Berichtsvorlage - M/16/4199-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der Bereich 4-5 Statistik hat eine Bevölkerungsprognose ausgehend von den Bestandszahlen 2017 bis zum Jahr 2030 für Oberhausen erstellt.

 

Die Bevölkerungsprognose rechnet mit einem ab dem Jahr 2017 einsetzenden leichten Bevölkerungsrückgang, der sich gegen Ende des Prognosehorizonts beschleunigt. Für das Jahr 2030 wird eine Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung von 207.600 vorausberechnet. Ausgehend von 2017 bedeutet das ein Bevölkerungsverlust von etwa 5.080 Personen.

 

Treiber der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung ist - wie in der Vergangenheit - der Sterbefallüberschuss, der sich aus der Differenz von vorausberechneten Geburten und Sterbefällen ergibt. Gemildert wird der Schrumpfungsprozess durch ein durchgängig positives angenommenes Außenwanderungssaldo, dessen Ausmaß jedoch nicht wie in den Jahren 2015 und 2017 ausreicht, um die Sterbefallüberschüsse zu kompensieren.

 

Nach den stark angestiegenen Geburten der vergangenen Jahre rechnet die Prognose wieder mit leicht rückläufigen Geburtenzahlen, die jedoch dauerhaft über dem Niveau von 2015 liegen werden. Die Anzahl der Geburten wird für 2018 mit 1.920 vorausberechnet und sinkt in der Folgezeit auf 1.850 Geburten ab.

 

Entgegen der wieder leicht rückläufigen Geburtenzahl wird für die Sterbefälle mit einem Anstieg auf 2.840 Fälle im Jahr 2018 und in der Folgezeit mit einem weiteren Anstieg auf bis zu 2.920 Sterbefälle gerechnet.

 

Für die Außenzuzüge wird im Vergleich zum Jahr 2017 von einem weiteren Rückgang ausgegangen, komplementär dazu rechnet die Prognose in den ersten Jahren mit einem leicht erhöhten Fortzug, der im späteren Verlauf, parallel zu den Zuzügen wieder leicht rückläufig ist. Das Außenwanderungssaldo beträgt in den ersten zwei Prognosejahren plus 800 Personen jährlich, ab 2021 liegt es bei plus 600 Personen jährlich.

 

Durch die Alterung der Bevölkerung im Prognoseverlauf ergeben sich zum Teil erhebliche Verschiebungen in der Mehrheit der betrachteten Altersgruppen. Generell nimmt die Zahl der unter 18-Jährigen und der 65-Jährigen und älter bis zum Jahr 2030 zu, während die Altersgruppe der Bevölkerung im Erwerbsalter von 18 bis unter 65 Jahren deutlich zurückgehen wird. Eine weitere Differenzierung der Entwicklung nach Altersgruppen zeigt jedoch auch innerhalb der drei Altersgruppen zum Teil gegenläufige Trends.

 

Unterhalb der Gesamtstadtebene – auf Ebene der sechs Oberhausener Sozialräume – wird, wie für die Oberhausener Bevölkerung in Gänze, mit Ausnahme von Oberhausen-Mitte / Styrum, von einem durchgängigen Bevölkerungsrückgang ausgegangen. Dieser ist nach Sozialräumen unterschiedlich stark ausgeprägt. Eine weitere Bevölkerungszunahme wird lediglich für den Sozialraum Oberhausen-Mitte /Styrum bis zum Jahr 2030 mit einem Zuwachs von 1.480 Personen (plus 5,6 Prozent) vorausberechnet. Absolut die höchsten Bevölkerungsverluste werden für Sterkrade – Mitte mit minus 2.470 Personen (minus 5,1 Prozent) angenommen. Die höchsten relativen Verluste werden für den Sozialraum Sterkrade-Nord errechnet.

 

Vor allem im Hinblick auf die vorausberechnete Entwicklung im Sozialraum Sterkrade-Nord ist jedoch der außerhalb des Prognosemodells angenommene zusätzliche Wohnungsneubau zu beachten. Insbesondere für den Oberhausener Norden werden Wohnbaupotenziale identifiziert, die bei ihrer Realisierung im Ergebnis zu einer Abmilderung der vorausberechneten  Bevölkerungsverluste beitragen könnten.

 

 

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Anlagen

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