Berichtsvorlage - M/16/4717-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Die Dynamische Fahrgastinformation in Oberhausen (DFO) informiert die Fahrgäste in Echtzeit über die Wartezeit bis zur tatsächlichen Abfahrt der Busse und Straßenbahnen. Die Technik wird in Oberhausen seit den 1990er-Jahren eingesetzt. Seitdem sind alle Straßenbahnhaltestellen und wichtige Bushaltestellen ausgestattet worden. Die Auswahl der Bushaltestellen orientierte sich bislang vorwiegend an den aufkommensstarken Haltestellen in den Stadtbezirks- und Stadtteilzentren sowie an den wichtigen Umsteigehaltestellen.

 

Die DFO-Anlagen gewinnen eine immer größer werdende Bedeutung bezüglich der  Information der Fahrgäste bei Störungen. Mit größeren Störungen muss vor allem im Bereich der Neuen Mitte gerechnet werden. Bereits heute ist die STOAG gezwungen, die Buslinien im Bereich der Osterfelder Straße (Linien SB94/954, 957 und 961) bei extremen Verkehrsstörungen umzuleiten, damit im übrigen Stadtgebiet ein verlässlicher Betrieb gewährleitet werden kann. Im Bereich der Neuen Mitte werden dann Haltestellen nicht mehr bzw. nur noch durch einen Pendelbus bedient. Um die Fahrgäste über die Umleitung zu informieren und zum Beispiel auf die weiterhin angefahrenen Haltestellen insbesondere auf der staufreien ÖPNV-Trasse zu verweisen, sollen auch an den Haltestellen im Bereich der Neuen Mitte und auch der Mülheimer Straße DFO-Anzeiger installiert werden. Diese Maßnahme ist in den Masterplan Saubere Luft (Steckbrief 1.4) aufgenommen worden.

 

Die STOAG betreibt aktuell an größeren Haltestellen sog. Stelen, bei denen die Stele gleichzeitig Anzeiger und einen säulenartigen Haltestellenmast bildet, oder an weniger frequentierten Haltestellen sog. Fahnen, bei denen die Anzeiger im Haltestellenschild integriert sind. Beide Typen sind aufwendig in der Anschaffung und benötigen ein eigenes Fundament sowie einen Stromanschluss, wodurch weitere Kosten erzeugt werden. Die Anschlüsse der Straßenbeleuchtung können nicht genutzt werden, da diese nur bei Dunkelheit mit Strom versorgt werden.

 

Zur Minimierung der Kosten sind DFO-Systeme entwickelt worden, deren Stromversorgung über einen Akku und dessen Informationsversorgung über mobile Datenversorgung funktioniert (sog. DFI-light). Die Investitionskosten sinken je nach Anbieter und Technik unter 5.000 € pro Mast. Solche Anzeigen werden z. B. von der BOGESTRA (Bochum Gelsenkirchener Straßenbahn) betrieben. Um die Akku-Kapazitäten zu schonen; werden dort nur 4-zeilige Anzeiger in einfacher E-Ink / LCD-Technik eingesetzt.

 

Im Vergleich der beiden technischen Möglichkeiten sprechen die Investitionskosten für ein DFI-light-System. Allerdings sind 4-zeilige Anzeiger an hochfrequentierten Knotenpunkten nur bedingt geeignet, weil sie nur die nächsten 4 Abfahrten anzeigen können. Außerdem ist die LCD-Technik auf größere Distanz schlechter erkennbar als die bestehenden Systeme. Daher werden die Haltestellen Obermeiderich Bahnhof und Anne-Frank-Realschule in Richtung Hbf mit Fahnen ausgestattet. An der Haltestelle Obermeiderich Bahnhof werden mehr Zeilen benötigt, um neben den Buslinien SB93, 143 und 939 auch die Abfahrtszeiten der Bahnlinie RB36 und der Buslinie 917 von der Duisburger Haltestelle Oberhauser Straße anzuzeigen. An der Haltestelle Anne-Frank-Realschule in Richtung Hbf beginnen viele Linien, sodass auch hier eine größere Anzeige benötigt wird. In Richtung Alstaden enden viele Buslinien, die auf den Anzeigern nicht aufgeführt werden, sodass dort eine DFI-light ausreichend ist.

 

Finanzierung:

Die STOAG hat einen Förderantrag beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr nach §12 ÖPNVG gestellt. Die Gesamtkosten betragen ca. 453.000 €. Die Förderquote beträgt 90%, wobei die Förderung bei weniger frequentierten Haltestellen auf 10.000 € pro DFO gedeckelt ist. Daher ist für die weniger frequentierten Haltestellen die Einrichtung von DFI-light vorgesehen. Die STOAG erhält außerdem einen Zuschuss zu den Planungskosten in Höhe von 2% der Gesamtkosten. Der verbleibende Eigenanteil wird von der STOAG übernommen. Im Falle einer Förderzusage könnte die Realisierung des Projektes im Jahr 2020 beginnen.

 

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...