Berichtsvorlage - M/16/5173-01
Grunddaten
- Betreff:
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Fahrradbusse/Fietsenbus in Oberhausen A/16/4875-01
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Mobilität
- Bearbeitung:
- Martina Schleuter
- Verantwortung:
- Janclas
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungsausschuss
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Kenntnisnahme
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08.11.2019
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Sachverhalt
Sachdarstellung:
Die Verwaltung hat den Einsatz von Fahrradbussen in Oberhausen geprüft und dazu eine Stellungnahme der STOAG und Vestischen eingeholt.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, den Fahrradtransport zu ermöglichen. Entweder durch Umbauten des Busses selbst, indem am Heck des Fahrzeuges oder im Innenraum gegenüber der zweiten Tür eine Haltevorrichtung für Fahrräder angebracht wird oder indem ein Fahrradanhänger mitgeführt wird. Der Einbau von Haltevorrichtungen im Fahrzeug scheidet aus, da die Flächen im Fahrzeug für Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren und Fahrgäste mit Gepäck vorgesehen sind. Außerdem schaffen Umbauten am Fahrzeug nur ca. 5 Stellplätze, sodass es zu Kapazitätsproblemen mit Fahrradgruppen kommt und die im Antrag genannten 16 Stellplätze nicht erreicht werden können. Daher ist nur die Möglichkeit eines Anhängerbetriebs untersucht worden.
Die STOAG verweist in ihrer Stellungnahme auf fahrdynamische Probleme von Bussen mit Fahrradanhängern im Stadtverkehr, insbesondere an den Busbahnhöfen. Zum Führen eines Busses mit Fahrradanhänger wird ein Führerschein der Klasse DE benötigt, während für ein Bus ohne Anhänger die Klasse D ausreichend ist. Deshalb verfügt das Fahrpersonal der STOAG nur im Ausnahmefall über die Klasse DE. Die STOAG weist außerdem darauf hin, dass ein Fahrradanhänger nicht an einem Gelenkbus angehängt werden dürfe. Außerdem befürchtet die STOAG einen Zeitbedarf von 3 bis 5 Minuten zum Verladen der Fahrräder, sodass Verspätungen zunähmen und der ÖPNV dadurch für andere Fahrgäste unattraktiv werde. Die STOAG sieht Fahrradbusse als Maßnahme im Regionalverkehr oder auf speziellen Freizeitlinien.
Die Vestische hatte in den Sommermonaten der Jahre 2011, 2012 und 2013 eine Fahrradbuslinie betrieben, die auf Freizeitzwecke ausgerichtet war. Es zeigte sich, dass nur 30% der Fahrgäste dieser Fahrradbuslinie mit Fahrrad unterwegs waren. Die Linie ist nach drei Jahren wieder eingestellt worden.
Aus Sicht der Verwaltung ist die Einrichtung von Fahrradbussen in Oberhausen nicht sinnvoll. Die STOAG kann den Betrieb des Fahrradbusses wegen der wenigen Fahrer mit der Führerscheinklasse DE nur mit erheblichen Aufwand gewährleisten. Außerdem wäre eine solche Linie wegen der Verladezeiten und schlechteren Fahrdynamik anfällig für größere Verspätungen. Gleichzeitig besteht eine große Konkurrenz mit dem Bahnverkehr, mit dem von Oberhausen aus viele verschiedene Ziele erreicht werden können.
