Berichtsvorlage - M/16/4747-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

Bericht über Angebote zur Integration von Migrantinnen und Migranten im Arbeitsjahr 2018/2019 und Ausblick auf das Arbeitsjahr 2019/2020

 

 

Jeder vom BAMF finanzierte Integrationskurs besteht aus einem modular aufgebauten Sprachkurs und einem Orientierungskurs mit je 100 Unterrichts-einheiten pro Modul.

Im Arbeitsjahr 2018/2019 wurden alle Deutschsprachkurse bis zur Abschlussprüfung Deutschtest für Zuwanderer (DTZ), die Orientierungskurse bis zum Abschlusstest Leben in Deutschland (LiD) gemäß den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt.

 

Folgende Integrationskurstypen werden an der VHS Oberhausen angeboten:

 

Alphabetisierungs-Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf insg. 1000 Unterrichtseinheiten.

 

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr:  36

 

Alphabetisierungs-Integrationskurse für Zweitschriftlernende

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf insg. 1000 Unterrichtseinheiten.

 

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr:  1

 

Vollzeit-Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf 600 Unterrichtseinheiten.

 

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr:  4

 

Allgemeine Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf 600 Unterrichtseinheiten.

 

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr:  43

 

Allgemeine Integrationskurse - Abendkurse

 

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr:  2

 

Alle Teilnehmer/innen können unter bestimmten Umständen weitere 300 Unterrichtseinheiten beantragen.

 

Eltern-Integrationskurse, welche aufgrund der sehr geringen Nachfrage Frauen-Integrationskurse ersetzt hatten, konnten ebenfalls infolge der geringen Nachfrage nicht durchgeführt werden.

 

 

Orientierungskurse

Alle Teilnehmer/innen der Integrationskurse müssen einen Orientierungskurs, der über deutsche Geschichte, Kultur und Rechtsordnung informiert, mit 100 Unterrichtsstunden absolvieren. Der Orientierungskurs-Abschlusstest Leben in Deutschland (LiD) kann auch als Nachweis der notwendigen Kenntnisse für die Einbürgerung genutzt werden. Damit entfällt das Absolvieren des obligatorischen Einbürgerungstests.

 

Für die Integrationskursteilnehmenden besteht eine Einzelplatzförderung, so dass alle Kursstufen sowohl von Integrationskursteilnehmer/innen als auch von nicht durch das BAMF geförderten Teilnehmer/innen (Asylbewerber/innen, Teilnehmer/innen, die nicht mehr gefördert werden, Aupairs usw.) besucht werden können.

 

Der Anteil der durch das BAMF geförderten Integrationskursteilnehmer/innen liegt bei ca. 95 %.

 

Neuzuwander/innen werden berechtigt oder verpflichtet von der Ausländerbehörde; dieser Teilnehmerkreis wird auf Antrag vom Bundesamt von den Kosten befreit. Altzuwander/innen werden vom Bundesamt berechtigt und von den Kosten befreit. Zum Kursbesuch verpflichten und von der Zahlung befreien können auch die Träger der Grundsicherung.

 

Nach wie vor muss die noch hohe Zahl der Geflüchteten als Integrations-kursteilnehmer/innen berücksichtigt werden.

Die Zahl der zu alphabetisierenden Teilnehmenden ist gestiegen, so dass das Angebot an Alphabetisierungskursen dementsprechend erhöht wurde.

 

Die Teilnehmenden konnten im Arbeitsjahr 2018/2019 an 38 Prüfungsterminen teilnehmen. Die Zahl der Teilnehmenden an Prüfungen bleibt stabil.

 

Prüfungsformate sind:
 

  1. der für alle Integrationskursteilnehmer*innen verbindliche Deutschtest für Zuwanderer (DTZ),
     
  2. das Europäische Sprachenzertifikat B1 - insbesondere für Einbürgerungsbewerber*innen und für Personen, die sich nur vorübergehend in Deutschland befinden.

 

Einbürgerungstests

Die Volkshochschulen sind weiterhin exklusiv damit beauftragt, Einbürgerungstests für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durchzuführen. Das Bestehen des Einbürgerungstests ist eine der Voraussetzungen für die Einbürgerung.

Einbürgerungstests werden wie bisher einmal im Monat – außer in den Schulferien – bei der VHS angeboten.

 

Teilnehmende an Prüfungen im Arbeitsjahr 2018/2019 (Hochrechnung):

 

Deutschtest für Zuwanderer B1/A2   ca. 210 Teilnehmende

Orientierungskurs Leben in Deutschland  ca. 180 Teilnehmende

Einbürgerungstest       ca. 100 Teilnehmende

Europäisches Sprachenzertifikat B1   ca.  20 Teilnehmende

 

Angebote oberhalb des B1-Niveaus

Das Angebot oberhalb des B1-Niveaus (B2-Kurse) richtet sich an Integrationskursteilnehmende, die gerne weiterlernen möchten, und insbesondere auch an Berufstätige und an diejenigen, die die DTZ-Prüfung erfolgreich auf dem Niveau B1 bestanden haben und ihre Sprachkenntnisse erweitern möchten, um ihre Chancen für einen Berufseinstieg zu verbessern. Wie schon in den Vorjahren sind die Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung B2 an die Vorbereitungen auf die Prüfungen Deutsch für den Beruf gekoppelt worden, um die Teilnehmenden gezielt bei ihrer Berufstätigkeit oder bei Bewerbungen zu unterstützen.

 

Kurse für Geflüchtete

Für neuzugewanderte Erwachsene, die keine BAMF-Berechtigung erhalten können, wurden im laufenden Arbeitsjahr drei Sprachförderkurse (Landesförderung) durchgeführt.

 

Im kommenden Arbeitsjahr werden voraussichtlich 3 weitere Kurse dieser Art starten.

 

Lern- und Sozialbegleitung

Für neuzugewanderte Erwachsene, die keine BAMF-Berechtigung erhalten können, starten im laufenden Arbeitsjahr drei Sprachförderkurse (Landesförderung), welche bis Dezember 2019 laufen. Ein Quereinstieg ist in diesem Zeitraum nach Absprache möglich.

 

Insbesondere mit dem Ziel Lernhemmnisse abzubauen und Teilnehmende gezielt zu unterstützen, die Schwierigkeiten in ihrer Lebensbewältigung haben, sollen außerunterrichtliche Zusatzangebote für die Lern- und Sozialbegleitung in Form von Einzelgesprächen sowie Gruppenangebote/Lerngruppen organisiert werden, bei denen bei Bedarf unterschiedliche teilnehmendenorientierte Schwerpunkte im Fokus stehen.

 

Auch wird wöchentlich eine offene Sprechstunde mit dem Fokus auf Sozial- und Verweisberatung durch Sozialarbeiter/innen angeboten, welche sich an Kursteilnehmende richtet.

 

Kooperationen auf kommunaler Ebene

Im Sinne von Integration und migrationsgesellschaftliches Miteinander sowie zur Nutzung von Synergieeffekten und Vermeidung von Doppelstrukturen soll die Kooperation mit anderen Akteuren, die in Oberhausen im Rahmen von Migration sowie Flucht- oder Integrationsarbeit tätig sind, gezielt gepflegt bzw. forciert werden.

 

 

 

Bericht über Maßnahmen für Migrantinnen und Migranten im Fachbereich „Zweiter Bildungsweg“ an der Volkshochschule Oberhausen im Arbeitsjahr 2018/2019 und weitere Planungen für das Arbeitsjahr 2019/2020

 

Im Arbeitsjahr 2018/2019 haben in den 11 Kursen zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen insgesamt 200 Teilnehmer/innen, davon 34 % Teilnehmer/innen mit Migrationshintergrund verschiedener Nationalitäten an den Tages- und Abendkursen teilgenommen.

 

Auf der Grundlage des § 6 des Weiterbildungsgesetzes von NRW bietet die VHS ein differenziertes, aufeinander aufbauendes System verschiedener Abschlüsse vom Vorkurs und Hauptschulabschluss nach Klasse 9, dem Sekundarabschluss I – 10 A und dem Mittleren Bildungsabschluss an. In Absprache mit dem Niederrhein Kolleg wird der in der Vergangenheit von der Volkshochschule angebotene Vorkurs zum Abitur aufgrund der sinkenden Anmeldezahlen am NRK künftig vom Kolleg selbst durchgeführt.

 

Im Fachbereich „Nachholen von Schulabschlüssen“ werden zwei Parallelangebote zum Nachholen des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 in Tages- und Abendform durchgeführt, die von Teilnehmer/innen mit wechselnden Arbeitszeiten auch im Schichtsystem besucht werden können. Für beide Kursangebote findet ein Vorkurs in Deutsch, Mathematik und Englisch ebenfalls in Abend- und Tagesform statt, der im Arbeitsjahr 2018/2019 von 44 in der Mehrzahl arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen ohne Schulabschluss besucht wurde. Der Vorkurs dient zum Abbau von Defiziten, zur Sprachförderung und als Einstieg in regelmäßiges Lernen.

 

Da der Vorkurs in Tagesform über Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert wird, können zusätzliche Unterrichtsstunden im Bereich Deutsch, Lernen lernen und EDV angeboten werden. Dies unterstützt die Teilnehmer/innen aus der Gruppe der Geflüchteten sowie die Gruppe der Leistungsschwächeren; z.B. ehemalige Förderschüler/innen, die mit 15% vertreten sind.

 

Aufgrund der noch unzureichenden Sprachkenntnisse nehmen - neben zusätzlichem Förderunterricht im Fach Deutsch (auch in der Abendform) - einige Teilnehmer/innen, soweit dies zeitlich möglich ist, begleitend an weiterführenden Sprachkursen bei unterschiedlichen Einrichtungen teil.

 

Die Nachfrage nach dem Erwerb des Hauptschulabschlusses ist unverändert hoch, dies ist aufgrund der konstanten Zahl von Abgänger/innen ohne Schulabschluss – in NRW 5,7% laut Statistischem Bundesamt 2018 - und der „Altbewerber“ nicht verwunderlich.

 

Der überwiegende Teil der Teilnehmer/innen vor allem in den Tageskursen hat bereits Monate bzw. Jahre in verschiedenen Maßnahmen zur Berufsvorbereitung/Werkstattjahr, Praktika oder Mini-Jobs ohne erfolgreichen Einstieg in Ausbildung oder Arbeit verbracht. Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen hat bisher keine Berufsausbildung abgeschlossen und auch keine gesicherte, langfristige Erwerbstätigkeit, die einen Ausstieg aus den Transfer-leistungen, durch die sie sich finanzieren, möglich macht.

 

Obwohl sich durch die demografisch bedingte Verringerung der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen und der seit 2010 zu verzeichnenden Stabilisierung auf dem Ausbildungsmarkt die Marktsituation für Berufseinsteiger allmählich verbessert, kann aufgrund der verbleibenden Zahl unversorgter Bewerber und „Altbewerber“ noch nicht von einem entspannten Ausbildungsstellenmarkt gesprochen werden. Die Biografien der Teilnehmer/innen in den Kursen des Zweiten Bildungswegs bei der Volkshochschule belegen schon seit langen Jahren, dass die fehlende schulische Qualifikation den Übergang in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt nachhaltig beeinträchtigt.

 

Seit dem Arbeitsjahr 2013/2014 hat die Volkshochschule Anträge auf eine zusätzliche Förderung im Rahmen des ESF Programms „Lebens-und erwerbsweltbezogene Weiterbildung“ gestellt und damit erfolgreich das Angebot eines Kurses zum Nachholen des Sekundarabschluss I-10A ermöglicht. Die Verbindung einer zielgerichteten, qualifizierten Berufsorientierung mit einem höherwertigen Schulabschluss soll neben der Möglichkeit, in den Ausbildungsbereich einzusteigen auch neue Bildungsoptionen für die Teilnehmenden eröffnen. Beim Übergang von der Schule in die berufliche Bildung wird es darum gehen, Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderen Einstiegsproblemen zu qualifizieren und zu fördern.

 

Der Bedarf an Kursen zum Mittleren Schulabschluss in Tages- und Abendform ist aufgrund der gewachsenen Anforderungen in den Ausbildungs- und Arbeitsstellen und der Notwendigkeit, sich auch während der beruflichen Tätigkeit fortzubilden, stetig gewachsen. Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer/innen der Tages- und Abendkurse verfügt über keine abgeschlossene Ausbildung. Vollzeitbeschäftigte Teilnehmer/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind mittlerweile eher die Ausnahme.

Für eine Reihe von Teilnehmer/innen ist der Mittlere Schulabschluss die Einstiegsoption für das Fachabitur oder das Abitur und damit die Chance auf ein Studium oder auf höherwertige Ausbildungsgänge.

 

Der seit einigen Jahren mögliche Übergang in die Tageskollegs und Abendgymnasien - auch ohne berufliche Tätigkeit oder Ausbildung - hat die Möglichkeiten für die Absolventen des Zweiten Bildungswegs erheblich erweitert. Bisher machten bereits an die 150 Teilnehmende mit dem Mittleren Schulabschluss von der Möglichkeit, das Fachabitur oder Abitur nachzuholen, Gebrauch.

 

Die VHS Oberhausen bietet derzeit vor allem erwachsenen, berufstätigen Teilnehmer/innen, Auszubildenden, an Berufskollegs aus Altersgründen abgelehnten Bewerber/innen, aber auch Teilnehmer/innen mit multiplen persönlichen Problemlagen wie Alleinerziehenden, Schul- und Ausbildungsabbrechern, Teilnehmern/innen aus betreutem Wohnen oder nicht ganztags belastbaren Teilnehmer/innen eine sinnvolle schulische Weiterbildung an.

Gerade für die Teilnehmergruppen in den Tageskursen mit brüchigen Schulbiografien, oft langjährigen Erfahrungen in den Maßnahmen des Übergangssystems Schule-Beruf, ohne erfolgreiche Einmündung in den Arbeits – oder Ausbildungsmarkt, ergibt sich ein hoher Bedarf an sozialpädagogischer Begleitung, zur Bearbeitung der persönlichen Belastungen.

Diese für die Teilnehmergruppe dringend nötige Form der Begleitung wird leider derzeit weder vom Land noch über Mittel der Jobcenter oder anderer Organisationen finanziert.

 

 

Im Sommer 2018 begannen aufgrund der großen Nachfrage nach Tages- und Abendkursen im Bereich des Mittleren Schulabschlusses -  Fachoberschulreife neben einem Abendkurs zwei Kurse in der Tagesform mit unterschiedlicher Laufzeit. Ein Kurs findet als einjähriger Tageskurs statt, dem zweiten Kurs ist ein halbjähriger Vorkurs vorgeschaltet, um Defizite in den schulischen Voraussetzungen der Teilnehmer/innen abzubauen. Ein vorgeschalteter Test in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch entscheidet über die jeweilige Einstufung.

 

Im Arbeitsjahr 2019/2020 werden insgesamt 11 Kurse im Bereich Hauptschulabschluss nach Klasse 9 , Sekundarabschluss I – 10 A und Mittlerer Schulabschluss  mit insgesamt 7396 Unterrichtsstunden angeboten; davon 1422 Unterrichtsstunden, die über Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert werden.

 

Für das Arbeitsjahr 2019/2020 bleibt das Angebot im Bereich des Hauptschulabschlusses unverändert. Aufgrund der zu erwartenden unverändert großen Nachfrage, den Mittleren Schulabschluss - Fachoberschulreife innerhalb nur eines Jahres nachzuholen, ist ein weiterer einjähriger Kurs geplant. Da zu erwarten ist, dass die Nachfrage so hoch wie im Vorjahr sein wird, ist analog zum letzten Arbeitsjahr noch ein weiterer Tageskurs mit einem vorgeschalteten Vorkurs geplant.

 

Es wird ebenfalls einen Antrag auf zusätzliche Förderung im Rahmen der ESF Mittel gestellt, um das Angebot um den Kurs zum Nachholen des Sekundarabschluss I 10 A  zu erweitern.

Da das ESF Förderprogramm zur „Lebens- und Erwerbsweltbezogenen Weiterbildung“ in 2020 ausläuft, bleibt abzuwarten, ob eine Neuauflage in der Förderung durch den Europäischen Sozialfond (ESF) erfolgt oder ob ggf das Land die wegfallende Finanzierung übernimmt.

 

Zur Zeit. fördert das Land NRW die Schulabschlüsse an den Volkshochschulen über einen begrenzten Landestopf. Bereits im Gutachten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) zur Novellierung des WBG des Landes von 2013 wurde eine auskömmliche Finanzierung des Zweiten Bildungsweges an Volkshochschulen gefordert. Dies schließt festangestellte Lehrkräfte, wie sie in den anderen Schulen des Zweiten Bildungsweges von Anfang an eingerichtet waren, mit ein.

 

Die neu hinzukommende Gruppe der jungen Erwachsenen unter den Flüchtlingen, die berufliche und schulische Qualifikationen aus der Heimat ergänzen oder um schulische Abschlüsse erweitern müssen, wird nach dem Absolvieren von Deutschkursen im Zweiten Bildungsweg schulische Weiterbildung und Qualifizierung wahrnehmen wollen.

Im Oktober 2018 stellt der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages hierzu fest :“ Wir sehen daher die in kommunaler Trägerschaft stehenden Volkshochschulen in besonderer Weise als geeignet an, die Rahmenbedingungen für das erfolgreiche Nachholen von Schulabschlüssen Geflüchteter zu bieten.“

 

Zur Zeit gibt es keine zusätzliche Finanzierung des Landes, um die Eingliederung dieser neu hinzugekommenen Teilnehmer/innengruppe sinnvoll zu gestalten. Entsprechende Kursangebote, für diejenigen, die altersbedingt nicht in das Angebot der Regelschulen einmünden konnten, oder die nur für wenige Jahre die Schule besuchen konnten und in dieser Zeit keinen Bildungsabschluss erreichen konnten müssen entwickelt und durch das Land NRW finanziert und personell ausgestattet werden.

 

 

 

Der interkulturelle Themenbereich wird unter der Überschrift „Zusammen leben“ konzipiert. Das „Interkulturelle“ meint, Menschen mit Migrationshintergrund und ohne in gemeinsamen Veranstaltungen zu kulturellen und politischen Themen einzuladen. Im Fokus politischer Bildung sind bei interkulturellen Veranstaltungen Diskriminierung und Gleichberechtigung, Rechte und Emanzipation, positive Differenzerfahrungen, Abbau von Stereotypen und Vorurteilen, Entwicklung von Solidarität und Freundschaft.

 

Café Unterwegs

Das interkulturelle Frauencafé der VHS existiert mittlerweile seit über zehn Jahren und greift Themen aus Alltag, Kultur und Politik auf. In gemütlicher Atmosphäre wird ein Thema (Situation von Frauen, Rollenbilder, Mütter und Töchter, Frauen in politischen Bewegungen, Kultur um Sterben und das Jenseits, Bräuche und Traditionen etc.) anmoderiert und in großer wie in kleiner Tischrunde ausgetauscht. Kulturelle Besonderheiten und Gemeinsamkeiten werden so positiv besetzt und erlebt. Das Angebot des interkulturellen Frauencafés findet in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) statt.

 

Zusammen leben – zusammen arbeiten – zusammen feiern

Der internationale Tag der Migranten, später der Tag der Menschenrechte bot in den letzten Jahren stets die Gelegenheit ein Kulturfest zu organisieren und unabhängig von vielen religiösen Festen einen gemeinsamen Anlass zum Feiern zu finden. Mittlerweile hat es sich als Fest des „Netzwerks Interkulturelles Lernen“ (NIL) etabliert. Das Fest findet unter Beteiligung der Volkshochschule traditionell im Dezember im Bert-Brecht-Haus statt. Neben einem kleinen Kulturprogramm gibt es vor allem Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken bei Tee und Gebäck. Im vergangenen Jahr wurde das Fest von über 300 Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht, darunter auch viele Familien und Kinder, für die es immer auch ein eigenes Programm gibt.

 

Dialogtisch der VHS am Oberhausener Tag des Dialoges

Initiiert und organisiert durch das „Netzwerks Interkulturelles Lernen“ (NIL) soll es am 08. November 2019 wieder einen „Tag des Dialogs“ in Oberhausen geben. Gemeinsam kommen an den Dialogtischen unterschiedlichste Menschen zu einem gewählten Thema ins Gespräch. Das diesjährige Thema steht noch nicht fest. Die VHS wird sich erneut mit einem Tisch beteiligen.

 

Eine Welt, Länderkunde

Auch im nächsten Kursjahr bietet die VHS wieder aufklärende und problemorientierte Veranstaltungen über Länder und Städte dieser Erde an. Im kommenden Kursjahr wird es u.a. einen Vortrag „Peking: Macht und Kulturzentrum im Reich der Mitte“ sowie einen Vortrag zum Land Peru geben.

 

Stadtrundgang zur Geschichte der Migration

Bei einem zweistündigen Stadtspaziergang lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand verschiedener Stationen die Geschichte der Zuwanderung Oberhausens kennen und sehen. Von der Synagoge über Kulinarisches, vom Migrationsrat, türkischer und polnischer Zuwanderung, von Flucht und Zwangsarbeit zu einem vielkulturellen Oberhausen, spannend für einen touristischen Blick und immer wieder neu als Zuhause, als Heimatstadt.

 

André Wilger und das Team von der Geschichtswerkstatt Oberhausen begleiten die Gruppe und erzählen von Oberhausen und seinen Menschen.

 

Weitere Veranstaltungen

Nach den beiden erfolgreichen gemeinsamen Lesungen von VHS und Integrationsrat „Bombenstimmung – wenn alle denken Du bist der Terrorist“ sowie der Lesung „Empörung reicht nicht!“ mit Mehmet Daimagüler im Kursjahr 2018/19, sind weitere gemeinsame Veranstaltungen grundsätzlich angedacht. Die konkreten Termine und Themen stehen zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

 

 

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