Berichtsvorlage - M/16/3878-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der RuhrtalRadweg erfreut sich seit seiner Eröffnung im Jahre 2006 einer wachsenden Beliebtheit. Ziel des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und der beteiligten Städte war es von Anfang, die Qualitäten der Wegeführung und der Ausbaustandards sukzessive zu verbessern. Ein wichtiges Ziel war dabei unter anderem auch eine möglichst gewässernahe Führung entlang der Ruhr.

 

Bereits 2008 haben die Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen Planungen erstellt, um den RuhrtalRadweg zwischen der Steinkampstraße (MH) in Höhe des dortigen Naturfreibades bis in den Bereich Alstaden hinein, im Deichvorland zu führen. Die damals erarbeiteten Planungen wurden seinerzeit bereits im Landschaftsbeirat der Stadt Oberhausen vorgestellt und von diesem Gremium mitgetragen. Eine Realisierung scheiterte daran, dass die dafür erforderlichen finanziellen Eigenmittel im Haushalt der Stadt Oberhausen nicht aufzubringen waren.

 

Im Jahr 2016 stellte der Regionalverband Ruhr (RVR) einen Antrag auf Förderung des Projektes „RuhrtalRadweg zwischen Oberhausen und Mülheim“ bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Mit Schreiben der Bezirksregierung Düsseldorf vom 15.12.2016 wurde dem RVR ein Zuwendungsbescheid zur Projektförderung mit einer 80%igen Förderquote zugesandt. Wegen eines verhältnismäßigen engen Zeitfensters von der Planung bis zur Umsetzung/Abrechnung derartiger Maßnahmen, hat der RVR sich in der Region Projekten angenommen, die schon in der Vergangenheit einen gewissen planerischen Reifestand erreicht hatten. Dazu gehört der oben genannte Abschnitt des RuhrtalRadweges. In Kooperation beider Städte hat der Regionalverband Ruhr einen Wegeabschnitt mit einer Länge von 1,1 km in der Ruhraue unter Beteiligung und Abstimmung aller „Disziplinen“ geplant, siehe Anlage 1.

 

Der Wegeabschnitt verläuft am östlichen Ruhrufer von der Steinkampstraße in Mülheim in nördliche Richtung unter der A40-Brücke entlang des Freibades am Ruhrstadion unter der Eisenbahnbrücke hindurch bis zur Stadtgrenze nach Oberhausen. Hier verläuft die geplante Wegeverbindung unterhalb des Deiches am Oberhausener Ruhrpark entlang und wird vor der nächsten Eisenbahnbrücke (DB-Strecke Oberhausen-Duisburg) mittels einer Rampe auf den Deich und in den dahinter liegenden nördlichen Rand des Ruhrparks geführt und dort unmittelbar an die Speldorfer Straße angeschlossen.

 

Der geplante Radweg wird in Asphaltbauweise ausgeführt. Die Ausbaubreite des Weges in Asphalt beträgt 3,0 m mit einem beidseitigen, geschotterten Bankette von jeweils 25 cm. Im Abstand von 1,5 m wird ein neuer Weidezaun aus Eichenspaltpfählen errichtet. Die Innenseite zum Radweg wird mit Glattdraht bespannt. Die Außenseite zur Weidefläche erhält einen Stacheldraht. Für die Erreichbarkeit der Weideflächen werden zwei ausreichend breite Weidetore eingebaut. Die vorhandenen seitlichen Treppenaufgänge vom/zum Ruhrpark werden direkt an den neuen Rad-/Fußweg mit einer Durchlassmöglichkeit angeschlossen. Zur Ruhrseite werden zur Fernhaltung des Weideviehs die vorhandenen Weideroste wieder eingebaut. Der Bodenabtrag aus der Wegetrasse wird Zug um Zug mit dem Einbau der Schottertragschicht erfolgen, um Vernässungen des Baugrundes während der Bauzeit zu verhindern.

 

Der Anschluss an die Speldorfer Straße erfolgt in Pflasterbauweise. Der Straßenabschnitt zwischen „Am Ruhrufer, Speldorfer Straße, Fährstraße“ im Bereich der Unterführung wird als Fahrradstraße gekennzeichnet. Die Übergänge zwischen Radweg und Fahrradstraße werden in rotem Betonpflaster ausgestattet. Das Detail des Abschnittes ist in Anlage 2 dargestellt.

 

Die Aufenthaltsfläche seitlich der Straße Am Ruhrufer mit Übergang auf den Ruhrdeich wird mit grauem Rechteckpflaster befestigt. Als Ausstattung dieser Fläche sind zwei Stabgitterbänke und zwei Anlehnbügel für Fahrräder vorgesehen. Die Begrünung erfolgt mittels 4 Stück heimische Laubbaumhochstämme (Stammumfang 14- 16 cm) und einer niedrigen Heckenpflanzung mit Bodendecker.

 

Pflege, Unterhaltung und Verkehrssicherung

Die beiden Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr haben ihre Bereitschaft erklärt, nach Abschluss der Arbeiten den Radweg in ihre Baulast zu übernehmen. Dies bedeutet, dass sich die Städte nach Fertigstellung und Abnahme vertraglich zur Pflege, Unterhaltung und Verkehrssicherung verpflichten.

 

Kosten

Für die Maßnahme insgesamt wurden Kosten von rund 750.000,- € für die Ingenieur-Leistungen, für den Wegeausbau, für Freizeit-, Erholungs- und Informationseinrichtungen sowie für Ausgleich und Ersatz kalkuliert und bewilligt. Das Projekt wird über das „Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm NRW“ durch die Bezirksregierung Düsseldorf mit 80% gefördert, die 20 % Eigenmittel trägt der Regionalverband Ruhr.

 

Weitere Vorgehensweise / Zeitplanung

Im Juni 2018 hat sich der Naturschutzbeirat der Stadt Oberhausen nochmals anlässlich eines Ortstermins mit der geplanten Maßnahme befasst. Dabei wurden u. a. die Ergebnisse aus einer 2017/2018 durchgeführten artenschutzrechtlichen Prüfung vorgestellt; daraus haben keine dem Projekt entgegenstehende Sachverhalte ergeben.

 

Die Befreiungsanträge nach dem Bundesnaturschutzgesetz werden bis Juli 2018 und die Genehmigungsanträge nach dem Wasserhaushaltsgesetz bis August 2018 gestellt. Mit dem öffentlichen Vergabeverfahren wir voraussichtlich im Oktober 2018 begonnen. Die Maßnahme soll je nach Witterungsverlauf bis Frühjahr 2019 umgesetzt sein.

 

Nach erfolgter Vergabe ist der Baubeginn für Mitte Oktober in der 42 KW geplant. Die geplante Bauzeit beträgt 12 - 14 Wochen. Der neue Abschnitt soll im Frühjahr 2019 eröffnet werden.

 

 

 

 

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Anlagen

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