Berichtsvorlage - M/16/5705-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht über den aktuellen Stand des Projekts EPIC (European Platform of Integrating Cities)
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Dezernat 1 / Finanzen und Kultur
- Bearbeitung:
- Cigdem Aksoy
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Sozialausschuss
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Kenntnisnahme
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27.05.2020
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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03.06.2020
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Erledigt
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Integrationsrat
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Kenntnisnahme
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01.09.2020
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Die Stadt Oberhausen ist Partner im transnationalen Projekt EPIC – European Platform of Integrating Cities (EPIC) –, das in einer dreijährigen Laufzeit von Januar 2020 bis Dezember 2022 durchgeführt wird. Das Projekt sieht für den jeweiligen Partnerstandort die Teilnahme einer Kommune und einer NGO vor. Im Falle der Stadt Oberhausen sind das Büro für Interkultur sowie das Kommunale Integrationszentrum von städtischer Seite und kitev (Kultur im Turm e.V.) als NGO die Projektverantwortlichen.
Das EPIC-Projekt startet den Versuch, sich den Herausforderungen in der Integration von Drittstaatsangehörigen auf neue Weise zu stellen und entsprechende Lösungen zu entwickeln. Das Projekt bezieht sich dabei auf Städte mittlerer Größe, die einen Bedarf in der Weiterentwicklung eigener Kompetenzen unter anderem in Bereichen Wohnraumbeschaffung, Eingliederung in die Erwerbstätigkeit, Integrationspolitik und mangelnde Akzeptanz anmelden. Im Gegenzug sind die beteiligten Städte aufgefordert, ihre Expertise in diesen Bereichen zur Unterstützung der Partner anzubieten. Die damit geschaffene Grundlage begünstigt einen Wissenstransfer, welcher Partner unterschiedlichen Erfahrungsstandes zusammenbringt und ein „Voneinander-lernen“ in einem direkten peer-to-peer Netzwerk auf lange Sicht ermöglicht sowie den Austausch von Wissen, Fähigkeiten und Personal im Feld der Integrationsarbeit fördert.
Das Projekt wird in seiner Organisation von ALDA (European Association for Local Democracy) als Lead Partner sowie der Beteiligung von 15 weiteren Partnern durchgeführt: 7 NGOs, insbesondere Associazione ADL Zaidovici (I), Cooperazione Studio e Progetto (I), Symbiosis (GR), Jesuit Refugee Service Portugal, Jesuit Refugee Service Kroatien, Kitev, Solidaridad sin Fronteras (ES/offiziell als Vertretung einer weiteren Gemeinde) und 6 lokale Behörden, insbesondere die Stadtverwaltung von Brescia (I), die Stadtverwaltung von Ioannina(GR), die Stadt Lissabon(PT), die Stadtverwaltung von Oberhausen, die Stadtverwaltung der Stadt Danzig (PL), die Stadtverwaltung von Sisak (HR); Darüber hinaus sind das University College London und die Europäische Vereinigung für Information über lokale Entwicklung (AEIDL) als bereichsübergreifende Partner in das Projekt einbezogen.
Der offizielle Projektbeginn war im Januar 2020 mit dem Kick-off-Treffen in Vicenza. Die Dauer des Projekts wird 36 Monate betragen.
PROJEKTBAUSTEINE:
FORSCHUNG UND DATENSAMMLUNG über die Integration von Migranten*innen in den einzelnen Kommunalbehörden durch die Entwicklung von Umfragen und Fokusgruppen zum Verständnis gemeinsamer Trends und Herausforderungen;
KAPAZITÄTSAUFBAU durch 1 Internationales Treffen und 1 Internationales Training, werden wir die Prioritäten für eine erfolgreiche Integration von Migranten und sowohl praktisches als auch theoretisches Wissen über Medien, Migration und deren Gegenmeinung identifizieren. Darüber hinaus sieht das Projekt die Durchführung von 8 Hospitationen vor, bei denen die Partner praktisches Wissen voneinander erwerben, um es dann in ihren Kommunen zu replizieren.
Ein Schlüsselteil des EPIC-Projekts ist die Organisation von PILOTPROJEKTEN an allen 8 Standorten, in denen die Aktivitäten zur Umsetzung der spezifischen Prioritäten, die während der Forschungs- und Datenerhebungsphase identifiziert wurden, ermöglicht werden.
Im Rahmen des EPIC-Projekts sollen lokale Vernetzungspfade organisiert werden, d.h. 8 Treffen mit der Bevölkerung, die zu 8 Lösungsvorschlägen für die bestehende lokale Integration führen, mit dem Ziel, den Dialog mit den wichtigsten Interessengruppen über die Integration von Migranten*innen auf lokaler und EU-Ebene zu fördern und die Entstehung gemeinsamer Strategien und Initiativen zu begünstigen. Darüber hinaus werden 3 internationale Vernetzungspfade in Sisak, Lissabon und Brüssel organisiert, um die Harmonisierung von Strategien, die Integration von Projekten und die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden zu diskutieren.
Zusätzlich zu den informativen Gegenbewegungskampagnen, die sich auf die Entwicklung von Haltungen zu negativen Migrationsdiskursen konzentrieren werden, werden vier Webinare zur Bekämpfung von Stereotypen gegenüber Migration angeboten. Ziel der Webinare wird es sein, Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten zu erschließen, welche von den Kommunen umgesetzt werden können. Das EPIC-Projekt wird mit einer Abschlusskonferenz mit europäischen und nationalen Schlüsselakteuren, die im Bereich der Integration von Migranten arbeiten, 2022 enden.
Das Projekt befindet sich zurzeit in der beginnenden Phase. Nach dem sehr erfolgreichen Kick-Off Meeting in Vicenza/ Norditalien Ende Januar, folgte kurze Zeit später der Pandemieausbruch durch das Virus Covid-19. Dies führte zu erheblichen Verzögerungen bzw. Änderungen im Projektablauf. So kann die geplante Umfrage der verschiedenen Bürgergruppen Oberhausens zum Thema Integration erst mit einer Verzögerung von zwei Monaten, erst ab Mitte Mai durchgeführt werden. Zudem findet die Befragung von 100 Personen, um persönlichen Kontakt zu umgehen, nun auf einer Online-Plattform statt. Der Ursprungsgedanke des Projekts war es, die Interviews in persönlichen Begegnungen durchzuführen. Die geplanten Webinare zur Schulung einer Gegenargumentation von Diskriminierung, werden bereits zum jetzigen Zeitpunkt umgesetzt und dem vorgesehenen Termin im Dezember dieses Jahres vorgezogen. Des Weiteren kann das nächste Symposium Mitte Juni in Ioannina/ GR aus gegebenen Anlass nicht stattfinden und wird stattdessen als eine Videokonferenz umgesetzt. Alle weiteren Termine und sich daraus ergebene Verschiebungen/Umstellungen, werden in enger Abstimmung mit der EU-Kommission von der Projektleitung ALDA der aktuellen Lage entsprechend beschlossen.
