es konkret 3 Anmeldungen aus Oberhausen, die final auch zu einer Aufnahme führten.

 

Bis zum heutigen Tag haben sich insgesamt 1.644 Schüler*innen an den weiterführenden Schulen in Oberhausen für die 5. Jgst. des kommenden Schuljahres angemeldet. Die Anne-Frank-Realschule weist im Zuge der Nachmeldungen zu viele Anmeldungen auf. Sie wird maximal 135 Schüler*innen aufnehmen können. Ein Restkontingent wird noch an der Theodor-Heuss-Realschule und an der Friedrich-Ebert-Realschule im Hinblick auf unterjährige Zuzüge nach Oberhausen vorgehalten.

 

Mit Stand vom 25.02.2021 möchten 70 Schüler*innen, die nicht in Oberhausen wohnhaft sind, an weiterführenden Schule in Oberhausen ihre Schullaufbahn in Jgst.5 fortsetzen, davon besuchen allerdings 24 Schüler*innen bereits eine Grundschule in Oberhausen.

 

Zugleich sind noch nicht alle Übergangsschüler*innen an einer weiterführenden Schule angemeldet. Somit wird es aller Voraussicht nach noch zu nachträglichen Anmeldungen im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten - insbesondere an der Gesamtschule Osterfeld - kommen. Durch die erfolgreiche Einführung der Schulverwaltungssoftware „SchILDzentral“ und den damit einhergehenden Informationsgewinn ist es dem Schulträger erleichtert geworden, in Abstimmung mit den Schulen, die Schulpflichtüberwachung schülerspezifisch durchzuführen.

 

Insgesamt belegt das (Zwischen-) Ergebnis die Dringlichkeit, schulorganisatorische Maßnahmen im Sinne des Aufbaus von Schulplatzkapazitäten in der Sekundarstufe I durchzuführen. Wenn sich alle Übergangsschüler*innen der Oberhausener Grundschulen dazu entschieden hätten, ihre Schullaufbahn an einer weiterführenden Schule in Oberhausen fortzusetzen, dann hätten sich bereits in diesem Jahr schulorganisatorische Probleme für die Stadt Oberhausen ergeben. In den folgenden Jahren münden zahlenmäßig stärkere Jahrgänge in die Sekundarstufe I ein. Die anlassbezogene Schulentwicklungsplanung des Bereiches 3-3 Schule hat bereits mehrfach auf diesen Sachverhalt hingewiesen.

Loading...