Berichtsvorlage - M/16/3358-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

Gegründet wurde die Kampagne durch den Frauen-Notruf e.V. in Münster, welche von einer ähnlichen Kampagne („#Ask for Angela“) in England erfahren hatte. Diese wurde modifiziert und trägt nun den Namen „Luisa ist hier!“. Seit Dezember 2016 läuft diese Kampagne nun in Münster sehr erfolgreich und wurde bereits von mehreren Städten übernommen. (z.B. Essen, Bochum, Düsseldorf) Die Übernahme in anderen Städten ist durch Abschluss eines Lizenzvertrages mit Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen möglich. In der AG Mädchenförderung nach § 78 SGB VIII entstand die Idee, die Kampagne auch in Oberhausen ins Leben zu rufen.

 

Im Februar 2018 wurde der erforderliche Kooperationsvertrag zur Projektdurchführung zwischen der Frauenberatungsstelle Oberhausen und dem Frauennotruf Münster e.V. abgeschlossen. In Oberhausen wird das Projekt  in Kooperation der Frauenberatungsstelle, dem Fachbereich Jugendförderung der Stadt Oberhausen, dem Action Guide, der Gleichstellungsstelle, der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit, der Kurbel, dem Druckluft, den Falken sowie dem Evangelischen Jugendreferat durchgeführt. Die große Bereitschaft der beteiligten Träger zeigt, dass das Thema „sicher feiern“ von großem Interesse ist.

Die Kosten für die Übernahme der Kampagne mit den bestehenden Designs aus Münster betragen 100,00 EUR, welche durch die Frauenberatungsstelle in Oberhausen übernommen wurden.

Luisa ist ein Hilfsangebot für Frauen in der Partyszene. Die Frauen können nach Luisa fragen, wenn sie sich in einer Situation unsicher oder unwohl fühlen. So soll das Hilfsangebot bereits möglichst früh ansetzen. Ein Unsicherheitsgefühl, z.B. weil man angestarrt wird oder ein ungutes ‚Bauchgefühl‘, während eines Dates reichen aus, um sich mit dem Code an das Thekenpersonal zu wenden. Die Situation muss nicht ausgehalten werden, bis etwas „schlimmeres“ passiert, sondern kann bereits bei einem unguten Gefühl beendet werden. Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen an das Personal wenden und bekommen unmittelbar und diskret Hilfe. Wenn eine Frau nach Luisa fragt, bietet das geschulte Thekenpersonal ihr einen Rückzugsort. An diesem Rückzugsort wird dann das weitere Vorgehen mit der Frau besprochen und hängt demnach ganz davon ab, welche Hilfemöglichkeit die Frau in der konkreten Situation in Anspruch nehmen möchte. So kann zum Beispiel ein Taxi gerufen werden, es können auch ihre Freunde im Club gesucht werden oder jemand kann ihre Sachen von der Garderobe abholen etc. Luisa hilft nicht nur in konkreten Situationen, bereits die Möglichkeit der niedrigschwelligen Hilfe gibt Frauen schon ein Gefühl der Sicherheit. Außerdem setzen die Gastronomen durch eine Teilnahme das Signal, dass in ihrer Örtlichkeit kein Platz für Übergriffe und Gewalt ist.

Es entstehen Kosten für die Bekanntmachung der Kampagne durch Werbemittel. Hierzu wurde bereits ein Antrag durch die Frauenberatungsstelle in Höhe von 1.000,00 EUR an die AG Mädchenförderung gestellt (Sachkonto 533127, Jugendhilfe außerhalb von Einrichtungen - Mädchenförderung unter der Auftragsnummer 310006050300, Jugendarbeit / Jugendschutz).

Derzeit nehmen die Projektpartner Kontakt zu den Gastronomen auf, welche die Kampagne in Ihrem Lokal durchführen möchten, um diese bekannt zu machen und das Interesse der Gastronomen bezüglich einer Teilnahme zu wecken. 

Gastronomien, die sich dazu bereit erklären, werden von den Projektpartnern geschult und erhalten Flyer, einen Handlungsleitfaden, sowie Plakate zur Kenntlichmachung der Teilnahme. Auch zukünftig soll eine weitere Begleitung durch die Projektpartner sichergestellt werden.

Es ist angedacht mit einer Auftakt-Veranstaltung am 21. März 2018 öffentlich wirksam mit „Luisa ist hier“  zu starten.

 

 

 

 

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