Berichtsvorlage - M/16/5244-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Integrierte Quartierskonzepte zeigen unter Beachtung städtebaulicher, denkmalpflegerischer, baukultureller, wohnungswirtschaftlicher, demografischer und sozialer Aspekte die technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier auf. Sie zeigen, mit welchen Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig die Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduziert werden können. Dabei sind insbesondere die kommunalen energetischen Ziele zu beachten. Mit dem KfW Programm 432 werden u.a. integrierte Quartierskonzepte zur energetischen Stadtsanierung derzeit zu 65% gefördert.

 

Vor dem Hintergrund des InnovationCity-roll outs und dem Ratsbeschluss vom 08.07.2019, die Ausweitung des erfolgreichen Projekts „Innovation City“ in Osterfeld auch auf andere Stadtteile zu prüfen, hat der Fachbereich Klima- und Ressourcenschutz (2-2-30) nach Auswertung vorhandener Energie(Verbrauchs)daten und der jeweils vorrangig installierten Wärmeversorgung ein Quartier in Alstaden als besonders geeignet bewertet.

 

Die geplante Quartiersabgrenzung (s. Anhang) erstreckt sich über den südlichen Bereich der Stadt Oberhausen auf einer Fläche von ca. 185 ha. Die Bebauungsstruktur ist überwiegend geprägt durch Wohngebäude und teilweise auch Mischnutzungen bestehend aus Wohnen und Gewerbe. Insgesamt befinden sich im Quartier 1.785 Gebäude, wovon ca. 2/3 Einzeleigentümer sind und das weitere Drittel Mehrfacheigentümer.

Auf Grundlage des Wärmeatlas kann bereits die Notwendigkeit zur Erarbeitung eines integrierten energetischen Quartierskonzeptes abgeleitet werden. Das Quartier zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an nicht-leitungsgebundenen (NLG) Wärmeversorgungen (Kohle, Heizöl, Gastanks) aus. Insgesamt wird die installierte Leistung dieser Energieträger basierend auf dem Wärmeatlas auf 10.974 MWh beziffert. Allein durch die Umstellung der Wärmeversorgung in den Gebäuden lassen sich somit sehr hohe Energieeinspareffekte erzielen.

Ein weiteres Kriterium, welches den Handlungsbedarf hervorhebt, ist die sehr hohe Wärmebedarfsdichte im Quartier im Vergleich zu den weiteren Stadtteilen in Oberhausen. Diese lässt sich - neben dem hohen Anteil NLG Energieträger - durch einen hohen Modernisierungsbedarf und somit einem hohen Energiebedarf der (Wohn-)Gebäude begründen.

 

Analog zu den bisherigen Themen und Untersuchungen im InnovationCity roll-out in Osterfeld sollen nun auch in Alstaden energetische Themen - v.a. die energetische Gebäudemodernisierung - eingehend bearbeitet werden. Damit einher geht das konkrete Aufzeigen von Maßnahmen zur Energieeinsparung und -effizienz im Quartier.

Dazu  soll ein integriertes energetisches Quartierskonzept für den Stadtteil Altstaden erstellt werden.

Im Rahmen des Quartierskonzeptes werden in Anlehnung an die Mindestanforderungen an ein KfW 432 - Konzept folgende Inhalte bearbeitet:

 

  • Projektmanagement
  • Quartiersanalyse
  • Energie- und THG-Bilanz
  • Potenzialanalyse
  • Maßnahmenkatalog
  • Bürgerbeteiligung, Aktivierungs- und Marketingkonzept
  • Controlling und Verstetigung
  • Erstellung von mind. 6 Gebäudesteckbriefen für ortstypische Wohngebäude

 

Zusätzlich hierzu sollen folgende Schwerpunkte näher analysiert werden:

 

  • Energetische Gebäudemodernisierung
  • Erneuerbare Energien
  • (E-)Mobilität
  • Städtebauliche Themen/ Klimafolgenanpassung/ Nachverdichtung

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

Die Laufzeit eines konventionellen KfW 432 - Konzeptes sieht eine Laufzeit von 12 Monaten vor. Die Kosten belaufen sich nach einer ersten Kostenschätzung auf ca. 120.000 €, wobei 65% der Summe gefördert werden und ein Eigenanteil von ca. 42.000 € verbleibt.

Zur späteren Umsetzung des Konzeptes durch Personal können Fördermittel der KfW beantragt werden. Die entsprechenden Mittel sind für den Haushalt 2020 eingestellt worden.

 

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Anlagen

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