Berichtsvorlage - M/16/3103-01

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der Bereich Umweltschutz hat 2016 den Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) mit der Aktualisierung der aus dem Jahre 2003 stammenden und 2007 überarbeiteten Stadtklimaanalyse Oberhausen beauftragt. Anstoß hierfür war ein entsprechendes Angebot des RVR. Der Regionalverband hatte eine Klimaanalyse für das gesamte Ruhrgebiet im Rahmen der Aufstellung des Regionalplans Ruhr erstellt und war nun in der Lage diese kostengünstig und schnell auf die städtische Ebene zu projizieren.

 

Die aktualisierte Fassung der Klimaanalyse Stadt Oberhausen 2017 liegt nun vor und wird in der Sitzung des Umweltausschusses durch einen Vertreter des RVR vorgestellt.

 

Ziel der Untersuchung war die Analyse und Bewertung der klimatischen Situation innerhalb des Oberhausener Stadtgebietes sowie die Ausarbeitung von Planungshinweisen, die vor dem Hintergrund der prognostizierten klimatischen Veränderungen im Laufe des 21. Jahrhunderts eine klimawandelgerechte Stadtentwicklung gewährleisten sollen.

 

In der sog. Klimaanalysekarte sind die verschiedenen Klimatope dargestellt (z.B. Innenstadt-, Stadtrand-, Gewerbe-, Freilandklima), die spezifischen Klimaeigenschaften, Informationen zu lufthygienischen Verhältnissen sowie zum Luftaustausch. Klimatisch bedeutsam sind einerseits die Kaltluftabflüsse von landwirtschaftlichen Flächen im Norden, der Halde Haniel, im Bereich des Sterkrader Waldes, entlang der Bachtäler und aus dem Revierpark Vonderort. Andererseits werden ein Mangel an Park-, Wald- und Freilandklimatopen im Stadtbezirk Alt-Oberhausen sowie bioklimatische Lasträume in den Innenstadtbereichen von Alt-Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade sowie im Bereich Neue Mitte deutlich.

 

Im Hinblick auf die Auswirkungen des globalen Klimawandels für das Oberhausener Stadtgebiet ist zusammenfassend festzustellen, dass die mittleren Jahresmitteltemperaturen in Zukunft voraussichtlich in allen Klimatopen des Stadtgebietes höhere Werte aufweisen als bisher. Vor allem in den bereits heute höher belasteten städtischen Klimatopen wird sich die Belastungssituation noch weiter verschärfen. Da die zu erwartenden Klimaveränderungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben können, von denen insbesondere kranke und ältere Menschen sowie Kleinkinder stärker betroffen sein können, wurden in einer Betroffenheitsanalyse auf Baublockebene Bereiche identifiziert, die aufgrund der klimatischen Situation, der Bevölkerungsdichte und der Altersstruktur eine besondere Sensibilität aufweisen.

 

Abschließend wurden auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse für das Stadtgebiet von Oberhausen Planungsempfehlungen aus stadtklimatologischer Sicht abgeleitet und in der Planungshinweiskarte dargestellt. In den klimatischen Lasträumen der „überwiegend dicht bebauten Wohn- und Mischbebauung“ sowie der „hochverdichteten Innenstadt“ treten die negativen Ausprägungen des Stadtklimas am deutlichsten hervor. Hier werden Maßnahmen wie Förderung des Luftaustauschs, Schaffung verdunstungsaktiver Flächen, kleinräumige Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen, Gebäudebegrünung und Baumpflanzungen empfohlen. Klimatische Ausgleisräume des Freilandes und innerstädtische Grün- und Parkanlagen sollten als thermische Pufferzonen bzw. lokale Kalt- und Frischluftproduzenten gesichert und von Bebauung freigehalten werden.

 

 

 

 

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