Berichtsvorlage - M/16/3251-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand „Bildung integriert“
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Statistik
- Bearbeitung:
- Sarah Stief
- Verantwortung:
- Schönfeld-Nastoll, Ulrike
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Schulausschuss
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Kenntnisnahme
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23.01.2018
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Sachverhalt
Sachdarstellung
- Sachstandsbericht
Seit April 2016 wird in Oberhausen das Förderprojekt „Bildung integriert“ durchgeführt (Drucksache M/16/1550-01; M/16/2507-01). Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union für drei Jahre (April 2016 – März 2019) gefördert. Das Programm hat in Oberhausen den Namen LLiO (Lebenslanges Lernen in Oberhausen).
In der zweiten Projektphase (01.01.2017 bis 31.12.2017) ging es vor allem um die interne und externe Vernetzung verschiedener Bildungsakteure und die Sondierung von bestehenden Datenbeständen. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten, um weitere für die Planung relevante Daten und Informationen zu generieren, aufgezeigt und diskutiert.
Mit der Vorstellung des Konzeptes „Bildung integriert“ und dem Austausch in den politischen und operativen Gremien Anfang 2017 haben sich teilweise neue Arbeitsfelder ergeben:
• 17.03.2017 Regionalkonferenz
• 21.03.2017 Lenkungskreis Bildung
• 21.03.2017 Arbeitskreis Übergang Schule-Beruf
• 23.03.2017 Steuerungsgruppe Übergang Schule-Beruf
• 30.03.2017 "AG §78 KTE/KTP (Arbeitsgruppe Tageseinrichtungen für Kinder/
Kindertagespflege nach § 78 SGB VIII)"
• 02.05.2017 Arbeitskreis Weiterbildung
• 03.05.2017 Schulausschuss
• 10.05.2017 Jugendhilfeausschuss
• 13.06.2017 "AG §78 (Arbeitsgemeinschaft „Jugendhilfeplanung“ nach § 78 SGB
VIII)"
• 13.06.2017 Gleichstellungsausschuss
• 20.06.2017 Kulturausschuss
• 04.07.2017 Integrationsrat
• 04.07.2017 Arbeitskreis Familienzentren
Sachstand im Überblick:
Übergang Kindertageseinrichtung/ Grundschule:
- Gespräche mit den Trägervertretern der Oberhausener Kitas haben ergeben, dass Kitascharfe Auswertungen auf Basis der Schuleingangsuntersuchung als hilfreich angesehen werden, um adäquate Maßnahmen zielgruppenorientiert entwickeln zu können.
- Die Analyse dazu erfolgt im Jahr 2018.
Übergang Grundschule/ Weiterführende Schule:
- Gemeinsam mit der Schulaufsicht und dem Bildungsbüro wurde eine Abfragemaske entwickelt, um Informationen über die Schulempfehlungen der Grundschulkinder zu erhalten. Ziel ist es, ‚Standards für die Schulempfehlungen‘ zu erarbeiten. Dazu finden im Rahmen von Schulen im Team - auf Basis der Ergebnisse - Fachtagungen mit externen Experten statt.
- Neben der Grundschulabfrage fand zusätzlich eine Abfrage zu den Schulformwechslern nach vorherigen Schulempfehlungen bei den weiterführenden Schulen statt, um ein genaueres Bild der Schulformwechsler zu erhalten.
Beide Abfragen werden zukünftig jährlich durchgeführt, um Entwicklungen und Veränderungen aufzeigen zu können.
- Um eine bessere Beschreibung der Ausgangs- und Rahmenbedingungen der Oberhausener Grund- und Weiterführenden Schulen zu erhalten und damit eine effektive und effiziente Steuerung zu ermöglichen wird ein Schulsozialindex entwickelt.
Der Schulsozialindex für die Grundschulen soll auf Basis der beiden Datensätze Schulspiel und Schuleingangsuntersuchung generiert werden.
Der Schulsozialindex für die Weiterführenden Schulen soll auf einer Adressabfrage aller Schüler/-innen der Oberhausener Weiterführenden Schulen basieren, so dass eine Typisierung über die sozialräumlichen Strukturen der Wohnorte der Schüler/-innen durchgeführt werden kann.
Übergang Schule/ Beruf:
- Im Austausch mit den Akteuren aus dem Übergang Schule-Beruf wurde die Einführung von Schüler Online unterstützt, einem System mit dem sich Schülerinnen und Schüler nach der Sekundarstufe I zu allen Bildungsgängen der Berufskollegs oder zur Sekundarstufe II an Gymnasien oder Gesamtschulen anmelden können. Am 14.11. und 16.11.2017 haben dazu Fortbildungen für die Oberhausener Schulen stattgefunden. Der Einführungsprozess wird aktuell vom Bereich Schule organisiert.
- In Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf wurde der erste Kurzreport zur Übergangsabfrage nach der Sekundarstufe I erstellt. Dieser wurde am 21.09.2017 der Steuerungsgruppe Übergang Schule-Beruf und am 06.12.2017 dem Schulausschuss vorgestellt (Drucksache M/16/3092-01).
- In Zusammenarbeit mit dem Käthe-Kollwitz-Berufskolleg wird derzeit an einem Kurzreport zum „Beruflichen Gymnasium für Gesundheit“ gearbeitet. Dazu wurden fünf qualitative Interviews mit den Schülerinnen und Schülern des Bildungsgangs durchgeführt. Im Anschluss daran ist eine Befragung vorgesehen, die mit dem nächsten Jahrgang starten soll. Ziel ist es, herauszufinden, wie der neue Bildungsgang in der Schülerschaft angenommen wird und welche Anschlüsse sich für die Schüler/-innen zukünftig ergeben.
Übergang Erwerbsphase/ Nacherwerbsphase:
- In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule sollen Daten zur Weiterbildung auf kleinräumiger Ebene ausgewertet werden, um passgenaue Angebote zu schaffen. Eine erste Auswertung soll dem Arbeitskreis Weiterbildung im Januar 2018 präsentiert werden.
Inhaltlich festgelegte Kooperationsvereinbarungen konnten bisher mit folgenden Akteuren geschlossen werden:
- Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf
- Bildungskoordination für Neuzugewanderte
- Volkshochschule
- Gesundheitswesen
- Stadtsportbund
- Sportentwicklung, Sportplanung
- Sozialplanung
- Büro für Chancengleichheit
- Käthe-Kollwitz-Berufskolleg
Produkte in 2017:
- Kurzreport: Übergangsabfrage Sek. I im Schuljahr 2016/17
- Datenkompass: Entwicklung bildungsrelevanter Kennzahlen von 2014 bis 2016 s. u.
- Artikel: Integrierte Bildungsplanung in Oberhausen. In: TRANSFERjournal, 2/2017
- Beitrag in der Online-Anwendung BildungsProjekte RUHR, die von RuhrFutur entwickelt und in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und dessen Mitgliedskommunen umgesetzt wurde: www.bildungsprojekte.ruhr
Am 07.03.2018 findet ein Fachtag „Bildungsmonitoring“ mit den Bildungsakteuren vor Ort statt. Eingeladen ist Herr Dr. Terpoorten, der zu dem Thema Kommunales Bildungsmonitoring als Steuerungselement referieren wird. Eingeladen sind neben politischen Vertretern und internen Akteuren der Verwaltung auch externe Akteure aus den Bereichen Familie, Bildung und Soziales.
Zur Stärkung der integrierten Bildungsarbeit in der Kommune wurde eine gesamtstädtische Planungsgruppe eingerichtet. Mit der Neueinrichtung der Gruppe soll der Austausch und die Zusammenarbeit über die Fachgrenzen hinweg gefördert werden, um die Expertise der verschiedenen Bereiche zu generieren und ein gemeinsames Verständnis zu übergreifenden Themen zu schaffen. Die Gruppe hat sich im Jahr 2017 zu den Themen Sozialindex, Schulindex und Datenkompass Bildung ausgetauscht. Eine Fortführung der Planungsgruppenarbeit im Jahr 2018 ist vorgesehen. Perspektivisch sollen die Themen Sportatlas, Wohnungsmarktstudie und Weiterbildung besprochen werden.
In Abstimmung mit der Planungsgruppe sowie den internen und externen Akteuren wurde der erste Datenkompass Bildung erstellt, ein Trendbericht, welcher die Entwicklung von bildungsrelevanten Kennzahlen im Zeitverlauf (2014 bis 2016) darstellt. Im Folgenden wird der Datenkompass Bildung näher vorgestellt.
- Datenkompass Bildung
Im Rahmen des Projektes „Bildung integriert“ (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds) ist Oberhausen dabei, eine integrierte Bildungsberichterstattung zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht, eine gemeinsame Datenbasis aufzubauen, um auf deren Grundlage zukünftig, bildungspolitische Entscheidungen treffen zu können.
Die datenbasierte Bildungsberichterstattung schafft wesentliche Voraussetzungen für eine transparente und strategische Planung im Bildungssystem.
Dazu sind standardisierte Kennzahlen und Indikatoren notwendig, die regelmäßig erhoben werden sollten, um nicht nur Bestands- und Ist-Analysen, sondern auch Trends im Zeitverlauf aufzeigen zu können.
Seit 2012 werden kleinräumige Daten im Sozialstrukturatlas zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert. Im Jahr 2016 wurden die Bildungsdaten ausgekoppelt und damit ein Bildungsatlas bereitgestellt.
Neben dem Sozialstrukturatlas und dem Bildungsatlas stellt der „Datenkompass Bildung“ ein weiteres Instrument der Bildungsberichterstattung dar. Dabei gibt der Datenkompass den Akteuren einen schnellen Überblick zu Eckdaten aus dem Bildungsbereich und soll zur Diskussion anregen.
In dem Datenkompass wird kurz und knapp über die Entwicklung bildungsbezogener Rahmen- und Grunddaten sowie über die zentralen Kennzahlen berichtet. Bezogen auf die sozial- und bildungsinfrastrukturellen Lebensbedingungen in Oberhausen werden Trends aufgezeigt, ohne damit tiefere Analysen zu liefern. Dabei werden folgende Themen in den Blick genommen:
• Frühkindliche Bildung
• Schulische Bildung
• Berufliche Bildung
• Sport
• Gesundheit
• Kultur/ Medien
• Weiterbildung
Die vorgestellten Kennzahlen und Daten sind mit den internen und externen Akteuren vor Ort abgestimmt und beruhen auf Angaben der amtlichen Statistik (IT.NRW, Bundesagentur für Arbeit) sowie eigenen Datenquellen aus den Fachverwaltungen. Der Schwerpunkt im ersten Datenkompass liegt auf der schulischen Bildung. Das liegt vor allem an der guten Datenlage in diesem Bereich, zum einen der Gemeindedatensatz von IT.NRW (Quelle:© Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf) und zum anderen die Schuleingangsuntersuchung. Dies sind zwei wichtige und seit Jahren gut aufbereitete Datenquellen. Zukünftig sollen jedoch zusätzliche Daten erschlossen und aufbereitet werden, so dass weitere Informationen in den Datenkompass Bildung integriert werden können. Neben den bereits verfügbaren Daten konnten einige Daten im Austausch mit den Akteuren bereits ergänzt werden, z.B. Daten im Bereich der beruflichen Bildung. Andere Daten liegen noch im Themenspeicher und können in den nächsten Jahren dargestellt werden.
Der Datenkompass stellt ein neues Format der Oberhausener Bildungsberichterstattung dar. Der Bildungsbericht, der für 2019 geplant ist, wird auf diesem Berichtssystem aufbauen, um so eine umfassende Darstellung der Bildungssituation vor Ort anzubieten.
- Ausblick
Im Jahr 2018 sollen die nun vorliegenden Datenbestände zusammengeführt und aufbereitet werden. Nach dem Fachtag ist die Textproduktion und Berichterstellung des Bildungsberichtes vorgesehen. Vor dem Hintergrund einer integrierten Berichterstattung soll auch hier eine interne und externe Abstimmung erfolgen. Für den Austausch mit den unterschiedlichen Akteuren soll neben der Planungsgruppe auch die nächste Bildungskonferenz genutzt werden.
Gleichzeitig sind neue Kurzreporte zu folgenden Themen geplant:
- Weiterbildung
- Frühkindliche Bildung
- Berufliche Bildung: Das berufliche Gymnasium für Gesundheit
Der Kurzreport zur Übergangsabfrage nach der Sekundarstufe I wird für das Schuljahr 2017/2018 aufbereitet. Der Datenkompass Bildung wird um ein Jahr ergänzt.
Als neues Format der Bildungsberichterstattung ist eine thematische Analyse zum Schulindex angedacht.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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5,3 MB
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