Antragsvorlage - A/16/5116-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der Ratsgruppe Offen für Bürger nach §4 der Geschäftsordnung für die Sitzung des Rates der Stadt am 18.11.2019: „Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn in der Neuen Mitte zur Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs“
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Offen für Bürger im Rat
- Bearbeitung:
- Cigdem Aksoy
- Verantwortung:
- Karschti
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungsausschuss
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Vorberatung
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08.11.2019
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Geplant
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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18.11.2019
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
a) Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung mit einer Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn im Umfeld der Neuen Mitte zur Entlastung sowohl des Autoverkehrs als auch zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs.
b) Diese soll folgende mögliche Haltepunkte beinhalten: den Parkplatz am Stadion RWO im Westen, das Schloss Oberhausen, den Gasometer, das Gelände des Centro mit seinen verschiedenen Attraktionen, das Metronomtheater wie auch das zukünftig zu nutzende Stahlwerksgelände und die Endhaltestelle der Linie 105, um einen Lückenschluss zum Essener ÖPNV herzustellen.
c) Dabei soll ebenso einbezogen werden, inwiefern im weiteren Umfeld des Centro bestehende Parkplätze an ein Seilbahnsystem angeschlossen werden können sowie neue Parkplätze gebaut werden können, die den unmittelbaren Verkehr in der Neuen Mitte entzerren können.
d) Es ist in Absprache mit der Stoag bzw. dem VRR zu klären, inwiefern eine Seilbahn mit den Tickets des Öffentlichen Nahverkehrs genutzt werden kann.
Sachverhalt
Begründung
Der öffentliche Nahverkehr ist ein wesentlicher Baustein für die Verkehrswende und das Erreichen der Klimaziele in Oberhausen. Offen für Bürger ist überzeugt, das der ÖPNV attraktiver werden muss und kann, um sich bei mehr Oberhausener Bürgern zu etablieren. Oder anders gesagt: Bus- und Bahnfahren muss sexy werden.
Eine Seilbahn kann nicht nur eine starke Attraktion für den Standort Oberhausen sein, sondern auch eine klimafreundliche elektrische Alternative zum Autoverkehr und sogar für den Lückenschluss zur Linie 105. Aus diesem Grund schlagen wir vor, sowohl verschiedene Haltepunkte wie Schloss Oberhausen und den Gasometer einzubeziehen als auch die zukünftige Entwicklung und einen Anschluss an die Linie 105. Der Stadtverordnete Werner Nowak hat eine erste Idee zur Seilbahn entwickelt und bereits ein Modell dazu erstellt, das einen möglichen Verlauf der Strecke zeigt.
Zentral für die Idee des alternativen Nahverkehrs ist ebenfalls die Anbindung an Parkplätze, die noch vor der Neuen Mitte liegen. Sie können aus Sicht der Ratsgruppe den unmittelbaren Verkehr an der Neuen Mitte entzerren. Die Machbarkeitsstudie sollte daher bestehende Parkflächen im weiteren Umfeld einbeziehen und dabei ebenso mögliche zukünftige Parkplätze, die intelligent und klimafreundlich verbunden werden können.
Ebenso wichtig ist aber auch die Anbindung an die Essener Straßenbahnlinie 105: Die Seilbahn bietet einen Anschluss nahezu ohne lästige Wartezeit beim Umsteigen, weil die Gondeln in kurzen Takten kommen. Und nicht zuletzt ist sie ein Spaß für Familien, die dann gern das Auto stehen lassen werden, um mit der Seilbahn zu fahren. So kann Tourismus mit einer klimafreundlichen und leisen Mobilität verknüpft werden. Dafür müsste sie als Teil des öffentlichen Nahverkehrs integriert werden.
Die Seilbahn ist international im Aufschwung: Am Himmel von La Paz (Lateinamerika) schwebt mit 36 Stationen und 30 Kilometern Länge eines der größten Seilbahn-Systeme der Welt. Und auch in Deutschland ist die Seilbahn eine Attraktion etwa in Köln. München prüft aktuell, seinen Nahverkehr durch Seilbahnen zu ergänzen. Der Münchner Stadtrat hat bereits 2018 eine Studie in Auftrag gegeben. Die Seilbahn ist aus unserer Sicht zum einen kostengünstig im Bau und im Unterhalt, zum anderen lassen sich die Strecken einfacher und flexibler ausbauen und verlegen.
Erste Reaktionen auf einen Seilbahn-Vorschlag sind positiv ausgefallen: Centro-Manager Marcus Remark zeigte sich im Gespräch mit OfB sehr angetan und sicherte zu, dass eine Umsetzung auf dem Gebiet des Centro „problemlos“ sein wird. Auch für ihn ist eine Anbindung an die 105 wichtig.
OfB sieht hier eine Riesenchance für Oberhausen – klimatisch, touristisch und wirtschaftlich – wir bitten daher um Zustimmung.
