Berichtsvorlage - M/16/5615-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der durch Die LINKE.LISTE Fraktion mit Datum vom 20.02.2020 gestellte Antrag zur Sachberichterstattung „Planung einer beleuchteten und kilometrierten Laufstrecke“ nimmt die Verwaltung gerne zum Anlass, die Mitglieder des Sportausschusses über den aktuellen Planungsstand zu informieren. Wegen der Corona-Pandemie musste die bereits für den 02.04.2020 geplante Berichterstattung verschoben werden.

 

Im Anschluss an den am 26.04.2018 einstimmig durch den Sportausschuss erteilten Prüfauftrag zur Realisierung einer Laufstrecke in Oberhausen, berichtete die Verwaltung zuletzt am 13.12.2018 über den damaligen Stand der Planungen (mündlich).

 

In der Folgezeit entwickelte sich das Projekt weiter. Dies unter Mitwirkung der Emschergenossenschaft (EG), des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, von zwei Architekturbüros und der Stadtverwaltung. Erste Option war es, die Realisierung einer Streckenführung im Bereich von Emscher und Rhein-Herne-Kanal (RHK) zu prüfen und zwar einen Rundweg auf beiden Seiten des Kanals, beginnend vom Kaisergarten bis zur sog. Ripshorster-RHK-Brücke im Quartier Borbeck.

 

Hierzu bedurfte es zunächst einer Prüfung von Grundstücks- und Eigentumsverhältnissen entlang des RHK und der Emscher sowie der Prüfung der Verträglichkeit von verschiedenen, an der geplanten Streckenführung gelegenen Barrieren und Hindernissen.

 

Nach Abschluss dieser Prüfungen ist festzustellen, dass einer Realisierung der geplanten Streckenführung an beiden Ufern des RHK grundsätzlich nichts entgegensteht. Der geplante Streckenverlauf ist auf den beigefügten Planabschnitten dargestellt. Der komplette Rundweg auf beiden Seiten des RHK, beginnend vom Kaisergarten bis zur Ripshorsterbrücke, beträgt rd. neun Kilometer.

 

Eine kürzere Streckenführung, beginnend am Kaisergarten bis zur sog. Tausendfüßlerbrücke am Centro hat eine Länge von rd. sechs Kilometern.

 

Im Rahmen der bisherigen Prüfungen wurde auch deutlich, dass für die Realisierung einer beleuchteten und kilometrierten Laufstrecke erhebliche infrastrukturelle Investitionsmaßnahmen erforderlich werden. Beispielhaft sind die Folgenden genannt:

 

  • Stromversorgung für eine Streckenbeleuchtung
  • Installation einer Streckenbeleuchtung
  • Wegebau
  • Umgestaltung von Treppenanlagen in belaufbare Böschungen
  • Böschungssicherungsmaßnahmen am Kanal
  • Verschiedene Beschilderungen u. a.

 

Im Verlauf der Prüfungen zog ein für die Erarbeitung der Planungsleistungen vorgesehenes Architekturbüro im Herbst 2019 seine zunächst zugesagte Mitarbeit an dem Projekt zurück. Ursache hierfür war der nicht zur Verfügung stehende Zeitrahmen infolge hoher Arbeitsauslastung.

 

Erfreulicherweise konnte zu Beginn des Jahres 2020 ein anderes, renommiertes Architekturbüro dazu gewonnen werden, der Stadt Oberhausen eine überschlägige Kostenschätzung für die geplante Laufstrecke zu erarbeiten. Anfang April 2020 übermittelte das betreffende Planungsbüro dem Bereich 2-5/Sport nach eigener Inaugenscheinnahme der Strecke einen groben Kostenrahmen für die geplante Laufstrecke. Dieser Kostenrahmen wurde durch das Planungsbüro überschlägig wie folgt ermittelt:

 

Streckenverlauf Kaisergarten bis Ripshorsterbrücke als Rundweg
entlang von Emscher und RHK (9 km Laufstrecke)
 

Investitionskosten -geschätzt- inkl. Architektenkosten (HOAI) und
Umsatzsteuer, exklusiv Elektrifizierung mittels Anschluss an die

Mittelspannung etc. 2,5 Mio. EUR

 

Für eine beleuchtete und kilometrierte Laufstrecke mit rd. 6 km Länge würden die Invest.-Kosten rd. 1,7 Mio. EUR betragen.

 

Zu der Höhe der Kosten teilt das Planungsbüro Folgendes mit:

 

  • Bei der Qualität der Beleuchtung (Anzahl und Typen) hat sich das Planungsbüro an den bestehenden Laufstrecken in Duisburg und Gladbeck orientiert.
     
  • Für die Planung der Wege geht das Büro von einer Wegebreite von ca. 3,0 m aus, die in den meisten Abschnitten der Strecke bereits vorhanden ist, an einigen Stellen jedoch erst geschaffen werden muss.
     
  • Eine Verbreiterung der vorgefundenen Engpässe im Verlaufe der Strecke (jeweils ca. 1,50 m breit), konkret unter den beiden Brücken am Kanaluferwanderweg in Höhe des Gasometers, ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Es wurde hierzu vorgeschlagen, die Engpässe anderweitig zu verbessern, beispielsweise mit akustischen und optischen Maßnahmen.

 

Die Realisierung der beschriebenen Streckenführungen zwischen Emscher und Kanal hätte den großen Vorteil, Laufsportinteressierten aus unterschiedlichen Bezirken und Quartieren des Stadtgebiets an verschiedenen Orten Einstiegsoptionen für die Strecke zu ermöglichen, z. B.:

 

  • Zugang Kaisergarten:
    Für Laufsportinteressierte des Stadtbezirks Alt-Oberhausen und des Quartiers Grafenbusch
     
  • Zugang Gasometer:
    Für Laufsportinteressierte der Quartiere Neue Mitte und Grafenbusch
     
  • Zugang Tausendfüßlerbrücke:
    Für Laufsportinteressierte des Bezirks Osterfeld (Zugang Wittekindstraße)
     
  • Zugang Marina:
    Für Laufsportinteressierte der Quartiere Neue Mitte und Oberhausen-Ost
     
  • Zugang Ripshorsterbrücke:
    Für Laufsportinteressierte des Quartiers Borbeck
     
  • Zugang Umfeld Stadion Niederrhein, Lindnerstraße und Slinky-Brücke:
    Für Laufsportinteressierte der Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld

 

Weitere Vorgehensweise:

 

Investitionsmittel für die Herstellung einer beleuchteten und kilometrierten Laufstrecke können frühestens für den Investitionshaushalt 2021 angemeldet und beschlossen werden.

 

Denkbar ist es, zu versuchen, private und öffentliche Partner zur Mitfinanzierung der geplanten Laufstrecke zu gewinnen, sowohl zur Finanzierung der Invest.-Kosten als auch zur Finanzierung der zukünftigen Pflege- und Unterhaltungskosten.

 

Folgender Hinweis hierzu:

An der bestehenden Laufstrecke in Duisburg-Wedau werben private Unternehmen mit Hinweisschildern entlang der Strecke für ihre Unternehmen und Produkte.

 

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Anlagen

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