Berichtsvorlage - M/16/5694-01
Grunddaten
- Betreff:
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Anträge auf regionale Kulturförderung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für das Jahr 2021
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Dezernat 1 / Finanzen und Kultur
- Bearbeitung:
- Sandra Hallen
- Verantwortung:
- Tsalastras
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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03.06.2020
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Die regionale Kulturförderung des LVR dient dazu, die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebots im Rheinland zu stärken und zu bewahren.
Um eine mögliche finanzielle Zuwendung zu erhalten, ist eine Antragstellung durch den Projektträger selbst erforderlich, die über die zuständigen kreisfreien Städte an den LVR zu richten ist. Anträge von Privatpersonen sind nicht zulässig. Es muss zudem eine Information der politischen Vertretung erfolgen.
Folgende Förderanträge wurden im Rahmen der regionalen Kulturförderung für das Jahr 2021 gestellt:
All about shoes – von der Antike bis Andy Warhol * Heiner Meyer –deutsche Pop Art
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen mit der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Die Gesamtkosten betragen 167.500 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel betragen 50.000 EUR.
Aus Anlass der Aufstellung der Stahlskulptur des bekannten deutschen Popartisten Heiner Meyer vor dem Haupthaus von Schloss Oberhausen zeigt die LUDWIGGALERIE eine umfangreiche Themenausstellung zum Schuh in der Kunst. Von der Antike bis zu aktuellen Arbeiten, vom Mittelalter bis zu Andy Warhol reicht die Palette der oft ungewöhnlichen Kunstdarstellung der menschlichen Fußbekleidung. Das Fehlen des Schuhs, der Abdruck des Schuhs und die Bedeutung des Schuhs werden ebenso in künstlerischen Äußerungen vorgestellt wie dem roten Schuh ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Als „Ausstellung in der Ausstellung“ liegt ein besonderes Augenmerk auf dem künstlerischen Schaffen von Heiner Meyer.
Elevated Levitated Elephant
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Jörg Mazur. Die Gesamtkosten betragen 68.900 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel betragen 61.400 EUR.
Zwischen Westeingang des Oberhausener Hauptbahnhofs und dem Haupteingang zum LVR Industriemuseum, steht seit 1998 ein Industriedenkmal, das die dort vorbei führende Hansastraße überspannt. Die Konstruktion besteht aus Traggerüsten der Wuppertaler Schwebebahn, die Ende des 19. Jahrhunderts in der Gutehoffnungshütte Oberhausen angefertigt wurden. Trotz seiner beeindruckenden Größe kennen die meisten Bürger weder die ursprüngliche Funktion noch die historische Bedeutung der Stahlkonstruktion. Freistehend und aus ihrem Kontext gelöst, wird sie bis heute fälschlicherweise eher als Hebekran der hiesigen Schwerindustrie wahrgenommen. Mit der Absicht, den nach Oberhausen zurückgekehrten Stahlbögen mehr Aufmerksamkeit zu bescheren und auf dessen Bedeutung hinzuweisen, entwickelte der Bildhauer Jörg Mazur die Idee, mit der Skulptur eines schwebenden Elefanten, der unter der Stahlkonstruktion montiert werden soll, einen direkten Hinweis auf die ehemalige Verwendung der Traggerüste zu liefern.
Kommentierung der Gedenkskulpturen „Trauernde“ und „Bombentrichter“
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen mit der Gedenkhalle Oberhausen. Die Gesamtkosten betragen 555.000 EUR. Die beantragte Förderung beim LVR beträgt für das Jahr 2021 100.000 EUR und für das Jahr 2022 300.000 EUR.
Vor der 1962 gegründeten Gedenkhalle - der ältesten westdeutschen NS-Gedenkstätte - wurde ebenfalls 1962 die Gedenkskulptur "Die Trauernde" des Bildhauers Willy Meller eingeweiht. 1988 wurde die Gedenksituation um die Skulptur des "Bombentrichter" des Künstlers Heinrich Kasan ergänzt. Vor allem die Gedenksituation mit der „Trauernden“ wird schon seit langen Jahren kritisiert. Daher erarbeitete die Gedenkhalle die Wechselausstellung „Risse im Stein.“ Daher soll die alte Gedenksituation kommentiert und eine neue Gedenksituation eingerichtet werden, um für den Volkstrauertag, aber auch für andere Gedenkanlässe eine zeitgemäße Form zu finden, die das heutige Opfergedenken angemessen transportiert. Es sollen vier frühzeitig vorab auszuwählende Gestalter*innen zu einem Ideenwettbewerb zur Realisierung der neuen Gedenksituation geladen werden. Eine Jury filtert aus den Vorschlägen und den dazugehörigen Kostenkalkulationen bis zum Ende des Jahres 2021 einen passenden, realisierbaren Entwurf und schlägt ihn zur Ausführung vor.
Theaterprojekt zur Migrationsgeschichte Oberhausens durch das Stadtarchiv
Träger des Projektes ist die Stadt Oberhausen mit dem Stadtarchiv der Stadt Oberhausen. Die Gesamtkosten betragen 184.460 EUR. Die beantragte Förderung beim LVR beträgt für das Jahr 2021 50.000 EUR und für das Jahr 2022 50.000 EUR.
Ab 2021 plant das Stadtarchiv Oberhausen einen neuen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Migrationsgeschichte zu setzen. Um dieses Vorhaben innovativ starten zu können, plant das Archiv ein Kooperationsprojekt mit dem Theater Oberhausen und mit kitev e.V. (Kultur im Turm e. V.). In diesem Projekt sollen Menschen aus der städtischen Bürgerschaft eigene kleine Theaterstücke erarbeiten, die insgesamt das Thema Migrationsgeschichte Oberhausens schlaglichtartig behandeln. In diesen Theaterstücken sollen alle größeren Migrationsbewegungen der Stadtgeschichte seit dem 19. Jh. beleuchtet werden. Neben der kritischen Auseinandersetzung mit der Migrationsgeschichte durch die Teilnehmenden ist das langfristige Ziel, die einzelnen Theaterstücke zu einem größeren Theaterstück zusammenzufügen.
