Beschlussvorlage - B/16/5945-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Masterplan Wirtschaft
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Dezernat 0 / Strategische Planung
- Bearbeitung:
- Andrea Scholten
- Verantwortung:
- Dez 0 Herr Güldenzopf
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Hauptausschuss
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Vorberatung
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07.09.2020
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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14.09.2020
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
- Der Rat der Stadt nimmt den Masterplan Wirtschaft zur Kenntnis und beschließt die im Masterplan vorgeschlagenen Leitziele für den Wirtschaftsstandort Oberhausen. Sie sind integriert im Rahmen der Stadtentwicklung zu verfolgen und dienen somit der Verwaltung, der Wirtschaftsförderung und den Wirtschaftsakteuren (Kammern, Verbände, Gewerkschaften usw.) als Orientierung.
- Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung mit der Erarbeitung konkreter Beschlussvorlagen für die Umsetzung der im Masterplan Wirtschaft festgehaltenen Fokusprojekte. Darin sind nicht nur Ziele und Meilensteine, sondern auch der personelle und finanzielle Ressourcenbedarf deutlich zu machen.
- Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung für die Fortsetzung des Dialogs zwischen Verwaltungsspitze und Wirtschaft den Lenkungskreis in einen „Wirtschaftsbeirat“ weiterzuentwickeln und einen Mittelstandsempfang zu etablieren.
- Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung mit dem Aufbau einer kontinuierlichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktbeobachtung, die in Form eines Berichts über die Situation des Wirtschaftsstandorts Oberhausen transparent Aufschluss liefert sowie den Fortschritt des Masterplans dokumentiert.
- Der Rat der Stadt dankt allen Beteiligten und bittet die Mitglieder des Lenkungskreises und die maßgeblichen Treiber des Prozesses, gemeinsam an der Umsetzung der Ziele zu arbeiten und sich aktiv einzubringen.
Bezug:
Drucksache M/16/4550-01 „Zwischenbericht Masterplan Wirtschaft“
Sachverhalt
Sachdarstellung
Projekt
Die Stadt Oberhausen hat gemeinsam mit zentralen Akteuren einen Masterplan für den Wirtschaftsstandort Oberhausen erarbeitet.. Ziele waren:
- Wirtschaft und Arbeit als zentrale Themen mit Blick auf Oberhausen ins Bewusstsein der Verwaltung, Stadtgesellschaft und Unternehmen bringen. Verstärkung einer Aufbruchsstimmung als Signal und als Neustart für Initiativen, um die großen Herausforderungen anzugehen.
- Setzen von Prämissen und strategischen Optionen bzw. Zielen entlang derer konkrete Aufgabenpakete und Meilensteine sowie Verantwortlichkeiten verankert sind.
- Positionierung Oberhausens als (internationalen) Wirtschaftsstandort und als Teil unserer Region. Dafür müssen Ziele mit Blick auf die anstehende „Ruhrkonferenz“ sowie den Regionalplan Ruhr diskutiert werden.
- Beteiligung auf Basis eines offenen bottom-up-Prozesses, in dem Anregungen, Ideen und Fragestellungen von einer breiten Basis eingebracht werden. Es ist ausdrücklich das Ziel, Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Vorstellungen und Lösungen im Prozess zu verankern.
- Aktivierung wichtiger Stakeholder und Verfestigung von Netzwerken, um Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen und mehr Raum bzw. mehr Motivation für Eigeninitiative zu schaffen.
Struktur
Der Prozess profitierte von der breiten Beteiligung und dem Input von Unternehmerinnen und Unternehmern, Verbänden und Gewerkschaften sowie internen und externen Expertinnen und Experten – insgesamt waren es über 200 Personen, die sich mit Hinweisen, Ideen und Kritik eingebracht haben.
Maßgeblich getragen und organisiert wurde der Prozess von einem Lenkungskreis, der aus dem Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Wirtschaftsförderung, Industrie- und Handelskammer, Unternehmerverband, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit, DGB und Fraunhofer Institut UMSICHT besteht.
Lenkungskreis Masterplan Wirtschaft | ||
Name | Institution | Funktion |
Jürgen Koch | Arbeitsagentur Oberhausen
| Leiter |
Sven Lohberg | Arbeitsagentur Oberhausen
| Bereichsleiter |
Thomas Schicktanz | DGB Oberhausen
| Stadtverbandsvorsitzender |
Prof. Görge Deerberg | Fraunhofer Umsicht
| stellv. Institutsleiter |
Jutta Kruft-Lohrengel | IHK Essen
| Präsidentin |
Dirk Grünewald | IHK Essen
| Ehrenpräsident |
Heinz-Jürgen Hacks | IHK Essen | Geschäftsführer Industrie-Raumordnung-Verkehr |
Barbara Yeboah | Kreishandwerkerschaft MH/OB | Geschäftsführung |
Jörg Bischoff | Kreishandwerkerschaft MH/OB | Kreishandwerksmeister |
Frank Lichtenheld | OWT
| Geschäftsführer |
Wolfgang Große Brömer | OWT | Aufsichtsratsvorsitzender |
Daniel Schranz | Stadt Oberhausen
| Oberbürgermeister |
Ralf Güldenzopf | Stadt Oberhausen
| Dezernent Strategische Planung |
Thomas Gäng | Stadtsparkasse Oberhausen | Vorstandsmitglied |
Jennifer Middelkamp | Unternehmerverband Duisburg | Presse, Öffentlichkeit, Marketing |
Martin Jonetzko | Unternehmerverband Duisburg | Geschäftsführer der Einzelverbände |
Wolfgang Schmitz | Unternehmerverband Duisburg | Hauptgeschäftsführer |
In 5 „Hubs“ wurden die wichtigsten Zukunftsthemen des Wirtschaftsstandorts Oberhausen bearbeitet. Alle Hubs sind maßgeblich durch die Oberhausener Wirtschaftsförderung sowie die Verwaltung unterstützt und begleitet worden
Themen-Hub | Verantwortlich |
Zukunftsprofil des Standorts | Unternehmerverband Frau Jennifer Middelkamp |
Zukunftsfähige Standortbedingungen | IHK Herr Heinz-Jürgen Hacks |
Wissenschaft, Innovation und Gründung | Fraunhofer Umsicht Herr Prof. Dr. Görge Deerberg |
Arbeit, (Schul)Bildung und Qualifizierung | Agentur für Arbeit Herr Jürgen Koch |
Smart City Oberhausen – Wirtschaftsfaktor Digitalisierung | Stadt Oberhausen/ Strategische Planung Herr Ralf Güldenzopf |
Meilensteine
Auftaktsitzung Lenkungskreis | Juni 2018 | Ziele, Verfahren, nächste Schritte vereinbart |
Medienkonferenz (Loewe Industrieofenbau) | Juli 2018 | Gelungener Auftakt; gute Berichterstattung |
Öffentliche Auftaktveranstaltung | Sept. 2018 | 150 Teilnehmer; viele Unternehmen; Start der Themen-Hubs (Kennenlernen, Fragen, Herausforderungen, Ziele, weiteres Verfahren) |
Arbeit in den Themen-Hubs | 3-5 Treffen jeweils | Themen-Hubs in Eigenregie durch Verantwortliche. |
Arbeit des „kleinen“ Lenkungskreises | Regelmäßig | Abstimmung der Themen und Ergebnisse in den Hubs, um Doppelungen zu vermeiden. |
Arbeit des Lenkungskreises | Regelmäßig | Berichterstattung über Fortschritt des Prozesses |
Bericht im Hauptausschuss | Mrz. 2019 | Information von Politik; Bericht zu rund 120 gesammelten Projektideen; Feedback durch Politik |
Öffentliche „große End-Redaktionssitzung“ | Dez. 2019 | Priorisierung und Konkretisierung von Leitbild und Projekten mit allen Beteiligten |
Fertigstellung des Masterplans | Juni 2020 | Unterzeichnung durch den Lenkungskreis |
Ergebnis
Insgesamt sind aus über 130 Ideen sieben Leitziele, 12 Fokusprojekte, 42 konkrete Vorschläge entstanden.
Die sieben Leitziele des Masterplans Wirtschaft sind:
- Oberhausen ist … wirtschaftsfreundlich
- Oberhausen ist … qualifiziert
- Oberhausen ist … innovativ
- Oberhausen ist … smart
- Oberhausen ist … lebenswert
- Oberhausen ist … resilient
- Oberhausen ist … selbstbewusst
Jedes dieser Leitziele wird im Masterplan näher beschrieben, daran anschließend werden konkrete Vorschläge (Das machen wir/So machen wir das) benannt.
Besonders herausgestellt sind die 12 Fokusprojekte, die prioritär bearbeitet werden sollen. Die Fokusprojekte sind in Projektblättern ausführlicher beschrieben.
- One-Stop-Shop für Unternehmen
- Digitale Bauakte
- Kampagne „Duale Ausbildung“
- Digitale Schule
- Innovationsallianzen
- Smart City-Strategie
- Oberhausen „fast & connected“ (gigabit Infrastruktur)
- Entwicklung interessanter Wohnmodelle/ -quartiere
- Vereinbarkeit Beruf und Familie
- iStEK 2030
- Leerstandsmanagement
- Marketing neu organisieren/ Zukunftsprofil nach Zielgruppen ausrichten/
5 Jahres-Strategie entwickeln
Bereits in Umsetzung
Der Masterplan-Prozess hat Netzwerke gestärkt und erweitert. Sie sind Grundlage dafür, dass einige Projekte schon in die Phase der Umsetzung getreten sind. Hier kann sich oft auf starke Partner gestützt werden. Beispielhaft seien hier die Felder: Smart-City-Strategie, Digitale Bauakte, Digitale Schule, Entwicklung von Wohnquartieren, Gigabit-Infrastruktur oder Innovationsallianzen genannt.
„Living Document“
Der Masterplan ist ein „Living Document“ und wird in den nächsten Jahren immer wieder erweitert und angepasst. Auch zukünftig können so neue Ideen und Projekte aufgenommen und bestehende angepasst werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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891,2 kB
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