Beschlussvorlage - B/16/4807-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt für das Jahr 2020 die Einstellung und Übernahme nach Ausbildungsabschluss unter Berücksichtigung der in der Vorlage beschriebenen Kriterien von

 

62 Nachwuchskräften im Verwaltungsbereich,

26 Nachwuchskräften in diversen Spezialberufen,

36 Berufspraktikanten/innen im Anerkennungsjahr,

 2 Praktikanten/innen im Rahmen der Inklusionsbemühungen der Stadt Oberhausen sowie

 7 Nachwuchskräften im Zuge des neu zu gründenden Eigenbetriebes.

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Konsequenzen

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ ]

 

    ja   [X]

 

Der finanzielle Aufwand im Produkt 010802 liegt für die geplanten Einstellungen bei 5,43 Mio EUR.

 

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Sachverhalt

Begründung

 

  1. Altersstruktur

 

Die nachstehende Grafik gibt einen Überblick zur Altersstruktur bei der Stadt Oberhausen.

 

 

 

In den nächsten 15 Jahren, also von 2019 – 2034, werden nahezu 1.000 Mitarbeiter/innen planbar die Stadtverwaltung verlassen. Das sind aus heutiger Sicht rd. 41 % der Belegschaft ausgehend von 2.425 Mitarbeitern/innen (s. Personal- und Organisationsbericht vom 09.05.2019 – Drucksache Nr. M/16/4650-01). Zu berücksichtigen sind darüber hinaus unplanbare Personalabgänge in einer Größenordnung von jährlich durchschnittlich 13 Mitarbeitern/innen. Mit einem Anteil von etwa 84 % an der Gesamtbelegschaft sind die klassischen Verwaltungsberufe am stärksten betroffen.

 

Die seit Jahren angespannte Haushaltslage der Stadt Oberhausen stellt in diesem Kontext eine besondere Herausforderung dar, da sie insbesondere auch Einfluss auf die Personalausstattung hat. Deshalb wird es in den kommenden Jahren erforderlich sein, sich neben der Haushaltssicherung schwerpunktmäßig mit einer demografiefesten Personalausstattung zu beschäftigen um die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung sicherzustellen. Wesentliche strategische Ziele im Rahmen der Personalgewinnung/-bindung sind:

 

  • Gewinnung von Nachwuchskräften und Erhöhung der Ausbildungszahlen
  • Gewinnung von Quereinsteigern/innen
  • Gewinnung von Berufspraktikanten/innen
  • Übernahme der Nachwuchskräfte

 

  1. Personalbedarf

 

Grundlagen für die Berechnung des Personalbedarfes und die Festlegung der
Ausbildungszahlen/-berufe bei der Stadtverwaltung Oberhausen sind

 

  • die jährlich aktualisierte quantitative Fluktuationsanalyse bis zum Jahr 2023,
  • eine jährlich systematische Personalbedarfsabfrage mit organisatorischer Betrachtung,
  • die vorhandene Vakanzensituation sowie
  • die haushaltsbedingte Einsparungserwartung.

 

Für die klassischen Verwaltungsberufe im mittleren, gehobenen und höheren Dienst stellt sich der Personalbedarf wie folgt dar:

 

 

Personalbedarf
zzgl. Vakanzen

haushaltsbedingte Einsparungserwartung

Personalbedarf

gehobener/höherer Dienst

58

23,5

35

mittlerer Dienst

62,5

25,5

37

Summe

 

 

72

 

Von diesem Gesamtbedarf sollen mangels ausreichender Ausbildungskapazität 62 Einstellungen über Ausbildung und 10 über zielgerichtete externe Ausschreibung realisiert werden.

 

Weiter wurden nach organisatorischer und personalwirtschaftlicher Prüfung in den jeweiligen Leistungsbereichen der Verwaltung Personalbedarfe in verschiedenen technischen wie auch Spezialberufen in einer Größenordnung von 26 Ausbildungsplätzen ermittelt. Mit 36 Berufspraktikanten/innen soll darüber hinaus der Bedarf im Sozial- und Erziehungsdienst abgefedert werden.

 

Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass im Zuge der anstehenden Neuorganisation der OGM GmbH große Teile der vorhandenen und zukünftigen Nachwuchskräfte der OGM GmbH in den neu zu gründenden Eigenbetrieb bzw. zur Stadt wechseln. Da es sich dann um Ausbildungsplätze der Verwaltung handelt und das Budget der Stadt Oberhausen (in Form eines Zuschusses an den Eigenbetrieb) betroffen ist, sind auch die Ausbildungsplätze des Eigenbetriebes für das Jahr 2020 gemeinsam mit den Plätzen für die Kernverwaltung auf Basis dieser Vorlage vom Rat zu beschließen.

 

Auf Basis dieser Grundlagen und Betrachtungen sind für das Ausbildungsjahr 2020 für den Bereich der Kernverwaltung wie auch für den neu zu gründenden Eigenbetrieb folgende Ausbildungsberufe und Einstellungszahlen vorgesehen:


Ausbildungsberufe

Anzahl

Summen

Stadtinspektoranwärter/in (Bachelor of Laws)

(davon grds. 2 über interne Aufstiegsmöglichkeiten)

22

 

Stadtsekretäranwärter/in

12

 

Verwaltungsfachangestellte/r

12

 

Kauffrau/-mann für Büromanagement

  6

 

Verwaltungsfachwirt/in (NEU)

10

 

Zwischensumme

 

62

Brandoberinspektoranwärter/in

  4

 

Brandmeisteranwärter/in

13

 

Vermessungsoberinspektoranwärter/in

  1

 

Bauoberinspektoranwärter/in

  1

 

Studiengang Verwaltungsinformatik (nichttechnische Laufbahn mit Abschluss Bachelor of Arts) - NEU

  2

 

Studiengang Verwaltungsinformatik (technische Laufbahn mit Abschluss Bachelor of Science) - NEU

  2

 

Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste

  2

 

Fachangestellte/r für Veranstaltungstechnik
(Theater Oberhausen)

  1

 

Zwischensumme

 

26

Erzieher/in im Anerkennungsjahr

30

 

Sozialarbeiter/in bzw. Sozialpädagoge/in im Anerkennungsjahr

  6

 

Inklusionsplätze

  2

 

Zwischensumme

 

38

insgesamt Stadtverwaltung

 

126

 

 

 

Fachinformatiker/in für Systemintegration*

  1

 

Kaufmann/-frau für Büromanagement**

  2

 

Immobilienkaufmann/-frau**

  1

 

Gärtner/in (Garten- und Landschaftsbau)**

  2

 

Land- und Baumaschinenmechatroniker/in**

  1

 

Zwischensumme

 

   7

Insgesamt

 

133

 * zukünftig Stadtverwaltung

 ** zukünftig Eigenbetrieb

 

  1. Gewinnung von Nachwuchskräften und Erhöhung der Ausbildungszahlen

 

Berufsgruppe „gehobener und mittlerer Dienst“

Im Berufsbild „Stadtinspektoranwärter/in“ (ehem. gehobener Dienst) sind insgesamt 22 reguläre Ausbildungsplätze vorgesehen. Davon sollen wie auch in den Vorjahren bis zu zwei städt. Beschäftigte der Berufsgruppe des mittleren Dienstes über einen beruflichen Aufstieg die Chance erhalten, ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung zu absolvieren. Insgesamt werden 22 Personen einen Bachelor-Studiengang „Kommunaler Verwaltungsdienst - Allgemeine Verwaltung (LL.B.)“ besuchen.

 

Soweit interne Aufstiegsmöglichkeiten im angebotenen Umfang nicht zum Tragen kommen, sollen die reservierten Plätze wie bisher regulären Bewerberinnen und Bewerbern zur Verfügung stehen.

 

Unter Berücksichtigung der Einstellungsbeschlüsse aus den Jahren 2018 und 2019 befinden sich mit den o. g. Neueinstellungen zum 01.09.2020 zeitgleich 62 Personen im Vorbereitungsdienst bzw. im beruflichen Aufstieg für den gehobenen Dienst (vgl. 2019 = 54).

In der Berufsgruppe des mittleren Dienstes sind 30 Nachwuchskräfte eingeplant. Davon 12 im Beamtenstatus als „Stadtsekretäranwärter/in“, weitere 12 im Beruf „Verwaltungsfachangestellte/r“ sowie sechs als „Kauffrau/-mann für Büromanagement“. Zum Stichtag 01.09.2020 durchlaufen dann parallel 94 Nachwuchskräfte eine entsprechende Ausbildung (vgl. 2019 = 78).

 

Über beide Berufsgruppen (gehobener/mittlerer Dienst) hinweg ergibt sich ein Zuwachs von 24 Ausbildungsstellen was einer Quote von etwa 18 % alleine im Verwaltungsbereich entspricht. Eine weitere Erhöhung der Ausbildungszahlen in diesen Berufsfeldern ist aufgrund der begrenzten Ausbildungskapazität nicht zu realisieren.

 

Feuerwehr

Bezug genommen wird auf die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes für die Stadt Oberhausen, welche dem Rat zur Beschlussfassung am 08.07.2019 vorgelegt wird (Drucksache Nr. B/16/4727-01).

 

Auf Grundlage der Fortschreibung des Brandschutzbedarfplanes ergeben sich bedarfsgerecht 13 Einstellungen als Brandmeisteranwärter/in sowie vier Einstellungen als Brandoberinspektoranwärter/in. Darüber hinaus soll drei Personen der Aufstieg in die Laufbahngruppe 2 (ehem. Gehobener Dienst) ermöglicht werden.

 

Vermessungsoberinspektoranwärter/in

Im Bereich 5-2/Vermessung und Kataster scheiden in den Jahren 2020 - 2023 insgesamt
vier Dipl.-Ingenieure/innen aus. Hier soll nach organisatorischer Betrachtung und Rücksprache mit der Fachverwaltung die Ausbildung eines/r Vermessungsoberinspektoranwärters/in im Jahr 2020 erfolgen, um die nach dem Vermessungs- und Katastergesetz NW pflichtig durch Beamte wahrzunehmenden Aufgaben (bspw. Liegenschaftsvermessungen) auch künftig ordnungsgemäß durchführen zu können.

 

Bauoberinspektoranwärter/in

Im Bereich 5-3/Baugenehmigung und Bauordnung wird im April 2022 die Planstelle
eines/r Dipl.-Ingenieurs/in vakant. Nach Rücksprache mit der Fachverwaltung kann diese bzw. eine sich daraus ergebende Vakanz durch eine eigene Ausbildung abgedeckt werden. Insoweit ist die Ausbildung eines/r Bauoberinspektoranwärters/in im Jahr 2020 vorgesehen. Aus organisatorischer Sicht wird zwar eine Überschneidung zwischen dem Ausbildungszyklus (Ausbildung ab 01.05.2020 – Ausbildungsende 01.07.2021) und der eintretenden Vakanz gesehen, allerdings wird die Ausbildung im Jahr 2020 im Hinblick auf die Altersstruktur der im Bereich 5-3 eingesetzten
Dipl.-Ingenieure/innen sowie im Hinblick auf unbesetzte Stellen und auch krankheitsbedingte Ausfälle unterstützt.

 

Studiengang Verwaltungsinformatik

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) hat bereits in 2018 die kommunale Praxis um ihre Einschätzung zur Notwendigkeit eines Studienangebots für den Bereich der Verwaltungsinformatik gebeten. Es sollen nun zwei separate Studiengänge mit unterschiedlichen Vorbereitungsdiensten eingerichtet werden (eine technische Laufbahn und eine nichttechnische Laufbahn). Ziel der Studiengänge ist in unterschiedlich curricularer Ausprägung der Erwerb von Fachwissen und Methodenkompetenzen, um die Konzeption und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen und IT-gestützten Verwaltungsprozessen planen, steuern, beraten und in Teilen auch umsetzen zu können.

 

Der nichttechnische Studiengang führt zum Abschluss „Bachelor of Arts“ und wird erstmals im Jahr 2019 allerdings an lediglich zwei Studienorten angeboten. Der Bedarf wurde für zwei Studienplätze angemeldet. Ob die Stadt Oberhausen in diesem Rahmen bedacht wird, ist zum heutigen Zeitpunkt angesichts der Nachfrage eher fraglich.

Die technische Laufbahn führt zum Abschluss „Bachelor of Science“. Er wird unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW in Kooperation mit einer technisch ausgerichteten Fachhochschule umgesetzt. Der Studiengang soll frühestens zum Wintersemester 2020/21 angeboten werden. Das Curriculum ist derzeit allerdings noch nicht erarbeitet. Die Verwaltung hat vorsorglich Bedarf für zwei Studienplätze angemeldet.

 

Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste

In der Zentralbibliothek werden im dreijährigen Rhythmus jeweils zwei Nachwuchskräfte im Beruf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste bedarfsgerecht ausgebildet. Nach 2017 sollen demnach nach Absprache mit der Fachverwaltung im kommenden Jahr erneut zwei Ausbildungsplätze bereitgestellt werden. Die Stadtbibliothek als Dienstleistungszentrum und somit wichtiger Informationsstandort für Bürgerinnen und Bürger kann das vielfältige Medienangebot ohne Leistungseinschränkungen nur erbringen, sofern mittelfristig ein Mindestmaß an qualifiziertem Fachpersonal vorhanden ist. Unter Berücksichtigung der Ausbildungsdauer besteht die Möglichkeit das Personal nach der Ausbildung bedarfsgerecht entsprechend einzusetzen. In den nächsten Jahren scheiden nach heutigem Stand mehrere Mitarbeiter/innen altersbedingt aus, sodass die sich abzeichnenden Vakanzen dann mit dem qualifiziert ausgebildeten Fachpersonal besetzt werden können.

 

Für alle oben genannten Ausbildungsstellen soll wie in den beiden Vorjahren an dem Prinzip festgehalten werden, dass im Falle eines gewollten oder ungewollten Ausbildungsabbruches die jeweils vakant gewordene Ausbildungsstelle im Rahmen der Möglichkeiten zeitnah nachbesetzt wird.

 

Nachwuchskräfte im Zuge der Neuorganisation der OGM GmbH

Im Zuge der Neuorganisation der OGM GmbH wechseln große Teile der vorhandenen und zukünftigen Nachwuchskräfte der OGM GmbH in den neu zu gründenden Eigenbetrieb bzw. zur Stadt. Da es sich dann um Ausbildungsplätze der Verwaltung handelt und das Budget der Stadt Oberhausen (in Form eines Zuschusses an den Eigenbetrieb) betroffen ist, sind auch die Ausbildungsplätze des Eigenbetriebes für das Jahr 2020 gemeinsam mit den Plätzen für die Kernverwaltung auf Basis einer entsprechenden Vorlage vom Rat zu beschließen. Die Ausbildungszahlen beruhen auf den Berechnungen und der Mitteilung der OGM GmbH.

 

  1. Qualifikation von Quereinsteigern/innen zum/r „Verwaltungsfachwirt/in“

 

Die Stadt Oberhausen plant zum ersten Mal Quereinsteigern/innen mit abgeschlossener dreijähriger kaufmännischer Ausbildung und/oder erfolgreich abgeschlossenem Bachelor-Studiengang auf Basis einer verkürzten max. zweijährigen Qualifikation zum/r Verwaltungsfachwirt/in den Zugang in die Verwaltung zu öffnen. Die Qualifikation befähigt für eine spätere Verwendung in Aufgabenfeldern des gehobenen Dienstes.

 

Bei diesem Qualifikationsmodell handelt es sich um eine klassische Personalgewinnungsmaßnahme, die sich in der Praxis inzwischen interkommunal bewährt hat und von der beide Seiten profitieren. Insbesondere bietet das Modell auch älteren Bewerbern/innen die Möglichkeit, über einen verkürzten Einstieg in die Verwaltung zu gelangen.

 

Die theoretische Ausbildung erfolgt am Studieninstitut Duisburg oder Essen (je nach Kapazität). Der praktische Ausbildungsteil soll vorzugsweise in vakanten Planstellen der Verwaltung stattfinden, so dass Ausbildungskapazitäten grds. nicht berührt werden. Mit einer vorgesehenen abgestuften tarifgerechten Eingruppierung der neuen Beschäftigten, dürfte dieses Oberhausener Modell auch in der Konkurrenz zu den Nachbarstädten besonders attraktiv sein.

 

 

 

  1. Gewinnung von Berufspraktikanten/innen

 

  1. Die Erweiterung des Angebotes an Kindertageseinrichtungen und zusätzlichen Gruppen in den vorhandenen Einrichtungen wird auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunktthema in Oberhausen sein, da die steigenden Kinderzahlen in Oberhausen dieses zwingend zur Erfüllung des Rechtsanspruches nötig machen. Auch der Ausbau der Plätze für unter dreijährige Kinder hat zu einem Anstieg der Fachkraftstellen geführt. Umso mehr ist es weiterhin notwendig, als Träger von über 20 städtischen Einrichtungen, selbst Personal auszubilden und Plätze für das Anerkennungsjahr anzubieten, um frühzeitig Personal an die Stadt Oberhausen zu binden. Letztendlich ist auch zu berücksichtigen, dass das Personal von einem hohen Frauenanteil mit der Folge einer hohen Fluktuation aufgrund von Familienplanung geprägt ist.

Für das Jahr 2020 sollen wie im Vorjahr 30 Erzieher/innen im Anerkennungsjahr eingestellt werden.

  1. Für das Ausbildungsjahr 2019 sind wie bisher sechs Anerkennungsstellen für Sozialarbeiter/innen bzw. -pädagogen/innen vorgesehen. Die Verteilung erfolgt auf den Fachbereich Erzieherische Hilfen, die Drogenberatungsstelle, das Kinderbüro, den Fachbereich Sozialpsychiatrie sowie das Büro für Chancengleichheit.

 

  1. Wie bereits mit Beschluss des Rates vom 22.06.2015 (B/16/0926-01) festgelegt, ist die Berufsbildung behinderter und benachteiligter junger Menschen in Oberhausen eine wichtige integrationspolitische Aufgabe. Seit 2010 wird jährlich zwei jungen Menschen im Rahmen von Förderprogrammen eine Praxisausbildung bei der Stadt Oberhausen angeboten. Inzwischen kann bereits von einer regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungswerk Oberhausen gesprochen werden. Sämtliche Bewerber/innen haben eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r oder Kaufmann/-frau für Bürokommunikation angestrebt. In den letzten Jahren konnten alle Nachwuchskräfte aufgrund ihrer guten Leistungen in der Ausbildung und Abschlussprüfung von der Stadt übernommen werden. Auch für 2020 soll diese wichtige Integrationsarbeit mit zwei Inklusionsplätzen fortgesetzt werden.

 

  1. Übernahme der Nachwuchskräfte

 

Vor dem Hintergrund der kurz- sowie mittelfristigen Bedarfslage sieht die Planung seit einigen Jahren eine leistungsabhängige Übernahme aller Nachwuchskräfte vor. Dieses großzügige Angebot möchte die Verwaltung nun weiter ausbauen um junge Menschen an die Stadtverwaltung zu binden. Deshalb ist beabsichtigt, grds. alle Nachwuchskräfte bei insgesamt guten Leistungen, Eignung und Befähigung sowohl während der gesamten Ausbildungszeit als auch in der Abschlussprüfung direkt im Anschluss an die Ausbildung/den Vorbereitungsdienst unbefristet zu übernehmen bzw. in das Beamtenverhältnis auf Probe zu berufen. Nur im Einzelfall soll zunächst eine einjährig befristete Weiterbeschäftigung auf Basis des TVAöD mit angestrebter Übernahme bei entsprechender Bewährung erwogen werden. Eine vergleichbare Lösung ist für die Berufspraktikanten/innen vorgesehen.

 

Dieses Vorgehen ist zudem auch aufgrund der herausragenden Prüfungsleistungen der Nachwuchskräfte in den letzten Jahren gerechtfertigt. Das nachfolgende Schaubild zeigt die Prüfungsleistungen exemplarisch aus dem Jahr 2018.

 

  1. Nachwuchsrekrutierung

 

Bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften steht die Stadt Oberhausen vor den Herausforderungen der quantitativen und qualitativen Deckung des Personalbedarfes. Dabei verschärft sich die Konkurrenzsituation der umliegenden Städte um die besten Bewerber/innen zunehmend. Neben den Herausforderungen für das derzeitige Personal und entsprechenden An-forderungen an das Personalmanagement folgt daraus, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Situation rekrutiert werden müssen, in der das Angebot an potentiellen Nachwuchskräften schrumpft.

 

Deshalb werden und müssen mit steigendem Personalaufwand Ressourcen für das Ausbildungsmarketing eingesetzt werden. Inzwischen finden nicht nur mit allen relevanten Schulen in Oberhausen regelmäßig gegenseitige Besuche statt um Schülerinnen und Schüler zu werben. Auch ist der Fachbereich 4-1-40/Aus- und Fortbildung auf allen Berufsmessen an Oberhausener Schulen, im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur, dem Centro Oberhausen etc. unterwegs. Selbstverständlich ist die Teilnahme an der „katapult-messe“ für Beruf und Bildung im CongressCentrum Oberhausen unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters sichergestellt.

 

Erheblicher Aufwand fließt zudem in Maßnahmen wie z. B. interkommunale Projekte, Social-Media-Auftritte, Internetpräsenz, dem neuen Online-Bewerberportal oder die Erstellung von Printmedien. Auch hier zeigt sich die Konkurrenzsituation der Nachbarstädte. Will die Stadt Oberhausen auf Augenhöhe mithalten, müssten diese Aufgabenfelder in der Zukunft mit deutlich höheren personellen und finanziellen Ressourcen angegangen werden.

 

Kurzfassung

 

Die hohe Anzahl an Nachwuchskräften ist im Wesentlichen bestimmt durch den wachsenden Personalbedarf und den Willen, eine demografiefeste Personalausstattung zu schaffen. Die Einstellung der Nachwuchskräfte erfolgt bei haushaltspolitisch gebotener Sorgfalt auf Basis der aktuell vorgenommenen Personalbedarfsermittlung für das Jahr 2023, der bestehenden Vakanzen, sowie unter Berücksichtigung der personellen und räumlichen Kapazitätsgrenzen.

 

Die finanziellen Konsequenzen ergeben sich detailliert beschrieben aus der Anlage 2.

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