Antragsvorlage - A/16/4867-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt:

Die Stadt Oberhausen erklärt sich zur Bienen- und Insektenfreundlichen Stadt.

Dazu wird die Verwaltung beauftragt ein Konzept auszuarbeiten, mit dem die Artenvielfalt im Stadtgebiet gefördert wird und das beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit, Wildbienenhotels oder bienen- und insektenfreundliche Auflagen in Bebauungsplänen vorsieht.

 

Die Verwaltung wird außerdem insbesondere beauftragt

 

  1. zu prüfen, welche städtischen Flächen wie Verkehrsinseln oder Streuobstwiesen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt werden können
  2. auf gemeindlichen Flächen wie Friedhöfen, auf Randstreifen oder anderen geeigneten Flächen in der Feldgemarkung Bienenweiden anzulegen
  3. zu prüfen, inwieweit örtlichen Imkern Standplätze für Bienenhäuser kostenlos bereitgestellt werden können
  4. den Einsatz von Pestiziden auszuschließen

 

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Durch den Einsatz von Pestiziden, gentechnisch veränderte Pflanzen und wenig naturbelassene Grünflächen werden Bienen und Insekten aus unseren Städten und Gärten gedrängt. Jeder Kleingärtner und jeder Bürger der einen Balkon hat, vor allem aber die Stadt als Verwalter kommunaler Grünflächen, kann durch die Auswahl der Pflanzen dazu beitragen, Lebensraum für Bienen und Insekten zu schaffen. Hautflügler benötigen nicht nur den Nektar der Pflanzen, sie bestäuben Obst und Gemüse und sind wichtig für die Vermehrung vieler Pflanzen.

Durch eine Verbreiterung des Nahrungsangebots für Bienen und Insekten, könnte deren Zahl wieder steigen, was für Natur und Umwelt und damit auch für die Menschen von großem Vorteil sein würde. Bei der Anlage von Bienenweiden etwa geht es nicht nur um die Produktion hochwertigen und naturreinen Honigs, sondern vor allem auch um die Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen. Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte auf Nahrungssuche übertragen sie die Blütenpollen von einer Pflanze auf die andere und sorgen so für deren Befruchtung. Über 80 Prozent der Kultur- und Wildpflanzen sind auf diese Fremdbestäubung angewiesen.

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