Berichtsvorlage - M/16/3960-01
Grunddaten
- Betreff:
-
AG Bildungsplanung - Eine Zusammenfassung
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Schule
- Bearbeitung:
- Melanie Knut-Sikora
- Verantwortung:
- Frau Dr. Jordan-Ecker
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Schulausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
20.09.2018
|
Sachverhalt
Sachdarstellung
- Ausgangslage
Der Rat der Stadt Oberhausen hat in seiner Sitzung am 04.07.2018 (Drucksache A/16/1817-01) im Rahmen des Bildungsplanes 2016 – 2020 die Verwaltung beauftragt eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern/innen aller Schulformen und Mitarbeiter/innen der Verwaltung, sowie der Unteren und Oberen Schulaufsicht zu initiieren.
Über die Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe wurde vereinbart, regelmäßig im Lenkungskreis Regionale Bildungslandschaft und im Schulausschuss durch die Sprecher/in der Arbeitsgruppe zu berichten. Die Arbeitsgruppe sollte fachkompetent durch eine externe Moderation begleitet werden.
Die Arbeitsgruppe sollte sozialraumorientiert und anforderungsgerecht ein Konzept mit einer konkreten Zeit- und Zielplanung zur weiteren Gestaltung der Oberhausener Bildungslandschaft erarbeiten.
Der Beteiligungsprozess ist eng mit den Beteiligten des Schullebens (Eltern, Schülerinnen und Schüler, Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Träger des Offenen Ganztags, Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer) sowie mit den im Stadtteil verankerten Akteuren im Bereich Bildung, Kultur und Sport (Institutionen, Vereine, Einzelpersonen) abzustimmen, um eine Beteiligung an der inhaltlichen Planung zu gewährleisten.
Neben der Implementierung der AG Bildungsplanung sollten bereits getroffene bildungspolitische Entscheidungen im Rahmen der „Regionalen Bildungslandschaft“ und des Bildungsplans berücksichtigt werden:
Leitbild der Regionalen Bildungslandschaft
Der Rat der Stadt unterstützt das in der „Regionalen Bildungslandschaft“ gemeinsam erarbeitete Leitbild und bewertet es als wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt zu einem starken Bildungsstandort:
„Wir bieten eine vielfältige und bedarfsgerechte Bildungslandschaft für alle Generationen. Wir entdecken und unterstützen Potentiale, um Chancengleichheit zu erreichen. Wir fördern ein inklusives ganzheitliches Bildungsverständnis.“
Bildungsplan 2016 – 2020, Ratsbeschluss 04.07.2016 (Drucksache A/16/1817-01)
Der Rat der Stadt spricht sich ausdrücklich dafür aus, keine Schließung oder Zusammenlegung von Schulen aufgrund ausschließlich finanzieller Erwägungen zu beschließen. Vielmehr darf jeglicher organisatorischer Eingriff nur dem Zweck dienen, die Qualität der Schullandschaft zu optimieren.
Positionspapier der Grundschulen
Der Rat der Stadt unterstützt das Positionspapier der Grundschulleitungen, indem eine langfristige, qualitative Stärkung der Schulen – sowohl baulich als auch sachlich – gefordert wird. Der Rat teilt deren Auffassung, eine längerfristige Perspektive in der Schulentwicklung für alle Schulformen zu verankern. Ein längerer Zeitraum soll die Chance bieten, mit einer stärker stadtteilbezogenen Planung die Schulstandorte abzusichern und zu verbessern.
Auf Grundlage dieser Vorlagen hat die Arbeitsgruppe ihre Arbeit am 21. Dezember 2016 aufgenommen und am 20. März 2018 beendet.
1.2 Die Arbeitsgruppe/Moderation
Die Arbeitsgruppe hat sich aus folgenden Personen zusammengesetzt:
Wer Bereich/Schule
Susanne Amrehn und Christian Alders Sprecherin/Sprecher der Grundschulen
Erika Ilgen Sprecherin der Realschulen
Karl-Heinz Burkart Sprecher der Gesamtschulen
Uwe Bleckmann Sprecher der Gymnasien
Marc Bücker Sprecher der Berufskollegs
Max Aßenmacher Sprecher der Förderschulen
Jürgen Schmidt Dezernat 0/Personal, Organisation,Immobilien
Elke Münich Dezernat 3/Familie, Bildung, Soziales
Dietmar Ingenerf und Thomas Dabels Bereich 0-7/Strategisches Immobilienmanage-
ment
Michael Middendorf Stabstelle 1-0-60/Strategisches
IT-Management
Regina Scholz Fachbereich 3-1-10/Planung, Steuerung,
Investitionen
Ute Jordan-Ecker Bereichsleitung 3-3-/Schule
Angelika Hillebrand-Bittner Schulaufsicht Bezirksregierung
Silke vom Bruch Untere Schulaufsicht
Christoph Hegener Schulaufsicht Förderschulen
Klaus Gohlke Bereichsleiter 3-1/Kinder, Jugend, Bildung
im Verlauf ausgeschieden
Die externe Moderation wurde durch Dyrda consulting GmbH, die über eine breite Erfahrung im Bereich „Schulberatung“ und „Schulentwicklung“ verfügt, durchgeführt.
Die Arbeitsgruppe hat in der Zeit von Dezember 2016 bis März 2018 12 mal getagt und 40 Stunden gemeinsam an unterschiedlichen Themen gearbeitet (s. Anlage).
- Ablauf der Arbeitsphase
Da die Beteiligten noch über wenige Erfahrungen in dieser Form der Zusammenarbeit verfügten, stand zu Beginn des Arbeitsprozesses eine Klärung der Rollen und der Blickwinkel der Teilnehmer/innen im Vordergrund. Die Gruppe musste sich im Rahmen von gruppendynamischen Prozessen finden. Die Diskussionen haben sensibilisiert sowohl für schulische Herausforderungen und Bedürfnisse als auch für Aufgaben des Schulträgers. Dieser Prozess benötigte Zeit.
Aus Sicht der Beteiligten sollten folgende Fragestellungen in der AG Bildungsplanung erarbeitet werden:
- Eine weiter entwickelte modern aufgestellte Bildungslandschaft für die nächsten 5 - 10 Jahre
- Eine klar strukturierte und zeitlich limitierte Arbeitsplanung
- Eine gemeinsame Leitlinie für das Gebäudemanagement -Gebäudemodernisierung/Neubau
- Eine erkennbare Verzahnung der schulischen Akteure und Aktionsebenen
- Größere und stabilere Grundschulsysteme
- Lösungen für alle Schulformen
- Ein tragfähiges und akzeptiertes Ergebnis durch Lernen voneinander
Deutlich wurde bereits in der zweiten Arbeitssitzung am 16.01.2017 zum Thema „Zentrale Kriterien für eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige sozialraumorientierte Bildungslandschaft in Oberhausen“, dass diese Diskussion stark schulformbezogen geführt wurde. Es konnten daher keine abgestimmten Ergebnisse erzielt werden. Stattdessen wurden im Rahmen des Protokolls folgende Eckpunkte festgehalten:
- Eckdaten für Zügigkeit sind als Planungsgrundlagen aufzustellen (Grundschulen und Sek I)
- Eine intensive pädagogische Beratung im Übergang zur weiterführenden Schule schafft Raum für eine gelungene Integration in ein System und mindert Schulformwechsler
- Zusätzliche Aufnahmekapazitäten für Seiteneinsteiger (Räume). Echte Notfalloptionen/Reserven sind aufrecht zu halten
Neben diesen Themen, welche die Arbeitsgruppe nicht abschließend bearbeiten konnte, konnten zwei wichtige Themenfelder für die Oberhausener Bildungslandschaft erarbeitet werden.
- Erarbeitete Themenfelder
In der Zeit vom 21. Dezember 2016 bis zum 20. März 2018 wurden in 12 (40 Stunden) Sitzungen folgende Themenfelder erarbeitet:
3.1 Raumleitlinien
Beschlussvorschlag 10
„Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, ein zukunftsfähiges Schulprogramm, sowohl für die Grundschulen als auch für die weiterführenden Schulen aufzulegen. Dabei sollen folgende Kriterien als Grundlage berücksichtigt werden:
- Zuvor festgelegte Qualitätsstandards hinsichtlich der Ausstattung
- Moderne und den aktuellen pädagogischen Anforderungen angepasste Raumkonzepte
- Ergebnisse der Planung einer zukünftigen Oberhausener Bildungslandschaft
- Berücksichtigung der noch festzustellenden Sanierungsbedarfe
- Das Schulbauprogramm erhält verbindliche Aussagen zu
- den geplanten Maßnahmen und deren Umfang
- dem Zeitplan der Umsetzung dieser Maßnahmen
- der Finanzierung der Maßnahmen
Dazu hat die AG Bildungsplanung ein Musterraumprogramm mit Begleittext erarbeitet, das dazu beitragen kann, die Oberhausener Schulen anforderungsgerecht und flexibel aufstellen zu können. Das Raumprogramm kann ein Maßstab für Entscheidungen und langfristige Planungen sein und ermöglicht die Vergleichbarkeit der Schulraumprogramme der einzelnen Schulen.
3.2 Beteiligungsverfahren zur schulorganisatorischen Gestaltung in Oberhausen
Ein Beteiligungsverfahren zur schulorganisatorischen Gestaltung im Sozialraum mit Empfehlungen zur Vorgehensweise, das dazu beitragen kann, ein nachvollziehbares und transparentes Verfahren der Beteiligung zu sichern:
- für Grundschulen auf der Sozialraumebene,
- für weiterführende Schulen nördlich und südlich des Kanals,
- für Berufskollegs gesamtstädtisch
Beide Arbeitsergebnisse fanden die Zustimmung aller an der AG Bildungsplanung beteiligten Akteure und sollen ein wichtiger Bestandteil für eine zukünftige Schulentwicklungsplanung sein.
3.3 Gestaltung der Oberhausener Bildungslandschaft. Beschlüsse des Rates von 2016
Der Rat der Stadt Oberhausen hat im Rahmen des Bildungsplans 2016 – 2020 25 Einzelbeschlüsse und Arbeitsaufträge verabschiedet (siehe Anlage). Die AG Bildungsplan hat die Einzelbeschlüsse diskutiert und bewertet und den Umsetzungsstand begleitet. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird der Schulträger weitere Entscheidungen für die politischen Gremien vorbereiten.
- Fortführung der inhaltlichen Arbeit
Im Rahmen der Abschlussreflektion der AG Bildungsplan wurden durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Themen für den zukünftigen Dialog beschrieben:
- Wie wollen wir die Schülerströme in Oberhausen steuern? Wie stellen wir uns kommunal strategisch zu dieser Frage auf?
- Wie gehen wir weiter mit der Inklusion um?
- Welche Konsequenzen hat die G8/G9 Entscheidung?
- Was heißt Zukunftsfähigkeit für die Stadt/den Sozialraum? Welche Bildungsangebote sollen in Oberhausen zukünftig vorgehalten werden?
Als Schlussfolgerung wurde von allen Akteuren formuliert:
- Die Diskussion sollte fortgesetzt werden, aber in anderer Form.
- Bildungspolitische und pädagogische Fragestellungen sollen im Lenkungskreis der regionalen Bildungslandschaft bearbeitet werden.
- Für schulorganisatorische Maßnahmen soll das erarbeitete Beteiligungskonzept als Grundlage dienen.
- Der Schulträger lädt regelmäßig die Schulleitungen aller Schulformen ein. (vgl. Präsentation AG Bildungsplanung Schulausschuss am 21.06.2018)
Was ist aus Sicht der Mitglieder der AG Bildungsplan wichtig zu sagen?
- Politik sollte stärker am Dialog beteiligt sein!
Die AG Bildungsplanung war ein Auftakt für eine breite schulpolitische Diskussion in Oberhausen, die sich in Verzahnung mit anderen bildungspolitischen Steuerungssystemen wie „Bildung integriert“, „Kein Abschlus ohne Anschluss (KAoA)“, „Schulentwicklungsplanung“, „Talentschule“, „Gute Schule 2020“ etc. weitergeführt werden muss.
- Umsetzung der Arbeitsergebnisse der AG Bildungsplanung
Auf Grundlage der Arbeitsergebnisse der AG Bildungsplanung hat der Schulträger zwei Vorlagen erstellt:
Schulbauleitlinien für Oberhausener Grundschulen und Sek I und Sek II Schulen
Sozialraumorientiertes Beteiligungsverfahren zur Gestaltung der Schullandschaft in Oberhausen
Zu den 25 Einzelbeschlüssen zum Bildungsplan 2016 – 2020 (vgl. TOP 3.3 „Gestaltung der Oberhausener Bildungslandschaft), wird der Schulträger weitere Vorlagen für die politische Beratung und Entscheidung erarbeiten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
765,6 kB
|
