Antragsvorlage - A/16/3894-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag DIE LINKE.LISTEErarbeitung eines Konzepts zur Errichtung eines neuen Freibads
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Die LINKE.LISTE Fraktion
- Bearbeitung:
- David Driever
- Beteiligt:
- Stadtkanzlei
- Verantwortung:
- Yusuf Karacelik
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Sportausschuss
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Vorberatung
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30.08.2018
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Erledigt
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Hauptausschuss
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Vorberatung
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17.09.2018
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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24.09.2018
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Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
Bereits seit 2002 haben bundesweit von 7784 Bädern 1300 geschlossen. Immer noch schließt in NRW jeden Monat ein weiteres Bad, wie die WAZ im Juli dieses Jahres berichtete.1
Durch die aktuelle Sanierung des Freibades Vonderort steht den Oberhausenerinnen und Oberhausenern in diesem durch langanhaltend hohe Temperaturen gekennzeichneten Sommer kein Freibad zur Verfügung. Freibäder bieten, gerade bei hohen Temperaturen, die uns, laut Klimaforschern, in den kommenden Jahren vor Herausforderungen stellen werden, eine Möglichkeit zu Erholung, Sport und Freizeitgestaltung vor allem für Familien Kinder und Jugendliche. Umso mehr, da sie stadtnah auch zur Verbesserung des Klimas beitragen können. Es sind Orte des sozialen Lebens und auch aus diesem Grund ein wichtiger Teil der Förderung des Miteinanders in der Stadtkultur. Insbesondere Familien und Menschen mit niedrigeren Einkommen oder Einkommen aus Transferleistungen, sind auf ein breit gefächertes Angebot an Naherholungsmöglichkeiten mit erschwinglichen Preisen angewiesen. Es sollte für alle Altersgruppen schwimmen, schwimmen lernen und planschen ermöglichen, als auch Plätze und Freiflächen zur weiteren sportlichen und spielerischen Betätigung bieten. Das neue Freibad soll daher kein Luxusbad werden, sondern durch seine Familienfreundlichkeit hervorstechen. Hierzu zählen sozialverträgliche Eintrittspreise, attraktive Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken mit kleiner Rutsche und ggf. anderen Einrichtungen und Babyplanschbecken (mit Sonnensegel). Das Freibadgelände soll eine Gastronomie genauso beheimaten, wie möglicherweise weitere Sporteinrichtungen (Beachvolleyballfeld u.a.).Das dieses Konzept aufgeht, verdeutlichen die angrenzenden Freibäder in Mülheim und Essen, die in diesem Sommer Besucherrekorde aufwiesen.
Seit Schließung des Freibades Alsbachtal wird in Oberhausen der Rhein Herne Kanal wieder verstärkt zum Schwimmen genutzt. Dieses Badevergnügen ist mit lebensbedrohlichen Gefahren verbunden. Wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft mitteilt, ereignen sich die meisten Badeunfälle an ungesicherten Badestellen, da sie eben nicht bewacht werden.2 Ein Freibad für alle bietet die Möglichkeit sich diesen Gefahren nicht aussetzen zu müssen.
Freibäder erweisen sich daher nicht nur für das sichere Schwimmvergnügen als unabdingbar, sondern erfüllen auch wichtige Funktionen für die Wassergewöhnung von Kindern und für die Schwimmausbildung. Die DLRG mahnt, dass sich Deutschland durch die Bäderschließungen der letzten Jahre zu einem „Land der Nichtschwimmer“ entwickele.3
Der Bundesdurchschnitt an Freibadfläche liegt bei 20 m² je 1.000 Einwohner/innen. Für Oberhausen würde dies bei einer Bevölkerungszahl von 210.000 bedeuten, dass ca. 4200 m² benötigt würden, würde man sich am Bundesdurchschnitt orientieren. Die Wasserfläche des neuen Bades könnte sich mit den beschriebenen Ausführungen bei einer Wasserfläche von ca. 1600m² bewegen.
[2] http://www.spiegel.de/panorama/dlrg-deutlich-mehr-menschen-als-im-vorjahr-ertrunken-a-1220557.html
[3] https://www.tagesschau.de/inland/sommer-freibad-kommunen-101.html
