Berichtsvorlage - M/17/0283-01

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Bezug

 

Drucksache Nr. M/16/1846-01 vom 08.09.2016

 

Sachdarstellung

 

1.Ausgangslage

 

Die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) hat in dieser Laubsaison von Oktober bis Dezember 2020 in zwei Bereichen mit starkem Laubaufkommen versuchsweise Straßenlaubkörbe eingesetzt. Anlass für den Versuch war zum einen die Vermeidung von Plastikabfällen, zum anderen eine Serviceverbesserung für die Anwohner. Insgesamt 40 Laubkörbe wurden aufgestellt, davon 24 in der Birkensiedlung (Klosterhardt) und 16 im Bereich der Wilhelmshavener Straße (Lirich). Die Anwohner wurden per Flyer (Einwurf in jeden Briefkasten) über den Versuch und die korrekte Nutzung der Körbe informiert.

 

Die Laubkörbe aus Stabmatten (Maße: 1m x 1m x 1m) sind mit Nutzungshinweisen und WBO Logo versehen. Die Aufstellung erfolgte an oder auf nicht bepflanzten Baumscheiben, sodass nach Möglichkeit keine Parkplätze blockiert worden sind. Das Laub wurde zeitnah mit dem Laubsaugfahrzeug aus den Körben abgesaugt.

 

Im Versuch sollten die Zweckmäßigkeit der Laubkörbe und die Akzeptanz durch die Anwohner geprüft werden.

 

Im Anschluss wurden die Laubkörbe entfernt und werden laut Betriebsleitung der WBO in der nächsten Laubsaison versuchsweise erneut aufgestellt.

 

 

2. Bilanz
 

Die Bilanz durch die WBO fällt positiv aus. Für den Versuch fand eine engmaschige Kontrolle der Füllstände statt. Anfänglich waren die Laubkörbe erst nach ca. einer Woche gefüllt und wurden dementsprechend geleert. Im weiteren Verlauf erhöhte sich der Leerungsrhythmus auf ca. zwei- bis dreimal pro Woche. Dies wurde zum einen aufgrund des erhöhten Laubfalls, zum anderen wegen gesteigerter Nutzung durch die Anwohnerschaft notwendig. Laut Betriebsleitung und Disposition der WBO waren die Laubkörbe gut durch das Laubsaugfahrzeug anfahrbar und absaugbar. Fehlbefüllungen mit Abfällen anderer Art kamen nicht vor. In einzelnen Fällen wurden Laubsäcke mit in den Gitterkorb gelegt, ohne dass dies zu weiteren Problemen bei der Entsorgung geführt hat. Die Akzeptanz durch die Anwohnerschaft stieg kontinuierlich. Entwendet wurde kein Laubkorb. Die Größe der Laubkörbe wird als zielführend erachtet, theoretisch könnten auch zwei Laubkörbe nebeneinander bereitgestellt werden. Eine Vergrößerung der Körbe scheint nicht sinnvoll, da der Transport sowie die anschließende Einlagerung der auseinandergebauten Körbe außerhalb der Saison mit 1m2-Einzelelementen wesentlich platzsparender und effizienter durchzuführen sind.

 
Die Vorteile einer Laubsammlung über Körbe bestehen vor allem im Wegfall vermeidbarer Plastikabfälle. Abfallvermeidung wird auch in der aktuellen Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verschärft eingefordert und stellt dementsprechend auch eines der Hauptziele der stadtweiten Kommunikationskampagne zur Stadtsauberkeit „Respekt, wer’s sauber hält.“ dar. Positiv ist auch, dass das Laub unmittelbar am Ort des Anfalls komfortabel von den Anwohnern entsorgt werden kann. Das Besorgen von Säcken und das zum Teil umständliche Befüllen entfallen. Zudem entfällt das zwingend erforderliche händische Aussortieren der Säcke vor der Kompostierung. So wird ein kostenträchtiger Arbeitsschritt reduziert.

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die reguläre Straßenreinigung bei einem verstärkten Einsatz von Laubkörben effizienter gestaltet werden kann, da das Fegen von Laub vom Gehweg in den Rinnstein reduziert wird. Liegt das Laub in den Körben, kann es zudem vom Wind nicht wieder verteilt werden. Hier ist auch ein positiver Einfluss auf das Stadtbild festzuhalten.

 

 

3. Fazit

 

Die Laubsammlung mittels Körben kann als zusätzliches Instrument in dafür geeigneten Gebieten betrachtet werden, die Laubsammlung in Säcken in Oberhausen wird sie allerdings nicht flächendeckend ersetzen können. Viele Bereiche werden sich zum Beispiel allein aufgrund von fehlenden Stellflächen (Stichwort Parkplatznot) nicht eignen.

 

Der Versuch war für die Stadtverwaltung kostenlos.

 

Sollte die Entscheidung getroffen werden, die Laubsammlung mit Körben in dafür geeigneten Bereichen einzuführen, ist für 2022 ein noch genau festzulegender Betrag im Gebührenhaushalt einzustellen. Die Finanzierung der Laubsammlung erfolgt jeweils hälftig über die Straßenreinigung sowie die Abfallbeseitigung. Zusätzliche Kosten entstehen laut Betriebsleitung der WBO lediglich im Zusammenhang mit der Anschaffung der Körbe. Für die 40 Körbe des aktuellen Versuchs betrugen die Kosten beispielsweise rund 3.000 Euro.

 

 

 

Kurzfassung

 

 

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