Berichtsvorlage - M/17/0157-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Behandlungsgegenstand

 

Der Rat der Stadt Oberhausen hat am 14.09.2020 den Masterplan Wirtschaft beraten und folgende Beschlüsse gefasst (B/165945/01):

 

  1. Der Rat der Stadt nimmt den Masterplan Wirtschaft zur Kenntnis und beschließt die im Masterplan vorgeschlagenen Leitziele für den Wirtschaftsstandort Oberhausen. Sie sind integriert im Rahmen der Stadtentwicklung zu verfolgen und dienen somit der Verwaltung, der Wirtschaftsförderung und den Wirtschaftsakteuren (Kammern, Verbände, Gewerkschaften usw.) als Orientierung.
  2. Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung mit der Erarbeitung konkreter Beschlussvorlagen für die Umsetzung der im Masterplan Wirtschaft festgehaltenen Fokusprojekte. Darin sind nicht nur Ziele und Meilensteine, sondern auch der personelle und finanzielle Ressourcenbedarf deutlich zu machen.
  3. Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung für die Fortsetzung des Dialogs zwischen Verwaltungsspitze und Wirtschaft den Lenkungskreis in einen „Wirtschaftsbeirat“ weiterzuentwickeln und einen Mittelstandsempfang zu etablieren.
  4. Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung mit dem Aufbau einer kontinuierlichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktbeobachtung, die in Form eines Berichts über die Situation des Wirtschaftsstandorts Oberhausen transparent Aufschluss liefert sowie den Fortschritt des Masterplans dokumentiert.
  5. Der Rat der Stadt dankt allen Beteiligten und bittet die Mitglieder des Lenkungskreises und die maßgeblichen Treiber des Prozesses, gemeinsam an der Umsetzung der Ziele zu arbeiten und sich aktiv einzubringen.

 

 

Sachdarstellung

 

Die Stadt Oberhausen hat gemeinsam mit zentralen Akteuren einen Masterplan für den Wirtschaftsstandort Oberhausen erarbeitet. Ziele waren:

 

  1. Wirtschaft und Arbeit als zentrale Themen mit Blick auf Oberhausen ins Bewusstsein der Verwaltung, Stadtgesellschaft und Unternehmen bringen. Verstärkung einer Aufbruchsstimmung als Signal und als Neustart für Initiativen, um die großen Herausforderungen anzugehen.

 

  1. Setzen von Prämissen und strategischen Optionen bzw. Zielen entlang derer konkrete Aufgabenpakete und Meilensteine sowie Verantwortlichkeiten verankert sind.

 

  1. Positionierung Oberhausens als (internationalen) Wirtschaftsstandort und als Teil unserer Region. Dafür müssen Ziele mit Blick auf die anstehende „Ruhrkonferenz“ sowie den Regionalplan Ruhr diskutiert werden.

 

  1. Beteiligung auf Basis eines offenen bottom-up-Prozesses, in dem Anregungen, Ideen und Fragestellungen von einer breiten Basis eingebracht werden. Es ist ausdrücklich das Ziel, Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Vorstellungen und Lösungen im Prozess zu verankern.

 

  1. Aktivierung wichtiger Stakeholder und Verfestigung von Netzwerken, um Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen und mehr Raum bzw. mehr Motivation für Eigeninitiative zu schaffen.

 

Struktur

 

Der Prozess profitierte von der breiten Beteiligung und dem Input von Unternehmerinnen und Unternehmern, Verbänden und Gewerkschaften sowie internen und externen Expertinnen und Experten – insgesamt waren es über 200 Personen, die sich mit Hinweisen, Ideen und Kritik eingebracht haben.

 

Maßgeblich getragen und organisiert wurde der Prozess von einem Lenkungskreis, der aus dem Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Wirtschaftsförderung, Industrie- und Handelskammer, Unternehmerverband, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit, DGB und Fraunhofer Institut UMSICHT besteht.

 

Lenkungskreis Masterplan Wirtschaft

Name

Institution

Funktion

Jürgen Koch

Arbeitsagentur Oberhausen

 

Leiter

Sven Lohberg

Arbeitsagentur Oberhausen

 

Bereichsleiter

Thomas Schicktanz

DGB Oberhausen

 

Stadtverbandsvorsitzender

Prof. Görge Deerberg

Fraunhofer Umsicht

 

stellv. Institutsleiter

Jutta Kruft-Lohrengel

IHK Essen

 

Präsidentin

Dirk Grünewald

IHK Essen

 

Ehrenpräsident

Heinz-Jürgen Hacks

IHK Essen

Geschäftsführer Industrie-Raumordnung-Verkehr

Barbara Yeboah

Kreishandwerkerschaft MH/OB

Geschäftsführung

Jörg Bischoff

Kreishandwerkerschaft MH/OB

Kreishandwerksmeister

Frank Lichtenheld

OWT

 

Geschäftsführer

Wolfgang Große Brömer

OWT

Aufsichtsratsvorsitzender

Daniel Schranz

Stadt Oberhausen

 

Oberbürgermeister

Ralf Güldenzopf

Stadt Oberhausen

 

Dezernent Strategische Planung

Thomas Gäng

Stadtsparkasse Oberhausen

Vorstandsmitglied

Jennifer Middelkamp

Unternehmerverband Duisburg

Presse, Öffentlichkeit, Marketing

Martin Jonetzko

Unternehmerverband Duisburg

Geschäftsführer der Einzelverbände

Wolfgang Schmitz

Unternehmerverband Duisburg

Hauptgeschäftsführer

 

In 5 „Hubs“ wurden die wichtigsten Zukunftsthemen des Wirtschaftsstandorts Oberhausen bearbeitet. Alle Hubs sind maßgeblich durch die Oberhausener Wirtschaftsförderung sowie die Verwaltung unterstützt und begleitet worden

 

Themen-Hub

Verantwortlich

Zukunftsprofil des Standorts

Unternehmerverband

Frau Jennifer Middelkamp

Zukunftsfähige Standortbedingungen

IHK

Herr Heinz-Jürgen Hacks

Wissenschaft, Innovation und Gründung

Fraunhofer Umsicht

Herr Prof. Dr. Görge Deerberg

Arbeit, (Schul)Bildung und Qualifizierung

Agentur für Arbeit

Herr Jürgen Koch

Smart City Oberhausen – Wirtschaftsfaktor Digitalisierung

Stadt Oberhausen/ Strategische Planung

Herr Ralf Güldenzopf

 

Meilensteine

 

Auftaktsitzung Lenkungskreis

Juni 2018

Ziele, Verfahren, nächste Schritte vereinbart

Medienkonferenz (Loewe Industrieofenbau)

Juli 2018

Gelungener Auftakt; gute Berichterstattung

Öffentliche Auftaktveranstaltung

Sept. 2018

150 Teilnehmer; viele Unternehmen; Start der Themen-Hubs (Kennenlernen, Fragen, Herausforderungen, Ziele, weiteres Verfahren)

Arbeit in den Themen-Hubs

3-5 Treffen jeweils

Themen-Hubs in Eigenregie durch Verantwortliche.

Arbeit des „kleinen“ Lenkungskreises

Regelmäßig

Abstimmung der Themen und Ergebnisse in den Hubs, um Doppelungen zu vermeiden.

Arbeit des Lenkungskreises

Regelmäßig

Berichterstattung über Fortschritt des Prozesses

Bericht im Hauptausschuss

Mrz. 2019

Information von Politik; Bericht zu rund 120 gesammelten Projektideen; Feedback durch Politik

Öffentliche „große End-Redaktionssitzung“

Dez. 2019

Priorisierung und Konkretisierung von Leitbild und Projekten mit allen Beteiligten

Fertigstellung des Masterplans

Juni 2020

Unterzeichnung durch den Lenkungskreis

 

Ergebnis

 

Insgesamt sind aus über 130 Ideen sieben Leitziele, 12 Fokusprojekte, 42 konkrete Vorschläge entstanden.

 

Die sieben Leitziele des Masterplans Wirtschaft sind:

 

  •            Oberhausen ist … wirtschaftsfreundlich
  •            Oberhausen ist … qualifiziert
  •            Oberhausen ist … innovativ
  •            Oberhausen ist … smart
  •            Oberhausen ist … lebenswert
  •            Oberhausen ist … resilient
  •            Oberhausen ist … selbstbewusst

 

Jedes dieser Leitziele wird im Masterplan näher beschrieben, daran anschließend werden konkrete Vorschläge (Das machen wir/So machen wir das) benannt.

Besonders herausgestellt sind die 12 Fokusprojekte, die prioritär bearbeitet werden sollen. Die Fokusprojekte sind in Projektblättern ausführlicher beschrieben.

 

  •            One-Stop-Shop für Unternehmen
  •            Digitale Bauakte
  •            Kampagne „Duale Ausbildung“
  •            Digitale Schule
  •            Innovationsallianzen
  •            Smart City-Strategie
  •            Oberhausen „fast & connected“ (gigabit Infrastruktur)
  •            Entwicklung interessanter Wohnmodelle/ -quartiere
  •            Vereinbarkeit Beruf und Familie
  •            iStEK 2030
  •            Leerstandsmanagement
  •            Marketing neu organisieren/ Zukunftsprofil nach Zielgruppen ausrichten/
    5 Jahres-Strategie entwickeln

 

Bereits in Umsetzung

Der Masterplan-Prozess hat Netzwerke gestärkt und erweitert. Sie sind Grundlage dafür, dass einige Projekte schon in die Phase der Umsetzung getreten sind. Hier kann sich oft auf starke Partner gestützt werden. Beispielhaft seien hier die Felder: Smart-City-Strategie, Digitale Bauakte, Digitale Schule, Entwicklung von Wohnquartieren, Gigabit-Infrastruktur oder Innovationsallianzen genannt.

 

„Living Document“

Der Masterplan ist ein „Living Document“ und wird in den nächsten Jahren immer wieder erweitert und angepasst. Auch zukünftig können so neue Ideen und Projekte aufgenommen und bestehende angepasst werden.

 

 

 

 

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...