Berichtsvorlage - M/16/5707-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Das Programm 2020/21 der Volkshochschule Oberhausen - "Zukunft"
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Bert-Brecht-Bildungszentrum
- Bearbeitung:
- Sabine Tißen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Beschlussfassung
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03.06.2020
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Erledigt
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Gleichstellungsausschuss
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Kenntnisnahme
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27.08.2020
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Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
2019/20 war für die Volkshochschule Oberhausen ein erfolgreiches Jubiläumsjahr. Das Konzept des Familienfests mit vielen Partner*innen und Unterstützer*innen ist sehr gut angenommen worden und neben den Fans der VHS waren auch sehr viele neue Menschen und Innenstadtanwohner*innen dabei. Festakt, Kampagne und Publikationen zu diesem Anlass wurden über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen und gelobt. Im Jubiläumsjahr waren der Staatssekretär Klaus Kaiser, die Weiterbildungssprecherin der SPD-Landtagsfraktion Gabriele Hammelrath und der Weiterbildungssprecher der FDP-Landtagsfraktion Lorenz Deutsch im Bert-Brecht-Haus zu Besuch, um sich über unsere Arbeit zu informieren. Dieser hohe Stellenwert der VHS Oberhausen in der Landschaft der Weiterbildungsinstitute wird auch daran deutlich, dass zahlreiche Expertisen der Pädagog*innen für Beispiele und Artikel in Verbandsorganen angefragt und z.T. veröffentlicht wurden.
Zwei große Fachkonferenzen wurden 2019 von der VHS ausgerichtet. Zum einen eine Bundestagung zur politischen Bildung in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und zum anderen die Landesgesundheitskonferenz der VHSn. In beiden Fällen konnte das Haus fachlich und organisatorisch große Erfolge mit den Tagungen verzeichnen. Vielfache Erwähnung findet die Willkommenskultur des ganzen Hauses mit den Menschen, die hier arbeiten.
Das Kursprogramm selbst konnte wiederum eine hohe Anmeldungszahl und gutes Feedback verzeichnen. Im Kursjahr 2020/21 wurde mit dem Schwerpunktthema „Zukunft“ geplant. Das Thema bleibt, das Kursjahr wird ein anderes. Bisher sind (die Nachrichten mögen die Vorlage überholen) bei allen Lockerungen in der Corona Schutzverordnung Abstand und Hygiene die obersten Gebote aller Arten von Veranstaltungen und Zusammenkünften. Das Bert-Brecht-Haus als zentraler Ort an dem ein Großteil der Seminare und Kurse der Volkshochschule untergebracht sind, lässt auf Grund seiner Raumstruktur (viele kleine Seminarräume, nur ein großer Kursraum) einen „Normalbetrieb“ nicht zu. Deckungsfähige Kurse, die eine bestimmte Anzahl an Teilnehmenden haben (über 10 Personen), können nicht durchgeführt werden, kleine Kurse mit wenigen Teilnehmenden sind nicht wirtschaftlich. Daher wird die Volkshochschule ein Kursangebot entwickeln, das sich an die aktuellen Regelungen schnell anpassen kann. Es werden die verschiedensten Kurse- und Seminarangebote entwickelt, die dann erst der Öffentlichkeit präsentiert werden, wenn sie durchgeführt werden können. Es wird vom Druck des Kursbuchs abgesehen. Das mögliche Programm wird digital und über die Presse verbreitet und nicht für ein ganzes Kursjahr publiziert.
Für die Zeit nach den Sommerferien werden viele Regelkursangebote mit einer kleineren Teilnehmendenzahl geplant, bei größerer Nachfrage besteht die Möglichkeit, daraus einen Doppelkurs zu machen. So kann ein klassisches wenn auch verringertes Kursangebot ermöglicht werden. Stammkursgruppen werden besonders berücksichtigt, aber auch neue Angebote wie z.B. die Möglichkeit des Dreisprachenlernens versucht. Hierbei werden drei Sprachen gleichzeitig unterrichtet und somit der neueste Stand der Sprachendidaktik erfahrbar.
Neben diesem „klassischen Kursangebot“ wird die VHS einen Teil der Kurse digital anbieten. Mit der Schließung wurden die Mitarbeiter*innen und Lehrkräfte der VHS sehr aktiv mit Filmen, Kurzvorträgen, Online Ausstellungen, Tutorials, aber auch Regelkursen auf der Lernplattform VHS-Cloud in Form von Webinaren. Diese Arbeit wird nach guten Erfahrungen erweitert und ausgebaut. Eine eigene Dozent*innenschulung für die Erstellung von Webinaren hat die VHS Oberhausen erarbeitet und durchgeführt, damit die Lehrkräfte die Plattform optimal nutzen können. Die Webinare finden in der Regel komplett in der Cloud mit eigenen Lernaufgaben statt, aber auch Videomeetings oder Fragestunden werden digital präsentiert. Zusätzlich werden auch Möglichkeiten des Blended Learning eröffnet. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Präsenz und Digitalkurs.
So wird zunächst für einige Monate nur auf Sicht geplant mit der Hoffnung, im nächsten Jahr größere Gruppen anbieten zu können. Für den Sommer werden kleinere Angebote im Haus und außerhalb angeboten, um den Menschen wieder ein Bildungsangebot bereitzustellen.
Grundbildung, d.h. Schulabschlusskurse und Deutschkurse sind vorrangig fortzuführen, da es rechtliche Bindungen gibt und für die Teilnehmenden der Abschluss des Bildungsangebots von existenzieller Bedeutung ist. Die Zweigstelle in Lirich inklusive Aula wird daher schon seit Mitte Mai wieder in Anspruch genommen.
Für die Deutschkurse ist die VHS an die Vorgaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gebunden und kann nicht frei die Kurse umplanen. Sie gelten unter Corona als unterbrochen und müssen dann wie vorher auch mit mindestens 15 Unterrichtsstunden die Woche fortgeführt werden. Das bindet im Bert-Brecht-Haus tagsüber alle großen Räume.
Für alle weiteren Unterrichtsangebote gilt, dass sie fertig geplant sind und mit der Umplanung nicht verloren sind, sondern lediglich nicht alle sofort durchgeführt werden können. Eine spätere Umsetzung des ursprünglichen Programms ist berücksichtigt.
Veranstaltungen der politischen Bildung und Kultur sind aufgrund der hohen Besucher*innenzahl besonders von den Versammlungseinschränkungen betroffen. Diese können immer nur mit einem Vorlauf von einigen Wochen betrachtet werden. Erst dann kann entschieden werden, ob eine Filmaufnahme, ein Interview oder auch eine Veranstaltung mit Publikum möglich ist. Zum jetzigen Zeitpunkt ist über die Zeit ab September keine genaue Prognose möglich. Aufgrund der Wichtigkeit politischer Bildung wurde auch bei der digitalen Arbeit ein eigener Schwerpunkt mit Arbeit und Leben umgesetzt und wird auch im neuen Kursjahr weitergeführt, solange die Einschränkungen gelten.
Bildungsurlaube erfreuen sich wachsender Beliebtheit. So wurden auch mehr in allen Fachgebieten geplant. Die Durchführung kann aber nur von Fall zu Fall und nach Raumverfügbarkeit entschieden werden.
Ein Teil der wegen der Corona Schließung entfallenen Kurse und Veranstaltungen wurde auch schon verschoben bzw. wird noch neu terminiert wie z.B. der Vortrag von Franz Müntefering für April 2021.
Für die Ankündigung ihres Programms und die Durchführung digitaler Angebot ist die VHS weiter auf eine gute Unterstützung der städtischen IT angewiesen. Vieles, was im Bert-Brecht-Bildungszentrum für die Menschen in Oberhausen geplant wird, ist weit entfernt vom städtischen Standard der Verwaltungs-EDV und erfordert hohe Flexibilität, sowohl technisch als auch im Ablauf.
Die Zusammenarbeit von VHS und Bibliothek hat weiter zugenommen. Gemeinsame Planungen haben mittlerweile an Routine gewonnen und die Beschäftigten des Hauses kommunizieren selbstverständlicher über ihre Themen. Das Image des Hauses ist allen Beteiligten wichtig und wird gemeinsam verbessert. Die Fortsetzung der Bereichsklausuren konnte wegen Corona nicht stattfinden, sollte aber die gemeinsame Digitalisierung weiter im Team vorantreiben. Der gemeinsame Bereich hat in beiden Fachverbänden und in der Politik des Landes Vorbildcharakter. Die Besuche von Vertreter*innen der Landespolitik fanden immer mit VHS und Bibliothek gemeinsam statt und das Modell so wie die individuelle Umsetzung durch Menschen des Bereichs erhalten hohe Anerkennung. Oberhausen wird in diesem Zusammenhang mittlerweile als Kommune mit Expertise betrachtet und der Bereich erhält Anfragen und Besuche aus anderen Städten.
Das Thema „Zukunft“ der VHS wird stattfinden, als digitales Thema, als Bereichsthema, und bei weiteren Öffnungen auch wieder mit größeren Diskussionsrunden.
