Antrag (Koalition SPD-Grüne-FDP) - A/16/3105-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Viele Passanten und Anwohner, insbesondere ältere Menschen, meiden während der Dunkelheit den Bereich Bahnhofsvorplatz Willy-Brandt-Platz. Zu einem Unsicherheitsgefühl trägt natürlich bei, dass auf dem Bahnhofsvorplatz — vor allem vor den dortigen Geschäften –  vermutlich „Drogengeschäfte" angebahnt werden. Doch auch die Beleuchtungssituation auf dem Bahnhofsvorplatz und vor den gegenüberliegenden Geschäften wird als mangelhaft wahrgenommen.

 

Eine deutlich hellere und insgesamt bessere Beleuchtung könnte dazu beitragen, dass „Drogenhändler" abgeschreckt werden und sich Passanten und Anwohner sicherer fühlen.

 

Für die allgemeine Stärkung des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung ist nicht nur die Beseitigung von objektiv feststellbaren Missständen im öffentlichen Raum von Bedeutung. Es geht auch darum, subjektiv empfundene, individuelle Ängste der Menschen in unserer Stadt ernst zu nehmen, auch wenn diese nicht durch Fakten untermauert werden. Wenn es gelingt, das Sicherheitsgefühl aller Teile der Bevölkerung zu erhöhen, steigert dies auch die Wohn- und Lebensqualität in Oberhausen.

 

Dies bedeutet auch, sich so genannten Angsträumen zu widmen. Die so bezeichneten Areale im öffentlichen Raum müssen dabei weder in der Vergangenheit als besondere Kriminalitätsschwerpunkte aufgefallen sein, noch muss dort nach aktuellen Erkenntnissen eine besondere Gefährdung für Anwohner bzw. Passanten bestehen. Wird ein bestimmtes Areal – ein Weg, eine Straße, ein Platz – von Menschen aus einem diffusen Angstgefühl heraus gemieden, gilt es, dieses Gebiet nach Möglichkeit so zu gestalten, dass alle Bürgerinnen und Bürger sich dort wieder angstfrei bewegen können.

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, durch welche Maßnahmen die Beleuchtung auf dem Bahnhofsvorplatz / Willy-Brandt-Platz optimiert werden kann. Zudem wird darum gebeten, die Beleuchtung der Bänke zu überprüfen und bei Notwendigkeit instand zu setzen. Sofern in einigen Bereichen die Zuständigkeit der Deutschen Bahn oder der STOAG gegeben sein sollte, wird diesbezüglich um Absprache gebeten.

 

Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, weitere Angsträume in Oberhausen zu definieren und diejenigen Faktoren herauszuarbeiten, die das entsprechende Areal zu einem Angstraum machen. Sollten diese durch städtebauliche Maßnahmen wie z.B. eine bessere Ausleuchtung von dunklen Ecken zu entschärfen sein, wird die Verwaltung weiter gebeten, dahingehende Vorschläge zu unterbreiten. Bei der Realisierung solcher Maßnahmen ist darauf zu achten, Mittel aus städtebaulichen Förderprojekten wie dem Brückenschlag zu akquirieren.

 

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