Antragsvorlage - A/16/4367-01
Grunddaten
- Betreff:
-
SeebrückeAppell an den Rat der Stadt Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Die LINKE.LISTE Fraktion
- Bearbeitung:
- David Driever
- Beteiligt:
- Stadtkanzlei
- Verantwortung:
- Yusuf Karacelik , Andreas Blanke , Andrea-Cora Walther
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Sozialausschuss
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Vorberatung
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30.01.2019
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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18.02.2019
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt Oberhausen spricht sich dafür aus, aus Seenot gerettete Geflüchtete in Deutschland zusätzlich aufzunehmen. Der Oberbürgermeister wird gebeten, der Bundesregierung und Landesregierung NRW die Bereitschaft zur Aufnahme auch in Oberhausen mitzuteilen und an die Bundesregierung zu appellieren, alles zu unternehmen, um das Sterben im Mittelmeer und die Kriminalisierung ziviler Seenotrettung zu beenden.
Sachverhalt
Begründung
Appell an den Rat der Stadt Oberhausen, dass sich Oberhausen der Initiative der Seebrücke anschließt, so wie es bereits die Städte getan haben:
Bad Lippspringe seit 18-09-2018
Berlin seit 26-09-2018
Bielefeld seit 18-08-2018
Bochum seit 29-11-2018
Bonn seit 26-07-2018
Braunschweig seit 18-12-2018
Bremen seit 26-09-2018
Cloppenburg seit 29-10-2018
Düsseldorf seit 26-07-2018
Erlangen seit 25-10-2018
Flensburg seit 27-09-2018
Freiburg seit 01-08-2018
Greifswald seit 22-10-2018
Halle (Saale) seit 19-12-2018
Hamburg seit 26-09-2018
Hannover seit 13-11-2018
Heidelberg seit 19-10-2018
Hildesheim seit 27-08-2018
Hildesheim Landkreis seit 24-09-2018
Kassel seit 24-09-2018
Kiel seit 16-11-2018
Köln seit 26-07-2018
Konstanz seit 31-10-2018
Krefeld seit 02-08-2018
Lübeck seit 01-10-2018
Marburg seit 25-09-2018
Oldenburg seit 26-09-2018
Osnabrück seit 28-08-2018
Potsdam seit 05-12-2018
Rostock seit 05-09-2018
Regensburg seit 13-09-2018
Solingen seit 31-07-2018
Wiesbaden seit 13-12-2018
…………..
Neapel
Barcelona
Palermo
Valencia
„Wir sind offen, tolerant und solidarisch“. Die Oberhausener Erklärung vom März 2015 hat nichts an Aktualität verloren. „Wie gehen wir mit Menschen in höchster Not um? Mit denen, die vor Krieg, Verfolgung, Mord fliehen und zu uns nach Oberhausen kommen. Das ist eine Frage an uns alle.“
Wir haben damals dieser Erklärung im Rat der Stadt Oberhausen mehrheitlich zugestimmt.
„Der Maßstab unseres Handelns ist das Grundgesetz. Es sichert jedem die Unantastbarkeit der Menschenwürde und Schutz vor Krieg und Verfolgung zu. Ganz gleich, wovon wir uns leiten lassen: Unser Umgang mit Flüchtlingen muss sich daran messen lassen können, ob wir ethischen Werten wie Mitmenschlichkeit und Respekt gerecht werden.
Wir in Oberhausen können das!“
Damals ging es um die Menschen, die zu Tausenden nach Deutschland kamen und uns zu Hunderten zugewiesen wurden.
Heute geht es um die Menschen, die zu Tausenden auf dem Weg nach Europa in Lebensgefahr sind, die im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden sind bzw. gerettet werden könnten. Die Städte Düsseldorf, Köln und Bonn haben sich in einem gemeinsamen Brief an die Bundesregierung angeboten, in Not geratene Geflüchtete zusätzlich aufzunehmen, weil ihre Städte dazu in der Lage seien. Begrüßt wurde diese Initiative unter anderem durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund und Kirchenvertreter. Zwischenzeitlich gibt es positive Beschlüsse in den Stadträten von 33 deutschen Städten.
„Oberhausen ist offen, tolerant und solidarisch“.
Die Konsequenz aus dieser Oberhausener Erklärung vom März 2015 kann nur sein, dass der Rat der Stadt Oberhausen sich dieser Initiative von 33 Städten anschließt.
Aus der Stadtgesellschaft kommt Unterstützung:
„Wir sind dafür, dass die Stadt Oberhausen sich der Seebrückeninitiative anschließt und damit ihre Bereitschaft zur weiteren Aufnahme von Flüchtlingen erklärt. (…) Wir sind der Überzeugung, dass Oberhausen und seine BürgerInnen die Kraft haben, auch künftig den vor Krieg, Verfolgung, Hunger und Gewalt fliehenden Menschen beizustehen. Ein Schritt dazu ist, diesen Willen zu erklären.“
(Michael Kreuzfelder, Direktor der Caritas, Dezember 2018)
