Berichtsvorlage - M/16/4323-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der indexbasierte Oberhausener Sozialbericht zeigt, dass sich Menschen mit erhöhtem Armutsrisiko besonders in Alt-Oberhausen in den Sozialquartieren Innenstadt und Lirich-Süd sowie rund um Marien- und Brücktorviertel konzentrieren. Doch auch in den Bezirken Osterfeld und Sterkrade finden sich Gebiete, wie Osterfeld-Mitte, Tackenberg-Ost und Sterkrade-Mitte, in denen sich erhöhte Unterstützungsbedarfe zeigen. Es gibt demnach nicht nur einzelne wenige Bezirke oder einen großen, in dem sich Armutsrisiken konzentrieren, sondern mehrere, unterschiedlich große Bezirke mit besonderen Unterstützungsbedarfen im gesamten Stadtgebiet.

 

Um Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenslagen dieser Zielgruppen zu identifizieren und in eine gezielte, wirkungsvolle Ressourcensteuerung zu überführen soll ein fortlaufender strukturierter Dialog zwischen den „Funktionsträgern in den Sozialräumen“ und den betroffenen (Fach-)Bereichen der Stadtverwaltung initiiert werden. Um diesen nächsten elementaren Schritt „von Daten zu Taten“ zu gehen, hat der Verwaltungsvorstand am 06.11.2018 die Durchführung von regelmäßigen Sozialraumkonferenzen, sog. „Expert/innendialogen“ – für jeden der sechs Sozialräume jährlich eine Veranstaltung – beschlossen.

Der Beschluss sieht unter anderem die Bildung eines Organisationsteams aus den relevanten Arbeitsbereichen der Verwaltung (3-2 Soziales, 0-4 Büro für Chancengleichheit, 3-1 Kinder und Jugend, 3-3 Schule, 2-6 KI, 4-5 Statistik, 5-1 Stadtentwicklung) vor, welches Ende 2018 seine Arbeit aufgenommen hat.

Zusätzlich nimmt die Stadt Oberhausen das kostenlose Beratungsangebot der Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung (FSA) des Landes NRW in Anspruch.

 

Um den Auftakt der Expert/innendialoge mit zusätzlichen Ressourcen auszustatten, hat das Dezernat 3 – Familie, Bildung, Soziales im Baustein 3 „Daten zu Taten“ des Landesprojektes „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ einen Förderantrag gestellt.

Dieser umfasst die Einrichtung einer zusätzlichen geförderten Stelle zur Prozessmoderation und Nachbereitung, die Durchführung von insgesamt 12 geförderten Expert/innendialogen in zwei Jahren sowie die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens durch ein Institut. Bei einem positiven Förderbescheid erstreckt sich der Förderzeitraum vom 01.04.2019 bis zum 31.12.2020.

 

Im Rahmen der Expert/innendialoge sollen die statistischen Auswertungen der Oberhausener Berichtssysteme mit bedarfsgerechten, umsetzbaren, integrierten Handlungsempfehlungen und strategischen Zielen zusammengebracht werden, die sich an den Lebenslagen der Menschen orientieren und Zielgruppen in den Fokus stellen.

 

Es soll gemeinsam mit den maßgeblichen Entscheidungsträgern vor Ort ein Abgleich der Daten mit Praxiserfahrungen und die Identifizierung von Risikogruppen sowie maßgeblichen Stellschrauben erfolgen, um dann ein zielkonkretes Handlungskonzept und einen operationalisierten Maßnahmenkatalog zu entwickeln und umzusetzen.

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Anlagen

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