Beschlussvorlage - B/16/3130-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

1. Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt das Freiraumentwicklungskonzept Soziale Stadt Osterfeld als städtebauliches Entwicklungskonzept i.S.v. § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB.

 

2 Die Verwaltung wird beauftragt, das Entwicklungskonzept im Rahmen der Stadtentwicklung und Bauleitplanung als freiraumplanerische Leitlinie in die Planungsprozesse innerhalb des Untersuchungsgebietes einzubeziehen und die definierten Handlungsempfehlungen und Entwicklungsziele im Rahmen aller grün- und freiraumplanerischen Entwicklungen und Objektplanungen zu beachten sowie die Umsetzung konsequent zu verfolgen.

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Konsequenzen

Bezug

 

Drucksache Nr. B/16/1145-01, Ratsbeschluss vom 16. November 2015 „Integriertes Handlungskonzept Osterfeld – Qualifizierung des Integrierten Handlungskonzeptes und Festlegung des neuen Programmgebietes Soziale Stadt Osterfeld“

 

Drucksache Nr. M/16/2873-01, Sachstandsbericht der Verwaltung aus September 2017 zum Freiraumentwicklungskonzept Osterfeld im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes „Soziale Stadt Osterfeld“

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ x ]

 

    ja   [ ]

 

Auf der Konzeptebene fallen derzeit keine weiteren Kosten an. Erst in der Umsetzungsphase entstehen Kosten, für die im Vorfeld entsprechende Beschlussvorlagen zur Entscheidung vorgelegt werden.

 

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

 

Das Integrierte Handlungskonzept „Soziale Stadt Osterfeld“ (IHK) als Gesamtmaßnahme beinhaltet in der derzeitigen Fassung 41 Teilmaßnahmen zur Aufwertung des Programmgebietes. Als vorbereitende Untersuchungen für das städtebauliche Programmgebiet „Soziale Stadt Osterfeld“ hat die Bezirksregierung Düsseldorf der Stadt Oberhausen im Dezember 2015 Gelder im Rahmen der Städtebauförderung für die Bearbeitung von drei Teilmaßnahmen des IHK bewilligt. Hierbei handelt es sich unter anderem um die hier gegenständliche fachplanerische Konzeption: Freiraumentwicklungskonzept Soziale Stadt Osterfeld (IHK-Maßnahme Nr. 26). Im August 2016 beauftragte die Stadt Oberhausen das Landschaftsarchitekturbüro Martina Hoff in Kooperation mit dem Büro ILP - Integrierte Landschaftsplanung Pieper aus Essen mit der Erstellung des Freiraumentwicklungskonzeptes. Der seit November 2017 vorliegende Abschlussbericht beinhaltet eine gesamträumliche Konzeption mit vertiefenden Rahmenplanungen für ausgewählte Bereiche und konkrete Vorplanungen für drei, bereits im IHK verankerte Teilmaßnahmen.  Die aktuelle, zur Beschlussfassung stehende Fassung des Freiraumentwicklungskonzeptes Soziale Stadt Osterfeld ist unter dem Link:  https://www.oberhausen.de/de/index/stadtentwicklung-umwelt/stadtentwicklung/stadtteilentwicklung-osterfeld/downloads.php

im Internet einzusehen.

 

Verlauf des Bearbeitungsprozesses

Eine Vor-Ort-Analyse, Bestands- und Planungserhebungen sowie insgesamt drei verschiedene Formen von Bürgerbeteiligungsveranstaltungen wurden in Kooperation mit dem zeitgleich bearbeiteten Nahmobilitätskonzept im Verlauf des Jahres 2017 durchgeführt. Anhand der erarbeiteten Bestandsanalyse und der Auswertung der Bürgerbeteiligung wurde eine Mängel-Chancen-Analyse erstellt. An die Analyse und Beteiligung schloss sich die weitere Ausarbeitung des Maßnahmenkonzeptes an sowie eine Vorstellung und Diskussion des Zwischenstandes des Konzepts in den politischen Gremien im September 2017. Abschließend erfolgte eine Überarbeitung der Ergebnisse mit Einbindung der gesammelten Anregungen.

 

Ergebnisse und Kernaussagen des Freiraumentwicklungskonzeptes

Der Stadtteil Osterfeld verfügt nicht zuletzt durch seine großen Park- und Waldflächen über ein enormes Freiraumpotential. Damit bietet der Stadtteil zwar Voraussetzungen für eine gute Umwelt- und Lebensqualität und die Anpassung an den Klimawandel, die aber für einzelne Nutzer- bzw. Altersgruppen noch qualitätsvoller und nachhaltiger gestaltet werden müssen. Darüber hinaus verhindern Barrieren (Bahntrassen, stark befahrene Straßen, Autobahn, u.a.) im Stadtteilalltag ganz praktisch die Nutzung der genannten Potenziale. Aus dieser Situation ergibt sich das Leitbild für das Plangebiet und die entsprechenden Handlungsempfehlungen und Maßnahmen.

 

Leitbild

Das Leitbild „Lebenswertes Osterfeld“ beinhaltet zum Erreichen einer guten Umwelt- und Lebensqualität für die Menschen in Osterfeld zwei wesentliche Teilziele:

 

  • Ziel 1: Angebot qualifizierter, klimatisch ausgleichender Freiräume für alle Altersgruppen mit Funktionen auch im Bereich Biodiversität
  • Ziel 2: nachhaltige Verbesserung der Erreichbarkeit der Freiräume über grüne Verbindungen für Mensch und Natur
  •  

Zur schrittweisen Realisierung diese Teilziele ergeben sich – unterschiedlich in Art und Umfang - Maßnahmen in den verschiedenen Freiraumtypen in Osterfeld vom privaten Garten- und Straßenraum bis zum Park

 

Handlungsempfehlungen für verschiedene Freiraumtypen

Im Konzept werden verschiedene Freiraumtypen in Osterfeld charakterisiert und mit Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Entwicklung des jeweiligen Freiraumtyps versehen (siehe Kapitel 5 des Konzeptes). Dazu zählen Privatgärten, Kleingärten, öffentliche Grünflächen, Schulhöfe, Spielplätze, Straßenbäume und -begleitgrünflächen, Wald u.a., für die eine Priorisierung des Handlungsbedarfs vorgenommenen wurde. Für diese werden interdisziplinäre Empfehlungen formuliert, die eine qualitative Aufwertung sowie eine ökologische und klimaangepasste Verbesserung der öffentlichen Räume beschreiben. Vordringliche Handlungsbedarfe an konkreten Flächen werden herausgestellt.

 

Handlungsräume mit Entwicklungszielen und Maßnahmen

Das Freiraumentwicklungskonzept beschreibt 10 Handlungsräume in Osterfeld (siehe Kapitel 6 des Konzeptes), die mit ihren Maßnahmen einen ganz wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität im gesamten Stadtteil leisten sollen. Basis für die Abgrenzung der Räume und die daraus abgeleitete Handlungsstrategie bilden deren Bevölkerungsstruktur, Freiraumversorgung, Freiraumqualität und klimatische sowie ökologische Umweltbedingungen. Die Handlungsräume werden daher als „multicodiert“ bezeichnet, im Sinne von sinnvoller Überlagerung und Verknüpfung verschiedener Funktionen wie beispielsweise Klimaanpassung und Regenwasserbewirtschaftung bis hin zum Aufenthalts- und Erholungsraum, Raum für Spiel und Sport und Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

 

 

Für verschiedene Freiraumtypen (Schulhof, Spielplatz, Parkanlagen und Straßenraum), die sich im Rahmen des Konzeptes als prioritär herausgestellt haben, wurden in Absprache mit den zuständigen Fachbereichen und in planerischer Weiterentwicklung der über die Stadterneuerungsgesamtmaßnahme „Soziale Stadt Osterfeld“ definierten Teilmaßnahmen konkretisierende, objektbezogene Vorplanungen als impulsgebende Beispielprojekte erarbeitet:

 

Schulhof der Erich Kästner-Schule (multicodierter Handlungsraum B)

Für die Teilmaßnahmen Schulhof Erich Kästner-Schule wurde im Rahmen des Freiraumentwicklungskonzepts eine bewilligungsreife Vorplanung für die Einreichung eines Einzelförderantrages bei der Bezirksregierung Düsseldorf erstellt. Bei der Erarbeitung der Vorplanung wurden durch einen zusätzlichen Beteiligungsworkshop mit den Schülern und Lehrern Probleme sowie Wünsche und Bedürfnisse ermittelt. Die bisher oft konkurrierende Nutzung zwischen Jugendlichen und Schülern soll durch eine Neustrukturierung und Ergänzung von Spielmöglichkeiten deutlich entzerrt werden. Die veralteten Spiel- und Klettergerüste sollen abgebaut durch neue, zeitgemäße Geräte mit mehr Spielwert ersetzt werden. Neben Flächen für aktive Spielmöglichkeiten wie Ballspielen, Klettern und Toben sieht die geplante Maßnahme als Pendant dazu Ruhe- und Kommunikationsbereiche vor, insgesamt ist eine naturnahe, gestalterische und nutzungsspezifische Aufwertung des Schulhofes vorgesehen. Zwei geplante Grüne Klassenzimmer können sowohl zu Unterrichtszwecken von Schulklassen als auch nach Schulschluss von Kindern aus der Nachbarschaft als Treffpunkt genutzt werden. Es erfolgt eine Aufwertung der Eingangsbereiche, insbesondere an der Rothebuschstraße. Dies erhöht die Zugänglichkeit für die Schülerinnen und Schüler und stärkt den Aufforderungscharakter, sich den Schulhof als Spielfläche nach Schulschluss anzueignen. Klimatische Verbesserungen durch teilweise Dachbegrünung und Entsiegelung wirken einer Wärmebelastung in den Sommermonaten entgegen.

 

Spielplatz „Ziegelstraße“ (multicodierter Handlungsraum E)

Die Teilmaßnahme Spielplatz Ziegelstraße wurde im ebenfalls als konkretisierende Vorplanung erarbeitet, um einen Einzelförderantrag bei der Bezirksregierung einreichen zu können. Der Spielplatz „Ziegelstraße“ wird als Quartiersspielplatz ausgebaut. Der in den Park integrierte Spielplatz wird neu strukturiert und um Spielangebote und -flächen für Jugendliche erweitert und aufgewertet. In einer ersten Umsetzungsphase, soll der vorhandene Spielplatz saniert und mit neuen, auch für ältere Kinder geeigneten Spiel- und Klettergeräten aufgewertet werden. Dies schließt auch die vorhandenen Wege und die Einfriedung zur Ziegelstraße mit ein. In einem zweiten Schritt wird die Spielplatzfläche in den Park hinein, auf die Wiesenfläche östlich des Hauptweges erweitert. Hier soll ein „Multifunktionsfeld“ für Ballsport- oder eine Fläche zum Skaten und Rollschuhfahren entstehen, welche Kinder und Jugendliche gleichermaßen anspricht. Das neu geplante Feld befindet sich unterhalb eines durch Geländemodellierung gebildeten Aussichtspunktes, von dem aus man den Park überblicken kann.

 

Grünfläche zwischen der Ziegelstraße und der Vestischen Straße (multicodierter Handlungsraum E)

Der Park Ziegelstraße soll zur „dritten“ großen Grünanlage mit Funktion als Quartierstreffpunkt für den Osterfelder Nordwesten entwickelt werden. Für die Parkanlage sieht die konkretisierende Vorplanung eine Neustrukturierung vor, um bestehende Nutzungskonflikte zu entzerren. Aufenthaltsbereiche werden zoniert in einen ruhigeren, schattigeren Bereich am Denkmal, einen sonnigeren Aufenthaltsbereich auf einer Wiese und eine weitere Fläche, die als Hundeauslauffläche freigegeben wird. Neben der Zonierung sind die Aufwertung der Zugänge, die Erweiterung der Wegeverbindungen und die Sicherstellung der barrierefreien Zugänglichkeit von großer Bedeutung. Die Stärkung des Gesamtraumes wird zudem erreicht durch die interne Vernetzung mit angrenzenden Kleingärten sowie Frei- bzw. Brachflächen. Die Parkanlage dient der Vernetzung im Sinne der Biodiversität und als klimatischer Ausgleichsraum. Die Regenwasserversickerung im Park ist stärker als bisher zu berücksichtigen, damit eine gezielte Einbindung in das Starkregenmanagement erfolgt.

 

Straßenraum Vestische Straße (multicodierter Handlungsraum A)

Durch eine Neuordnung des Straßenraumes Vestische Straße (im Bereich zwischen der Bottroper Straße und der Rheinischen Straße) und die Gestaltung des Umfeldes der Haltestelle „Osterfeld Mitte“ soll die Qualität der Vestischen Straße als ÖPNV-, radfahrer- und fußgängerfreundliche Achse gesteigert werden. Dabei soll im Bereich der ÖPNV-Haltestelle eine grüne Platzfläche entwickelt und gestärkt werden. Eines der vorhandenen Wartehäuschen wird durch ein neues und optisch markantes Wartehäuschen auf der Platzfläche vor der Kirche ersetzt. Die Rahmenplanung zur Vestischen Straße schlägt vor, die Möglichkeit einer Fahrradstraße im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Osterfeld bis zur Straße Marktplatz Osterfeld zu prüfen und im nördlichen Abschnitt zwischen Marktplatz Osterfeld und Rheinischer Straße beidseitig Fahrradstreifen auszuweisen. Als weitere Maßnahme wird durch die Betonung der Ein- und Ausgangsbereiche des Straßenabschnittes (Eingänge mit Baumtoren mit Blühaspekt) eine gestalterische Aufwertung der Vestischen Straße erreicht. Durch diese und weitere, vereinzelte Baumpflanzungen entlang des Straßenabschnittes verbessert sich darüber hinaus das Mikroklima des Straßenabschnittes und wird einer Überhitzung in Sommermonaten entgegen gewirkt.

 

Für die beiden großen Parkanlagen Garten Osterfeld und Revierpark Vonderort wurden freiraumplanerische Rahmenplanungen erarbeitet. Hierbei lag das Augenmerk nicht auf konkreten Detail- und Objektplanungen sondern vielmehr auf der Erstellung einer konzeptionellen Strukturplanung unter Berücksichtigung aktueller städtebaulicher und klimatischer Kriterien.

 

Garten Osterfeld (multicodierter Handlungsraum C)

Beim Garten Osterfeld steht die Belebung des Parks mitsamt der Entwicklung der Parkanlage hin zu einer Aufenthalts- und Bewegungsfläche mit generationenübergreifenden Angeboten im Vordergrund. Einige der Strukturen der ehemaligen Gartenschaufläche werden wieder aufgegriffen und neuen Nutzungen zugeführt. So besteht im Nord-Westen der Parkanlage ein Rutschenturm, dessen Holzelemente aufgrund ihres Alters (Baujahr 1999) kurz- bis mittelfristig ausgetauscht werden müssen. Ergänzend soll ein neuer Hangel- oder Kletteraufgang zur Rutsche führen. Zielgruppe dieses Spielbereichs werden die kleineren Kinder zwischen 3 und 6 Jahren sein. Aufenthaltsbereiche für die betreuenden Personen mit Beschattung durch Bäume und vielfältige Sitzgelegenheiten ergänzen die Rahmenplanung für diesen Bereich. Aber auch Angebote, die auf Jugendliche und junge Erwachsene abgestimmt sein werden, werden berücksichtigt. Dazu zählen neue Verweilflächen und attraktive Sportangebote, Grillhütten zur Miete, sowie verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten und eine öffentliche Toilettenanlage. Südlich des Seniorenheims soll eine Boule-Bahn mit Sitzgelegenheiten als Treffpunkt und Verweilmöglichkeit geschaffen werden. Diese wird von neu zu pflanzenden Bäumen auf einem kleinen Hügel gesäumt. Die weitläufigen Freiflächen sollen weiterhin für die verschiedenen Veranstaltungen und Festivals nutzbar bleiben. Außerdem sind Erreichbarkeit und barrierefreie Zugänglichkeit des Gartens Osterfeld wichtige Entwicklungsziele des Konzeptes. Auch der barrierefreie Ausbau der Flachglastrasse (siehe Konzept Kapitel 6.7 Handlungsraum G) mit Anbindung an den Park ist in diesem Zusammenhang angedacht. Des Weiteren soll die Fläche zu einem klimatischen Ausgleichsraum entwickelt werden, in dem Oberflächenwasser gehalten und Frischluft produziert wird. Ergänzend müssen auch gezielte Baumpflanzungen mit einem Fokus auf klimaangepasster Auswahl sowie Anordnung von Gehölzen erfolgen.

 

Revierpark Vonderort (multicodierter Handlungsraum D)

Das übergeordnete Ziel der Rahmenplanung und den daraus resultierenden Maßnahmen für den Revierpark Vonderort ist eine dauerhafte Belebung und die Entwicklung des Revierparks hin zu einer attraktiven und generationenübergreifenden Parkanlage mit vielfältigem Aufenthalts- und Bewegungsangebot sowie einem großzügigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Dabei sollen Süd- und Nordteil des Parks unterschiedlich in Nutzungsintensität und -ausrichtung qualifiziert werden. Angebote wie z.B. eine Mountainbike-Strecke, ein mobiler Kiosk u. ä. sollen von einem externen Betreiber oder über Patenschaften getragen werden. Für beide Parkteile gilt, dass das klimatische Potenzial des Parks, der maßgeblicher klimatischer Ausgleichsraum für Osterfeld ist, als auch seine Bedeutung für den Biotopverbund (vorrangig Biotoptypen Gewässer und Wald) gestärkt und ausgebaut werden sollen. Über die Flachglastrasse (siehe Konzept Kapitel 6.7 Handlungsraum G) sollen die dicht bebauten und hinsichtlich Grünstrukturen unterversorgten Innenstadtbereiche Osterfelds eine Anbindung an den Revierpark erhalten.

 

Parallel zu der vorliegenden Rahmenplanung wurde im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr - RVR ein integriertes Handlungskonzept „Revierpark 2020“ erarbeitet (siehe Drucksache B/16/2175-01 vom 19.12.2016 in Allris). Dieses Konzept beinhaltet für jeden einzelnen Revierpark - so auch für den Revierpark Vonderort - eine konkrete Maßnahmenstrategie und –planung, die mit dem Freiraumentwicklungskonzept Osterfeld sinnvoll zu kombinieren und abzustimmen sein wird.

 

Als Schwerpunktmaßnahme aus dem vorliegenden Freiraumkonzept ist die Modernisierung der vorhandenen Spielbereiche im Südteil anzusehen. Beim Spielplatz an der Hauptwiese soll das vorhandene Kletterspielgerät um einen in den bestehenden Fallschutzbereich integrierten Niedrigseil-Parcours erweitert werden. Die Zielgruppe dieser Anlage sind ältere Kinder bis 14 Jahre. Außerdem soll der Wasserspielplatz komplett umgestaltet werden. Zielgruppe dieses Spielbereichs sind jüngere Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Darüber hinaus sind eine parkübergreifende Laufstrecke mit Beschilderung und Beleuchtung, sowie ein Naturerkundungspfad angedacht. Die Boule-Anlage, momentan im Nordteil gelegen, wird in den Südteil verlagert und mit einem Aufenthaltsbereich kombiniert. Die brachliegende Minigolfanlage wird vollständig zurückgebaut. Im Nordteil wird der Spielplatz im Sinne einer Nutzungskonzentration aufgegeben. Die verwaisten Sportplätze im Nordteil werden zurückgebaut. Ein Teil der Fläche soll zu einer umzäunten Hundefreilaufläche umfunktioniert werden. Flächen des Spielplatzes oder der Sportplätze können Teil der Mountainbike- Anlage werden und entweder durch Geländemodellierung oder Einbauten zum Fahren oder für eine Betreiberstation genutzt werden.

 

Nächste Schritte zur Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Maßnahmen

Das Freiraumentwicklungskonzept Soziale Stadt Osterfeld soll zunächst als städtebauliches Entwicklungskonzept i.S.v. § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB politisch beschlossen werden. Damit einhergehend wird die Verwaltung beauftragt, das Entwicklungskonzept im Rahmen der Stadtentwicklung und Bauleitplanung als freiraumplanerische Leitlinie in die Planungsprozesse innerhalb des Untersuchungsgebietes einzubeziehen und die definierten Handlungsempfehlungen und Entwicklungsziele im Rahmen aller grün- und freiraumplanerischen Entwicklungen und Objektplanungen zu beachten sowie die Umsetzung konsequent zu verfolgen.

Für die beiden, aus dem IHK abgeleiteten konkretisierten Vorplanungen zum Schulhof der Erich-Kästner Schule (IHK-Teilmaßnahme Nr. 8) und zum Spielplatz an der Ziegelstraße (IHK-Teilmaßnahme Nr. 10) sollen als erster Umsetzungsschritt zum Stadtentwicklungsprogramm STEP 2018 im baulich-investiven Bereich im Rahmen der Städtebauförderung bewilligungsreif vorbereitete Einzelförderanträge bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden, um – eine Bewilligung dieser beiden Teilmaßnahmen durch den Fördergeber in 2018 vorausgesetzt – erste praktische, bauliche Umsetzungsschritte des Freiraumentwicklungskonzeptes in Form von „Best-Practice-Beispielen“ vollziehen zu können.

 

 

Kurzfassung

 

Das von der Stadt Oberhausen beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Hoff, Essen hat das Freiraumentwicklungskonzept Osterfeld einschließlich einer dreistufigen Bürgerbeteiligung bearbeitet und den Abschlussbericht vorgelegt.

 

Unter Berücksichtigung der Ziele, Handlungsfelder und Teilmaßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Soziale Stadt Osterfeld“ wird mit dem Freiraumentwicklungskonzept Soziale Stadt Osterfeld eine städtebauliche und landschaftsarchitektonische Aufwertung und Qualifizierung der Grün- und Freiräume in Osterfeld sowie die Vernetzung aller Grün- und Freiräume untereinander sowie mit dem Außenbereich angestrebt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der in der nutzungsspezifischen, ökologischen und klimaangepassten Qualifizierung dieser Bereiche.

 

Das Freiraumentwicklungskonzept beschreibt 10 Handlungsräume in Osterfeld die mit ihren Maßnahmen einen ganz wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität im gesamten Stadtteil leisten sollen. Basis für die Abgrenzung der Räume und die daraus abgeleitet Handlungsstrategie bildete deren Bevölkerungsstruktur, Freiraumversorgung, Freiraumqualität und klimatischen und ökologischen Umweltbedingungen. Für vier Raumtypen wurde in einem geeigneten Maßstab eine Vorplanung mit einer groben Kostenschätzung erarbeitet. Für die beiden großen Parkanlagen wurden konzeptionelle Rahmenplanungen erstellt. Für die weiteren Freiraumtypen wie sonstige Grünflächen, Spielplätze, Friedhöfe, öffentliche Plätze u. a. wurden interdisziplinäre Empfehlungen formuliert.

 

Für die beiden, aus dem IHK abgeleiteten, konkretisierten Vorplanungen zum Schulhof der Erich-Kästner Schule (IHK-Teilmaßnahme Nr. 8) und zum Spielplatz an der Ziegelstraße (IHK-Teilmaßnahme Nr. 10) sollen zum Stadterneuerungsprogramm STEP 2018 im baulich-investiven Bereich im Rahmen der Städtebauförderung bewilligungsreif vorbereitete Einzelförderanträge bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden, um – eine Bewilligung dieser beiden Teilmaßnahmen durch den Fördergeber in 2018 vorausgesetzt – erste praktische, bauliche Umsetzungsschritte des Freiraumentwicklungskonzeptes in Form von „Best-Practice-Beispielen“ vollziehen zu können.

 

Hinweis:

Der Abschlussbericht Freiraumentwicklungskonzept Osterfeld kann auf Grund der Datengröße nur in digitaler Form auf der Homepage der Stadt Oberhausen heruntergeladen werden.

 

https://www.oberhausen.de/de/index/stadtentwicklung-umwelt/stadtentwicklung/stadtteilentwicklung-osterfeld/downloads.php

 

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