Berichtsvorlage - M/16/6010-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Die Förderung des Radverkehrs ist auch in Zeiten von Covid-19 ein wichtiges Ziel der Stadt Oberhausen. Daher fand die deutschlandweite Aktion STADTRADELN auch 2020 vom 5.9. bis 25.9. zum sechsten Mal in Folge in Oberhausen statt. Ziel der vom Klimabündnis organisierten Kampagne ist es, sich in Teams zusammenzuschließen und innerhalb eines dreiwöchigen Aktionszeitraums möglichst viele Fahrten, die sonst mit dem Auto durchgeführt werden, mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dadurch soll der Radverkehrsanteil in den Städten erhöht, unnötiges CO2 eingespart und das Mobilitätsverhalten der Bürger/innen verändert werden. Entsprechend kommt der Aktion aus Sicht des Klimaschutzes und der Luftreinhalteplanung eine hohe Bedeutung zu.

 

Wie in den Vorjahren hat sich Oberhausen mit 15 weiteren Kommunen der Metropole Ruhr unter dem Dach des Regionalverbands Ruhr zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Aktionszeitraum abgestimmt. Die durch den RVR ausgehandelte ermäßigte Teilnahmegebühr von 1.300,00 Euro wurde aus Sponsorengeldern sowie Mitteln des Bereiches Umwelt finanziert.

 

Mit 757 aktiven Teilnehmern/innen in 74 Teams, die insgesamt 193.111 km geradelt sind, konnte auch in diesem Jahr wieder ein neuer Rekord aufgestellt werden. Die letztjährige Bestmarke wurde nochmal um 32.011 km übertroffen. Dies zeigt, dass das Interesse am Radfahren gerade in Zeiten von Corona nochmal deutlich zugenommen hat. Die aktivsten Teams „Offenes Team – Oberhausen“ und „RWO Endurance Team“ legten in den drei Wochen jeweils weit über 10.000 km zurück. Ausgezeichnet werden aber auch kleinere Teams, wie die Erich Kästner-Schule mit nur vier Radlern/innen und insgesamt 488 km pro Teilnehmer/in.

 

STADTRADELN-Star

 

Jede Kommune hat die Möglichkeit sogenannte STADTRADELN-Stars zu benennen, die sich dazu verpflichten, in den drei Aktionswochen komplett aufs Auto zu verzichten (sowohl als Fahrer/in als auch als Beifahrer/in) und in einem Blog (www.stadtradeln.de/index.php?&id=2520&sr_city_id=7803) regelmäßig über ihre Erfahrungen in dieser Zeit zu berichten. Gleichzeitig sollten sie im Rahmen der Aktion auch öffentlichkeitswirksam begleitet werden (WAZ / NRZ-Artikel am 12.09. und WDR-Bericht im Rahmen der Lokalzeit Ruhr Essen am 24.09.)

Ausgewählt wurde Anna Hofmann (27), die vor kurzem eine Doktorandenstelle am Fraunhofer-Institut UMSICHT angetreten hat und dafür aus Norddeutschland ins Ruhrgebiet gezogen ist. Frau Hofmann war dabei insbesondere die Nachhaltigkeit wichtig, was für sie persönlich vor allem Schonung von Ressourcen bedeutet. Der Gebrauchtwarenmarkt für Fahrräder und Equipment ist riesig, der Anteil der entsorgten Räder erschreckend hoch. Daher beschreibt sie ihre Motivation mit den Worten: „Ich möchte aktiv weniger konsumieren und lieber gebrauchte hochwertige Dinge kaufen und diese ggfs. selbst reparieren und herrichten, als teure neue, die häufig qualitativ sogar schlechter sind.“

Als Dankeschön für ihr Engagement erhielt Frau Hofmann eine vom Klimabündnis zur Verfügung gestellte Fahrradtasche.

 

Besonderheiten aufgrund von Corona

 

Aufgrund von Covid-19 musste der ursprünglich angedachte Zeitraum im Mai / Juni (17.5. bis 6.6.) zunächst einmal abgesagt werden. Da der Verlauf der Pandemie schwer einzuschätzen war, Bewegung an der frischen Luft aber bekanntlich das Herz-Kreislauf- und Immunsystem stärkt, wurde entschieden, dass die Aktion auf September (5.9. bis 25.9.) verschoben wird. Um das STADTRADELN dann dort sicher stattfinden lassen zu können, sprach die Stadtverwaltung im Vorfeld allerdings einige Empfehlungen aus. Verzichtet werden sollte vor allem auf Touren in großen Gruppen, sodass in diesem Jahr leider auch die allseits beliebte Eröffnungstour ausfallen musste. Stattdessen sollte lieber alleine, zu zweit oder mit den im eigenen Haushalt lebenden Personen geradelt werden. Außerdem wurde auf die geltenden Abstandsregeln hingewiesen, um die Ausbreitung des Virus eindämmen zu können und keine/n Radler/in zu gefährden.

 

Siegerehrung

 

Eine Abschlussveranstaltung im Ratssaal konnte in diesem Jahr leider ebenfalls nicht stattfinden. Trotzdem bekamen die Gewinner/innen der Kategorien „Die besten drei Radler/innen mit den meisten Radkilometern“, „Team mit den meisten Radkilometern insgesamt“ und „Team mit den meisten Radkilometern pro Kopf in den Größen „S“ (2 bis 5 Radler/innen), „M“ (6 bis 25 Radler/innen) und „L“ (mehr als 25 Radler/innen) wieder Urkunden, die ihnen dieses Mal auf dem Postweg zugeschickt wurden.

 

Verlosung

 

Ein weiterer Anreiz war die unter allen aktiven Teilnehmern/innen durchgeführte Verlosung von gesponserten Sachpreisen, wie bspw. Einkaufsgutscheinen von Fahrradläden oder Eintrittskarten fürs Theater Oberhausen, den Aquapark, Rot-Weiß Oberhausen und das LEGOLAND Discovery Centre.

 

Ausblick

 

Nach der erneuten Steigerung der Teilnehmer- und Kilometerzahl plant die Stadt Oberhausen auch 2021 wieder am STADRADELN teilzunehmen. Dabei sollen die Erfahrungen aus den letzten Jahren in die Vorbereitungen einfließen und dazu beitragen, dass im nächsten Jahr noch mehr Bürger/innen durch die Aktion von einer regelmäßigen Nutzung des Fahrrades überzeugt werden können.

 

 

Kurzfassung

 

Der Bericht informiert über die Ergebnisse des Oberhausener STADTRADELNs 2020. Insgesamt wurden in dem dreiwöchigen Aktionszeitraum von 756 aktiver Teilnehmern/innen 193.111 km geradelt. Nach den positiven Erfahrungen aus den letzten Jahren möchte die Stadt Oberhausen auch 2021 wieder an der deutschlandweiten Aktion des Klimabündnisses teilnehmen.

 

 

Anlage

Oberhausener STADTRADELN Ergebnisse 2015 bis 2020 sowie Ergebnisse 2020 aller teilnehmenden Metropole Ruhr-Kommunen im Vergleich (sortiert nach km je Einwohner/in)

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