Berichtsvorlage - M/16/2941-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

 

Denken, Diskutieren, Experimentieren, Lesen, Aufregen, Entspannen: Lernen ändert alles. Aber nicht nur Lernen verändert. Viele Prozesse der Wissensgesellschaft verändern in beschleunigtem Tempo die Lebens- und Arbeitsumgebung und unsere Lernforderungen und das Lernen selbst. Wie eine Spirale dreht sich eine Bildungseinrichtung in diesen Prozessen und macht sie in diesem Kursjahr selbst zum Thema. Dabei geht es im Fokus nicht um Technik, sondern um Veränderungen und unser Umgehen und unsere Aufmerksamkeit, ob Reformation, Metamorphosen, Medizin, unsere Stadt oder auch die Europäische Union. Wie immer wollen wir uns mit den Menschen in Oberhausen gemeinsam auf den Weg machen und uns in unsicheren Zeiten sicher weiterbilden. Denn: auf jeden Fall bleibt die VHS in steter Veränderung sicher und wandelbar an der Seite der Menschen in Oberhausen.

 

Das Jahresprogramm 2017/18 enthält neben Standards der kommunalen Daseinsvorsorge in Sachen Weiterbildung wie z.B. Sprachen und EDV eben diesen Themenschwerpunkt und Neuerungen, die zu technischen Anforderungen, Entwicklungen des Arbeitsmarkts, sozialen Veränderungen, politischen Ereignissen sowie kulturellen Konzepten entwickelt wurden. Das heißt, ein volles Programm bietet Möglichkeiten, sein Leben zu verändern, denn eine neue Kompetenz kann vieles bewegen, ein Zertifikat neue Wege öffnen und eine neue Lerngruppe das eigene soziale Gefüge nochmal neu mischen.

In bewährter Zusammenarbeit mit anderen politischen und sozialen Einrichtungen sind auch in diesem Jahr Kooperationsprojekte und Veranstaltungen in das Programm eingeflossen, wie z. B: die Ehrenamtsreihe, die Reihe zu den Wahlen und Traditionen wie das interkulturelle Fest im Dezember oder die Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospiz e.V.

 

Bewährt, aber neu mit Florian Fiedler, ist die Zusammenarbeit mit dem Theater, dessen Stücke auch mit Passung im Schwerpunktprogramm der Volkshochschule angekündigt werden.

 

Die biografische Perspektive der Volkshochschule schärft den Blick für alle Lebens- und Lernphasen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Gestaltung von Übergängen im gesamten Bildungslebenslauf, aber auch auf Neustarts wie bei Schulabschlüssen, Bildungsberatung, Anerkennungsberatung, Geflüchtetenarbeit. So baut die Volkshochschule mit den Menschen gemeinsam an der individuellen Lebens-, Arbeits- und Lernbiografie. Dabei spricht sie in erster Linie drei biografisch begründete Lern- und Bildungsperspektiven Erwachsener an:

 

  • früher Versäumtes nachzuholen – z.B. Schulabschlüsse, allgemeine und berufliche Grundbildung, Fremdsprachen;
  • vorhandene Qualifikationen und Schlüsselkompetenzen zu erweitern und zu stärken –wie Medien- und Sprachkompetenzen, Kommunikations- und Lernfähigkeit, soziale Kompetenzen;
  • neue Anforderungen zu meistern, die persönliche, berufliche und soziale Lebenssituationen mit sich bringen.

 

Hinzugekommen ist seit über zwei Jahren die Lebens- und Bildungsperspektive der zahlreichen Neuzuwanderer aus Krisengebieten. Auch hier versuchen Volkshochschule und viele Träger und Einrichtungen in Oberhausen gemeinsam, Perspektiven und Wege für die Menschen in Oberhausen zu schaffen.

 

In vielen Programmsegmenten sind wiederum Angebote ausgewiesen, die – ähnlich der jährlichen Sommerakademie – im sogenannten DOME-Verbund gemeinsam mit den benachbarten Volkshochschulen in Mülheim, Duisburg und Essen konzipiert worden sind. Diese Kooperation leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung regionaler Strukturen in der Weiterbildung. Sie ermöglicht es den beteiligten Volkshochschulen, bei  kommunalem Zuschuss die verbleibenden Mittel effizienter einzusetzen.

 

Die Angebote in den einzelnen Programmsegmenten werden auf Basis fachbereichsbezogener Budgets geplant. Dies ermöglicht sowohl fachbereichsbezogen als auch insgesamt für alle Beteiligten ein kontinuierliches Controlling und Steuerung bzw. Nachsteuerung im Laufe eines Bildungsjahrs, mindestens quartalsweise. Basis ist ein Set von drei Leistungs- sowie zwei korrespondierenden Finanzkennzahlen (geplante Unterrichtseinheiten, maximaler Ausfall, erwartete Teilnehmer/innenzahl, Honorarbudget sowie Einnahmeerwartung).

 

Grundbildung, Schulabschlüsse und Integrationskurse werden entsprechend der sozialen Lage in Oberhausen mit großem Aufwand quantitativ wie qualitativ auf einem hohen Niveau gehalten, u.a. mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, um den Bedarfen entsprechen zu können. Im Vergleich mit anderen Ruhrstädten kann die Volkshochschule Oberhausen eine hohe Teilnehmendenzahl mit sehr guter Erfolgsquote bei ihren Bildungsschritten begleiten. Die Nachfrage ist unverändert hoch und steigt eher noch. Mit der Beanspruchung von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds und der damit möglichen Ausweitung der Kurse nehmen im Bereich der Grundbildung mittlerweile doppelt so viele Teilnehmende bei der Volkshochschule Oberhausen wie vor zehn Jahren teil. Ein neuer Fokus wird in Zukunft auf der Erwerbung von Schulabschlüssen für Neuzugewanderte liegen. Die ersten sind bereits in den Kursen angekommen und lernen mit ehrenamtlicher Unterstützung. Für die weitere Arbeit sind Konzepte entwickelt und werden von der neuen Landesregierung hoffentlich auch in Struktur und Finanzierung gestützt. Die Integrationskurse sind wiederum mit  nahezu der Hälfte der Unterrichtsstunden Stundenanteil als größtes aller Themen im Programm vertreten.

Die hohe Zahl Neuzugewanderter stellt die VHS vor besondere Herausforderungen, nicht nur quantitativ. Sowohl politisch, rechtlich als auch ökonomisch sind nahezu wöchentlich die Bildungsarbeiten neu zu sortieren, zu beantragen und in Kooperationen durchzuführen. Das bindet zurzeit und auch in Zukunft Mitarbeiter/innen der Einrichtung in erheblichem Umfang zusätzlich.

 

Sämtliche Programmteile und Fachbereiche der Volkshochschule sind nach der Europäischen Qualitätsnorm DIN EN 9001 zertifiziert und wurden im September des vergangenen Jahres sehr erfolgreich auditiert. Das Qualitätsmanagement der Volkshochschule erfasst alle Arbeitsprozesse und überprüft die Standards regelmäßig. Prozesse wie ein kontinuierliches Verbesserungsmanagement, Beschwerdemanagement, Kundenbefragungen, Einarbeitungspläne, eine Dokumentenmatrix haben die Arbeit nicht nur strukturiert, sondern auch qualitativ verbessert, vor allem in Bezug auf die Teilnehmenden. Zurzeit bereitet sich die VHS auf die Einführung der neuen ISO Norm 9001:2015 vor inklusive neuer Prozesse wie Risiko- und Wissensmanagement.

Auch das ist eine Veränderung, die im Gleichklang mit der Dynamik der Zusammenarbeit im Bereich mit der Bibliothek das nächste Arbeitsjahr prägen wird. Zugleich ist die Kontinuität von annähernd 100 Jahren Weiterbildung ein Thema, auf das sich die VHS beginnt vorzubereiten, denn 2019 wird das 100jährige Jubiläum dieser Einrichtung gefeiert.

Mit dieser Vorlage legt die Volkshochschule ihr Bildungsprogramm 2017/18 vor, wie es am 28. April durch die VHS-Versammlung einstimmig verabschiedet worden ist.

 

Wie im letzten Kulturausschuss angeregt, ist das beständige Programm in ALLRIS verfügbar und wurde nicht mehr gedruckt und verschickt.


Produkt 040401

Bildungsangebote im Rahmen des WbG

 

A    Gesellschaft – Politik - Mensch

 

 

Im kommenden Kursjahr wird es in der politischen Bildung wieder einen abwechslungsreichen Mix an unterschiedlichen Angeboten und Veranstaltungsformaten geben, die sich auf verschiedenartige Weise mit wichtigen politischen und gesellschaftlichen Themen und Fragestellungen beschäftigen. Die politische Bildung findet im Rahmen von Vorträgen und Präsentationen, Informationsveranstaltungen, Diskussionsrunden, Lesungen, Workshops, Seminaren, Besichtigungen und Exkursionen sowie von Ausstellungen statt. Viele Angebote im Bereich der politischen Bildung liegen im Abendbereich und es handelt sich dabei, dem geänderten Teilnehmenden Interesse folgend, um eher kurze Veranstaltungsformate mit einem zeitlichen Umfang zwischen anderthalb bis drei Stunden. Einige Angebote (z.B. Exkursionen, Seminare oder Workshops) gehen aber auch über einen längeren Zeitraum. Um die Zugangsbarrieren so gering wie möglich zu halten, wird versucht die Angebote in der politischen Bildung kostengünstig bzw. möglichst entgeltfrei anzubieten.

 

Neben den vielen eher kurzen „Einzelveranstaltungen“ gibt es aber auch weiterhin für Bürgerinnen und Bürger, die an einem regelmäßigen Austausch interessiert sind, einige Angebote. So besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig in einem von mehreren politischen Gesprächskreisen über wichtige politische und gesellschaftliche Themen auszutauschen. Zwei Diskussionsangebote richten sich explizit an unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger und ermöglichen so eine aktive Teilhabe am politischen Geschehen. Darüber hinaus gibt es mit dem „Knappen Café“ ein offenes Angebot zum Austausch über lokalbezogene Themen.

 

Die Kooperationen mit dem Jugendparlament Oberhausen werden weitergeführt und erstmalig wird es eine „Kommunalpolitische Werkstatt Oberhausens“ für Jugendliche und junge Erwachsene geben. Bei der kommunalpolitischen Werkstatt handelt es sich um eine offene Fortbildungsreihe für junge Menschen im Alter zwischen 13 und 21 Jahren, die sich sozial, gesellschaftlich, politisch oder sonst in Oberhausen engagieren oder sich zukünftig engagieren möchten. Die Fortbildungsreihe ist für die Jugendlichen entgeltfrei und gliedert sich in vier unterschiedliche Module: Im ersten Modul wird es um die Verbesserung der eigenen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten im Rahmen von Angeboten aus dem Bereich Rhetorik gehen. Beim zweiten Modul steht die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem wichtigen gesellschaftlichen Thema (Rechtsextremismus) im Mittelpunkt. Beim dritten Modul wird das Kennenlernen wichtiger örtlicher Akteure oder Institutionen im Vordergrund stehen und im abschließenden vierten Modul gibt es die Gelegenheit, im Rahmen eines „kommunalpolitischen Praktikums“, exklusive Einblicke in die Arbeit und den Alltag politischer Akteure vor Ort nehmen zu können und in einen direkten Austausch mit diesen zu kommen. Weitere gemeinsame Aktionen wie das „Speed-Debating“ sind ebenfalls wieder eingeplant.

 

Im kommenden Kursjahr wird es wieder ein eigenes Schwerpunktthema im Bereich der politischen Bildung gemeinsam mit Arbeit und Leben DGB/VHS Oberhausen geben. Unter dem Titel: „“Wo hakt es? Soziale Fragen als politische Herausforderung“ widmen wir uns dieses Mal den großen sozialen Fragen der Gegenwart und deren Herausforderungen für die zukünftige Politik. So wird es unter anderem eine Lesung mit Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband geben, wir besuchen eine Schuldner- und Insolvenzberatung sowie die Tafel in Oberhausen, erhalten Einblicke in die Arbeit des Integration Points und lernen im Rahmen einer Stadtführung die besondere Situation von Obdachlosen kennen.

 

Der allgemeine Themenschwerpunkt an der VHS Oberhausen wird das Thema „Veränderung“ sein. Entsprechend dem gewählten Themenschwerpunkt beteiligt sich auch die politische Bildung mit mehreren Veranstaltungen. Unter anderem wird es eine Fotoausstellung zum Thema: „Alt Oberhausen - Früher und Heute. Eine fotohistorische Zeitreise“ geben und im Rahmen einer Abendveranstaltung geht es um aktuelle Veränderungen in Europa und die Zukunft der EU.

 

Bei der Exkursionsreihe „Wer hat was zu sagen in NRW?“ ermöglicht die VHS an insgesamt sechs Terminen gemeinsam mit Arbeit und Leben Oberhausen einen Blick  hinter die Kulissen des Politikbetriebes und wichtiger gesellschaftspolitischer Akteure. So wird unter anderem der Landessportbund in Duisburg und der Deutsche Wissenschaftsrat in Köln besucht.

 

Für aktuelle Oberhausener Themen wird gemeinsam mit Arbeit und Leben Oberhausen und der WAZ das Format: „Stadtgespräch, Verantwortliche stehen Rede und Antwort“ weitergeführt. Das „Stadtgespräch“ wurde bisher sowohl von den Teilnehmenden, als auch von den geladenen Podiumsteilnehmenden sehr gut angenommen und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Termine werden aktuell nach Thema, das in der Stadt diskutiert wird, angesetzt. Das erste Stadtgespräch im kommenden Kursjahr beschäftigt sich mit den anstehenden Bundestagswahlen. Ein weiteres Stadtgespräch ist, dem Themenschwerpunkt in der politischen Bildung entsprechend, zum Thema „Chancengleichheit in Oberhausen“ geplant.

 

Neu im Programmbereich A und mit einer eigenen Rubrik im Programm versehen ist der Themenbereich Stadtgeschichte(n) - Heimatkunde – Regionales, in dem es vornehmlich um lokale und Regionale Themen gehen wird. In einer neuen gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Oberhausener Stadtgeschichte(n) entdecken“ bieten die Historische Gesellschaft Oberhausen e.V., das Stadtarchiv Oberhausen und die VHS allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit mehr über die Geschichte und Geschichten der eigenen Stadt zu erfahren. In regelmäßigen Abständen werden sachkundige Referenten eingeladen, um über interessante und wichtige stadtgeschichtliche Themen zu referieren. Für den Auftakt sind drei gemeinsame Veranstaltungen geplant.

 

Darüber hinaus werden in diesem Programmbereich verschiedene Unternehmen und bedeutsame Institutionen in Oberhausen und Umgebung, wie z.B. die GMVA Müllverbrennungsanlage, besucht.

 

Das Themenfeld Interkultur wird wie gehabt weitergeführt und im Bereich Länderkunde durch Vorträge ergänzt. Viele Programmteile sind nur in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen, Stadtteilbüros, Netzwerk interkulturelles Lernen (NIL), und weiteren Einrichtungen möglich und finanzierbar, um den Bürgerinnen und Bürgern kostenfreien Eintritt zu politischer und interkultureller Bildung zu gewährleisten. Eine Beteiligung der VHS an der Reihe „Dialogtisch“ ist ebenso geplant, wie eine Lesung mit dem Autor und Schauspieler Mathias Kopetzki aus seinem Buch „Bombenstimmung. Wenn alle denken, du bist der Terrorist“ in Kooperation mit dem Integrationsrat.

 

Im Themenbereich Religion, Philosophie, Lebens- und Alltagsfragen gibt es wieder einige Veranstaltungen und Seminare, die sich – zum Teil auf sehr praktische Weise – den relevanten Lebens- und Alltagsfragen widmen.

 

Ein wichtiges Thema im Programmbereich wird der Umgang mit Leben und Tod sowie Trauer sein. Die erfolgreiche Kooperation mit dem Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V. wird fortgesetzt und es wird drei gemeinsame Veranstaltungen zu ausgewählten Themenbereichen geben.

 

Im Bereich Pädagogik sind in diesem Jahr mehrere Gedächtnistrainings speziell für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger im Programm.

 

Weiterhin im diesjährigen Angebot der VHS ist auch die Mediationsausbildung, die auch im vergangenen Kursjahr mit großem Erfolg durchgeführt wurde. Mit dieser qualitativ hochwertigen Ausbildung von über 220 Stunden Umfang wird die Qualifikation erworben, die gesetzlich beschriebenen Mediationen durchzuführen. Das Angebot ist insbesondere für im rechts- und sozialpädagogischen Bereich Tätige interessant. Weitere Informationen zur Mediationsausbildung lassen sich im Kursbuch im Fachgebiet Psychologie (unter Gesundheit) wiederfinden.

 

Die gemeinsame Fortbildungsreihe „Ehrensache“ mit dem Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (beo) und dem Büro für Chancengleichheit hat sich weiter etabliert und wird im Bereich Ehrenamt und Zivilgesellschaft mit neuen Themen in insgesamt fünf Angeboten fortgesetzt. Die Fortbildungen richten sich an ehrenamtlich Aktive und solche, die es gerne werden möchten. In konkreten Veranstaltungen wie „Glücklich im Ehrenamt“, „Steuerrecht für Vereine“ oder „Nein sagen mit Stil – und dann?“ gibt es konkrete Hilfestellungen für die Ehrenamtsarbeit.

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

51

565

48

375

1.618

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Zuschuss

6.086 €

8.645 €

2.559 €

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Zuschuss

54

455

6.406 €

10.116 €

3.710 €

 


B    Sprache

 

In dem Bereich Fremdsprachen neben Englisch werden folgende Sprachen angeboten:

Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Arabisch und Polnisch.

 

In den Sprachen Englisch, Spanisch und Portugiesisch erfolgt für die Kursleitenden eine Honoraranpassung ab September 2017.

 

Der Fachbereich Englisch basiert auf einem modularen Kurssystem, welches sich nach den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen richtet. Das Programm für das Bildungsjahr 2017/2018 besteht aus aufbauenden Kursen, Auffrischungskursen, Businesskursen und Kursen mit besonderen Lernzielen, z.B. Englisch für die Reise. Die aufbauenden Kurse finden einmal die Woche mit drei Unterrichtsstunden statt. Die anderen Kurse haben ebenfalls einen wöchentlichen Rhythmus, jedoch variiert der Stundenumfang zwischen 2 bis 3 Unterrichtsstunden. Der Bereich wird in Zukunft von den Jahreskursen absehen und den Schwerpunkt in Semesterkurse legen.

 

Für das Bildungsprogramm 2017/2018 wurden insgesamt 44 Kurse mit einem Stundenvolumen von 1529 geplant. Leider sind im Bildungsprogramm 2016/2017 hauptsächlich Kurse aus dem Bereich der aufbauenden Kurse ausgefallen. In den aufbauenden Kursen lernen die Teilnehmenden die englische Sprache von Anfang an. Die Ausfallquote beweist, dass eine hohe Anzahl der Teilnehmenden bereits Englisch in der Schule gelernt hat und sich eher in den Auffrischungskursen wiederfindet. Daher wurde der Schwerpunkt des Bildungsprogramms 2017/2018 auf die Auffrischungskurse gelegt. Das Lernziel in den Auffrischungskursen liegt in der Wiederholung der Grammatik, Konversation und Erweiterung des Wortschatzes. Auch die Businesskurse werden verstärkt nachgefragt.

Die Englischkurse für den Urlaub und Länderabende werden ebenfalls sehr gerne angenommen. Im kommenden Arbeitsjahr wird es einen Kurs geben, welcher die englische Sprache mit Filmen kombiniert. Außerdem erhalten die aufbauenden Kurse im Vormittagsbereich den Titel „Englisch mit Muße“. Diese Kurse im Vormittagsbereich haben einen wöchentlichen Rhythmus mit jeweils 2 Unterrichtsstunden.

 

Im Bereich der französischen Einzelveranstaltungen werden im neuen Bildungsprogramm 2 Mitsingabende geplant. Der Mitsingabend im Frühjahrssemester 2017 war ein voller Erfolg und wird somit im Programm neu aufgenommen.

 

Die Fachbereiche Spanisch und Portugiesisch basieren auf einem modularen Kurssystem, welches sich nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen richtet. Das Programm für das Bildungsjahr 2017/2018 besteht aus aufbauenden Kursen, Auffrischungskursen und Kursen mit besonderen Lernzielen, z.B. Spanisch für die Reise oder Spanisch am Wochenende. Die Kurse finden einmal die Woche mit 2 Unterrichtsstunden statt. Der Bereich wird in Zukunft von den Jahreskursen absehen und den Schwerpunkt auf Semesterkurse legen. Außerdem werden Länderabende eingeführt.

Der spanische Bereich besteht derzeit aus 10 Kursen und hat ein Stundenvolumen von 289. Es herrscht in der Stadt Oberhausen eine sehr gute Nachfrage nach den Kursen, die speziell für die Reise geplant wurden. Außerdem wird ein spanischer Mitsingabend mit ins Programm neu aufgenommen.

 

Der Bereich Portugiesisch besteht aus 7 Kursen und hat ein Stundenvolumen von 192. Portugiesisch ist ein recht kleiner, aber ein konstanter Bereich. Dieser Bereich besteht aus aufbauenden Semesterkursen und einem Wochenende als Vorbereitung auf die Reise.

 

Alle Kurse werden inhaltlich und formal nach den Vorgaben des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen ausgerichtet. Damit werden für jeden Kurs klare Zielsetzungen formuliert. Diese Ziele dienen der Qualitätssicherung und machen das Sprachenprogramm transparent für Teilnehmende und Kursleitende.

 

Insgesamt werden im Fremdsprachenbereich 49 Kurse mit ca. 2.400 Unterrichtsstunden angeboten. Das Programm wird auch künftig in den Standorten Stadtmitte und Sterkrade  durchgeführt und mit speziellen Kursformen (Crashkurse am Wochenende, Schnupperkurse, Konversationskurse und Auffrischungskurse) ergänzt.

 

Über das traditionelle Kursangebot hinaus werden Kurse für die Reise in typische Urlaubsreiseländer angeboten (Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande).

 

Wie in den Vorjahren werden im Bereich Deutsch als Zweitsprache auch im nächsten Arbeitsjahr alle Kurse bis zum Niveau Sprachenzertifikat B 1 als Integrationskurse nach den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge durchgeführt. Angeboten werden neben den regulären Integrationskursen Alphabetisierungskurse, Frauenkurse, Intensivkurse und Orientierungskurse. Der Anteil der Integrationskursteilnehmenden neben Selbstzahlern ist bei ca. 90 – 95 % stabil geblieben.

 

Für das neue Arbeitsjahr sind insgesamt ca. 9.800 Unterrichtsstunden in 117 Kursstufen geplant.

 

Das Kurssystem ist wie in den Vorjahren so aufgebaut, dass die Teilnehmenden mehrmals im Jahr an Abschlussprüfungen teilnehmen können. Prüfungsformate sind weiterhin das Europäische Sprachenzertifikat B 1 (insbesondere für Einbürgerungsbewerber und für Personen, die sich nur vorübergehend in Deutschland befinden) und - verbindlich für alle Integrationskursteilnehmenden - der Deutschtest für Zuwanderer (DTZ). Neben dem Nachweis der Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 1 wird für die Einbürgerung das Bestehen des Einbürgerungstests verlangt. Die VHS führt diese Tests weiterhin einmal im Monat durch. Seit April 2013 wird das Bestehen des Orientierungskurstests „Leben in Deutschland“ als Ersatz für den Einbürgerungstest anerkannt.

 

Das Angebot oberhalb des B 1-Niveaus richtet sich an Integrationskursteilnehmende, die gerne weiterlernen wollen, und insbesondere auch an Berufstätige und an Menschen, die ihre Sprachkenntnisse erweitern wollen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Wie schon in den Vorjahren sind die Kurse mit den Vorbereitungen auf die Prüfungen B 2 gekoppelt worden mit den Vorbereitungen auf die Prüfungen Deutsch für den Beruf, um die Teilnehmenden bei ihrer Berufstätigkeit oder bei Bewerbungen zu unterstützen.

 

Seit 2016 wurde die Zulassung von Geflüchteten aus den Ländern Iran, Irak, Syrien, Eritrea und Somalia zu Integrationskursen ermöglicht. Geflüchtete aus diesen Ländern können jetzt einen Antrag beim BAMF auf Zulassung stellen, bevor der Asylantrag abschließend bearbeitet wurde.

 

Für alle Geflüchteten unabhängig ihrer Herkunft wurden im laufenden Arbeitsjahr 3 Sprachförderkurse für neu zugewanderte Erwachsene und 3 Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen durchgeführt.

 

Seit Oktober 2016 führt die VHS Oberhausen in Zusammenarbeit mit mehreren Trägern in einer Bietergemeinschaft, der BA und dem Jobcenter 3 Lehrgänge der Maßnahme KompAS durch. Die Lehrgänge bestehen jeweils aus einem Integrationskursteil mit 700 Stunden und einem Praxisteil. Zugewiesen werden Flüchtlinge, die im Leistungsempfang nach SGB II/III sind und nicht mehr Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

 

 

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand 25.04.2017)

 

geplante

Veran-staltungen

Ustd.

92

3.891

Sprachen

117

9.635

Deutsch als Zweitsprache

durchgeführte

Teilnehmer

erzielte

Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

Veran-staltungen

Ustd.

 

 

 

 

73

2.547

787

77.840 €

49.131 €

28.709 €

Sprachen

122

11.008

2.184

482.530 €*

390.717 €

91.813 €

Deutsch als

Zweitsprache

* incl. noch ausstehender BAMF-Erstattungen von rd. 125.000 €

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

83

2.935

80.750 €

59.013 €

21.737 €

Sprachen

111

9.126

411.575 €

329.260 €

82.315 €

Deutsch als

Zweitsprache

 

 

 


C    Gesundheit – Umwelt – Naturwissenschaften

 

 

Nach wie vor ist die Nachfrage nach Entspannungs- und Bewegungskursen groß. Um den Teilnehmenden neue Aspekte und Ausrichtungen der bereits erlernten Techniken zu vermit­teln, werden spezielle neue Angebote gemacht, so zum Beispiel Chakra Yoga, Lachyoga oder Tai Chi Langstock.

 

Das aktuelle Programm wird zudem durch neue Angebote wie Powernapping oder Tennis-Schnupperkurse ergänzt.

 

Neu im Programm ist das Bewegungsangebot "Jonglieren", welches einerseits den spielerischen Aspekt aufgreift, andererseits aber auch Koordinationstraining ist und aktive Entspannung bietet.

 

Zum dritten Mal war die Volkshochschule auf dem Gesundheitsparcour des Sterkrader Sport- und Spielwochenendes mit einem Infostand vertreten und präsentierte das Gesund­heitsprogramm „Fit durch den Sommer“. Dieses Programm bietet den Bürgerinnen und Bür­gern ein Entspannungs- und Bewegungsangebot in der eigentlich unterrichtsfreien Zeit in den Sommermonaten.

 

Die erfolgreichen Kooperationen mit den Krankenhäusern St. Elisabeth / Helios Klinik und dem EKO. werden fortgesetzt. Im neuen Kursjahr möchten auch die Katholischen Kliniken Oberhausen mit der Volkshochschule kooperieren und bereichern das qualifizierte Vor­tragsangebot durch zwei weitere Vorträge. Der Veranstaltungsort ist bei allen Vorträgen das Bert-Brecht-Haus.

 

Die Volkshochschule nimmt im kommenden Bildungsjahr an der 2. Oberhausener Woche der seelischen Gesundheit (WdsG) teil. Dabei handelt es sich um eine Kooperation mit dem Be­reich 3-4-10-120 / Verwaltung und Gesundheitsplanung. Dabei stellt die Volkshochschule sowohl einen Unterrichtsraum zur Verfügung und führt auch ein Vortragsangebot zum Thema „Ernährung und Psyche“ durch.

 

Im kommenden Bildungsjahr gibt es erstmalig eine Veranstaltungsreihe zum Thema „De­menz“. Diese kann gut unter dem Schwerpunkt des Bildungsjahres „Veränderung“ angesie­delt werden, soll aber nicht nur einmalig in diesem Bildungsjahr stattfinden, sondern als Dauerthema auch in den kommenden Bildungsjahren fortgesetzt werden. Für diese Reihe konnten mehrere Kooperationspartner gewonnen werden, so das „Netzwerk Demenz Ober­hausen“ und der Verein „Lebensqualität bei Demenz Oberhausen“ sowie das Kino Lichtburg, die Stadtteilbibliothek Sterkrade und das Café Lebenslust. Die Veranstaltungsreihe umfasst drei medizinische Vorträge, einen Kinonachmittag sowie ein Bewegungs-, Musik- und Ent­spannungsangebot für Erkrankte und ihre Angehörigen.

 

Das Schwerpunktthema „Veränderung“ findet darüber hinaus Niederschlag in vielfältigen Seminarangeboten aus dem Bereich „Lebensbewältigung“: „Das einzig Beständige ist die Veränderung!“ – „Vortrag: Alles beim Alten in neuen Zeiten - Veränderungen leicht gemacht“.

 

Im Bereich „Umwelt/Natur“ gibt es neben Kursen zum Umgang mit Kräutern und Heilpflanzen auch Angebote zur Seifenherstellung und dem Umgang mit ätherischen Ölen.

 

Im Bereich Technik sind wieder Geocaching sowie Astronomie- / Astrofotografie-Angebote zu finden.

 

Für das neue Programm im Bereich der Psychologie wird es auch im kommenden Kursjahr wieder einige Veranstaltungen und Seminare geben. Die meisten Angebote finden als Wochenendangebote statt, womit der Nachfrage der Teilnehmenden entsprochen wird. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der Lebensbewältigung. Bewährte Formate werden fortgesetzt und gezielt durch wichtige Themen ergänzt, beispielsweise im Bereich von Stressbewältigung und „Entschleunigung“ oder Konfliktfähigkeit.

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

135

2.460

86

1.815

1.048

 

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

73.954 €

48.200 €

25.754 €

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

160

2.588

79.581 €

65.258 €

14.323 €

 

 

 
D   Beruf – Wirtschaft - EDV

 

 

In der beruflichen Bildung steht mit marktgerecht geplanten Angeboten wieder das Ziel im Vordergrund, für die Bürgerinnen und Bürger Oberhausens einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in der Arbeits- und Berufswelt zu leisten.

 

Dies geschieht durch intensive Beratung und umfassende Information der Teilnehmenden über aktuelle Entwicklungen und wandelnde Anforderungen der Arbeitswelt und die damit notwendigen Bildungsanforderungen und Perspektiven für die nahe Zukunft.

Die Bildungsberatung ist im Fachbereich eng verknüpft mit den Förderinstrumenten Bildungsscheck und Bildungsprämie sowie dem Angebot „Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE)“, einem EU-geförderten Projekt des Landes NRW. In der BBE sind bis zu neun individuelle Beratungsstunden für Bürgerinnen und Bürger möglich. Kosten für die Ratsuchenden entstehen nicht. Für Personen mit im Ausland erworbener Berufsqualifikation ist eine Intensivberatung zur Anerkennung oder Teilanerkennung des Berufsabschlusses möglich. Die individuelle Bildungsberatung wird nach wie vor stark nachgefragt und stellt für die Oberhauser Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in der Arbeits- und Berufswelt dar. Auch das Angebot der marktgerecht geplanten Angebote des Fachbereiches wird durch die individuellen Beratungen bereichert, da neue Trends im Nachfrageverhalten so aus erster Hand sichtbar werden und zeitnah in die Angebotsentwicklung einfließen können. Aus den Beratungen resultierend werden Fortbildungsmöglichkeiten entwickelt und angeboten, die helfen, zentrale Kompetenzen für die Berufsausübung zu erwerben und zu bewahren.

 

Neu im Programm sind Angebote zur gewaltfreien Kommunikation sowie zum Umgang mit Prüfungssituationen.

 

Seit letztem Programmjahr sind im Fachbereich D ebenso Angebote zum Themenfeld  Verbraucherbildung / Recht zu finden. Klassische Themen der Verbraucherbildung wie Altersvorsorge, Geldanlage, Versicherungen und Steuerrecht werden ergänzt um die Themen wie Elternunterhalt sowie Patientenverfügung.

 

Unser neues Programm im EDV-Bereich für das Bildungsjahr 2017/2018 ist geprägt von alt-bewährten Kursen, die im letzten Jahr gut nachgefragt wurden bzw. Kursen, die im noch lfd. Bildungsjahr neu aufgelegt wurden, aber ad hoc noch nicht die gewünschten Erfolge erzielten. Aus Erfahrung lässt sich feststellen, dass neue Themen und Konzepte häufig etwas „Anlaufzeit“ benötigen. Außerdem sind auch neue Kurse geplant bzw. neue Kurskonzepte vorgesehen. Im Ganzen wird dabei wieder ein Mix zwischen Themen für den „Hausgebrauch“ und den klassischen berufsorientierten Themen angestrebt.

 

Die Angebote beziehen sich auf die Themenschwerpunkte:

  • Grundlagenwissen für Einsteiger/Einsteigerinnen
  • Rund um Smartphones, iPhones, Tablets und Co.
  • Office-Anwendungen
  • Internet-Themen
  • Bild- und Videobearbeitung, Gestaltung
  • Technik und Konstruktion

 

 

 

 

Anzahl Kurse gesamt:   98

davon für Ältere:  19

davon für Frauen:  2

davon für die Junge VHS:  6

 

Rückblick auf die Kurse im lfd. Bildungsprogramm und Ausblick auf das neue Programm:

 

Seit Jahren relativ konstant nachgefragt sind PC-Anfängerkurse, sowohl von Senioren/innen, als auch von WiedereinsteigerInnen in den Beruf oder auch von Berufsgruppen, die bisher wenig computerunterstützt gearbeitet haben. (Bsp: AltenpflegerInnen, ErzieherInnen).

 

Die Angebote zu den Kursen zum Thema "Mobile Endgeräte: Smartphones, iPhones und Tablets", insbesondere für aktive Ältere, werden gut angenommen.

Eine besonders schöne Veranstaltung in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium ist die mit dem Titel "Medienscouts im Smartphone-Einsatz" unter der Leitung von Studiendirektor Dr. Marco Fileccia; sie war im laufenden Bildungsjahr ein voller Erfolg und wird im kommenden Programm natürlich weiterhin fortgesetzt. Bei dieser Veranstaltung setzen sich junge Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 jeweils in einer 1:1-Betreuung mit älteren Menschen zusammen, um deren Probleme rund um Handy und Tablet zu lösen. Zwischendurch gibt es kurzweilige Vorträge des betreuenden Lehrers.

 

Die Office-Kurse für die berufliche Weiterbildung wurden durchgehend gut nachgefragt, wobei sich gerade die Excel-Spezialkurse in der Teilnehmendenzahl nach oben entwickelt haben. Mit dem Thema "Pivottabellen in Excel" wird ein weiteres Spezialgebiet der Tabellenkalkulation als neue Veranstaltung angeboten.

 

Etwas problematischer gestaltet sich das Interesse an den reinen Word-Kursen, weswegen im kommenden Bildungsjahr nur noch ein Word-Grundlagen- und ein Word-Aufbaukurs angeboten werden. In Kombination mit Excel und PowerPoint in dem Bildungsurlaub-Format bleibt Word allerdings weiterhin ein konstanter Faktor.

Der neu aufgesetzte Access-Kurs konnte erfolgreich durchgeführt werden. Aus den Teilnehmenden konnte ein zusätzlicher Aufbaukurs zustande kommen.

PREZI als Alternative zu PowerPoint mit einer anderen, eigenen Präsentationstechnik (weg von einer linearen Folienaneinanderreihung hin zu einer virtuell unbegrenzten Leinwand , auf der die Inhalte der Präsentation so arrangiert werden, dass sie durch Heranzoomen fokussiert werden) musste im laufenden Bildungsjahr wegen Erkrankung des Dozenten leider ausfallen. Für das neue Bildungsjahr konnte eine neue Dozentin geworben werden, die diesen Kurs in traditionellem Format und auch im Blended-Learning-Konzept (Das Blended-Learning ist eine spezielle Form des Online-Lernens, bei dem sich Präsenzphasen  - die Teilnehmenden treffen sich im Unterrichtsraum – mit denen von Onlinephasen  - die Teilnehmenden arbeiten zu einer selbst gewählten Zeit von zu Hause aus -  in einem bestimmten Rhythmus abwechseln. Die Präsenzphasen werden dazu genutzt, die Grundlagen für die online durchzuführenden Aufgaben zu legen, sich gegenseitig auszutauschen und mit dem Lehrenden in Kontakt zu treten.

Auch in den Online-Phasen besteht die Möglichkeit, über Foren oder andere Medien mit dem Dozenten zu kommunizieren.) anbieten wird.

 

Im Internet-Themenbereich wird der Schwerpunkt weiterhin auf Datensicherheit und Datenschutz liegen; Kostenfallen, Cybermobbing und Internet-Sucht werden an einem Elternabend thematisiert, zu dem Dr. Marco Fileccia als Vortragender gewonnen werden konnte.

 

Die Kurse zur Bildbearbeitung sind eher erfolgreich in den Spezialanwendungen (Composing mit Photoshop) und weniger in den Grundlagen, was nach einheitlicher Meinung aller VHS’n im Umkreis an dem hochpreisigen Produkt der Fa. Adobe liegt. Der Schwerpunkt der Bildbearbeitung wird von dem Profiprodukt Photoshop zur „kleineren“ Variante Photoshop Elements verschoben, die Lightroom-Anwendung zur Bildbearbeitung und –verwaltung ist weiterhin erfolgreich.

Der im letzten Bildungsjahr aufgesetzte Kurs "Mediengestaltung mit CorelDraw" hatte leider (noch) nicht den gewünschten Erfolg.

 

Im technischen Bereich hat sich der Bildungsurlaub zum Thema AutoCad etabliert, der 3D-Druck und das 3D-Zeichnen bleiben im Programm.

 

Für die Zielgruppe Frauen sind zwei neue Kurse in das neue Bildungsprogramm aufgenommen worden. Hierbei geht die Planung nicht von vermeintlich „typischen“ weiblichen Interessen aus, sondern stellt eine Unterrichtssituation von Frauen unter sich bereit.

 

-          Wissen Sie, welche Computerspiele Ihr Kind spielt? Dieser Kurs soll Frauen Internetkompetenz vermitteln und Orientierungshilfe im Wirrwarr der vielen Angebote geben.

 

-          Kreatives Arbeiten mit dem Computer – dieser Kurs stellt vor, wie man mit den Basiswerkzeugen von Windows und schöpferischen Ideen Bilder bearbeiten, Filme schneiden und Audiosequenzen erstellen und abspielen kann.

 

Generell lässt sich feststellen, dass der Trend zu Kleingruppen-Unterricht in auch immer kürzeren Formaten sich auch im laufenden Bildungsjahr fortgesetzt hat und wahrscheinlich auch weiter fortsetzen wird. Dieser Trend wird von fast allen VHS'n beklagt, führt er doch auch dazu, dass die Entgelte relativ hoch angesetzt werden bzw. Kursstunden reduziert werden müssen. Nur in wenigen Bereichen klettern die Anmeldezahlen trotz zusätzlicher Bewerbung in der Presse über 10 Teilnehmende pro Kurs.

Die Kurspreise konnten jedoch weiterhin konstant gehalten werden.

 

 

Ausstattung der EDV-Räume

 

Alle 4 Schulungsräume für die Bürgerinnen und Bürger sind soft- und hardwaretechnisch gut ausgerüstet. Die VHS kann 2 Räume mit Windows 10 anbieten, zwei weitere Räume mit Windows 7; im Microsoft-Office-Bereich stellen wir Rechner mit Office 2010, Office 2013 und Office 2016 zur Verfügung.

 

Der Multifunktionsraum mit der Möglichkeit der variablen Tischaufstellung steht mittlerweile voll ausgestattet mit mobilem E-Board und Laptops, die auch mit Touch-Display als Tablets genutzt werden können, zur Verfügung. (bei Nicht-Gebrauch sind die Geräte verschlossen in einem Laptopwagen). So kann der Raum für Gesundheitskurse, Sprachenkurse und sogar Tanzkurse genutzt werden.

 

Sehr gut angenommen von den Teilnehmenden wurde der EDV-Raum in der Stadtteilbibliothek Sterkrade. Viele Bürgerinnen und Bürger und hier gerade die Älteren kommen aus dem Norden der Stadt Oberhausen und begrüßen die geringere Entfernung zu ihrer Volkshochschule, wobei auch ein guter Anschluss zum ÖPNV gegeben ist.

 

Digitalisierung

 

Die VHS Oberhausen bereitet sich mit vielen anderen VHSn und denen aus dem DOME-Verbund auf die fortschreitende Digitalisierung in der Lern- und Arbeitswelt vor und unterstützt durch entsprechende Lernangebote die digitale Bildungsstrategie der Bundes- und Landesregierung. Seit auf dem Volkshochschultag in Berlin im Juni 2016 mit dem Leitthema "Digitale Teilhabe für alle" die digitale Weiterbildung in den Fokus gerückt wurde, werden Konzepte erarbeitet, um auch jene, die aufgrund ihres Alters keine "Digitalen Natives" sind oder sich aus anderen Gründen nicht an der fortschreitenden Digitalisierung teilhaben, mitzunehmen und entsprechend weiterzubilden. Dazu gehört sowohl eine Ausbildung im Umgang mit den digitalen Medien als auch eine kritische Auseinandersetzung mit den digital verbreiteten Inhalten.

 

Im DOME-Verbund wird mit der mit der VHS Wuppertal (Projekt des Bundesverbandes DVV) in einem DigiCircle an Lernkonzepten für das Nachholen von Schulabschlüssen mit digitaler Unterstützung gearbeitet. An der Oberhausener VHS ist gerade die Lernplattform "Moodle" installiert worden: darüber können sich Kurs-TeilnehmerInnen online vernetzen, Übungsaufgaben, Lernvideos, etc. herunterladen, in Foren miteinander diskutieren und mit dem Dozenten in Kontakt treten.

 

Wenn der Server entsprechend eingerichtet und administriert ist, gibt es die Möglichkeit, spezielle Kursformate in Form von Blended-Learning-  oder reinen Online-Kursen durchzuführen. D.h. die Teilnehmenden kommen nicht zu jeden Kurstermin in die VHS, sondern lernen online mit entsprechenden Aufgaben und Hilfen von zu Hause aus. Über diesen Weg lassen sich neue Teilnehmer gewinnen und vielleicht auch diejenigen erreichen, die wegen Schichtdiensten den normalen VHS-Kurs nicht besuchen können.

 

Mit dem oben genannten PREZI-Kurs wird ein entsprechender "Versuchsballon" gestartet, für den eine erfahrene Dozentin für dieses Format gewonnen werden konnte.

 

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

150

2.426

71

1.180

500

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

45.642 €

30.728 €

14.915 €

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

65

1.092

37.296 €

22.928 €

14.668 €

 

 

 


E  Kultur – Kreativität - Musik

 

 

Die DOME-Sommerakademie wird auch im 11. Jahr fortgesetzt, allerdings ohne einen Campus, da sich dieses Angebot leider nicht durchgesetzt hat. Die Teilnehmenden waren kaum zu bewegen, Kursangebote wahrzunehmen, zu denen sie die Stadtgrenzen verlassen mussten. In der Sommerakademie macht die Volkshochschule eine Reihe von Angeboten, die sich auf die kulturellen Veranstaltungen und Einrichtungen in Oberhausen beziehen (RIM/Malen mit Rost – Besichtigung der Ausstellung im Gasometer – Stadtführung Sterkrade). Zwei Veranstaltungen sind zudem dem diesjährigen Lutherjubiläum gewidmet:

- Drais meets Luther: Eine Reform(ations) - Radtour durch Oberhausen - Museumstour zu den Spuren der Reformation im Ruhrgebiet. Erstmalig bietet die Volkshochschule im Rahmen der Sommerakademie auch Nähkurse an.

Ergänzend werden auch in diesem Sommerprogramm die bewährten Tanz- und Bewegungsangebote wie Orientalischer Tanz, Zumba und Aroha als Sommerkurse weitergeführt. Neu dazugekommen ist ein Schnupperkurs Kaha, dessen Bewegungsabläufe inspiriert sind vom Haka der Maori (traditionelle ausdrucksstarke Bewegungen der Ureinwohner Neuseelands) sowie TaiChi, Qigong und Yoga.

 

Das Bildungsjahr wird durch den Oberhausener Kabarettisten Matthias Reuter am 02.09.2017 eröffnet. Geprägt ist das kulturelle Programm auch in diesem Bildungsjahr durch Kooperationen mit den städtischen Kulturinstitutionen.

 

Wieder wird es im neuen Bildungsjahr im Bert-Brecht-Haus eine Reihe von Ausstellungen geben. Eröffnet wird der Ausstellungsreigen mit einer Fotoausstellung zum Schwerpunktthema "Veränderung" am 02.09.2017. Der Oberhausener Fotograf Rudi Schröder hat zu diesem Thema eine Fotoausstellung konzipiert und realisiert.

Weitere Fotoausstellungen folgen: Paris schwarz/weiß, Wasser.

Die Fotoausstellung "Nur der Wandel hat Bestand" (ab Ende April 2018) greift mit Bildern aus der Wüste ebenfalls das Schwerpunkthema auf. Daran anknüpfend wird von den Fotografen Reinhard und Annemarie Platzer am 4.Mai 2018 ein Diavortrag mit Reisebericht präsentiert. Schließen soll im Sommer 2018 eine Ausstellung von Carsten Walden mit gewandelten Stadtansichten.

 

Die kulturellen Tagesfahrten in Kooperation mit dem Oberhausener Reisebüro (Veranstalter) führen wieder zur Frankfurter Buchmesse, nach Wuppertal (in Kooperation mit den Volkshochschulen Mülheim und Essen), zu den Weihnachtsmärkten an der Ahr, nach Arnheim (neue Bahnlinie) und zur niedersächsischen Landesgartenschau nach Bad Iburg. Neu sind in diesem Bildungsprogramm zwei mehrtägige Fahrten zum einen nach Karlsruhe in die Cézanne-Ausstellung „Metamorphosen“ (Schwerpunktthema) sowie zur Leipziger Buchmesse.

 

Im Bereich der Lesungen gibt es eine Kooperationsveranstaltung zum Lutherjahr mit dem Evangelischen Familien- und Erwachsenenbildungswerk Oberhausen. Die Schauspielerin Katja Heinrich und der Schauspieler Harald Schwaiger werden die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Martin Luther und Katherina von Bora durch eine szenische Lesung mit Musik nach dem Buch „Wenn Engel lachen" von Fabian Vogt darstellen. Veranstaltungsort ist die Lutherkirche.

Weiterhin gibt es zwei Lesungen zum Schwerpunktthema mit Jürgen Hinninghofen „Ich ritz es gern in alle Rüben ein“ / Parodien und „Frauen, Fjorde, Fische“.

 

Zum dritten Mal konnten Katja Heinrich und Florian Hoheisel für die Lesung unter dem Motto „Wein, Weib & Cello“ gewonnen werden. In diesem Jahr steht das Buch „Rudernde Hunde“ von Elke Heidenreich und Bernd Schröder im Mittelpunkt.

 

Auch unter der neuen Intendanz des Theaters Oberhausen wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Alles nur Theater“ fortgesetzt.

 

Im Kreativbereich gibt es zusätzliche Angebote im Bereich „Malen“, so zum Beispiel „Mischtechniken“, Collagen, Motive aus der Natur sowie das Bemalen von Kerzen. Außerdem gibt es für die Verarbeitung des derzeit beliebten Werkstofftrends Beton zwei Workshops: im November "Stimmungsvolles aus Beton zur Weihnachtszeit" sowie im nächsten Frühjahr "Beton und Mosaik - Gartendeko selbst gemacht".

Auch im Bereich der Nähkurse wird das Schwerpunktthema mit einen Kursangebot „Die Lieblingsjeans hat ausgedient“ aufgegriffen.

 

Im Bereich Tanz haben sich die Angebote" Line Dance" und "Reihen- und Partytänze" etabliert und werden fortgesetzt. Für die Teilnehmerinnen der ebenfalls gefragten orientalischen Tanzkurse konnte neben der Fortführung der Anfängerinnen- und weiterführenden Kurse der Balletttänzer und Profi für Orientalischen Tanz Magdy El Leisy für einen Workshop gewonnen werden.

 

Unter den musikalischen Angeboten waren die Kurse "Blues Harp" und "BeatBoxen" erfolgreich und werden erneut ins Programm aufgenommen.

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

124

1.763

74

1.048

1.279

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

41.511 €

34.508 €

7.003 €

 

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

98

1.316

44.896 €

33.389 €

11.507 €

 

 


F   Grundbildung – Nachholen von Schulabschlüssen

 

 

Im Dezember 2011 haben die Kulturministerkonferenz und der DVV eine neue Initiative von Bund und Ländern zur Verringerung der Zahl funktionaler Analphabeten und zur Erhöhung der Angebote in der Grundbildung gestartet. „Benötigt wird ein deutlich ausgebautes, öffentlich verantwortetes Grundbildungsangebot für Erwachsene, das flächendeckend, wohnortnah und erschwinglich ist für alle, die sich zu einem Kursbesuch entscheiden“ (Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des DVV).

 

Aus der Expertise der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit e. V. (BAG ÖRT) zum Thema „Funktionaler Analphabetismus bei Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendberufshilfe“ (Sept. 2015) geht hervor, dass 34% der Teilnehmenden in Maßnahmen der Jugendsozialarbeit dem funktionellen Analphabetismus zugeordnet werden. Dies sind mehr als doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

 

Am 26.02.2014 wurde in der Landeshauptstadt Düsseldorf vom Landesverband der Volkshochschulen unter der Schirmherrschaft von Ministerin Löhrmann das Alphanetz-NRW gegründet, bei dem auch die VHS Oberhausen Mitglied ist.

 

Im Alphanet sind Organisationen und Einzelpersonen zusammengefasst, die für das Thema „Alphabetisierung und Grundbildung“ sensibilisieren wollen und Netzwerke vor Ort entwickeln möchten.

 

Auch das novellierte Weiterbildungsgesetz setzt im Bereich der Alphabetisierung und kompensatorischen Grundbildung einen Schwerpunkt der Aufgaben der Volkshochschulen. Die Kurse zur Alphabetisierung gehören an der VHS Oberhausen wie in allen DOME-Volkshochschulen zu den gesellschaftspolitisch unverzichtbaren Angeboten.

 

Als Teilnehmer/innengruppe haben sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert:
 

-                     berufstätige und arbeitslose Erwachsene über 35 Jahre

-                     Schulabgänger/innen ohne ausreichende Lese- und Schreibkompetenz

-                     Aussiedler/innen und Migrant/innen mit guten Sprachkenntnissen, aber kaum Lese- und Schreibkenntnissen

 

Die Nachfrage im Bereich der Alphabetisierungskurse ist in den letzten Jahren stabil.

Die Teilnehmer/innenbelegung ist im laufenden Arbeitsjahr mit 35 angemeldeten Teilnehmern/innen für 3 Kurse stabil, wobei über 1/3 der Teilnehmer/innen Neuanmeldungen sind.

 

Die sehr intensive Betreuung der Teilnehmer/innen in Einzelbetreuung- bzw. Kleingruppen ist bei der hohen Teilnehmer/innenzahl nur dank einer ehrenamtlichen Kursleiterin und einer Praktikantin der Universität Duisburg-Essen möglich.

 

 

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden ist derzeit zwischen 35 und über 50 Jahre alt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Multiplikatoren, städtischen Einrichtungen, der Arbeitsverwaltung sowie  den Jobcentern und Jugendeinrichtungen werden die Teilnehmer/innen, die aufgrund fehlender oder nicht ausreichender Kompetenz im Lesen und Schreiben nur sehr eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, auf die Kurse hingewiesen.

 

Werbung und Anmeldungen für die Kurse laufen über Multiplikatoren, Kooperationspartner, das Alpha Telefon und durch Mundpropaganda. Die neue Bund/ Länder-Initiative hat durch zusätzliche Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Sensibilisierung von Politik und Gesellschaft zu einer noch höheren Nachfrage nach den Angeboten der Volkshochschule geführt. Im Vergleich zu den Nachbarstädten Duisburg und Essen ist das zz. laufende Kursangebot mit zwei Abend- und einem Tageskurs eher gering. Die Laufzeit über ein Arbeitsjahr ist dafür bei vergleichbarer Unterrichtsstundenzahl länger als in anderen Volkshochschulen, die im Semesterprogramm planen.

 

Sollten von Seiten des Bundes bzw. der Länder zusätzliche Mittel im Bereich der Grundbildungsangebote zur Verfügung gestellt werden, könnten noch zusätzliche Angebote auch im Bereich der jungen Erwachsenen entwickelt und angeboten werden.

 

Die Kurse „Deutsch für Beruf und Alltag“ können für fortgeschrittene Teilnehmer/innen ebenso wie die Vorkurse zum Hauptschulabschluss als Anschlusskurse genutzt werden.

 

Im Arbeitsjahr 2016/2017 waren im Zweiten Bildungsweg bei der Volkshochschule Oberhausen ca. 180 Teilnehmer/innen in 11 Kursen zur Erlangung von Schulabschlüssen in Tages- und Abendform angemeldet. 27% der Teilnehmer/innen haben einen Migrationshintergrund.

 

Auf der Grundlage des § 6 des Weiterbildungsgesetzes von NRW bietet die VHS ein differenziertes, aufeinander aufbauendes System verschiedener Abschlüsse vom Hauptschulabschluss, dem Sekundarabschluss I – 10 A, über den Mittleren Bildungsabschluss bis zum Vorkurs zum Abitur an.

 

Die Nachfrage nach dem Erwerb des Hauptschulabschlusses ist unverändert hoch, dies ist aufgrund der konstanten Zahl von Abgänger/innen ohne Schulabschluss – in NRW und in Oberhausen ein solider Sockel von 5,4% (Studie der Caritas von 2012) - und der „Altbewerber“ nicht verwunderlich.

 

Zum Erwerb des Hauptschulabschlusses werden zwei Kurse über ein Arbeitsjahr in Tages- und Abendform angeboten, die von Teilnehmer/innen mit wechselnden Arbeitszeiten auch im Schichtsystem besucht werden können. Die ebenfalls in dieser Form durchgeführten Vorkurse erfassen 30 in der Regel arbeitslose Jugendliche und Erwachsene; die Vorkurse dienen zum Abbau von schulischen Defiziten, zur Sprachförderung und als Wiedereinstieg in regelmäßiges Lernen. Der überwiegende Teil der Teilnehmer/innen hat bereits verschiedene Maßnahmen zur Berufsvorbereitung / Werkstattjahr, Praktika oder 1-Euro-Jobs durchlaufen ohne erfolgreichen Einstieg in das Arbeitsleben oder in Ausbildung.

Etwa 1/3 der Teilnehmer/innen der Vorkurse sind Abgänger/innen der 10. Klasse der Förderschulen und haben einen erhöhten Bedarf an Stützunterricht und Fördermaßnahmen. Im Vorkurs nehmen bereits die ersten geflüchteten Teilnehmer/innen mit Sprachkenntnissen auf dem Niveau A2/B1 teil.

 

Die für diese Teilnehmer/innenschaft dringend erforderliche sozialpädagogische Betreuung wird seit Jahren von den Volkshochschulen eingefordert, derzeit aber weder über das WBG noch die Jobcenter oder andere Träger / Organisationen finanziert.

 

Der Bedarf an Kursen zum Mittleren Schulabschluss in Tages- und Abendform ist aufgrund der gewachsenen Anforderungen in den Ausbildungs- und Arbeitsstellen und der Notwendigkeit sich auch während der beruflichen Tätigkeit fortzubilden stetig gewachsen. Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer/innen der Tages- und Abendkurse verfügt über keine abgeschlossene Ausbildung. Vollzeitbeschäftigte Teilnehmer/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind mittlerweile die Ausnahme.

 

Aufgrund der fehlenden sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse ist für die Tageskurse die Förderung mit BaFög nicht mehr möglich. Die geänderten Förderbedingungen verlangen, dass alle Teilnehmer/innen eines Tageskurses die Förderbedingungen - nämlich mindestens 6 Monate sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nachweisen zu können - erfüllen.

 

Der seit einigen Jahren mögliche Übergang in die Tageskollegs und Abendgymnasien – auch ohne berufliche Tätigkeit oder Ausbildung – hat die Möglichkeiten für die Absolventen des Zweiten Bildungsweges um das Fachabitur und damit die Chancen auf ein Studium oder höherwertige Ausbildungsgänge erweitert. Bisher machten ca. 130 Absolventinnen und Absolventen der Mittleren Schulabschluss-Kurse hiervon Gebrauch. Darüber hinaus ist die Möglichkeit ein Abitur im Zweiten Bildungsweg nachzuholen erleichtert worden, da nur noch eine zweijährige Ausbildung oder Berufstätigkeit verlangt wird und das Einstiegsalter auf 18 Jahre gesenkt wurde.

 

Die VHS Oberhausen bietet derzeit vor allem erwachsenen, berufstätigen Teilnehmer/innen, Auszubildenden, an Berufskollegs aus Altersgründen abgelehnten Bewerber/innen, Alleinerziehenden, Schul- und Ausbildungsabbrechern, Teilnehmern/innen aus betreutem Wohnen oder nicht ganztags belastbaren Teilnehmer/innen eine sinnvolle schulische Weiterbildung an.

 

Obwohl sich durch die demografisch bedingte Verringerung der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen und der seit 2010 zu verzeichnenden Stabilisierung auf dem Ausbildungsmarkt die Marktsituation für Berufseinsteiger allmählich verbessert, kann aufgrund der verbleibenden Zahl unversorgter Bewerber und „Altbewerber“ noch nicht von einem entspannten Ausbildungsstellenmarkt gesprochen werden. Die Biografien der Teilnehmer/innen in den Kursen des Zweiten Bildungswegs bei der Volkshochschule belegen schon seit langen Jahren, dass die  fehlende schulische Qualifikation den Übergang in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt nachhaltig beeinträchtigt.

 

In den Tageskursen  finden sich vor allem Teilnehmer/innen mit brüchigen Schulbiografien, oft langjährigen Erfahrungen in den Maßnahmen des Übergangssystems Schule – Beruf ohne erfolgreiche Einmündung in den Arbeitsmarkt, geringem Selbstwertgefühl und fehlenden schulischen und persönlichen Qualifikationen und häufig starkem sozialpädagogischem Betreuungsbedarf.

 

Die Veränderungen im Bereich des Übergangssystems mit dem Wegfall des Werkstattjahres an den Berufskollegs und der Reduzierung der Berufsorientierung auf die praktische Berufsvorbereitung machen die Schulabschlusskurse bei der VHS zum einzigen Anbieter von schulischer Qualifikation vor Ort und erhöhen somit die sozialpolitische Notwendigkeit vor allem der Tagesangebote.

 

Die veränderten Aufnahmebedingungen an den Weiterbildungskollegs, die durch die Neuregelung bei der Ausbildungsförderung bedingt sind, sowie die Auslastung der Berufskollegs, die sich auf die berufsschulpflichtigen Jugendlichen konzentrieren, führen zu einer höheren Nachfrage im Zweiten Bildungsweg an den Volkshochschulen für die Gruppe der über 18jährigen ohne Berufsausbildung, Zeiten der Berufstätigkeit oder Elternzeit.

 

Die neu hinzukommende Gruppe der jungen Erwachsenen unter den Flüchtlingen, die berufliche und schulische Qualifikationen aus der Heimat ergänzen oder um schulische Abschlüsse erweitern müssen wird nach dem Absolvieren von Deutschkursen im Zweiten Bildungsweg schulische Weiterbildung und Qualifizierung wahrnehmen wollen.

 

Entsprechende Kursangebote, vergleichbar etwa den Internationalen Vorbereitungsklassen an den Regelschulen (IVK) und Berufskollegs für die über 18jährigen müssen zusätzlich durch das Land NRW finanziert und personell ausgestattet werden.

 

Zz. fördert das Land NRW die Schulabschlüsse an den Volkshochschulen über einen begrenzten Landestopf. Bereits im Gutachten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) zur Novellierung des WBG des Landes von 2013 wurde eine auskömmliche Finanzierung des Zweiten Bildungsweges an Volkshochschulen gefordert. Dies schließt festangestellte Lehrkräfte, wie sie in den anderen Schulen des Zweiten Bildungsweges von Anfang an eingerichtet waren, mit ein.

 

Im Arbeitsjahr 2017/2018 werden insgesamt 11 Kurse im Bereich Hauptschulabschluss, Sekundarabschluss I – 10 A, Mittlerer Schulabschluss und Vorkurs zum Niederrhein-Kolleg mit insgesamt 6.900 Unterrichtsstunden angeboten; davon 1.472 Unterrichtsstunden, die über Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert werden.

 

Seit dem Arbeitsjahr 2013/2014 hat die Volkshochschule Anträge auf zusätzliche Förderung im Rahmen der ESF Mittel gestellt, um das Angebot um einen Sekundarabschluss I 10 A zu erweitern.

 

Die Verbindung einer zielgerichteten, qualifizierten Berufsorientierung mit einem höherwertigen Schulabschluss soll neben der Möglichkeit in den Ausbildungsbereich einzusteigen auch neue Bildungsoptionen für die Teilnehmer/innen eröffnen.

Beim Übergang von der Schule in die berufliche Bildung wird es darum gehen, Jugendliche mit besonderen Einstiegsproblemen zu qualifizieren und zu fördern. Im Arbeitsjahr 2017/2018 wird zunächst ein Kurs zum Sekundarabschluss I – 10 A angeboten.

 

Um den Bedarf qualifiziert bedarfsgerecht abzudecken, werden Tages- und Abendkurse mit unterschiedlichen Laufzeiten und Unterrichtszeiten sowie mit und ohne Vorkurs angeboten. Es findet kein Parallelangebot statt; die Kurse in höheren Semestern werden durch Seiteneinsteiger mit entsprechenden schulischen Voraussetzungen aufgefüllt. Um eine flächendeckende und zügige Versorgung der Interessenten/innen zu gewährleisten, treffen die DOME-Volkshochschulen Absprachen bezüglich der unterschiedlichen Angebote und Organisationsstruktur der Kurse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsjahr 2016/17

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

19

7.780

davon:

11

7.008

Schulabschlüsse ohne NR-Kolleg

1

292

Niederrhein-Kolleg

3

468

Alphabetisierungskurse

4

12

Sonstiges (z. B. Bewerbungstraining, Kooperation Arbeit und Leben)

 

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

erzielte Einnahmen*

Honorarkosten/ Gehaltszahlungen WBL

Zuschussbedarf

 

19

7.469

251

 

176.314

 

348.208

171.894

davon:

 

11

6.748

175

174.430

333.764

159.334

Schulabschlüsse

ohne NR-Kolleg

 

1

268

9

659

5.552

4.893

Niederrhein-Kolleg

 

3

468

35

1.225

8.892

 

7.667

 

Alphabetisierung

 

4

12

32

0

0

0

Sonstiges
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen *1

Kalkulierte Ausgaben

Honorare/Gehälter WBL

Zuschuss-bedarf

 

19

7.654

172.349

348.192

175.843

davon:

11

6.900

170.344

333.742

163.393

Schulabschlüsse

ohne NR Kolleg

1

270

1.000

5.558

4.558

Niederrhein-Kolleg

3

468

1.050

8.892

7.842

Alphabetisierung

 

4

16

0

0

0

Sonstiges

 

1* incl. Landeszuschuss

 

 


G   Junge VHS

 

 

Im Bereich der "Jungen VHS" werden die Kurse für Schülerinnen und Schüler angeboten, die im Schulalltag genutzt werden können, aber auch jene Kurse, die weiterführend Interesse an EDV wecken: z.B. das Programmieren des Mini-Computers Raspberry Pi (Scheckkartengröße) oder der neue Kurs "Programmieren lernen mit Java", für den ein junger Student gewonnen werden konnte, der die Jugendlichen spielerisch in die Programmiertechnik einweisen möchte.

Im Programm für die älteren Jugendlichen bleiben die Seminare zur professionellen Erstellung von Online-Bewerbungen und das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten mit Word. Diese beiden Kurse werden im neuen Programm erstmalig auch für den Erwachsenenbereich geöffnet.

 

Die Vorbereitungskurse auf die Zentrale Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie die Abitur-Vorbereitungskurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Biologie sind auch weiterhin fester Bestandteil der Angebote der Jungen VHS.

 

Im Bereich der Politischen Bildung ist für das kommende Programmjahr grundsätzlich geplant wieder ein „Sally-Perel-Filmfestivals“ zu veranstalten und auch Sally Perel zu diesem Anlass wieder nach Oberhausen einzuladen. Darüber hinaus gibt es, gemeinsam mit dem Jugendparlament, eine neue Fortbildungsreihe für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema „Kommunalpolitik“. Die „Kommunalpolitische Werkstatt Oberhausen“ richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 13 und 21 Jahren, die sich sozial, gesellschaftlich, politisch oder sonst in Oberhausen engagieren oder sich zukünftig engagieren möchten. Teil der Fortbildungsreihe soll ein „kommunalpolitisches Praktikum“ sein, welches den Jugendlichen Einblicke in die Arbeit und den Alltag politischer Akteure vor Ort ermöglichen soll. Zudem sind weitere Kooperationen mit dem Jugendparlament angedacht (z.B. im Rahmen eines weiteren Speed-Debating).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

 

geplante Unterrichtsstd

 

durchgeführte

Veranstaltungen

 

durchgeführte

Unterrichtsstd.

Teilnehmer

22

320

9

157

67

 

erzielte

Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

7.105 €

5.370 €

1.735 €

 

 

Arbeitsjahr 2017/18 (Stand: 25.04.2017)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

17

293

9.324

4.374

4.594

 

 

 

 

Reduzieren

Anlagen

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