Berichtsvorlage - M/16/3496-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Aktueller Sachstand: Taschengeldbörse Oberhausen - Ein Kooperationsprojekt der Arbeiterwohlfahrt und des Jugendparlaments Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend
- Bearbeitung:
- Hendrik Detmers
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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09.05.2018
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Erledigt
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Seniorenbeirat
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Kenntnisnahme
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26.09.2018
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Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
Taschengeldbörsen
Taschengeldbörsen werden als Servicebrücken zwischen Jugend und Alter verstanden. Vordergründig leisten Taschengeldbörsen eine „einfache" Vermittlungstätigkeit, indem sie Jugendliche, die haushaltsbezogene Unterstützungsleistungen gegen ein kleines Taschengeld anbieten und Haushalte älterer oder mobilitätseingeschränkter Menschen zusammenbringen. Darüber hinaus vermitteln sie aber auch Interaktionen zwischen Jung und Alt und leisten somit einen Beitrag zur intergenerativen Begegnung.
Taschengeldbörse Oberhausen
Die Taschengeldbörse Oberhausen ist ein Kooperationsprojekt von Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Jugendparlament. Durch eine Entscheidung des Jugendparlaments wurde im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes NRW ein Antrag auf Förderung eingereicht, um den Aufbau einer Taschengeldbörse in Oberhausen zu finanzieren. Ein Zuwendungsbescheid lag am 29.04.2014 vor. Der 20%ige Eigenanteil wurde durch das Budget des Jugendparlaments finanziert. Der Projektzeitraum war vom 01.06.2014 bis 31.03.2015 festgelegt.
Das Projekt umfasste den Aufbau einer Website, in die sich Jugendliche und ältere Menschen selbst eintragen oder eintragen lassen können, die Öffentlichkeitsarbeit und die Finanzierung einer Koordinierungsstelle. Über die Koordinierungsstelle werden Jugendliche und ältere Menschen zusammengeführt.
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die Taschengeldbörse Oberhausen am 09.01.2015 von der Beigeordneten für Familie, Bildung und Soziales Elke Münich, der damaligen stellv. Vorsitzenden des Jugendparlaments Maren Piunno und dem Geschäftsführer der AWO Oberhausen e. V. Jochen Kamps eröffnet. Die Website der Taschengeldbörse ist über die Domain www.tabo.ruhr erreichbar.
Die Taschengeldbörse richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren. Jobanbieter/-innen sind Privatpersonen, die einfache, ungefährliche und unregelmäßige Arbeiten zu vergeben haben. Die tägliche Arbeitszeit soll 2 Stunden, die wöchentliche 10 Stunden nicht überschreiten. Sowohl Jugendliche als auch Jobanbieter/-in müssen sich bei der Taschengeldbörse anmelden und registrieren lassen.
Das empfohlene Taschengeld beträgt mindestens 5,- Euro pro Stunde. Ein anderer Satz kann individuell zwischen Jobanbieter/-in und Jugendlichem vereinbart werden.
Die Taschengeldbörse dient lediglich als Koordinationsstelle. Die rechtliche Beziehung besteht ausschließlich zwischen Jobanbieter/-in und Jobber/-in.
Um eine möglichst große Sicherheit aller zu erreichen, werden mit allen Beteiligten an der Taschengeldbörse Vorstellungsgespräche geführt. Sollte eine Person ungeeignet erscheinen, kann die Zulassung von der Koordinierungsstelle verweigert werden. Minderjährige benötigen für die Teilnahme an der Taschengeldbörse eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.
Mittlerweile sind bei der Taschengeldbörse ca. 150 Jugendliche angemeldet und aktiv. Insgesamt ca. 200 ältere Menschen sind derzeit registriert. Seit der Eröffnung sind 186 Vermittlungen zu Stande gekommen. Vielfach ist zu beobachten, dass sich die jüngeren und älteren Menschen nach der ersten Vermittlung treu bleiben und die Taschengeldbörse nicht mehr in Anspruch nehmen. Seit der Eröffnung wurde die Website rund ca. 11.300 Mal aufgerufen (Stand: 27.03.2018).
Nach Ablauf des Projektzeitraumes und der Finanzierung durch das Land NRW Ende März 2015 konnte die Stadt Oberhausen die Fortführung der Finanzierung der Koordinierungsstelle der Taschengeldbörse über die Alten- und Pflegeplanung im bisherigen Umfang bis zum 31.12.2015 sicherstellen. Seit März 2016 hat die AWO Oberhausen e. V. die Koordinierungsstelle der Taschengeldbörse finanziell vollständig übernommen und kann diese über das Bundesprogramm der Mehrgenerationenhäuser fördern. Seit Anfang 2017 sind Fabian Reinert und Jan Kobrus Ansprechpartner in der Koordinierungsstelle. Sie waren zuvor Nutzer der Taschengeldbörse und wollten nach dem Weggang der bisherigen Ansprechperson in der Koordinierungsstelle diese weiterführen. Die Koordinierungsstelle ist in den Sprechzeiten jeden Montag 15 bis 17 Uhr und Mittwoch 16:30 bis 18:30 Uhr unter der Rufnummer 0208 941 96 78 28 oder persönlich im Bürgerzentrum Alte Heid (Alte Heid 13, Büro 4 im Erdgeschoss) erreichbar.
