Berichtsvorlage - M/16/2974-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Stadtbibliothek Sterkrade - erstes Resümee
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Bert-Brecht-Bildungszentrum
- Bearbeitung:
- Andrea Hagedorn
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Anhörung
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07.11.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Kenntnisnahme
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16.11.2017
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Stadtbibliothek Sterkrade - erstes Resümee
Seit März 2016 ist die neue Stadtbibliothek Sterkrade geöffnet. Nach gut 1 ½ Jahren Praxiserfahrung ist es nun an der Zeit, eine erste Berichterstattung über den Wiedereröffnungszeitraum zu geben.
Die neue Stadtteilbibliothek in Sterkrade wurde mit ihrer Wiedereröffnung am neuen Standort Wilhelmstraße auch konzeptionell neu ausgerichtet. Sie erhielt dabei einen eigenständigen inhaltlichen Schwerpunkt. Das auch dem Kulturausschuss vorgelegte Konzept der „Bibliothek der Generationen“ fußt darauf, neben generationen- und altersbezogenen Angeboten auch insbesondere intergenerative Angebote zu präsentieren und die Bibliothek somit mit einer eigenen Identität, verbunden als zentrales kulturelles Zentrum, für den gesamten Stadtteil zu entwickeln. Das beinhaltet, dass die Stadtbibliothek Sterkrade einen sehr eigenständigen, aber auch für das gesamte Oberhausener Bibliothekssystem wichtigen Aufgabenschwerpunkt zugewiesen bekommen hat. Dieses spiegelt sich sowohl am (gegenüber der alten Bibliothek deutlich reduzierten) Medienbestand, wie auch an den übrigen Angeboten und den Veranstaltungen wider. Neben den für aktuelle Bibliotheken üblichen Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Familien wurden Angebote für die einzelnen Generationen, aber auch und insbesondere zusammenführende, generationsübergreifende Angebote neu entwickelt. Zusätzlich unterstützt wurde diese Schwerpunktsetzung durch entsprechende Projektförderungen des Landes NRW. Im Jahr der Neueröffnung konnten auf der Grundlage des Konzeptes der Bibliothek der Generationen nicht nur die „Alt-Kundinnen und Kunden“ begrüßt werden, sondern bereits 1.166 Neuanmeldungen aller Altersgruppen (= Kundinnen und Kunden, denen ein neuer Ausweis ausgestellt werden konnte) gezählt werden. Diese positive Entwicklung hat sich auch im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt, wo bereits zur Jahresmitte 607 neue Kunden zu verzeichnen waren. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass die neue Bibliothek beim Sterkrader Publikum besonders gut ankommt und damit gegenüber der alten Zweigstelle einen wesentlich stärkeren Zulauf zu verzeichnen hat. Aber auch die Zahl der Bürger/innen, die ohne Bibliotheksausweis die Bibliothek nutzen, um beispielsweise die Zeitungen und Zeitschriften kostenfrei zu lesen, die allein und/oder in Gruppen in den neu angebotenen Lernräumen arbeiten oder Veranstaltungen und Ausstellungen besuchen, ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2016 - beginnend ab Anfang März - waren es bereits knapp 59.000 Besucher/innen. Bis zum 30. September diesen Jahres besuchten sogar bereits über 50.000 Bürger/innen die Bibliothek. Zum Vergleich waren es im Jahr 2015 am alten Standort 46.000 Besucher bis Ende November (Schließung der Bibliothek). Der Trend zeigt, dass die erhöhte Nutzung der Bibliothek nicht nur im Eröffnungsjahr besonders hoch war, sondern auch im aktuellen Jahr anhält und sogar noch gesteigert werden konnte. Gestiegen sind ebenfalls die Ausleihzahlen. 2016 wurden ab Eröffnung im März knapp 100.000 Medien entliehen. Besonders gut entliehen wird die Ratgeberliteratur (Medizin, Reiseführer, Psychologie), aber auch Filme und Kindermedien. Im davor liegenden Jahr 2015 wurden 5000 weniger Ausleihen gezählt.
Besondere Angebote der Bibliothek der Generationen
Unterstützt durch eine Landesförderung konnten für die Zielgruppe der älteren Nutzerinnen und Nutzer folgende Angebotsschwerpunkte besonders ausgebaut werden: Belletristik (Großdruckbücher), Ratgeber Literatur, Sachliteratur und Hörbücher.
Außerdem wurden Medienboxen mit Materialien und Anregungen zur Beschäftigung von und mit demenzkranken Menschen angeschafft. Diese stehen sowohl betreuenden Privatpersonen als auch Betreuungseinrichtungen wie Seniorentreffs, Pflegeheimen und anderen Institutionen zur Ausleihe zur Verfügung und beinhalten diverse Medien zum Thema Alzheimer und Demenz sowie aktivierende Spiele und Vorlesebücher für diesen Personenkreis.
Es wurden zudem drei DAISY-Abspielgeräte angeschafft. Mit diesem Gerät können blinde und/oder sehbehinderte Menschen ein Hörbuch selbständig abspielen. DAISY-Bücher sind Hörbücher auf CD-ROM. Damit ein ganzes Buch auf eine DAISY-CD passt, werden die Audiodateien im mp3-Format komprimiert. DAISY-CDs sind zusätzlich mit einer Struktur versehen, die es ermöglicht mit ihnen zu navigieren, so als ob man ein Buch in Händen hält in dem man blättert: Es können einzelne Kapitel oder Überschriften angewählt werden, man kann sich den letzten Absatz noch einmal vorlesen lassen und sich per Tastendruck die Länge eines Buches bzw. die abgelaufene und die noch verbleibende Spielzeit der CD ansagen lassen. Sowohl die hierfür notwendigen Hörbücher wie auch die Abspielgeräte können ausgeliehen werden.
Regelmäßige Angebote der „Bibliothek der Generationen“
Repair-Café
Von Beginn der Planungen stand fest, dass - insbesondere mit Blick auf die ältere Generation - ein Repair-Café in der neuen Bibliothek installiert werden sollte. Die Bewegung der Repair-Cafés stammt aus den Niederlanden und hat sowohl ökologische Gesichtspunkte (Weg-Werf-Gesellschaft - Nein danke!) wie auch die Idee der Stärkung des Gemeinsinns und der Nichtkommerzialität zum Ziel. Qualifizierte ehrenamtliche Menschen stellen bei diesem Konzept anderen (häufig älteren) Menschen ihre Fachkompetenz bei kleineren Elektroreparaturen, Näharbeiten etc. unentgeltlich - ggf. gegen eine freiwillige Spende - zur Verfügung. Im Laufe der letzten Jahre ist diese Idee in vielen Städten, auch in Deutschland, insbesondere von kirchlichen Gruppen oder Organisationen des Gemeinwohls, aufgegriffen worden. Aber auch Bibliotheken haben diesen Gedanken, der ja durchaus nahe liegt, zunehmend übernommen und bieten in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlern regelmäßig ein Repair-Café an. Seit der Wiedereröffnung der Bibliothek in Sterkrade wird gemeinsam mit der Lebenshilfe Oberhausen e. V., basierend auf dem bei der Lebenshilfe vorhandenen großen Stammes an Ehrenamtlichen, das Repair-Café regelmäßig einmal im Monat in der Bibliothek durchgeführt.
Obwohl es inzwischen in anderen Stadtteilen Oberhausens ebenfalls ein vergleichbares Repair-Café-Angebot gibt, hat sich seit der Eröffnung der Bibliothek im März 2016 gezeigt, dass sowohl vonseiten der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, wie auch vonseiten der Sterkrader Bevölkerung das Angebot hervorragend angenommen wird.
Regelmäßig besuchen ca. 20 Personen das Repair-Café in Sterkrade und bringen defekte Kleingeräte oder Kleidungsstücke mit. Hauptsächlich Menschen der Generation 60+ nutzen dieses Angebot. Repariert werden z. B. oft Föns, Kaffeemaschinen oder Audio-Anlagen. Bei den Näharbeiten werden z. B. fehlende Knöpfe angenäht, Nähte müssen erneuert werden. Bei jedem Repair-Café sind 3 - 4 Ehrenamtliche für die Elektroarbeiten und 1 - 2 für die Näharbeiten eingesetzt. Pro Reparaturversuch beträgt die eingesetzte Zeit durchschnittlich zwischen 15 bis 30 Minuten. Danach sind ca. 80 % der defekten Geräte oder der Kleidung wieder einsatzbereit und sowohl die Kunden wie auch die Helfer äußerst zufrieden.
Ebook-Sprechstunde
Einmal monatlich findet, organisiert durch eine Honorarkraft, eine Ebook-Sprechstunde in der Bibliothek statt, die insbesondere von älteren Menschen genutzt wird, um sich mit einer individuellen Beratung in die Nutzung des eigenen Ebook-Readers einführen zu lassen. Da es inzwischen an den angebotenen Terminen vermehrt zu längeren Wartezeiten gekommen ist, werden, um die Wartezeit zu verkürzen, seit September Zeitfenster mit den Nutzerinnen und Nutzern vereinbart. Im Schnitt nutzten jeweils 12 Teilnehmer/innen das Angebot. Da dieses Angebot so gut wahrgenommen wird, soll eine vergleichbare Beratung ab sofort auch in der Zentralbibliothek realisiert werden.
Schachtreff Sterkrade
Jeden zweiten Dienstag findet, gemeinsam organisiert mit dem Schulschachzentrum Oberhausen und dem Schachverein Schwarze Dame Osterfeld 1988, ein Schachtreff in der Bibliothek statt. Die Teilnehmerzahl erhöht sich kontinuierlich. Besonders erfreulich ist, dass bei diesem Angebot alle Generationen vertreten sind (ca. 15 Teilnehmer im Alter von 5 bis 70 Jahren). Mittlerweile kommen die Teilnehmer/innen auch außerhalb der Termine und nutzen die vorhandenen Schachbretter.
Lese- und Vortragsveranstaltungen
Seit dem vergangenen Jahr haben eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen in der Stadtbibliothek Sterkrade stattgefunden, die vom Sterkrader Publikum in der Regel gut angenommen wurden. Dabei sind sicherlich herausragend zu nennen die Lesungen von Gerburg Jahnke und die Whisky-Lesung mit Verkostung von Reinhard Schüssler, die im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der NRZ stattfand. In diesem Jahr ragt besonders die Lesung von Kai Magnus Sting hervor, der im Rahmen des Sterkrader Lesesommers aus seinem Buch „Tod unter Gurken“ gelesen hat. Der gemeinsam mit dem Citymanagement Sterkrade und vielen anderen Partnern im vergangenen Jahr ins Leben gerufene „Sterkrader Lesesommer“ ist darüber hinaus ein gelungenes neues kulturelles Veranstaltungsangebot für den Stadtteil, das sicherlich auch in den kommenden Jahren fortgeführt wird.
Die nächste besondere Lesung in der Bibliothek findet am 09. November 2017 statt, wenn Cornelia Stolze aus ihrem Buch „Verdacht Demenz“ lesen wird. Die Wissenschaftsjournalistin erklärt in ihrem Buch verständlich und fundiert, wie verbreitete Erkrankungen, Medikamente oder Operationen geistige Störungen hervorrufen und so eine Demenz vortäuschen können. Diese Lesung reiht sich damit in das auch fachlich orientierte Veranstaltungsangebot der Bibliothek Sterkrade ein.
Spieletreff
An bisher vier Samstagen wurde durch eine Fachkraft ein angeleiteter Spieletreff neu in der Bibliothek Sterkrade angeboten. Ziel war es, die gesamte Familie mit diesem Angebot zu erreichen. Gespielt wird dabei sowohl an den Konsolen wie auch an traditionellen Brettspielen. Insgesamt kamen zu diesem Angebot bisher rund 40 Interessierte.
Gedächtnistraining
Im Laufe des Jahres 2017 fanden in Abstimmung mit der VHS erstmals drei Workshops zum Gedächtnistraining statt. Alle angebotenen Termine waren ausgebucht. Die Veranstaltungen waren mit jeweils 15 Teilnehmer/innen regelmäßig ausgebucht.
Weitere terminierte Angebote für die Zielgruppe 60+
Erstmals in der Stadtbibliothek Sterkrade wird an zwei Nachmittagen im kommenden November ein Singcafé für die Generation 60+ und ein Tanzworkshop angeboten.
Geplant ist des Weiteren ein eintägiger Handarbeitskurs.
Gesamtüberblick Veranstaltungen
Neben den bereits genannten Veranstaltungen führte die Stadtbibliothek Sterkrade im Jahr 2016 insgesamt 90 Aktionen für die unterschiedlichen Nutzergruppen durch. Hierzu zählen z. B. Bibliothekseinführungen für Kindertageseinrichtungen ebenso wie für Schulen, Aktionen für Kinder, Lesungen, der Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbes des Bezirkes Niederrhein etc. Bis Oktober 2017 wurden bereits jetzt schon 65 vergleichbare Aktionen durchgeführt. Damit ist ein für die Mitarbeiterinnen vertretbares Limit erreicht.
Auf der Präsentationsfläche konnten zudem im Jahr 2016 fünf unterschiedliche Ausstellungen gezeigt werden. Im laufenden Jahr 2017 sind es bis Oktober ebenfalls bereits vier Ausstellungen.
Nutzung durch andere Institutionen
Im laufenden Jahr hat die VHS erstmals ein Kursangebot speziell für die Generation + in der Stadtbibliothek Sterkrade angeboten. Schwerpunkte waren und sind die Internet- und Smartphone-Nutzung. Die Kursteilnehmer/innen waren sehr erfreut, dass diese Angebote nun auch ortsnah in Sterkrade genutzt werden können.
Im 2. Halbjahr 2017 wird das St. Clemens Hospital die Räumlichkeiten, wie im Vorjahr, erneut für eigene Vortragsveranstaltungen anmieten. Während dieser Veranstaltung ist kein Bibliothekspersonal vor Ort, sodass der Veranstalter selbst für den ordnungsgemäßen Ablauf der Veranstaltung sorgen muss.
Auch die VIACTIV-Krankenkasse nutzte im Jahr 2016 das Angebot der Raumanmietung und führte in der Bibliothek außerhalb der Öffnungszeiten öffentlich zugängige Informationsveranstaltungen durch.
Außerdem wird die Veranstaltungsfläche mittlerweile wiederholt von städtischen Fachbereichen genutzt. So fand die Bürgerinformation zum Rotbachkonzept ebenso in den Räumlichkeiten der Bibliothek statt wie die Infoveranstaltung zur Bürgerbeteiligung und andere.
Ausblick auf den Lesegarten
Seit einigen Wochen liegt der Zuwendungsbescheid des Landes zur Förderung des Ausbaus der Terrasse zum Lesegarten vor. Ab dem kommenden Jahr wird es dann bei entsprechender Witterung möglich sein, sich im Außengelände aufzuhalten, sich zu treffen und zu schmökern. Teil des eingereichten Konzeptes ist die Nutzung einer vorhandenen Teilfläche als grüne Stadt (Urban Gardening). Zahlreiche attraktive Hochbeete, die mit Kräutern und Gemüsepflanzen bepflanzt werden, sollen den Aufenthalt in der Bibliothek noch intensiver und abwechslungsreicher gestalten und zum Mitmachen anregen. KTE-Gruppen, Schulklassen und Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen im Umfeld werden einzeln oder als Gruppe die Patenschaften und die Pflege einzelner Hochbeete übernehmen und haben z. T. bereits großes Interesse signalisiert. Die dort zu ziehenden „gesunden“ Kräuter und Gemüsesorten sollen dann von Anwohnern der Innenstadt kostenfrei geerntet und für ihre Küche ergänzend genutzt werden können. Somit entsteht ein weiteres intergeneratives, nichtkommerzielles Angebot im Zusammenhang mit der Bibliothek, dass den oben bereits beschriebenen Ansatz fortschreibt und mit ziemlicher Sicherheit zu einem Ort wird, der gleichzeitig die Ideen von Gemeinsinn, von Ökologie und gesunder Ernährung praktisch umsetzt.
Überörtliche Resonanz
In den bibliothekarischen Fachdiskussionen auf überörtlicher Ebene ist die neue Stadtbibliothek Sterkrade inzwischen bekannt und anerkannt mit dem Schwerpunkt auf die Themen „Bibliothek als Treffpunkt“, weitergehende Angebote in der Bibliothek, Barrierefreiheit, Neuausrichtung der bibliothekarischen Angebote. Das spiegelt sich in diversen Fachtagungen, die bereits in der Bibliothek in Sterkrade stattfanden, in diversen Vorträgen (z. B. auf dem Bibliothekartag 2017 in Frankfurt/M., bei der Bundesbaufachtagung 2016 in Hanau, bei der Sektionstagung des Deutschen Bibliotheksverbandes 2017 in Wiesbaden), in Fachzeitschriften (ProLibris, Buch und Bibliothek) und bei externen Fachbesuchern, die sich die Bibliothek zeigen lassen und sich dort Anregungen für ihre eigenen Überlegungen holen (zuletzt Bürgermeister und Planungsverantwortliche der Stadt Nordhorn) wider.
Kurzfassung
Die Stadtbibliothek Sterkrade legt nach 1½jährigen Wirken auf der neuen Fläche an der Wilhelmstraße eine erste Auswertung vor. Das Konzept der „Bibliothek der Generationen“ wurde seit der Neueröffnung im März 2016 konsequent umgesetzt und inhaltlich weiter entwickelt. Sowohl die Ausleihentwicklung, die Zahl der Neuanmeldungen wie auch die Vor-Ort-Nutzung konnten gegenüber der Situation am alten Standort deutlich gesteigert werden. Die Stadtbibliothek Sterkrade ist inzwischen ein in der Sterkrader Bevölkerung beliebter Ort für Bildung und Kultur, aber auch zentraler Treffpunkt und Lernort mit positiver Ausstrahlung für den Stadtteil. Die Zahl der durchgeführten Veranstaltungen konnte auf ein bisher in der Sterkrader Bibliothek nicht gekanntes Maß gesteigert werden. Der für das kommende Jahr vorgesehene Ausbau des Lesegartens mit dem Angebot des Urban Gardenings für alle Altersgruppen wird die Palette sinnvoll abrunden. Die positive Wahrnehmung der Entwicklung der Bibliothek in Sterkrade und ihre Neuausrichtung ist in der überörtlichen bibliothekarischen Fachdiskussion äußerst intensiv und beispielhaft.
