Berichtsvorlage - M/16/3646-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Wirksamkeitsbericht der offenen Kinder- und Jugendarbeit 2017: Zusammenfassung der Ergebnisse aller Einrichtungen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend
- Bearbeitung:
- Hendrik Detmers
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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20.06.2018
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Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
1. Einleitung und Grundlagen
Der Jugendhilfeausschuss hat am 29.06.2016 den Abschlussbericht der Evaluation der offenen Kinder- und Jugendarbeit zur Kenntnis genommen (Drucksachen-Nr.: M/16/1795-01). Im Abschlussbericht wurden u. a. Ziele für die mobile Jugendarbeit/Streetwork und die stationären Angebote in der Gesamtstadt und der Sozialräume benannt. Die Zielerreichung wird über den jährlichen Wirksamkeitsdialog auf der Grundlage eines Erfassungsbogens mit der Jugendpflege sowie der Jugendhilfeplanung der Stadt Oberhausen und den Einrichtungen überprüft. Dazu gab es auf Grundlage des Bogens Gespräche mit den Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen vor Ort mit der Jugendpflege.
Der Erfassungsbogen wurde im Rahmen der Evaluation überarbeitet und erstmals nach den Sommerferien 2016 angewandt. Die Beobachtungen bezogen sich dabei auf den Zeitraum Januar bis Juli 2016. Über diesen ersten Probelauf des Wirksamkeitsdialoges wurde berichtet (Drucksachen-Nr.: M/16/2399-01). Im zweiten Durchlauf des Wirksamkeitsdialoges waren die Einrichtungen verpflichtet, den gesamten Erfassungsbogen auszufüllen. Dieser bezog sich auf den Zeitraum Januar bis Dezember 2016 (Drucksachen-Nr.: M/16/2729-01). Der nunmehr dritte Durchlauf des Wirksamkeitsdialoges bezog sich auf den Zeitraum Januar bis Dezember 2017 und lässt einen vollständigen Vergleich der Beobachtungszeiträume 2016 und 2017 zu.
Erstmals haben die Einrichtungen die Daten im Erfassungsbogen online eingereicht. Die technischen Rahmenbedingungen wurden vom Bereich Statistik bereitgestellt und werden fortlaufend in Kooperation mit der Jugendpflege, der Jugendhilfeplanung und den beteiligten Trägern weiterentwickelt und optimiert. Bei diesem ersten online-Durchlauf kam es noch zu technischen Schwierigkeiten und inhaltlichen Fragestellungen. Für den nächsten Durchlauf im Januar/Februar 2019 ist eine Fortbildung für die Mitarbeiter/-innen der Einrichtungen als auch eine weitere Optimierung des Onlinebogens geplant. Hintergrund der Einführung eines online-Systems ist eine verbesserte Dateneingabesituation für die Einrichtungen und damit eine höhere Validität der Daten bzw. eine Minimierung der Fehlerquellen.
Der Bogen war von den Einrichtungen bis Ende Februar 2018 einzureichen. Die Gespräche zum Wirksamkeitsdialog fanden von März bis Mai 2018 statt. Diese Terminfolge wurde in mehrfach in den Sitzungen der Steuerungsgruppe und der AG-Jugendarbeit bekannt gegeben. Als einzige Einrichtung hat das Zentrum für Bildung und Integration (Träger: die Kurbel) keinen Gesprächstermin mit der Jugendpflege wahrgenommen.
2. Zielfindung und –systematik sowie allgemeine Informationen:
Für die Umsetzung der Ziele der mobilen und stationären Jugendarbeit sind die Träger, die in diesem Tätigkeitsfeld aktiv sind, verantwortlich. Die Ziele für die Gesamtstadt werden von allen Trägern bedient. Die Einrichtungen im Sozialraum sind jeweils für die Ziele ihres Sozialraumes zuständig. Alle Ziele haben eine Geltungsdauer bis zum Ende des Zeitraumes des Kinder- und Jugendförderplanes im Jahr 2020. Während des Wirksamkeitsdialoges werden die Ziele für die einzelnen Einrichtungen festgelegt, so dass die Stringenz der Zielentwicklung von der Gesamtstadt über die Sozialräume sowie mobile Jugendarbeit/Streetwork bis hin zu den einzelnen Einrichtungen vervollständigt wird. Die tatsächlichen Ziele der einzelnen Einrichtungen für das Jahr 2018 wurden in diesem Wirksamkeitsdialog festgelegt und werden im kommenden Wirksamkeitsdialog 2019 überprüft.
Alle derzeit bestehenden 28 stationären Einrichtungen haben den Erfassungsbogen ausgefüllt und die Daten übermittelt. Die Spielstation des CVJM wird im Wirksamkeitsdialog als ein gesondertes Angebot aufgeführt. Damit haben alle mobilen Angebote und Streetwork teilgenommen.
3. Ziele für die mobile Jugendarbeit und Streetwork laut Abschlussbericht der Evaluation:
Mobile Jugendarbeit hat mit ihrer konzeptionellen Ausrichtung einen stärkeren Gemeinwesenbezug und arbeitet in sozialräumlich orientierten Projekten. Streetwork hingegen hat einen deutlichen Milieu-/Cliquenbezug, wie z. B. zur Drogen-, Punkszene (LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V. Nov. 2012).
- Die mobile Jugendarbeit schafft im Stadtgebiet bedarfsgerechte und aktivierende Angebote an abgestimmten Standorten, um die stationären Angebote zu ergänzen. Sie bietet keine fertigen Lösungen, sondern befähigt junge Menschen dazu, ihre persönlichen Lebenssituationen selbst bewältigen zu können.
- Streetwork erschließt bisher unerreichte Zielgruppen im öffentlichen Raum („Laternengruppen“), baut Beziehungen zu den Jugendlichen auf, bietet Orientierungshilfen an und reagiert flexibel auf Veränderungen. Sie wirbt in der Öffentlichkeit für die Akzeptanz der Lebenssituation der Jugendlichen und tritt als eine Interessenvertretung auf.
- Die mobile Jugendarbeit ist bei Großveranstaltungen, die für Jugendliche besonders attraktiv sind, präsent, schafft Angebote und betreibt Öffentlichkeitsarbeit für alle Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit (baut Schwellenängste gegenüber anderen Hilfsangeboten ab).
4. Zielüberprüfung in der mobilen Jugendarbeit/Streetwork:
Zu den mobilen Angeboten gehören das RWO-Fanprojekt, das Jungenmobil „manni“, das Mädchenmobil „Flotte Lotte“, das Spielmobil „Dicker Brummer“, der LifeLine Truck sowie die Spielstation des CVJM an der St. Martin Schule (das Angebot ist zukünftig aufgrund des KTE-Baus nicht mehr möglich, einige Jugendliche konnten in das stationäre Angebot des CVJM vermittelt werden). Hinzu kommt das gesamtstädtische Streetworkangebot der Kurbel.
Nach Anregung aus dem Jugendhilfeausschuss werden die Ergebnisse der mobilen Angebote und Streetwork gesondert voneinander dargestellt.
4.1 Öffnungszeiten:
Die mobilen Einrichtungen sind flexibel im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Hauptsächlich sind sie an den folgenden Wochentagen mit den dargestellten durchschnittlichen Zeiten geöffnet (reguläre Öffnung):
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 4 | 5 | 15:00 bis 18:15 Uhr | 15:24 bis 18:36 Uhr |
Dienstag | 3 | 2 | 15:00 bis 19:00 Uhr | 14:30 bis 19:30 Uhr |
Mittwoch | 4 | 6 | 15:00 bis 19:00 Uhr | 15:30 bis 19:10 Uhr |
Donnerstag | 4 | 5 | 15:00 bis 19:00 Uhr | 15:24 bis 19:12 Uhr |
Freitag | 5 | 5 | 15:06 bis 18:06 Uhr | 15:12 bis 18:36 Uhr |
Samstag | 1 | 1 | 15:00 bis 18:00 Uhr | 15:00 bis 18:00 Uhr |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 75 | 87 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 15 | 17,4 | ||
Im Vergleich zum vergangenen Berichtsjahr kann man hinsichtlich der geöffneten Einrichtungen an den einzelnen Wochentagen wenige Veränderungen erkennen. Die Öffnungszeiten haben sich ein wenig nach hinten verschoben. Hier wird deutlich, dass sich die Einrichtungen dem Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen vermehrt anpassen. Es gibt unterschiedliche Faktoren, wie u. a. der offenen Ganztag, die dazu führen, dass sich das Freizeitverhalten und die damit verbundenen Zeiten geändert haben. Die Gesamtwochenstunden und damit auch die durchschnittliche Wochenstundenzeit haben sich erhöht.
Erstmals konnten alle Einrichtungen im aktuellen Berichtsjahr auch abweichende Öffnungszeiten eintragen. Dies war eine Anregung der Mitarbeiter/-innen der freien Träger. Hier werden zukünftig Sonderöffnungszeiten (z. B. Samstag oder Sonntag), Ferienöffnungszeiten oder Sonderveranstaltungen eingetragen. Die Anzahl der geöffneten Einrichtungen mit abweichenden Öffnungszeiten sowie die Wochenstunden stellen sich wie folgt dar:
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 3 | 14:00 bis 18:40 Uhr |
Dienstag | 2 | 13:00 bis 18:30 Uhr |
Mittwoch | 4 | 14:00 bis 18:15 Uhr |
Donnerstag | 5 | 14:12 bis 19:36 Uhr |
Freitag | 3 | 13:40 bis 19:40 Uhr |
Samstag | 2 | 11:00 bis 17:00 Uhr |
Sonntag | 1 | 12:00 bis 19:00 Uhr |
Gesamtwochenstunden | 106 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 21,2 | |
Streetwork Oberhausen
Für Streetwork Oberhausen bestehen keine festen Öffnungszeiten. Die Streetworker sind 58,5 Stunden in der Woche flexibel im Einsatz.
4.2 Personal:
Insgesamt sind derzeit bei allen mobilen Angeboten in Oberhausen 19 hauptamtliche Mitarbeiter*innen (in Klammern jeweils immer der Wert aus dem Vorjahr: 13) mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 18,2 Stunden (22,1) angestellt. Hinzu kommen 28 geringfügig Beschäftigte (22) mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 4,72 Stunden (1,1). Darüber hinaus sind 20 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen (24) aktiv, die in die Projektarbeit oder in die regulären Öffnungszeiten bzw. Angebote involviert sind.
Streetwork Oberhausen:
Beim Streetwork Oberhausen (Träger die Kurbel) sind zwei Personen (männlich und weiblich) mit 1,5 Stellenanteilen beschäftigt.
4.3 Unterarbeitskreis Mobile Angebote/Streetwork:
Die mobilen Angebote und Streetwork stimmen sich regelmäßig in einer Unterarbeitsgruppe der AG-Jugendarbeit ab. Hier werden die Angebote hinsichtlich der Einsatzorte und –zeiten koordiniert. Ebenfalls werden inhaltliche Absprachen getroffen und Erfahrungen aus den Sozialräumen ausgetauscht Schwerpunkt im Jahr 2017 war die Planung von neuen Einsatzorten als auch die Erörterungen von Problemlagen mit Eltern und Kindern an bestehenden Standorten. Ebenso war die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den Jugendhäusern und den Schulen (offener Ganztag) ein Thema.
4.4 Nutzerzahlen:
Die Jugendlichen nutzen die mobilen Angebote an den einzelnen Wochentagen wie folgt (angegeben ist hier die Anzahl der Einrichtungen, die die entsprechende Kategorie gewählt haben):
Jahr | 2016 | 2017 | |
Montag |
|
|
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0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 3 | 4 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | - | 1 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 2 | - | |
Dienstag |
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0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 4 | 1 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | - | - | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 2 | 1 | |
Mittwoch |
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0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 2 | 3 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 1 | 3 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 1 | - | |
Donnerstag |
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|
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0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 2 | 2 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 2 | 3 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 1 | - | |
Freitag |
|
|
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0 bis unter 5 | 1 | 1 | |
5 bis unter 15 | 1 | 1 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 3 | 3 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 1 | - | |
Samstag |
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0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | - | - | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 1 | 1 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 1 | 1 | |
Sonntag |
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0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | - | - | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | - | - | |
mehr als 30 Besucher/-innen | - | - | |
Bei den mobilen Angeboten ist ein Rückgang der Nutzerzahlen zu verzeichnen. Die Ursache dafür kann sein, dass zum Beispiel das „manni-Mobil“ im aktuellen Berichtsjahr erneuert wurde und daher eine Zeit lang nicht im Einsatz war. Darüber hinaus hat die AK Mobile Angebote/Streetwork einige neue Einsatzorte festgelegt, die bei der Zielgruppe zuerst bekannt gemacht werden mussten. (z. B. Marta-Schneider-Bürgerplatz, Fröbelplatz, Wohnpark Bebelstraße).
Die mobilen Angebote stellen einen wichtigen Beitrag zur offenen Kinder- und Jugendarbeit dar, da sie flexibel im gesamten Stadtgebiet einsetzbar sind.
Bei der Auflistung der Nutzerzahlen wurden 140 Besucher*innen (120) in der oben aufgeführten Liste nicht erfasst, die an Ausflügen oder Kursen teilgenommen haben.
Streetwork Oberhausen:
Die Jugendlichen nutzen das Streetwork in den folgenden Wochentagen im Jahresvergleich wie folgt:
Wochentag/Jahr | 2016 | 2017 |
Montag | 15 bis unter 30 Besucher*innen | 15 bis unter 30 Besucher*innen |
Dienstag | 15 bis unter 30 Besucher*innen | 15 bis unter 30 Besucher*innen |
Mittwoch | 15 bis unter 30 Besucher*innen | 15 bis unter 30 Besucher*innen |
Donnerstag | mehr als 30 | mehr als 30 |
Freitag | mehr als 30 | mehr als 30 |
Samstag | mehr als 30 | 15 bis unter 30 Besucher*innen |
Sonntag | mehr als 30 | 15 bis unter 30 Besucher*innen |
Der Rückgang der Nutzerzahlen beim Streetwork ist darauf zurück zu führen, dass die Mitarbeiter*-in vermehrt und intensiv in der Einzelfallhilfe gebunden waren.
4.5 Besucher*innenstruktur:
Da das Land Nordrhein-Westfalen die Altersgruppen in der Erhebung zur Besucher*innenstruktur verändert und die Stadt diese Änderung zum aktuellen Berichtsjahr übernommen hat, sind hier keine Vergleiche zum Vorjahr möglich. Dies gilt auch für die stationären Einrichtungen. Auf die Einteilung in weiblich, männlich und mit Zuwanderungsgeschichte hatte dies keinen Einfluss.
Strukturell gehören 33,5% der Nutzer*innen der Gruppe der unter 10jährigen an. 35,0% sind 10 bis 13 Jahre alt, 14,8% sind 14 bis 17 Jahre alt und 18,3% gehören zu der Gruppe der 18 bis 26jährigen. Bei der mobilen Arbeit ist der Anteil der männlichen Jugendlichen nach wie vor mit 61,0% (62,4%) höher als der Anteil der weiblichen Jugendlichen mit 39,0% (37,6%). Nach wie vor hat mehr als jede/r zweite Nutzer*in der mobilen Angebote eine Zuwanderungsgeschichte. Mit 60,3% im aktuellen Berichtsjahr im Vergleich zu 57,7% im vergangenen Jahr hat sich dieser Anteil nochmal erhöht.
Streetwork Oberhausen:
Beim Streetwork macht die Gruppe der 18 bis unter 26jährigen mit 45% die größte Gruppe der Besucher*innen aus. Die Gruppe der 14 bis 17jährigen ist mit 35% die zweitgrößte Gruppe und lediglich vereinzelt nehmen die 10 bis 13jährigen (15%) bzw. die unter 10jährigen (5%) an dem Angebot teil. Der Anteil der männlichen Jugendlichen ist nach wie vor höher, als der der weiblichen, hat sich jedoch im aktuellen Berichtsjahr deutlich ausgeglichen: Männlich sind 55% der Jugendlichen im Gegensatz zu 65% im Berichtsjahr 2016. Der Anteil von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte ist mit 40% unverändert.
4.6 Angebotsstruktur:
Die mobilen Angebote haben im aktuellen Berichtsjahr 39 Angebotsformate im Vergleich zu 29 Angebotsformaten im Vorjahr umgesetzt (z. B. Bewegungsangebote, Kunst- und Kreativangebote, Sportangebote).
Davon sind 18 (11) inklusiv, 18 (2) vorrangig für benachteiligte Jugendliche, 12 (9) von Jugendlichen eingebracht, 15 (12) von Jugendlichen entwickelt und selbst durchgeführt, 16 (8) vorrangig politisch oder kulturell geprägt und sieben (4) durch externe Förderungen realisiert. Baulich stoßen die mobilen Angebote und Streetwork hinsichtlich der Inklusivität nach wie vor an wenig Grenzen, da sie die Zielgruppen an den Orten, wo sie sich aufhalten, aufsuchen.
Die mobilen Angebote haben zudem im Jahr 2017 neue Angebotsformate entwickelt und durchgeführt (z. B. Teilnahme an verschiedenen Stadtteilfesten). Insgesamt wurden 14 neue Angebotsformate (7) entwickelt.
Streetwork Oberhausen:
Die Streetworker*in haben im Berichtsjahr 2016 vier Angebotsformate umgesetzt. Im aktuellen Berichtsjahr 2017 waren es zehn (z. B. Graffiti Projekt, Frühstückstreff oder Alkoholprävention beim Olgas Rock). Davon waren alle inklusiv, sechs für vorrangig benachteiligte Jugendliche, fünf von Jugendlichen eingebracht, eins von Jugendlichen entwickelt und selbst durchgeführt, drei mit vorrangig politischem oder kulturellem Hintergrund und vier durch externe Finanzierung realisiert. Jugendliche mit Einschränkung werden in jedem Fall mit einbezogen.
Entsprechend der Steigerung der Angebotsformate im Vergleich zum vergangenen Berichtsjahr, haben die Streetworker*innen sechs neue Angebotsformate entwickelt und ausprobiert (z. B. Gartenprojekt, Sportliche Welt, Frühstückstreff). Diese wurden teilweise durch neu initiierte Kooperationen wie zum Beispiel mit dem „Projektcafé Reset“ realisiert.
4.7 Gruppenstrukturen:
Die Mobilen Angebote haben verschiedene Zielgruppen. Dies spiegelt sich in den Gruppenstrukturen wieder. Im aktuellen Berichtsjahr wurde angegeben, dass viele benachteiligte Kinder und Jugendlichen an den Angeboten partizipiert haben. Nach wie vor wird aufgeführt, dass es Sprachprobleme und den kulturellen Hintergrund als Hemmschwelle hinsichtlich des Projektangebotes gibt. Die Zielgruppe des RWO-Fanprojektes wies im Berichtsjahr ein erhöhtes Maß an Hilfe- und Betreuungsbedarf auf, da dort Probleme mit anderen Behörden (z. B. Polizei, Ordnungsdienst) im Vordergrund standen. Hilfestellung im Bereich der Sozialkompetenz und dem Selbstwertgefühl sind hier u. a. ein Thema.
Streetwork Oberhausen:
Die Arbeit der Streetworker*in gliederte sich im Berichtsjahr zu 60% in aufsuchende Arbeit und 40% in Einzelfallhilfe. Die Streetworker sind dabei flexibel im gesamten Stadtgebiet unterwegs und suchen junge Menschen an ihren Treffpunkten auf. Die Ziele sind dabei die Etablierung von Streetwork als Unterstützungsmöglichkeit sowie die Beziehungsarbeit und der Aufbau von Vertrauen von helfenden Institutionen und Personen. In der Einzelfallarbeit war es laut Aussage der Streetworker*in oft problematisch, dass die Zuständigkeiten in den Institutionen (z. B. Jobcenter, Jugendamt, Sozialamt, etc.) nicht geklärt waren bzw. die Wege bis zur Klärung sehr umständlich und langwierig waren. Einige Jugendliche und Gruppen konnten an nahe liegende Jugendhäuser oder mobile Angebote erfolgreich angebunden werden.
Bei verschiedenen Gruppierungen konnte ein Anstieg des Konsums von Betäubungsmitteln beobachtet werden. Zudem ist ein höherer Anteil von Jugendlichen bewaffnet, welche angeben, dass dies zum Selbstschutz notwendig sei. Sowohl im Bereich Drogenkonsum, als auch Waffenbesitz besteht ein sehr hoher Bedarf an Aufklärung, präventiven Angeboten und Selbstwertsteigerung.
4.8 Hilfestellungen und Beratung:
Die Mitarbeiter*innen der mobilen Einrichtungen und Streetwork führen eine erhebliche Zahl an Beratungsgesprächen durch. Hiermit sind jegliche Kontaktaufnahmen zwischen den Mitarbeiter*innen und den Jugendlichen gemeint, bei denen die persönliche Lebenssituation oder Probleme thematisiert werden und eine Hilfestellung oder Beratung gegeben wird. Eine zeitliche Einschränkung dieser Beratung besteht nicht. Insgesamt haben alle mobilen Angebote zusammen über 5.300 solcher Hilfestellungen (3.919) im Jahr geleistet. Am häufigsten wurden folgende Themen benannt: Persönliche Probleme (Familie, erste Liebe, Finanzen, Medien), Konflikte mit anderen Kindern/Jugendlichen oder schulische bzw. berufliche Probleme.
Streetwork Oberhausen:
Die Zahl der Beratungsgespräche von den Streetworker*in hat sich im Vergleich zum Berichtsjahr 2016 leicht von 1.585 auf 1.400 Gespräche im aktuellen Berichtsjahr verringert. Dennoch ist das Niveau der Gespräche unverändert hoch. Da die Jugendlichen im Berichtsjahr immer intensivere Unterstützung benötigten, waren die Streetwork sehr in die Einzelfallhilfe eingebunden. Die häufigsten Gründe für die Gespräche sind Wohnungslosigkeit, finanzielle Probleme (Schulden), Begleitung zu Ämtern, innerfamiliäre Probleme/Auszug aus dem Elternhaus, Drogen, Berufsorientierungshilfe, psychische Probleme oder offene Strafverfahren.
4.9 Beteiligungsmöglichkeiten der Jugendlichen:
Die mobilen Angebote stellen auf eine verschiedene Art und Weise die Beteiligung und Partizipation der Zielgruppen sicher. Die Mitarbeiter*innen erfahren in Gesprächen mit Kindern/Jugendlichen und Eltern die Wünsche und Anregungen der Zielgruppe. Darüber hinaus existieren systematische Gremien sowie feste Termine, bei denen die Zielgruppe mitgestalten kann. Grundsätzlich ist die Umsetzung von Beteiligung und Partizipation in allen Einrichtungen ein wichtiger pädagogischer Bestandteil.
Streetwork Oberhausen:
In der Einzelfallarbeit wird Bezug auf die Problematiken der einzelnen Jugendlichen genommen. In den Gruppenangeboten können die Jugendlichen jederzeit Anregungen, Ideen und Wünsche einbringen und sie werden, wenn sie realisierbar sind, umgesetzt.
4.10 Besonderheiten:
Durch die hohe Flexibilität und die wechselnden Standorte der mobilen Angebote ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen. Dies können neue Fangruppierungen, eine völlig veränderte Besucher*innenstruktur oder Zielgruppen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund sein. Nach wie vor nutzen viele geflüchtete Kinder und Jugendliche die mobilen Angebote.
Streetwork Oberhausen:
Im Berichtsjahr hat die Thematik der Wohnungslosigkeit bei Jugendlichen einen hohen Bestandteil eingenommen. Als problematisch hierbei zeigt sich der Wohnungsmarkt in Oberhausen. Bezahlbarer Wohnraum für Einzelpersonen (Vorgaben des Leistungsbezuges) ist sehr schwer zu finden. Die Suche erstreckte sich zumeist über mehrere Monate, in denen die wohnungslosen Jugendlichen anderweitig untergebracht werden mussten bzw. sich Schlafplätze bei Bekannten suchten. Dieser Zustand stellt in der Zeit, in der die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund steht, eine hohe psychische Belastung dar. In diesem Zusammenhang ist eine Kooperation mit den Regionalteams der Jugendhilfe und dem Jobcenter (Jugendbündnishaus) besonders wichtig.
5. Ziele der stationären Einrichtungen für die Gesamtstadt Oberhausen 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
- Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind lebensweltorientiert, interessenaktivierend, innovativ und inklusiv für alle jungen Menschen.
- Auf eine stärkere gesellschaftliche, politische und kulturelle Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird ein Schwerpunkt gelegt.
- Sozial benachteiligte Jugendliche werden unterstützt.
- Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund wird gefördert
- Neue Zielgruppen wie aktuell zum Beispiel geflüchtete Menschen werden berücksichtigt.
- Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Sozialräumen haben sich bezogen auf die Zielgruppen, Einzugsgebiete und Öffnungszeiten aufeinander abgestimmt.
6. Zielüberprüfung in der Gesamtstadt:
6.1 Öffnungszeiten:
Die Einrichtungen sind hauptsächlich an den folgenden Wochentagen mit den dargestellten durchschnittlichen Zeiten geöffnet:
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Öffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 17 | 17 | 14:49 bis 19:09Uhr | 14:46 bis 19:16Uhr |
Dienstag | 25 | 26 | 14:50 bis 19:36Uhr | 14:50 bis 19:36 Uhr |
Mittwoch | 25 | 25 | 14:56 bis 19:26Uhr | 14:40 bis 19:23 Uhr |
Donnerstag | 26 | 25 | 15:10 bis 20:02Uhr | 14:42 bis 19:47 Uhr |
Freitag | 20 | 19 | 14:21 bis 18:51Uhr | 14:22 bis 19:19 Uhr |
Samstag | 6 | 6 | 14:20 bis 15:30Uhr | 14:55 bis 15:50 Uhr |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 553 | 553 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 19,8 | 19,8 | ||
Bei den stationären Angeboten ist hinsichtlich der Anzahl der geöffneten Einrichtungen an den einzelnen Wochentagen sowie bei den Wochenstunden im Vergleich zwischen den beiden Berichtsjahren kein Unterschied zu verzeichnen. Bei den Öffnungszeiten gestaltet sich dies ähnlich bzw. diese sind ähnlich wie bei den mobilen Angeboten durchschnittlich zeitlich leicht nach hinten verschoben worden.
Die Anzahl der geöffneten Einrichtungen mit abweichenden Öffnungszeiten sowie die Wochenstunden stellen sich wie folgt dar:
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 9 | 11:40 bis 16:43 Uhr |
Dienstag | 9 | 11:50 bis 17:43 Uhr |
Mittwoch | 10 | 12:33 bis 18:09 Uhr |
Donnerstag | 10 | 12:51 bis 18:09 Uhr |
Freitag | 13 | 13:44 bis 17:49 Uhr |
Samstag | 7 | 13:47 bis 20:22 Uhr |
Sonntag | 5 | 11:24 bis 16:48 Uhr |
Gesamtwochenstunden | 358 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 23,9 | |
Bei der Betrachtung fällt besonders auf, dass sieben Einrichtungen am Samstag und fünf Einrichtungen am Sonntag geöffnet haben. Zudem sind die Einrichtungen am Samstag durchschnittlich bis 20:22 Uhr geöffnet
6.2 Personal:
Insgesamt sind in den stationären Einrichtungen im aktuellen Berichtsjahr 78 hauptamtliche Mitarbeiter*innen (61) mit im Durchschnitt 22,4 Wochenstunden (20,3) angestellt. Hinzu kommen 100 geringfügig Beschäftigte (74) in 21 Einrichtungen mit einer durchschnittlichen Wochenstundenzeit von 8,3 Stunden (8,0). In den stationären Einrichtungen sind eine Vielzahl von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in die Angebotsgestaltung und –durchführung involviert. Insgesamt waren im Berichtsjahr 439 ehrenamtliche Personen (445) in den Einrichtungen aktiv. Die Einsatzzeiten sowie die Qualifikationen der ehrenamtlichen Kräfte variieren dabei.
6.3 Räumliche Rahmenbedingungen:
In den 28 Einrichtungen stehen den Jugendlichen 117 Räume (117) in exklusiver Nutzung zur Verfügung. Weitere 70 Räumlichkeiten der Gebäude (62) können die Jugendlichen mitbenutzen. Hinzu kommen noch 38 Räume (30), die außerhalb der Einrichtungen genutzt werden können.
6.4 Nutzerzahlen:
Die Jugendlichen besuchen die Einrichtungen an den einzelnen Wochentagen wie folgt (angegeben ist hier die Anzahl der Einrichtungen, die die entsprechende Kategorie gewählt haben):
Jahr/Wochentag | 2016 | 2017 | |
Montag |
|
|
|
0 bis unter 5 | 2 | 2 | |
5 bis unter 15 | 7 | 5 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 6 | 9 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 3 | 2 | |
Dienstag |
|
|
|
0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 4 | 5 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 10 | 12 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 10 | 8 | |
Mittwoch |
|
|
|
0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 5 | 4 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 11 | 13 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 8 | 7 | |
Donnerstag |
|
|
|
0 bis unter 5 | - | - | |
5 bis unter 15 | 5 | 4 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 11 | 16 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 9 | 5 | |
Freitag |
|
|
|
0 bis unter 5 | 1 | 1 | |
5 bis unter 15 | 2 | 4 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 8 | 9 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 9 | 6 | |
Samstag |
|
|
|
0 bis unter 5 | 1 | 2 | |
5 bis unter 15 | - | 1 | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 6 | 5 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 3 | 2 | |
Sonntag |
|
|
|
0 bis unter 5 | 1 | 2 | |
5 bis unter 15 | - | - | |
15 bis unter 30 Besucher/-innen | 1 | 1 | |
mehr als 30 Besucher/-innen | 2 | 1 | |
Tendenziell sind die Nutzerzahlen im aktuellen Berichtsjahr im Vergleich zum vorherigen leicht angestiegen
Hinzu kommen 712 Besucher*innen (783) in festen Gruppen aller Einrichtungen. Dies sind Jugendliche, die sich zum Beispiel für einen Ausflug oder einen festen Kurs angemeldet haben.
6.5 Besucher*innenstruktur:
In den stationären Einrichtungen sind 20,1% der Besucher*innen unter zehn Jahre, 28,0% zwischen zehn und 13 Jahren, 24,0% zwischen 14 und 17 Jahren und 25,4% zwischen 18 und 26 Jahren. In den 28 Einrichtungen hat sich die Zahl der Besucherinnen mit 45,6% im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert (46,5%) und der Besucher mit 54,8% leicht erhöht (53,1%). Der Anteil der Besucher*innen mit Zuwanderungsgeschichte konnte auf 42,6% gesteigert werden (39,3%).
6.6 Angebotsstruktur:
Die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit setzen eine Vielzahl von unterschiedlichen Angebotsformaten um. Insgesamt waren es im aktuellen Berichtsjahr 255 im Vergleich zu 219 im Vorjahr (z. B. Jugendfreizeiten, Ferienspiele, offene Tür, Mädchengruppen). Davon sind 174 (126) inklusiv, 112 (84) vorrangig für benachteiligte Jugendliche, 107 (73) von Jugendlichen eingebracht und 62 (43) von Jugendlichen selbst entwickelt und durchgeführt. 72 (54) Angebote sind vorrangig kulturell oder politisch. 67 (40) Angebotsformate wurden über Drittmittel finanziert. In allen Bereichen der Angebotsstruktur ist also ein Zuwachs zu verzeichnen. Besonders positiv ist die gesteigerte Akquirierungsrate der Drittmittel zu bewerten.
Hinsichtlich der Barrierefreiheit hat sich in den stationären Einrichtungen im aktuellen Berichtsjahr nichts gravierend verändert. Dies liegt vor allem an baulichen Veränderungen, die durchgeführt werden müssten. Allerdings werden derzeit einige Einrichtungen entweder neu gebaut oder sind schon neu bezogen worden. Diese Einrichtungen sind komplett barrierefrei. Darüber hinaus ist die Priorität, möglichst viele Angebote inklusiv zu gestalten, nach wie vor hoch.
Die Einrichtungen haben im aktuellen Berichtsjahr ein Drittel (von 42 auf 72) mehr neue Angebotsformate durchgeführt Beispiele für neue Formate sind verschiedene Ausflüge an neue Ziele, verschiedene Medienprojekte oder Kunstangebote.
6.7 Gruppenstrukturen:
Die Gruppenstruktur in den stationären Einrichtungen ist weiterhin abhängig von den Gegebenheit, wie Sozialraum, Sozialstruktur, persönlichen Bezügen und Trägerschaft der Angebote Die Zielgruppenausrichtung der Einrichtung spielt dabei ebenfalls eine Rolle. So werden das Zentrum für Integration und Bildung eher von Familien, Kindern und Jugendlichen mit Flüchtlingshintergrund besucht. Das noName wird bekanntermaßen vornehmlich von Jugendlichen mit LSBT*-Hintergrund genutzt. Darüber hinaus werden die Einrichtungen von Konfirmandengruppen (in ev. Einrichtungen), nach wie vor von geflüchtete Jugendliche oder Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil genutzt. Sechs Einrichtungen geben an, dass sie als Einzugsgebiet die gesamte Stadt haben. Weitere fünf verzeichnen vermehrt auch Besucher*innen aus den Nachbarstädten und eine Einrichtung wirkt in das gesamte Ruhrgebiet.
Durchweg und grundsätzlich treten in den Einrichtungen im Alltagsgeschäft Konflikte oder Probleme zwischen den Besucher*innengruppen auf. Diese verändern sich jedoch mit jeder Gruppe oder Clique. Viele Einrichtungen betonen jedoch, dass trotz der Heterogenität vergleichsweise wenige Konflikte auftreten bzw. der Austausch zwischen den Gruppen konstruktiv ist. An einigen wenigen Einrichtungen treten nach wie vor Konflikte mit der direkten Nachbarschaft auf
6.9 Beteiligungsmöglichkeiten der Jugendlichen:
Die Beteiligungsmöglichkeiten in den Einrichtungen sind konstant geblieben. In den Jugendeinrichtungen existieren nach wie vor viele unterschiedliche Partizipationsmodelle. Viele Einrichtungen nutzen Jugendausschüsse oder ehrenamtliche Mitarbeiter/-innenkreise, um die Jugendlichen an der Programmplanung mitwirken zu lassen. Andere Einrichtungen nutzen Ideen-Briefkästen, den persönlichen Austausch oder Umfragen auf der Facebook-Seite oder in der Einrichtung selbst. Die Jugend- und Kulturzentren legen besonders hohen Wert auf die Selbstverwaltung.
6.8 Hilfestellungen und Beratung:
Die Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen führen weiterhin viele Beratungsgespräche durch. Insgesamt wurden über 30.000 Gespräche durchgeführt. Themen der Gespräche waren u.a. Beziehungsprobleme/Trennung vom Partner/-in, Konflikte im Elternhaus, Identitätsprobleme bzw. Selbstverortung, psychische Probleme, berufliche oder schulische Probleme damit zusammenhängend Bewerbungsschwierigkeiten.
7. Ziele und Zielerreichung für die Sozialräume 2020:
Im Abschlussbericht der Evaluation der offenen Kinder- und Jugendarbeit wurden Ziele für die einzelnen Sozialräume festgelegt. Zum zweiten Mal in Folge können diese Ziele im vorliegenden Wirksamkeitsdialog auf ihren Umsetzungsstand überprüft werden.
7.1 Ziele Oberhausen Mitte/Styrum 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
1. Die Abstimmungen der Einrichtungen im Sozialraum werden vom Innenstadtverbund koordiniert.
2. Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit decken die Vielfalt der Bevölkerungsstruktur ab.
3. Jugendliche mit Migrationshintergrund werden in den Einrichtungen/Angeboten integriert.
7.2 Zielerreichung Mitte/Styrum:
In Mitte/Styrum sind sechs stationäre Einrichtungen. Hinzu kommen die regelmäßigen mobilen Angebote wie der LifeLine-Truck, die Spielstation an der Friedensstraße und das RWO-Fanprojekt, das am CVJM-Haus verortet ist, jedoch das gesamte Stadtgebiet und teilweise (bei Auswärtsfahrten) auch weitere Städte einschließt. Der LifeLine-Truck ist vornehmlich in der Innenstadt im Einsatz. Weitere Einsatzgebiete sind die Sozialräume Sterkrade-Mitte, und Alstaden/Lirich.
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 5 | 5 | 14:36 bis 18:18 Uhr | 14:30 bis 18:18 Uhr |
Dienstag | 7 | 6 | 14:09 bis 19:13 Uhr | 13:35 bis 19:15 Uhr |
Mittwoch | 8 | 8 | 14:19 bis 18:49 Uhr | 14:08 bis 18:41 Uhr |
Donnerstag | 9 | 9 | 14:43 bis 19:17 Uhr | 14:37 bis 19:10 Uhr |
Freitag | 8 | 7 | 14:04 bis 18:49 Uhr | 13:34 bis 18:39 Uhr |
Samstag | 4 | 4 | 13:30 bis 18:45 Uhr | 13:38 bis 18:45 Uhr |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 190,0 | 186,5 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 21,1 | 20,7 | ||
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 5 | 13:24 bis 17:36 Uhr |
Dienstag | 4 | 13:08 bis 18:53 Uhr |
Mittwoch | 5 | 13:30 bis 18:54 Uhr |
Donnerstag | 6 | 13:15 bis 19:25 Uhr |
Freitag | 5 | 13:18 bis 19:30 Uhr |
Samstag | 4 | 12:08 bis 18:23 Uhr |
Sonntag | 2 | 11:30 bis 18:00 Uhr |
Gesamtwochenstunden | 177,0 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 29,5 | |
Die Öffnungszeiten haben sich im Vergleich mit dem vorherigen Berichtsjahr leicht nach vorne verschoben. Ein Grund dafür kann die Sozialstruktur in der Innenstadt sein. Auch der Sozialbericht hat gezeigt, dass sich in der Innenstadt bestimmte soziale Problemlagen konzentrieren. Daher besteht bereits früher am Tag der Bedarf an Betreuung von Kindern und Jugendlichen, da die Strukturen in den Familien anders sind, als in anderen Stadtteilen.
Durch den nach wie vor bestehenden Innenstadtverbund ist die Abstimmung im Sozialraum bereits fest etabliert. Im Berichtsjahr fanden mehrfach Treffen statt.
Die Angebote im Sozialraum sind nach wie vor sehr vielfältig. Neben dem städtischen Jugendzentrum sind vier weitere Träger aktiv. Mittlerweile ist die Jugendeinrichtung „noName“ mit dem Angebot in das städtische Jugendzentrum gezogen.
Der Anteil der Besucher*innen mit Zuwanderungsgeschichte in den stationären Einrichtungen hat sich im Vergleich zum vorherigen Berichtsjahr leicht erhöht (von 57,7% auf 58,3%). Weiterhin hebt sich dieser deutlich vom Gesamtstadtdurchschnitt ab.
7.3 Ziele Oberhausen Ost 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
1. Die Abstimmungen der Einrichtungen im Sozialraum werden vom „ParkHaus“ koordiniert.
2. In Quartieren, die an der Stadtgrenze liegen, haben regelmäßig bedarfsgerechte mobile Angebote stattgefunden.
7.4 Zielerreichung Oberhausen Ost:
In Oberhausen Ost sind drei stationäre Einrichtungen.
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 1 | 2 | 14:00 bis 20:00 Uhr | 15:00 bis 19:30 Uhr |
Dienstag | 3 | 3 | 15:00 bis 19:50 Uhr | 15:00 bis 19:40 Uhr |
Mittwoch | 3 | 3 | 15:20 bis 19:10 Uhr | 15:20 bis 19:00 Uhr |
Donnerstag | 3 | 3 | 16:30 bis 21:00 Uhr | 15:40 bis 20:10 Uhr |
Freitag | 2 | 2 | 15:30 bis 18:45 Uhr | 15:45 bis 18:15 Uhr |
Samstag | 0 | 0 | - | - |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 52,0 | 52,5 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 17,3 | 17,5 | ||
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 2 | 10:00 bis 17:00 Uhr |
Dienstag | 3 | 12:00 bis 18:00 Uhr |
Mittwoch | 3 | 12:00 bis 18:00 Uhr |
Donnerstag | 2 | 10:00 bis 17:00 Uhr |
Freitag | 2 | 10:00 bis 17:00 Uhr |
Samstag | 0 | - |
Sonntag | 1 | 15:00 bis 17:00 Uhr |
Gesamtwochenstunden | 80,0 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 26,7 | |
Die Öffnungszeiten der Einrichtungen in Oberhausen-Ost sind tendenziell gleich geblieben.
Im Jahr 2017 haben drei Treffen des Gremiums zur Abstimmung im Sozialraum stattgefunden.
Die Einsätze der mobilen Jugendarbeit und Streetwork in diesem Sozialraum werden indem oben genannten Unterarbeitskreis der AG-Jugendarbeit abgestimmt (z. B. Borbeck, Bermensfeld).
7.5 Ziele Oberhausen Alstaden/Lirich 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
1. Die Abstimmungen der Einrichtungen im Sozialraum werden vom „Jugendheim Alstaden“ koordiniert.
2. An von Jugendlichen hoch frequentierten Treffpunkten (z. B. Altenbergpark, HBF, Ruhrpark) wurde die mobile Jugendarbeit eingesetzt.
7.6 Zielerreichung Alstaden/Lirich:
In Alstaden/Lirich sind sieben stationäre Einrichtungen.
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 5 | 5 | 14:12 bis 18:24 Uhr | 14:00 bis 18:48 Uhr |
Dienstag | 6 | 6 | 14:40 bis 19:10 Uhr | 14:30 bis 19:20 Uhr |
Mittwoch | 7 | 7 | 15:09 bis 19:51 Uhr | 14:17 bis 19:51 Uhr |
Donnerstag | 7 | 7 | 15:00 bis 20:09 Uhr | 14:17 bis 19:43 Uhr |
Freitag | 4 | 4 | 12:00 bis 16:15 Uhr | 12:00 bis 17:15 Uhr |
Samstag | 0 | 0 | - | - |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 134,0 | 151,0 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 19,1 | 21,6 | ||
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 1 | 12:00 bis 15:00 Uhr |
Dienstag | 1 | 12:00 bis 15:00 Uhr |
Mittwoch | 1 | 12:00 bis 15:00 Uhr |
Donnerstag | 1 | 12:00 bis 15:00 Uhr |
Freitag | 1 | 12:00 bis 15:00 Uhr |
Samstag | 1 | 11:00 bis 19:00 Uhr |
Sonntag | 0 | - |
Gesamtwochenstunden | 23,0 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 11,5 | |
Die Öffnungszeiten im Sozialraum Alstaden/Lirich haben sich ähnlich wie in der Innenstadt weiter nach vorne geschoben. Dies kann ebenfalls auf die Sozialstruktur, insbesondere im Wohnpark Bebelstraße, und den damit verbundenen erhöhten Bedarf an Betreuung zurückzuführen sein.
Das Gremium zur Abstimmung der Einrichtungen im Sozialraum hat erstmals am 22. Februar 2017 getagt. Insgesamt haben drei Treffen im Berichtsjahr stattgefunden.
Die Einsätze der mobilen Jugendarbeit und Streetwork im Sozialraum, insbesondere im Wohnpark Bebelstraße, werden in dem oben genannten Unterarbeitskreis der AG-Jugendarbeit abgestimmt (z. B. „Dicker Brummer“ und Kinderbüro unterwegs).
7.7 Ziele Oberhausen Sterkrade-Mitte 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
1. Die Abstimmungen der Einrichtungen im Sozialraum werden von der „GOT Sterkrade“ koordiniert.
2. Für die Sterkrader Innenstadt hat sich ein Verbund aus zwei Jugendeinrichtungen gegründet und bedient dort zielgruppenorientiert den Bedarf.
7.8 Zielerreichung Strerkrade-Mitte:
In Sterkrade-Mitte sind fünf stationäre Einrichtungen.
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 3 | 3 | 16:20 bis 20:00 Uhr | 16:30 bis 20:00 Uhr |
Dienstag | 4 | 4 | 16:23 bis 20:08 Uhr | 16:38 bis 20:08 Uhr |
Mittwoch | 5 | 5 | 15:48 bis 19:00 Uhr | 15:54 bis 19:00 Uhr |
Donnerstag | 3 | 2 | 16:20 bis 19:10 Uhr | 16:00 bis 19:15 Uhr |
Freitag | 5 | 4 | 16:18 bis 19:18 Uhr | 16:38 bis 20:15 Uhr |
Samstag | 1 | 1 | 17:00 bis 20:00 Uhr | 17:00 bis 20:00 Uhr |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 68,5 | 64,0 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 13,7 | 12,8 | ||
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 2 | 13:00 bis 18:15 Uhr |
Dienstag | 1 | 10:00 bis 19:00 Uhr |
Mittwoch | 1 | 10:00 bis 19:00 Uhr |
Donnerstag | 2 | 13:30 bis 19:00 Uhr |
Freitag | 2 | 13:00 bis 19:30 Uhr |
Samstag | 1 | 12:00 bis 24:00 Uhr |
Sonntag | 1 | 10:00 bis 20:00 Uhr |
Gesamtwochenstunden | 74,5 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 37,3 | |
In den Einrichtungen in Sterkrade-Mitte haben sich die Öffnungszeiten tendenziell eher nach hinten verschoben. Wie bereits oben beschrieben reagieren die Einrichtungen auf das geänderte Freizeitverhalten der Jugendlichen. Anders als in den vorgenannten Sozialräumen scheint hier kein erhöhter bzw. früherer Betreuungsbedarf vorhanden zu sein. Dies deckt sich ebenfalls mit den Sozialstrukturdaten. Abweichend von den regulären Öffnungszeiten hat jeweils eine Einrichtung am Samstag und Sonntag geöffnet.
Im Berichtsjahr haben drei Treffen der Einrichtungen stattgefunden.
7.9 Ziele Oberhausen Sterkrade-Nord 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
1. Die Abstimmungen der Einrichtungen im Sozialraum werden vom „Jugendhaus Schmachtendorf“ koordiniert.
2. Die Angebotsstruktur berücksichtigt die Bevölkerungsentwicklung.
7.10 Zielerreichung Sterkrade-Nord:
In Sterkrade-Nord sind drei stationäre Einrichtungen.
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 2 | 2 | 15:00 bis 20:30 Uhr | 15:00 bis 20:30 Uhr |
Dienstag | 2 | 3 | 15:00 bis 20:30 Uhr | 15:20 bis 20:20 Uhr |
Mittwoch | 3 | 3 | 15:20 bis 20:40 Uhr | 15:20 bis 20:40 Uhr |
Donnerstag | 3 | 3 | 15:20 bis 21:20 Uhr | 15:20 bis 21:00 Uhr |
Freitag | 2 | 2 | 15:00 bis 21:30 Uhr | 15:00 bis 21:30 Uhr |
Samstag | 1 | 1 | 19:00 bis 1:00 Uhr | 19:00 bis 1:00 Uhr |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 75,0 | 78,0 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 25,0 | 26,0 | ||
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 0 | - |
Dienstag | 0 | - |
Mittwoch | 1 | 20:00 bis 22:00 Uhr |
Donnerstag | 1 | 22:00 bis 23:00 Uhr |
Freitag | 3 | 17:40 bis 24:00 Uhr |
Samstag | 1 | 19:00 bis 24:00 Uhr |
Sonntag | 0 | - |
Gesamtwochenstunden | 27,0 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 9,0 | |
Die Einrichtungen in Sterkrade-Nord behielten die Öffnungszeiten konstant bei. Hervorzuheben sind hier die besonders in den Abend hinein reichenden Öffnungszeiten des Kultur- und Jugendzentrums Emscherdamm.
Im Berichtsjahr haben vier Treffen der drei Einrichtungen im Sozialraum stattgefunden.
7.11 Ziele Oberhausen Osterfeld 2020 laut Abschlussbericht der Evaluation:
1. Die Abstimmungen der Einrichtungen im Sozialraum werden vom geplanten „Jugendzentrum Osterfeld“ (Übergang durch den Falkentreff) koordiniert.
2. Neue bedarfsgerechte Angebote sind geschaffen worden.
3. Randlagen bzw. „Insellagen“ (z. B. Vondern) werden von der mobilen Jugendarbeit bedient.
7.12 Zielerreichung Osterfeld:
In Osterfeld sind vier stationäre Einrichtungen.
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Hauptöffnungszeiten | |||
Wochentag /Jahr | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
Montag | 3 | 2 | 15:00 bis 19:00 Uhr | 14:30 bis 19:00 Uhr |
Dienstag | 4 | 4 | 15:23 bis 20:23 Uhr | 15:23 bis 20:23 Uhr |
Mittwoch | 1 | 1 | 14:00 bis 19:30 Uhr | 14:00 bis 19:30 Uhr |
Donnerstag | 3 | 3 | 15:50 bis 20:20 Uhr | 15:20 bis 20:20 Uhr |
Freitag | 2 | 2 | 14:30 bis 19:15 Uhr | 14:30 bis 21:30 Uhr |
Samstag | 1 | 1 | 11:00 bis 15:00 Uhr | 14:00 bis 17:00 Uhr |
Sonntag | 0 | 0 | - | - |
Gesamtwochenstunden | 64,5 | 66,5 | ||
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 16,1 | 16,6 | ||
Anzahl der geöffneten Einrichtungen | Abweichende Öffnungszeiten | |
Wochentag /Jahr | 2017 | 2017 |
Montag | 1 | 10:00 bis 15:00 Uhr |
Dienstag | 1 | 10:00 bis 15:00 Uhr |
Mittwoch | 1 | 10:00 bis 15:00 Uhr |
Donnerstag | 1 | 10:00 bis 15:00 Uhr |
Freitag | 2 | 15:00 bis 19:30 Uhr |
Samstag | 2 | 14:00 bis 18:00 Uhr |
Sonntag | 2 | 10:30 bis 15:00 Uhr |
Gesamtwochenstunden | 46,0 | |
Durchschnittliche Wochenstundenzeit | 23,0 | |
Im Sozialraum Osterfeld haben die Einrichtungen ihre Öffnungszeiten im Vergleich zum vorherigen Berichtsjahr unterschiedlich angepasst. Einerseits wurden die Öffnungszeiten vorgezogen und andererseits am Samstag in den Nachmittag verlegt. Grundsätzlich ist der Bedarf an offener Kinder- und Jugendarbeit in Osterfeld nach wie vor nicht gedeckt, was durch Sozialstrukturdaten belegt wird. Das Jugendzentrum Osterfeld ist weiterhin in Planung. Es besteht momentan eine Arbeitsgruppe, welche sich aus Mitarbeitern*innen des Stadtteilbüros, des Trägers des zukünftigen Jugendzentrums, der Streetworker und der Jugendpflege zusammensetzt. Hier werden Angebote geplant und durch den Träger durchgeführt.
Streetwork Oberhausen ist regelmäßig in Osterfeld im Einsatz und ergänzt das feste Streetworkprojekt im Stadtteil.
8. Ziele in den Einrichtungen:
Die mobilen Angebote und Streetwork sowie die stationären Einrichtungen haben Ziele formuliert. Diese sind sehr individuell für die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit der Jugendpflege des Fachbereichs Jugendförderung entwickelt, beraten und überprüft worden. Beispiele für Ziele sind die Partizipationsmöglichkeiten zu stärken, Transparenz über das Angebot herzustellen und das Profil zu stärken, nach wie vor geflüchtete Jugendliche zu integrieren, neue Besucher*innen in die Angebote zu integrieren oder Jugendliche in ihren Lebenslagen erfolgreich zu beraten.
9. Weiteres Vorgehen:
Mit den Einrichtungen ist erneut ein Durchführungszeitraum des Wirksamkeitsdialoges von Ende Februar bis April abgestimmt. Der Wirksamkeitsdialog ist für jede Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit verpflichtend.
Der nächste Wirksamkeitsbericht wird dem Jugendhilfeausschuss voraussichtlich Mitte 2019 vorgelegt. Hierbei wird ein Vergleich zwischen den Berichtsjahren 2017 und 2018 durchgeführt.
