Berichtsvorlage - M/16/2886-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Stadterneuerungsprojekt „Soziale Stadt Osterfeld“Sachstandsbericht zum Nahmobilitätskonzept inkl. Beleuchtungskonzept Osterfeld
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Verkehrsplanung und Tiefbau
- Bearbeitung:
- Martina Schleuter
- Verantwortung:
- Janclas
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Osterfeld
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
12.09.2017
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Planungsausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
19.09.2017
|
Sachverhalt
Sachdarstellung
Für den Stadtteil Osterfeld wurde ein integriertes Handlungskonzept (IHK) erarbeitet, welches am 16.11.2015 durch den Rat der Stadt Oberhausen (Vorlage - B/16/1145-01) beschlossen wurde. Im Rahmen des IHK wird das Nahmobilitätskonzept inkl. Beleuchtungskonzept entwickelt, um die Grundlage handlungsorientierter Maßnahmen zu bilden. In einem partizipativen und integrativen Ansatz wird eine Grundlagenplanung für das Programmgebiet Osterfeld entwickelt werden, durch welches die Erreichbarkeiten innerhalb des Untersuchungsraums, die Aufenthalts-, Wohn- und Lebensqualität innerhalb des Gebietes, sowie die Verbindung zu den übrigen Stadtteilen und auch zu den Nachbarstädten verbessert wird. Dabei wird neben den Themen „Aufwertung der Stadteingänge“ und „Beleuchtung“ auch klimaschutzrelevanten Themen, den Aspekten sowie den Themenfeldern „Gesundheitsförderung“ und „Reduzierung von Barrieren“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Hierzu gehören auch die Betrachtung multimodaler Wegeketten und die Erreichbarkeit des ÖPNV. Mit der Entwicklung des Beleuchtungskonzeptes soll die Beleuchtungssituation der Verkehrsräume verbessert, die Stadtteileingänge aufgewertet und Dunkel- bzw. Angsträume vermieden werden. Die Belange der Kinder und Jugendlichen werden bei der Konzepterstellung besonders berücksichtigt.
Mit der Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes inkl. Beleuchtungskonzept ist das Ingenieurbüro IKS beauftragt. Als Unterauftragnehmer sind die Planungsbüros Stadtkinder (Kinder- und Jugendbeteiligung) und LDE Kober (Beleuchtungskonzept) an der Bearbeitung des Projektes beteiligt.
Das Untersuchungsgebiet wurde aus dem Programmgebiet des integrierten Handlungskonzeptes abgeleitet, vgl. Abbildung 1.

Abbildung 1: Untersuchungsgebiet
Projektablauf
Der bisherige Projektablauf bzw. die durchgeführten Arbeitsschritte zur Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes sind in Abbildung 2 schematisch dargestellt. Auf der Grundlage von Bestands- und Defizitanalyse sowie einem projektbegleitenden Beteiligungsverfahren wurden verkehrliche und beleuchtungstechnische Maßnahmen zur Förderung des Untersuchungsgebiets erarbeitet.

Abbildung 2: Grundsätzlicher Projektablauf
Bestands- und Defizitanalyse
Für die Erarbeitung des Nahmobilitätskonzeptes wurden umfangreiche Bestands- und Defizitanalysen durchgeführt. Im Rahmen der Bestandsaufnahme wurden vorhandene Unterlagen, Untersuchungen und Strukturdaten ausgewertet. Zudem wurden Vor-Ort-Begehungen durchgeführt, um den Bestand sowie die Defizite im Straßenraum aufzunehmen. Die Daten sind mit besonderem Schwerpunkt auf den ÖPNV, den Radverkehr, den Fußverkehr und der Beleuchtung in einer Defizitanalyse ausgewertet worden.
Beteiligungsverfahren
Bestandteil der Konzepterstellung ist ein umfangreiches Beteiligungsverfahren mit dem Ziel die verschiedenen Nutzer- und Akteursgruppen aller Altersstufen in die Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes einzubinden und die Analyse und Maßnahmenplanung gezielt an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten. Hierzu wurden bislang nachfolgend aufgeführte Veranstaltungen durchgeführt:
- 2 Stadtteilspaziergänge mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und mobilitätseingeschränkten Personen
- 4 Streifzüge mit Kindern und Jugendlichen
- Workshop 1: Beteiligung im Rahmen der Bestandserhebung und Mängel-Chancen-Bindungen-Potenzial-Analyse
- Workshop 2: BürgerInnenbeteiligung zur Unterstützung der Maßnahmenentwicklung bzw. Konzepterstellung
- Ideenworkshop zur Umgestaltung der Westfälischen Straße im Schulumfeld mit Jugendlichen
Außerdem wurden die Maßnahmenentwürfe des Konzeptes am 31.08.2017 im Beirat Osterfeld vorgestellt und diskutiert.
Maßnahmen
Auf der Grundlage der Bestands- und Defizitanalyse sowie des Beteiligungsverfahrens hat das Büro IKS die in Tabelle 1 aufgelisteten Maßnahmen entwickelt. Die Inhalte der einzelnen Maßnahmen sind in Anlage 1 (nur in Allris verfügbar) dargestellt.
Tabelle 1: Maßnahmenempfehlungen
| Maßnahme |
HSF1 | Umgestaltung Bottroper Straße: Querungsmöglichkeit |
HSF2 | Westfälische Straße: Verkehrsberuhigung |
HSF3 | Heinestr./ Bergstr./ Henselstr.: Verkehrsberuhigung |
HSF4 | Rothebuschstraße/ Fahnhorststraße: Gehwegparken |
HSF5 | Bergstraße: Gehwegparken |
HSF6 | Gesamtes Untersuchungsgebiet: Ausstattung Bushaltestellen |
HSF7 | Rothebuschstraße: Gehwegnasen |
HSF8 | Overbergschule: Poller/Kampagne |
HSF9 | Osterfelder Straße/ Cheruskerstraße: Querungshilfe |
HSF10 | Vestische Straße: Städtebauliche Neugestaltung |
HSF11 | City: Städtebauliche Neugestaltung |
HSR1 | Vestische Straße: Querschnittsänderung |
HSR2 | Teutoburger Straße: Radfahrstreifen |
HSR3 | Richard-Wagner-Allee/Jakobitrasse: Querungsanlage |
HSR4 | Gesamtes Untersuchungsgebiet: Abstellanlagen |
HSR5 | Entwicklung der Flachglasstrecke: Geh-und Radweg |
HSR6 | Gesamtes Untersuchungsgebiet: Öffnung Einbahnstraßen für Radverkehr |
HSB1 | City: Beleuchtung Stadttore |
HSB2 | Gesamtes Untersuchungsgebiet: Beleuchtung Trassen |
HSB3 | City: Beleuchtung Fußgängerzone |
Ausblick/Zeitplan
In Tabelle 2 ist der weitere Zeitplan zur Fertigstellung des Konzeptes dargestellt. Die Anmerkungen aus der Gremienbeteiligung und Bürgerbeteiligungen werden geprüft und die überarbeiteten Maßnahmen und möglicherweise Alternativen ab dem 25.09.2017 im Stadtteilbüro Osterfeld ausgestellt. Am 05.10.2017 wird das Büro IKS für eine offene Diskussionsrunde von 17:00- 20:00 Uhr im Stadtteilbüro anwesend sein. Das fertige Nahmobilitätskonzept wird im November/Dezember im Beirat Osterfeld, der Bezirksvertretung Osterfeld und dem Planungsausschuss vorberaten und zum Beschluss in die Ratssitzung am 18.12.2017 eingebracht.
Tabelle 2: Zeitplan
25.09.2017 | Bürgerinformation | Ausstellung der Maßnahmen im Stadtteilbüro | Verwaltung, |
05.10.2017 | Bürgerinformation | Diskussionsrunde im Stadtteilbüro zu den Maßnahmen des Nahmobilitätskonzeptes (17:00 – 20:00 Uhr) zu der alle Interessierten eingeladen werden. | Verwaltung, |
23.11.2017 | Beirat Osterfeld | Vorstellung der Endergebnisse / Vorberatung und Beschluss des Konzeptes
| Verwaltung |
05.12.2017 | BZV Osterfeld | Verwaltung | |
12.12.2017 | Planungsausschuss | Verwaltung und | |
18.12.2017 | Rat der Stadt Oberhausen | Verwaltung |
Ein ausführlicher Bericht zum Nahmobilitätskonzept wird vom Büro IKS am Ende des Projektes erstellt und veröffentlicht.
Kurzfassung
Im Rahmen des IHK Osterfeld wurde das Ingenieurbüro IKS mit der Aufstellung des Nahmobilitätskonzeptes inkl. Beleuchtungskonzept beauftragt. Auf der Grundlage einer durchgeführten Bestandsanalyse, Defizitanalyse und eines Beteiligungsverfahren wurden Maßnahmenentwürfe erarbeitet. Die Maßnahmenentwürfe sollen ab dem 25.09.2017 im Stadtteilbüro Osterfeld ausgestellt und in die Ratssitzung am 18.12.2017 zum Beschluss eingebracht werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
11,3 MB
|
