Beschlussvorlage - B/16/4163-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Außerplanmäßige Bereitstellung von Mitteln zur Fertigstellung des Zinkweißgebäudes
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Strategisches Immobilienmanagement
- Bearbeitung:
- Gabriele Günther
- Verantwortung:
- D. Ingenerf
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Finanz- und Personalausschuss
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Vorberatung
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12.11.2018
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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19.11.2018
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt beschließt, außerplanmäßige Mittel für die Anpassungsmaßnahmen innerhalb des Zinkweißgebäudes, Schwartzstraße 73, 46045 Oberhausen, im Haushaltsjahr 2018 wie folgt zur Verfügung zu stellen:
Investitionsnummer Bezeichnung Finanzposition Bezeichnung Betrag EUR brutto
870001130102000 Verwaltungs- 785110 AiB Hochbaumaß- 335.600,00
gebäude nahme OGM
Investitionsnummer Bezeichnung Finanzposition Bezeichnung Betrag EUR brutto
870001130102000 Verwaltungs- 785120 Anlage im Bau 41.000,00
gebäude Hochbaumaß-
nahme OGM
Deckungsvorschlag:
Erhöhung des negativen Saldos aus laufender Investitionstätigkeit. Die Kreditvorgabe 2018 wird eingehalten.
Sachverhalt
Begründung
Das Zinkweißgebäude befindet sich seit dem 01.01.2017 wieder im Eigentum der Stadt Oberhausen. Dort untergebracht sind der Bereich 0-4/Büro für Chancengleichheit, der Fachbereich 4-1-40/Aus- und Fortbildung und der Fachbereich 4-6-40/Wahlen. Alle drei Organisationseinheiten werden intensiv von Bürger/innen sowie Mitarbeiter/innen aufgesucht. Aufgrund dessen wurde beim Umbau der Immobilie besonderes Augenmerk auf eine barrierefreie Gestaltung gelegt.
Der bauliche Mehraufwand zur Fertigstellung des Zinkweißgebäudes war zum Zeitpunkt der Beschlussfassung im November 2016 seitens der OGM GmbH nicht vollends überschaubar. Hinzu kamen weitere notwendige bauliche Anpassungen während der Umbauphase sowie eine Vielzahl von Maßnahmen, insbesondere zur barrierefreien Gestaltung des Gebäudes.
Aufzug
Abweichend von der ursprünglichen Planung muss der Aufzug zur Nutzung für den Lastentransport eine zulässige beförderbare Last von 1.000 kg aufweisen. Da der Standard bei Personenaufzügen bei 630 kg liegt, sind zusätzliche Aufwendungen für das Stahlgerüst und den Fahrkorb erforderlich. Diese Anpassungen waren notwendig, damit die umfangreichen Materialanlieferungen für den Fachbereich Wahlen mittels Aufzugsanlage in den Keller transportiert werden können.
Brandschutz
Aufgrund der Nutzungsänderung musste im Untergeschoss ein neuer Fluchtweg baulich hergerichtet werden, um die Anforderungen des Brandschutzkonzeptes erfüllen zu können. Gleichzeitig war der Einbau einer Fluchttreppe im Lichthof notwendig geworden, da die vorhandene Fluchttreppe aufgrund der Nutzungsänderung den Bestandsschutz verlor und in ihrer baulichen Ausführung so nicht mehr zulässig war. Im Zuge dieser Maßnahme mussten darüber hinaus der im Lichthof vorhandene marode Holzbodenbelag entfernt werden, da Unfallgefahr bestand.
Instandsetzung Dach
Bei der Säuberung der Dachflächen wurde festgestellt, dass die Sekuranten auf dem Dach ohne bauaufsichtliche Zulassung sind. Diese mussten erneuert werden. Darüber hinaus mussten mehrere Teilbereiche der Folienabdichtung überarbeitet werden.
Elektroarbeiten
Aufgrund der vorgenommenen Grundrissänderung der Immobilie wurden umfangreiche Elektroarbeiten notwendig, welche in dem benötigten Umfang vorab nicht eingeplant werden konnten. Da die Immobilie vom Voreigentümer als Schulungszentrum ausgelegt worden war und mit dem Erwerb durch die Stadt Oberhausen ein Rückbau in eine Büroimmobilie erfolgte, musste die Unterverteilung umfangreich angepasst werden, so dass in den neu entstandenen Büroräumen beispielsweise separat Beleuchtung und die Verdunkelungsrollos gesteuert werden können. Weiterhin wurde bei einer Überprüfung des EDV-Netzwerks festgestellt, dass die vorhandene Anzahl an Netzwerkanschlüssen für die geplante Belegung nicht ausreichend dimensioniert war.
Estricharbeiten
Beim Entfernen der vorhandenen Bodenbeläge wurden umfangreiche Schäden am Estrichboden festgestellt, die vorab nicht erkennbar waren. Der Estrich musste auf einem Großteil der Fläche aufgestemmt und neu verlegt werden.
Einbruchschutz
Aufgrund mehrerer Einbruchversuche kurz nach der ersten Inbetriebnahme des Standortes wurden sämtliche Fensterflächen im Untergeschoss mittels Aufbringen von Polycarbonatfolien gegen Einschlagen geschützt.
Einbau von Klimatechnik
Betriebsbedingt hat sich im Laufe des Jahres 2018 herausgestellt, dass der Einbau einer Klimaanlage für die beiden Seminarräume der Aus- und Fortbildung im Obergeschoss der Immobilie notwendig ist.
Barrierefreie Gestaltung
Im Rahmen der barrierefreien Gestaltung der Immobilie entstanden ebenfalls zusätzliche Kosten, die im Rahmen der ursprünglichen Kalkulation nicht eingeplant waren. Hierbei handelt es sich im Einzelnen um
● den Einbau von insgesamt vier elektrischen Türöffnern
● die Montage eines interaktiven Leitsystems (Mind Tags)
● erhöhte Aufwendungen im Bereich der Maler- und Lackierarbeiten durch kontrastreiche Gestaltung der Verkehrswege
● die Montage eines taktilen Hauptwegweisers
● den Einbau eines taktilen Bodenleitsystems für Menschen mit Sehbehinderung
● den Einbau von Induktionsschleifen in den Seminarräumen für Menschen mit Hörbehinderung
● die Ertüchtigung des vorhandenen Behinderten-WC’s
● die Montage einer außenliegenden Klingelanlage sowie einer Stele
● den Einbau eines taktilen Bodenleitsystems für Menschen mit Sehbehindert im Außenbereich
● die Errichtung einer Außenrampe für den Zugang zum Gebäude für Rollstuhlfahrer
Feuchtigkeit im Kellerbereich
An der Ostseite des Gebäudes wurden während der Umbauarbeiten Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk festgestellt. Zur Behebung sind daher zusätzliche Tiefbauarbeiten und eine umfangreiche Abisolierung notwendig.
