Berichtsvorlage - M/16/2831-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

1. Grundlagen und Rahmenbedingungen

Im Kursjahr 2017/2018 bieten Volkshochschule, Jugendparlament und die Jugendförderung der Stadt Oberhausen erstmalig gemeinsam eine „kommunalpolitische Werkstatt“ an. Dabei handelt es sich um eine offene Fortbildungsreihe für Oberhausener Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 13 und 23 Jahren, die sich sozial, gesellschaftlich, politisch oder sonst in Oberhausen engagieren oder sich zukünftig engagieren wollen.

 

Die Fortbildungsreihe gliedert sich in vier unterschiedliche Module: Im ersten Modul geht es um die Verbesserung der eigenen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten im Rahmen von Angeboten aus dem Bereich Rhetorik.

 

Beim zweiten Modul geht es um die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem wichtigen gesellschaftlichen Thema.

 

Beim dritten Modul steht das Kennenlernen wichtiger örtlicher Akteure oder Institutionen im Mittelpunkt und im abschließenden vierten Modul gibt es die Gelegenheit, im Rahmen eines kommunalpolitischen Praktikums, exklusive Einblicke in die Arbeit und den Alltag politischer Akteure vor Ort nehmen zu können und in einen direkten Austausch mit diesen zu kommen.

 

Alle Veranstaltungen im Rahmen der Fortbildungsreihe sind entgeltfrei. Die Teilnahme an einzelnen Modulen/Veranstaltungen ist möglich. Bei Teilnahme an Veranstaltungen aller vier Module gibt es am Ende des Bildungsjahres ein VHS-Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Anmeldungen sind über die VHS, Jugendparlament oder die Jugendförderung möglich. Für Rückfragen stehen Hendrik Detmers vom Jugendparlament, Carina Neiß aus der städtischen Jugendförderung oder Matthias Ruschke von der VHS gerne zur Verfügung.

 

2. Inhalte und Termin(e) des ersten Moduls

Das erste Modul besteht aus zwei Seminaren: „Gegen die Nervosität bei Rede- und Vortragssituationen: Ein Seminar zur Atem- und Stimmbildung“ sowie „Argumentieren will gelernt sein: Rhetorik-Seminar zur besseren Argumentation“.

 

Im ersten Seminar lernen die Jugendlichen unter Anleitung einer Sprechwissenschaftlerin wie man erfolgreich Reden hält und Vorträge präsentiert. Anhand von Übungen werden die Jugendlichen feststellen, wie man seine/ihre Stimme benutzt und wie man beim Reden atmet bzw. wie man die Atemtechnik optimieren kann. Inwieweit das Auswirkungen auf das Sprechen hat, sollen die Jugendlichen im Seminar erfahren. Nervosität in Rede- bzw. Vortragssituationen und der Umgang damit ist ein weiteres Thema des Seminars. Das Seminar findet am Montag, 23. Oktober 2017, von 10 bis 17 Uhr in der VHS Oberhausen (Bert-Brecht-Haus, Langemarkstr. 19-21, 46045 Oberhausen) statt.

 

Im zweiten Seminar geht es um die politische Diskussion und darum seine/ihre Meinung klar und deutlich formulieren zu können. Die besseren Argumente entscheiden darüber, ob andere von Vorhaben überzeugt werden können. In diesem Seminar soll geklärt werden, welche Argumentationsstrukturen es überhaupt gibt. Außerdem soll die Frage geklärt werden: Wie viele Argumente brauche ich, um meinen Standpunkt klar zu machen und mich verständlich auszudrücken? Am Ende des Seminars soll eine kleine Debatte stattfinden. Dieses Seminar findet am Dienstag, 24. Oktober 2017, von 10 bis 17 Uhr in der VHS Oberhausen (Bert-Brecht-Haus, Langemarkstr. 19-21, 46045 Oberhausen) statt.

 

2. Inhalte und Termin des zweiten Moduls

Das zweite Modul ist eine Kombinationsveranstaltung aus Vortrag und Workshop. Das Thema und das Veranstaltungsformat wurden mit dem Jugendparlament abgestimmt. Das folgende Thema ist Inhalt der Veranstaltung: „Gefährliche Bürger – Argumentieren gegen Rechts. Ein Workshop wider die Neue Rechte für Jugendliche und junge Erwachsene“.

 

Der Autor und Publizist Christoph Giesa warnt in seinem Buch „Gefährliche Bürger“ (Hanser Verlag 2015) vor der Gefahr für die Demokratie durch neurechte Strömungen. Die so genannten „gefährlichen Bürger“, die er beschreibt, sind Rechtsintellektuelle, die über ihre Medien gezielt Ängste der bürgerlichen Mitte schüren, um den Zorn der Wut- und Frustbürger auf die Schwächsten zu lenken.

 

Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops mit Christoph Giesa gibt es die Möglichkeit mehr darüber zu erfahren, wie die Neue Rechte arbeitet, welche Strategien und welche Politik sie verfolgt. Die Teilnehmer/-innen begeben sich gemeinsam auf die Suche nach Vorschlägen, was gegen das Erstarken der Neuen Rechten getan werden kann und erarbeiten konkrete Vorschläge, ihrem Populismus zu begegnen, stellen Argumente auf die Probe und stärken die Kommunikationsfähigkeiten.

 

Der Workshop richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene (bis 23 Jahre) und findet in einer Kooperation von VHS Oberhausen, Jugendparlament Oberhausen, städtischer Jugendförderung sowie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro NRW, statt.

 

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 28. November 2017, von 18 bis 20:30 Uhr in der VHS Oberhausen (Bert-Brecht-Haus, 3. Etage, Raum 330, Langemarkstr. 19-21, 46045 Oberhausen) statt.

 

3. Inhalte und Termine des dritten und vierten Moduls

Das dritte Modul besteht aus einer politischen Exkursion und soll dem Kennenlernen wichtiger politischer Institutionen/Akteure dienen. Das genaue Ziel dieser Exkursion wird noch gemeinsam mit Jugendlichen des Jugendparlaments abgestimmt. Wichtige Punkte sollen jedoch erlebnisreich und konstruktiv durch Jugendliche selbst erkundet werden. Dieses Modul soll im Frühjahr 2018 stattfinden.

 

Das vierte Modul besteht aus einem kommunalpolitischen Praktikum. Jugendliche haben die Gelegenheit, Kommunalpolitiker/innen und/oder Beigeordnete und/oder Dezernent/innen der Stadtverwaltung einen Tag lang bzw. zwei halbe Tage zu begleiten. So erhalten die Jugendlichen Einblicke in aktuelle kommunalpolitische Themen und Abläufe und lernen wichtige Akteure der Kommunalpolitik vor Ort persönlich kennen. Ziel ist es, Interesse für das kommunalpolitische Geschehen zu wecken. Dieses Modul soll kurz vor den Sommerferien 2018 stattfinden. Die Termine werden individuell vereinbart.

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