Berichtsvorlage - M/16/3336-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Tätigkeitsbericht der Klimaschutzmanager der Stadt Oberhausen für den Zeitraum „Januar 2017 - Dezember 2017“
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Brigitte Netterdon
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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01.03.2018
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Sachverhalt
Bezug
B/15/2991-01, Rat der Stadt, 30.09.2013
„Umsetzung des Klimaschutz- und Wärmenutzungskonzeptes Oberhausen“
M/16/2422-01, Umweltausschuss, 09.03.2017
„Tätigkeitsbericht der Klimaschutzmanagerin / des Klimaschutzmanagers der Stadt Oberhausen für den Zeitraum Dezember 2015 - Dezember 2016“
Sachdarstellung
Hintergrund und Ausgangslage
Mit der Einstellung von Klimaschutzmanagern wird seit Anfang 2016 das vom Rat beschlossene Klimaschutzkonzept der Stadt Oberhausen umgesetzt. Im letzten Jahr konnte über die in 2016 initiierten bzw. umgesetzten Maßnahmen berichtet werden. Ziel war und ist es, einen Überblick über den Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept zu geben.
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes sind zwei Klimaschutzmanager verantwortlich. Nachdem Frau Samaneh Naseri Mitte des Jahres nach 1 ½ Jahren als Klimaschutzmanagerin die Stadt verlassen hat, führt Herr Kai Thiemann, der bereits in Hessen Erfahrungen als Klimaschutzmanager sammeln konnte, seit September 2017 neben Christian Wittpahl die Aufgaben weiter durch. Mit der jetzigen Vorlage werden dem Umweltausschuss die wichtigsten Maßnahmen aus dem vergangenen Jahr vorgestellt, sowie ein Ausblick auf die noch ausstehenden Maßnahmen gegeben.
Von den 44 Maßnahmen im Klimaschutzkonzept sind 37 Bestandteil des Förderantrags der Klimaschutzmanager und sollen innerhalb des Förderzeitraums (zunächst 3 Jahre, Zeitraum: 2016 bis 2018) umgesetzt bzw. eingeleitet werden.
Nach den ersten beiden Jahren konnten rund drei Viertel der Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt oder soweit vorbereitet werden, dass nach aktuellem Stand Ende 2018 ein Ergebnis vorliegen wird. Die Ergebnisse aus dem letzten Jahr sollen hier näher erläutert werden. Die schon umgesetzten bzw. geplanten Maßnahmen stellen nur beispielhaft dar, wie unter dem Aspekt des Klimaschutzes eine Energiewende seitens der Kommune erfolgreich umgesetzt werden kann und nachhaltiges Handeln Wirksamkeit zeigt.
Für das Erreichen der selbstgesteckten Klimaschutzziele Oberhausens ist eine konsequente Weiterentwicklung und Initiierung von Klimaschutzmaßnahmen unerlässlich. Die Verpflichtungen, welche mit Eintritt in das Klima-Bündnis eingegangen wurden, beschreiben u.a. eine Halbierung der CO2 pro-Kopf-Emissionen pro Einwohner bis 2030 (Basisjahr 1990). Ausgehend vom Basisjahr 1990, in dem eine pro-Kopf-Emission von ca. 11 t errechnet wurde, müsste der heutige Stand bei ca. 6 t liegen. Tatsächlich aber bewegen sich die pro-Kopf-Emissionen auch heute noch auf einem weiterhin hohen Niveau von ca. 9 t. Dadurch wird deutlich, dass auch zukünftig große Anstrengungen nötig sein werden.
Die Tätigkeitsfelder
Wie im letzten Jahr sind die Tätigkeiten wieder den vier bereits bekannten Oberthemen (Altbausanierung, Mobilität, Klimafolgenanpassung und Erneuerbare Energien) zugeordnet worden, die wiederum durch das übergeordnete Dach „Stadt als Vorbild“ sowie das Fundament „Öffentlichkeitsarbeit“ gestützt werden.


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Die Stadt als Vorbild
Simulation alternativer Energieversorgungsvarianten für das Schloss Oberhausen
Der Strom- und Wärmebedarf des Schloss Oberhausens ist in den vergangenen vier Jahren insgesamt um ca. 60 % gestiegen. Hieraus resultiert gleichzeitig eine enorme Erhöhung der CO2-Emissionen. Dieser Anstieg ist teilweise durch das sehr spezielle Raumklima in den Ausstellungsräumen der Ludwigsgalerie zu erklären. Es muss nämlich ganzjährig eine Temperatur von 20 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent gewährleistet werden. Darüber hinaus stammt die Heizungsanlage bereits aus dem Jahr 1988 und muss in naher Zukunft erneuert bzw. saniert werden.
Aus diesen Gründen wurde beim Lehrstuhl für Energietechnik der Universität Duisburg-Essen eine Studie zur Simulation alternativer Energieversorgungsvarianten für das Schloss Oberhausen in Auftrag gegeben. Ziel dieser Studie war es, verschiedene konventionelle und regenerative Strom- und Wärmeversorgungsvarianten darzustellen, um einen möglichst CO2-emissionsarmen und kosteneffizienten Betrieb, im Vergleich zur aktuellen Versorgungssituation, gewährleisten zu können.
Als Ergebnis dieser Studie wird die Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) zur gleichzeitigen Strom- und Wärmeerzeugung im Schloss Oberhausen empfohlen. Hierdurch wird neben einer Erhöhung der Anlagen- und Energieeffizienz vor allem eine Verbrauchs- und Bedarfsminderung erzielt. Nach derzeitigem Stand, entspricht diese Verbrauchsminderung einer jährlichen Energiekosteneinsparung in Höhe von ca. 46.000 Euro. Gleichzeitig beträgt die dynamische Amortisationszeit für die Installation dieser Anlage lediglich 3,65 Jahre.
Es ist mit einer Reduktion der CO2-Emissionen von 137 t / Jahr (bei Betrachtung des BRD-Mixes) zu rechnen.
Vorbildlich investive Maßnahmen
- Umrüstung von 10 Sporthallen auf LED-Beleuchtung
Im Jahr 2017 wurden Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) zur Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung für zehn Sportstätten der Stadt Oberhausen beantragt. Daraufhin wurde ein Zuschuss in Höhe von ca. 608.000 € vom Fördermittelgeber bewilligt. Dies entspricht ca. 52 % der Gesamtinvestitionskosten. Die für 2018 geplante Sanierung beinhaltet den Einbau von hocheffizienter LED-Beleuchtungstechnik in Verbindung mit nutzungsgerechter Leistungsregelung und Präsenzsteuerung sowie einer zonenweisen Zu- und Abschaltung von Leuchten in Abhängigkeit von den Soll-Beleuchtungsstärken. Durch diese Umrüstungen wird der Stromverbrauch dieser Sportstätten im Bereich der Beleuchtung um durchschnittlich 74 % gesenkt und CO2-Emissionen von ca. 420 t / Jahr vermieden.
- Prüfung der Umrüstung der Flurbeleuchtung im Technischen Rathaus Sterkrade
Zur Beleuchtung der Flure des Technischen Rathauses Sterkrade werden zurzeit ca. 700 Kompaktleuchtstofflampen verwendet. Durch eine Umrüstung auf LED-Technik könnte eine Energieeinsparung von ca. 50 % erreicht werden. Um die technische Machbarkeit und die damit verbundenen Kosten beziffern zu können, wurde eine Prüfung beauftragt. Die Ergebnisse werden gegen Ende des ersten Quartals 2018 erwartet.
PV-Module auf kommunalen Liegenschaften
In Kooperation mit der Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und der Stadtsparkasse wird im Rahmen eines Demonstrationsobjektes auf einer Kindertagesstätte eine PV-Anlage installiert. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger über den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen zu informieren und den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben.
In einer Kindertagesstätte erreicht man zum einen junge Familien, die sich in einem Lebensabschnitt befinden, in dem häufig über ein Hausbau bzw. -kauf nachgedacht wird, zum anderen können die Kinder schon früh spielerisch an das Thema herangeführt werden und so zusätzlich als Multiplikator über den engsten Familienkreis hinaus wirken. Die Anlage wird von der Größe her entsprechend so dimensioniert (ca. 5 kWp), dass sie sich auch für einen privaten Einsatz, bspw. auf einem Einfamilienhaus, eignet. Auf diesem Wege kann die Funktionsweise der Technik nochmal genauer erläutert werden und das große Potenzial der Dachflächen zur klimafreundlichen Energieerzeugung genutzt werden. Da die Einspeisevergütung in den letzten Jahren stark gesenkt wurde, bietet sich die Installation eines zusätzlichen Speichers an, da sich in Zukunft vor allem die Eigennutzung des PV-Stroms wirtschaftlich rechnen wird. Auch dies soll im Pilotprojekt realisiert werden. Zur besseren Nachvollziehbarkeit ist es außerdem geplant, dass im Eingangsbereich der Kita eine Anzeige installiert wird, die bspw. die aktuelle Leistung der PV-Anlage, den Gesamtjahresertrag und die CO2-Einsparung anzeigt.
european energy award (eea)
2017 fand das alle vier Jahre turnusmäßig durchgeführte externe eea-Audit statt. Dabei konnte Oberhausen mit 55,9 % ein Ergebnis erreichen, welches zur Auszeichnung der Kommune mit dem european energy award (eea) führte. Zu bedenken ist dabei, dass die erreichte Punktzahl aufgrund der Unterbrechung des Prozesses in Oberhausen (2013 bis 2015) und den zwischenzeitlichen Überarbeitungen der zertifizierten Themenbereiche bzw. der Bewertungsgrundlage nicht mehr mit der von 2013 zu vergleichen ist.
Größter Handlungsbedarf wurde in den Bereichen Kommunikation & Kooperation bzw. kommunale Gebäude & Anlagen festgestellt. Daher wurden diese Schwerpunkte auch nochmal im Rahmen der Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts genauer betrachtet. Die aktuell am besten bewerteten Felder sind Ver- und Entsorgung sowie Mobilität.
Als Teil des Energieteams war das Klimaschutzmanagement direkt an der Erarbeitung des Arbeitsprogramms und an der Vorbereitung bzw. Durchführung des externen Audits beteiligt.
Energieberatung für den Aquapark
Bei der Suche nach großen kommunalen Energieverbrauchern stößt man schnell auf die Schwimmbäder, die laut statistischen Erhebungen etwa 30 % ihrer Gesamtkosten für die Energieversorgung aufbringen. Im Rahmen einer Initialberatung, die vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW getragen und von der EnergieAgentur.NRW und dem Klimaschutzmanagement durchgeführt wurde, wurde(n) Basiswissen vermittelt, technische Abläufe beurteilt und Kontakte vermittelt. Ziel war es, die richtigen Ansätze zu finden um Energierationalisierungsmaßnahmen umzusetzen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die zur Verfügung stehenden Investitionsmittel in die Bereiche fließen, die den größten energetischen und wirtschaftlichen Nutzen bringen.
Ergebnisse waren, dass sowohl die Kennwerte des Wärme- als auch des Strombedarfs gegenüber vergleichbaren von der EnergieAgentur.NRW untersuchten Bädern konstant über dem Durchschnittswert liegen. Die gute Bausubstanz des 2009 eröffneten Freizeitbades in Kombination mit einem Fernwärmeanschluss bieten beste Voraussetzungen für einen energieeffizienten Betrieb. Potenziale für eine zukünftige Steigerung der Kosteneffizienz wurden bei der Beleuchtung ermittelt. In vielen Bereichen des Schwimmbades könnte zukünftig LED-Technik eingesetzt werden, die im Gegensatz zu normalen Glühbirnen ca. 80 % bis 90 % weniger Energie verbraucht. Im Parkhaus (280 Leuchtstoffröhren) und bei der Kuppelhallenbeleuchtung (24 Halogenstrahler) konnte bereits eine Umrüstung realisiert werden, die sich bereits nach einem Jahr amortisiert hat. Aus diesem Grund sollen in Kürze auch die Umkleidekabinen umgerüstet werden.
Des Weiteren könnte die bestehende 30 kWp-Photovoltaik-Anlage, die den erzeugten Strom momentan noch zu 100 % ins Stromnetz einspeist, auf bis zu 80 kWp erweitert werden und dann für die Eigenbedarfsdeckung genutzt werden. Auch im Bereich der Pumpen kann durch die Umstellung auf eine regelbare Technik weiterer Strom eingespart werden.
Klimafreundliche Beschaffung
- Aufstellung des neuen Druckerkonzeptes in Kombination mit dem flächendeckenden Einsatz von Recyclingpapier
Im Laufe des Jahres wurde intensiv an der Aufstellung des neuen Druckerkonzeptes gearbeitet. Ergebnis ist, dass die aktuelle Anzahl von 2.768 Geräten um 50,5 % auf künftig 1.371 reduziert wird. Dies wird in den nächsten Jahren zu einer Halbierung der Kosten führen. Des Weiteren wurde beschlossen, dass die Stadtverwaltung nach der Aufstellung der neuen Druckgeräte flächendeckend Recyclingpapier einsetzen wird. Der aktuelle, mittlerweile leicht verzögerte Zeitplan sieht vor, dass im dritten Quartal 2018 in den Echtbetrieb übergegangen werden kann.
Klimaschutzleitbild
Das Klimaschutzleitbild der Stadt, welches zu einer dauerhaften CO2-Reduzierung im Verwaltungshandeln führen soll, wurde intern soweit vorbereitet, dass es in Kürze vom Verwaltungsvorstand beschlossen werden kann und im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll.
- Altbausanierung bzw. energetische Standards für den Neubau
Innovation City roll-out
Bis Frau Désirée Steindorf im Juli 2017 die Projektkoordination des Innovation City roll-out Prozesses übernommen hat, waren im ersten Halbjahr die Klimaschutzmanager verantwortlich für die Vorbereitung der anstehenden Konzeptphase.
Stromspar-Check
Nachdem bereits 2016 erste Gespräche mit der PIA-Stadtdienste gGmbH und dem Jobcenter zum Ausbau des Beratungsangebots „Stromspar-Check“ für einkommensschwache Haushalte in Oberhausen geführt worden waren, konnte die PIA-Stadtdienste bis Ende letzten Jahr insgesamt fünf für Oberhausen zuständige Stromsparhelfer einstellen. Bei gemeinsam mit dem Klimaschutzmanagement durchgeführten öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wurde das Projekt den Bürgern/innen vorgestellt. Insgesamt konnten dadurch bereits 56 Haushalte vom kostenlosen Stromspar-Check profitieren.
Die Förderung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) läuft in der aktuellen Phase noch bis zum 31. März 2019.
AltBauNeu
Im Rahmen der gemeinsamen Initiative von Kommunen und Kreisen in Nordrhein-Westfalen werden Bürger/innen und Gebäudeeigentümer/innen zur sinnvollen Umsetzung von Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung beraten. Ein zentrales Element der Kampagne ist der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Daher wurde der Internetauftritt im letzten Jahr noch einmal überarbeitet und vor allem bezogen auf die Nutzerfreundlichkeit verbessert. Des Weiteren wurden insgesamt fünf neue Informationsbroschüren zu den Themen „Gesundes Raumklima - Mit Energieeffizienz zu behaglichem Wohnen ohne Schimmel“, „Die Raumklimakarte - gutes Klima für Ihr Zuhause!“, „Heizung entlüften - aber richtig!“, „Kostengünstige Sanierungskredite“ und „Das Förderhaus – Eine Übersicht über alle Förderprogramme im Bereich der Gebäudesanierung“ herausgegeben. Diese liegen an zentralen Stellen im Stadtgebiet aus und werden von den entsprechenden Partnern an interessierte Bürger/innen weitergegeben.
Ende des Jahres 2017 hat die Stadt Ihre Teilnahme an der Kampagne mit Unterstützung der evo und der Stadtsparkasse Oberhausen um ein weiteres Jahr verlängert.
Ressourceneffiziente Gewerbegebiete
Nachdem sich der Beginn des Projekts im Gewerbegebiet Lipperfeld im letzten Jahr aufgrund von Problemen mit der Genehmigung der Förderung für die Gebietsmanager verzögert hat, ist der Start in Oberhausen für März 2018 (insgesamt 12 Monate) geplant. Daher fanden im letzten Jahr weitere vorbereitende Abstimmungen mit der Wirtschaftsförderung statt und es wurde ein erstes Kennenlerngespräch mit dem für Oberhausen zuständigen Gebietsmanager vom Fraunhofer-Umsicht Institut geführt. Dieser koordiniert in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und den Klimaschutzmanagern das Projekt und organisiert bspw. die Auftaktveranstaltung, ist erster Ansprechpartner für die Unternehmen, fördert den Know-how Transfer durch Kontaktvermittlung zu hochqualifizierten Experten und erarbeitet ein auf andere Gewerbegebiete übertragbares Konzept. Des Weiteren gab es ein Treffen aller teilnehmenden Kommunen, bei dem die drei in der ersten Phase im September 2017 gestarteten Städte (Bochum, Breckerfeld, Recklinghausen) von ihren Erfahrungen berichteten. Im nächsten Schritt wird es dann zunächst darum gehen weitere regionale Partner einzubinden sowie eine Ist- und Potenzialanalyse (SWOT-Analyse) bezogen auf die Oberthemen Abfall, Energie, Wasser und Fläche durchzuführen.
- Klimafreundliche Mobilität
Mobilitätskarte
Um den Bürger/innen und Pendler/innen anschaulich die bereits bestehenden Mobilitätsangebote (bspw. (halb-)öffentliche E-Ladesäulen, metropolradruhr-Stationen oder P+R Parkplätze) innerhalb des Stadtgebiets nahebringen zu können, hat das Klimaschutzmanagement im letzten Jahr eine Mobilitätskarte erstellt (Print-Version), die auf verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen präsentiert wurde. Ziel ist es diese 2018 ergänzt mit zusätzlichen Informationen (bspw. Anzahl der Ladepunkte oder Stromstärken) als Online-Version auf der städtischen Internetseite zur Verfügung zu stellen.
Elektromobilität
- Anschaffung von sechs Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastruktur und einem Pedelec
Im Rahmen der NKI-Förderung der Klimaschutzmanager bestand die Möglichkeit die Umsetzung einer ausgewählten Maßnahme aus dem Klimaschutzkonzept, die mindestens 70 % CO2 einspart, zu 50 % fördern zu lassen. In diesem Rahmen wurden mit unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung, welche Dienstfahrzeuge einsetzen, Gespräche zur Anschaffung von E-Fahrzeugen und der entsprechenden Ladeinfrastruktur geführt. Fördervoraussetzung war es, dass die Fahrzeuge in den Besitz der Stadt übergehen und im Namen der Stadt angeschafft werden. Des Weiteren mussten alte konventionelle Fahrzeuge ausgetauscht werden. Als alle Unterlagen vorlagen konnte im März zusammen mit dem kommunalen Ordnungsdienst ein Förderantrag für sechs Fahrzeuge, entsprechende Lade-Wallboxen und einem Pedelec gestellt werden, der im Juli vom PTJ bewilligt wurde. Die Fahrzeuge werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 geliefert und führen insgesamt zu Einsparungen von ca. 14.000 € / Jahr bzw. rund 3.800 kg CO2 / Jahr.
- Erstellung eines Masterplans mit Maßnahmen zur NO2-Reduzierung
Die Stadt Oberhausen gehört zu den Kommunen, die an der Messstation „Mülheimer Straße“ den nach EU-Recht zulässigen Jahresmittelgrenzwert von 40 µg/m³ für Stickstoffdioxid (NO2) überschreitet. Für das Jahr 2016 wurde durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ein Jahresmittelwert von 48 µg/m³ gemessen. Seit 2006 (68 µg/m³) ist zwar eine kontinuierliche Abnahme festzustellen, der Grenzwert von 40 µg/m³ wird aber nach wie vor nicht eingehalten.
Daher wird die Stadtverwaltung im Rahmen einer 100%igen Förderung (Gelder aus dem Diesel-Gipfel) bis Mitte des Jahres 2018 einen Masterplan erstellen lassen, in dem unterschiedlichste Maßnahmen zur NO2-Reduzierung untersucht werden sollen. Die Antragstellung und Begleitung wurde/wird federführend vom Fachbereich „Ökologische Planung“ in Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen der Stadtverwaltung und dem Klimaschutzmanagement durchgeführt.
Unter anderem sollen die Schwerpunkte: Elektrifizierung des Verkehrs, eine Förderung zur Umrüstung von Taxiflotten in Oberhausen, die Erstellung eines Konzepts zum Ausbau von Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet und eine Machbarkeitsstudie zur Umrüstung der Buslinien der STOAG auf Elektrobusse untersucht werden. Die Ergebnisse werden dann einen genaueren Aufschluss darüber geben, welche Maßnahmen auch im Hinblick auf weitere Förderaufrufe prioritär behandelt werden sollen.
- Förderberatung für Privatpersonen und Unternehmen
Im letzten Jahr legten unterschiedliche Landes- und Bundesministerien Förderprogramme im Elektromobilitätsbereich auf. Da die einzelnen Aufrufe jeweils unterschiedliche Förderbedingungen, Zuwendungshöhen und Adressaten hatten, kamen bei Privatpersonen und Unternehmen häufig zahlreiche Fragen auf, die das Klimaschutzmanagement telefonisch bzw. persönlich auf Veranstaltungen beantwortete. Dabei gab es am häufigsten Rückfragen zum „Umweltbonus“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, den Privatpersonen, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen beim Kauf von E-Fahrzeugen in Anspruch nehmen können. Aber auch die Förderrichtlinie „Elektromobilität vor Ort“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (für gemeinnützige Organisationen, Kommunen und Unternehmen), die einen Teil der Investitionsmehrkosten (E-Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur) bezuschusst oder das progres.nrw-Förderprogramm „Markteinführung Ladeinfrastruktur des Landes NRW“ (für Privatpersonen und Unternehmen) waren stark nachgefragt.
Radverkehrsförderung
Ein weiterer wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Alltagsmobilität. Dabei sollen vor allem Alternativen zum motorisierten Individualverkehr, wie der Radverkehr kontinuierlich im Rahmen verschiedener Maßnahmen gefördert werden.
- Imagekampagne zur Förderung der Fahrradnutzung und des Zufußgehens
Die Landesregierung NRW hat 2012 den „Aktionsplan zur Förderung der Nahmobilität“ veröffentlicht. Dessen Ziel ist es, den Anteil der Fußgänger/innen und Radfahrer/innen am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen. Als ein Ergebnis wurde 2017 in zwei Quartieren (Oberhausen und Hamm) das Modellprojekt „Quartier in Bewegung“ durchgeführt.
Dieses dient dazu, das Bewegungsverhalten im Quartier mit vorrangig kommunikativen Maßnahmen zu verändern und die Bürger/innen für eine „bewegungsaktivierende Infrastruktur“ zu sensibilisieren. Im Rahmen des Modellprojekts wurden den Menschen in Sterkrade Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man mehr Bewegung in den Alltag integrieren kann. Um jedem/r Einzelnen den ersten Schritt dorthin zu erleichtern, gab es verschiedene Aktionsmaterialien (Baumwolltaschen, Boden- und Treppenaufkleber, Schrittzähler, Türhänger, ein Logbuch und ein Fragebogen), die im öffentlichen Raum, zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs eingesetzt werden konnten. Im Rahmen unterschiedlicher Beteiligungsformate (Quartiersbegehung, Aktionsforum und Zukunftskonferenz) konnten die Bürger/innen Ideen und Vorschläge zur Verbesserung des Quartiers einbringen.
Als Ergebnis wurde festgehalten, dass es im Zentrum von Sterkrade bereits „viel Bewegung“ - vorrangig zu Fuß, aber auch mit dem Fahrrad - gibt. Eine qualitative Neugestaltung und Möblierung würde nicht nur dem Wunsch der Bürger/innen nach „Aufwertung“ und „Attraktivitätssteigerung“ entsprechen, sondern auch nochmals „bewegungsaktivierend“ wirken.
- Nutzung der metropolradruhr-Leihfahrräder für Dienstfahrten
Seit dem 15.05.2017 können alle Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung ihre Dienstfahrten mit einem geliehenen Fahrrad durchführen. Dafür wurde ein Rahmenvertrag mit dem Fahrradverleihsystem metropolradruhr geschlossen, das schon seit längerem an insgesamt 20 Verleihstationen im Stadtgebiet Fahrräder zur Verfügung stellt.
Die Stadtverwaltung setzt dabei auf ein verändertes, klimafreundliches und umweltschonendes Mobilitätssystem, welches den ersten wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einem neuen Mobilitätskonzept darstellen soll.
Das Klimaschutzmanagement hat die verantwortlichen Bereiche der Stadtverwaltung bei der Vorbereitung und Realisierung der Maßnahme unterstützt.
Aktionen
Um den Radverkehr in bestimmten Zeiträumen nochmal besonders in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, werden jedes Jahr verschiedene Mitmach-Aktionen organisiert. Ein Baustein ist die dreiwöchige Aktion „Stadtradeln“, an der sich Oberhausen im letzten Jahr zum dritten Mal in Folge beteiligt hat. Mit 534 Teilnehmern/innen in 48 Teams, die insgesamt 129.194 km geradelt sind, konnte auch im letzten Jahr wieder ein neuer Kilometer-Rekord aufgestellt werden. Die letztjährige Bestmarke wurde nochmal um 15.779 km übertroffen und es konnten 18.345 kg CO2 eingespart werden. Im Rahmen einer weiteren Aktion beteiligte sich das Klimaschutzmanagement zusammen mit der Verkehrsplanung an der Liricher Fahrradbörse. An einem Aktionsstand wurde bspw. der neue Fahrradplan der Stadt präsentiert und Fragen zum Radwegeausbau beantwortet.
- Klimafolgenanpassung
european energy award plus (eea plus)
Der Modellversuch european energy award plus (eea plus) wurde im letzten Jahr abgeschlossen. Mit Hilfe dieses Instruments, soll der Prozess der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in den Kommunen strukturiert, gesteuert und begleitet werden. Ziel ist es Maßnahmen zu identifizieren, zu entwickeln und umzusetzen, die es ermöglichen sollen auf die nicht mehr vermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren.
Die im letzten Jahr in Oberhausen durchgeführte Bestandsaufnahme und das Bewertungsverfahren zeigten themenbezogene Stärken aber insbesondere auch Schwächen auf. Dies zeigt einerseits, dass die Stadt Oberhausen zwar wichtige Grundlagen geschaffen hat und vereinzelte Maßnahmen angegangen wurden, aber andererseits auch vertiefende Untersuchungen und eine Gesamtstrategie fehlen.
Daher soll im nächsten Jahr auf Grundlage eines Beschlusses des Umweltausschusses vom 07.09.2017 ein Klimaschutzteilkonzept „Anpassung an den Klimawandel“ erstellt werden.
- Einsatz Erneuerbarer Energien
Solardachkataster
Im September wurde das von der Firma tetraeder.solar gmbh erstellte regionale Solardachpotenzialkataster vorgestellt. Dieses ermöglicht es jedem/r Oberhausener Bürger/in kostenlos von zu Hause aus zu prüfen, inwieweit das eigene Dach für eine Nutzung von Photovoltaik oder Solarthermie geeignet ist. Betrachtet werden dabei Parameter wie die Sonneneinstrahlung, eine mögliche Verschattung oder die Ausrichtung und Neigung der Dachflächen. Gleichzeitig liefert das internetbasierte Tool aber auch eine erste Abschätzung zur Wirtschaftlichkeit, bei der auch die Nutzung eines Batteriespeichers mit betrachtet werden kann. Das Solardachkataster wurde auf der kommunalen Klimaschutzseite www.klimaschutz.de/oberhausen verlinkt.
PV-Potenzialanalyse der städtischen Gebäude mit Hilfe des Solardachkatasters des RVR
Durch Verschneidung der Daten des Solardachkatasters mit denen der städtischen Gebäude wurde eine grobe PV-Potenzialanalyse erstellt. Diese stellt einen ersten Überblick über die theoretische Nutzbarkeit städtischer Dächer dar. Eine Auswahl und Analyse der am besten geeigneten Dachflächen ergab ein sehr hohes Potenzial zur umweltfreundlichen Stromproduktion. Nach jetzigem Stand kann ein erheblicher Teil des Strombedarfs auf diesem Wege selbst produziert und direkt in der Liegenschaft verbraucht werden. Durch die Nutzung von Photovoltaikanlagen auf ca. 300 der geeignetsten städtischen Dächer, könnten CO2-Emissionen von bis zu 4.800 t / Jahr vermieden werden.
Dieses Ergebnis stellt das theoretisch nutzbare Potenzial auf Basis der kartenbasierten Analyse dar. In einem nächsten Schritt, werden qualifizierte Fachberater die reale Nutzbarkeit der Dachflächen vor Ort überprüfen und intern entsprechende Liegenschaften ausgewählt werden.
Anbindung der Sporthalle Rechenacker ans Nahwärmenetz
Bis Ende 2016 wurde die 1969 erbaute Sporthalle Rechenacker in Alstaden über zwei Erdgaskessel mit Energie versorgt. Dies änderte sich Anfang des Jahres, als die sowohl von diversen Sportvereinen als auch für den Schulsport der Landwehrschule genutzte Halle auf Initiative der OGM und des Klimaschutzmanagements von der evo ans Nahwärmenetz der Neubausiedlung am Rechenacker angeschlossen wurde. Seitdem liefert die CO2-neutrale Holzpellet-Anlage, die noch freie Energiekapazitäten hatte, über eine Übergabestation im Keller Raumwärme und Warmwasser. Zusätzlich zu den rund 60 t CO2, die dadurch pro Jahr eingespart werden können, ergeben sich für die Stadt auch hohe finanzielle Einsparungen. Diese betragen im Vergleich zur Anschaffung von zwei neuen Erdgaskesseln, die im letzten Jahr angestanden hätte, rund 10.000 €. Außerdem entfallen durch die Übergabestation Folgekosten für Wartungsarbeiten.
Öffentlichkeitsarbeit
Energiesparkoffer
Neben der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien, muss der Energieverbrauch in Privathaushalten künftig weiter reduziert werden. Daher bietet das Klimaschutzmanagement der Stadt jedem/r Bürger/in die Möglichkeit mit Hilfe eines Energiesparkoffers Einsparpotenziale im Haushalt -auch ohne Komfortverlust- aufzuspüren.
Mit den verschiedenen Messgeräten, bspw. Stromzählern, einem Mengendurchflussmesser und einem Infrarotthermometer, die sich jede/r Bürger/in für eine Woche kostenlos im Technischen Rathaus in Sterkrade ausleihen kann, können folgende Bereiche analysiert und optimiert werden: Verbrauch von elektrischer Energie, Wasserverbrauch, Heizverhalten, Luftqualität und Beleuchtung.
Mit Hilfe der beiliegenden „Tipps für die Messungen“ kann Jede/r seine ermittelten Werte einordnen und nachlesen, wie man zukünftig eine Effizienzsteigerung und finanzielle Einsparungen erreichen kann. Sollten Fragen offen bleiben besteht die Möglichkeit diese kostenlos in der offenen Energiesprechstunde der Verbraucherzentrale im Technischen Rathaus zu klären.
Earth Hour
Im vergangenen Jahr fand die WWF Earth Hour, die mittlerweile weltweit größte Aktion für mehr Klima- und Umweltschutz, zum sechsten Mal in Folge in Oberhausen statt. Wie bereits in den letzten Jahren unterstützten wieder viele verschiedene Partner, u. a. das Gasometer, das Schloss Oberhausen und die evo (Solarpyramide und evo-Turm) die Aktion.
Seit dem Start 2007 ist die Aktion jedes Jahr gewachsen und mittlerweile zu einer globalen Klimaschutz-Bewegung geworden. 2017 nahmen insgesamt über 7.000 Städte (323 in Deutschland) aus 184 Ländern und allen 24 Zeitzonen teil.
Begleitung des Jahresprojekts der Klima-Kita Schwarzwaldstraße
Das Kinder- und Familienzentrum der AWO an der Schwarzwaldstraße hat im gesamten letzten Jahr ein Projekt mit dem Titel „Der König und sein Daumen“ durchgeführt. Dabei wurden unterschiedliche Themen der Umweltbildung, wie der verantwortungsvolle Umgang mit Müll, ressourcenschonender Konsum, Ernährung, Energie und Mobilität behandelt. Mit Hilfe vieler Aktionen und Exkursionen, die das Klimaschutzmanagement der Stadt unterstützte, erforschten die Kinder spielerisch den Zusammenhang zwischen ihrem Handeln im Alltag und dem Klimawandel. Ziel dabei war es auch die Kinder als Multiplikatoren zu nutzen, um das Erlernte in die Familien zu tragen.
Für dieses Engagement zum „ökologischen Fußabdruck“ hat eine Jury der EnergieAgentur.NRW die Kita Anfang dieses Jahres mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Pressearbeit
Der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist weiterhin einer der wichtigsten Instrumente, um Informationen zu transportieren und Bürger/innen für Klimaschutzthemen zu sensibilisieren. Daher werden weiterhin kontinuierlich Artikel für die Tagespresse und das Stadtmagazin Oh! veröffentlicht, um aktuelle Themen und Veranstaltungen bekannt zu machen.
Internetauftritt
Der Ende 2016 neu gestaltete Internetauftritt (www.oberhausen.de/klimaschutz) wurde auch 2017 weiter optimiert und ergänzt, sodass das Informationsangebot nochmal ausgebaut werden konnte.
Social Media
Mit Hilfe des neu eingeführten Klimafakts, der jeden Freitag auf dem Facebook-Auftritt www.facebook.de/klimakonkret veröffentlicht wird, wird auch die jüngere Generation über aktuelle Klimaschutzthemen, -projekte und -maßnahmen sowie Veranstaltungsangebote informiert. Durchschnittlich erreichen die Meldungen ca. 350 Nutzer pro Woche.
Veranstaltungen/Events
- Tag der Umwelt
Anfang Juni fand im Foyer des Technischen Rathauses in Sterkrade zum ersten Mal der „Tag der Umwelt“ statt. Dabei hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich an Informationsständen der evo, der OGM, von RUHRAUTOe, der STOAG, der Verbraucherzentrale Oberhausen, der WBO GmbH oder der Stadtverwaltung (Abfallberatung, Klimaschutz, Lokale Agenda 21) über aktuelle Klimaschutzthemen bzw. Angebote zu informieren.
Unter anderem bot der Klimaschutzbereich verschiedene Tauschaktionen (herkömmliche Glühbirne gegen LED-Birne oder Plastiktüte gegen Baumwollbeutel) an und stellte den neu angeschafften Energiesparkoffer vor.
- LED-Aktion in Kooperation mit der Verbraucherzentrale
Im Rahmen der wöchentlich stattfindenden kostenlosen Energiesprechstunde fand im Dezember 2017 eine Informations- und Tauschaktion zum Thema energieeffiziente LED-Beleuchtung statt. Im Energieberatungsraum des Technischen Rathauses Sterkrade konnten sich interessierte Bürger/innen bspw. mit den zur LED-Beleuchtung gehörigen Angaben, wie Lumen oder Kelvin vertraut machen und individuelle Fragen zu stromsparender Beleuchtung stellen. Gleichzeitig nutzte eine Vielzahl der Besucher/innen die Möglichkeit, eine alte Glüh- oder Halogenbirne gegen eine neue energieeffiziente LED-Leuchte einzutauschen.
Bei der Aktion wurden weit über 100 Bürgerinnen und Bürger für das Thema energieeffiziente Beleuchtung sensibilisiert.
Resümee und Ausblick
Auch in 2017 haben die Klimaschutzmanager zahlreiche Maßnahmen initiiert und umgesetzt, die zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Oberhausen wesentlich beitragen. Dabei zeigt die bisherige Bilanz aber auch, dass die Stadt Oberhausen noch weitere Anstrengungen unternehmen muss, um klimaschädliches CO2 einzusparen. Für das Erreichen der selbstgesteckten Klimaschutzziele Oberhausens ist daher wie eingangs beschrieben eine konsequente Weiterentwicklung und Initiierung von Klimaschutzmaßnahmen unerlässlich. Hierbei bilden die Verpflichtungen, welche mit Eintritt in das Klima-Bündnis eingegangen wurden, das Zielniveau, welches eine Halbierung der CO2 pro-Kopf-Emissionen pro Einwohner bis 2030 ausgehend vom Basisjahr 1990 von ca. 11 t auf heute ca. 6 t bedeuten. Tatsächlich aber bewegen sich die pro-Kopf-Emissionen, trotz der im Bericht beschriebenen Maßnahmen auch heute noch auf einem Niveau von ca. 9 t. Dadurch wird deutlich, dass weiterhin große Anstrengungen zur CO2 Reduzierung und damit für den Klimaschutz nötig sind.
Kurzfassung
Der vorliegende Bericht informiert mit einem zweiten Jahresbericht für 2017 über den Stand der Umsetzung der insgesamt 37 innerhalb der Förderung beantragten Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept. Gleichzeitig wird ein erster Überblick zu geplanten Aktivitäten für 2018 gegeben Ziel ist es, einen Überblick über den Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept zu geben. Dabei wird deutlich, dass trotz der erfolgreich initiierten und umgesetzten Maßnahmen, die Stadt Oberhausen weitere Anstrengungen unternehmen muss, um die Klimaschutzziele zu erreichen.
