Beschlussvorlage - B/16/2820-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Fällung städtischer Bäume
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Barbara Neu
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Beschlussfassung
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14.09.2017
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Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Begründung
Bereisung durch die Baumkommission am 21.06.2017
Die Ersatzforderungen (Erzsatzpflanzung / Ausgleichszahlung) gelten vorbehaltlich der rechtlichen Nachprüfung.
1) Eifeler Str. 9
Antrag: Fällung von 3 Erlen
Ergebnis: Ablehnung
Maßnahme: Kronenpflege durch OGM
Sachverhalt:
Der Anwohner der Eifeler Straße 9 beantragt die kurzfristige Fällung von zwei Erlen vor dem Haus Nr. 9 und einer Erle vor dem Haus Nr. 16. Als Gründe werden in dem Antrag genannt, dass die in Rede stehenden Bäume vor Fenstern den Zufluss von Licht und Sonne in unzumutbarer Weise beeinträchtigen. Des Weiteren haben die Bäume in der Vergangenheit durch Wurzeleinwüchse die Entwässerungsleitungen beschädigt. Die Baumkronen ragen über die Dächer der Häuser hinweg und stellen eine Gefahr für die Häuser und darin sich aufhaltende Personen dar. Der Antragsteller bemängelt auch, dass der geforderte Mindestabstand zu den Bäumen nicht eingehalten sei. Darüber hinaus teilt er mit, dass bei Stürmen die Erlen durch herabfallende Äste die Kinder in der Siedlung stark gefährden. Weiterhin sei die Zufahrt zu seinem Stellplatz durch die eine Erle mittlerweile behindert.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass der Zufluss von Licht und Sonne vor allem durch die geschlossenen Rollläden beeinträchtigt wird. Die Ausprägung von Totholz geringer Dimension zeigte sich in einem normal üblichen Maß, sodass keine Vitalitätsmängel daraus abgeleitet werden können. Die Kronen der jeweiligen Bäume zeigten vor Ort keinen nennenswerten Überhang über die Hausdächer. Die Zufahrt zu dem Stellplatz wird aus Sicht der Baumkommission nicht beeinträchtigt. Belege zu den Schäden an den Entwässerungsleitungen liegen nicht vor. Aktuell sind keine Schäden bekannt.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission empfehlen einstimmig, die Fällung der drei Erlen abzulehnen. Die Bäume zeigen sich in einem zufriedenstellenden Vitalitätszustand. Herabfallende Äste bei hohen Windstärken und Stürmen sind ein hinzunehmendes Lebensrisiko und stellen keinen Fällgrund dar. Das festgestellte Totholz soll im Rahmen einer Kronenpflege durch die OGM GmbH beseitigt werden.
2) Hagenstraße/Skagerrakstraße
Antrag: Fällung von 1 Platane
Ergebnis: Zustimmung
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch OGM
Sachverhalt:
Die OGM GmbH meldete, dass im Rahmen der halbjährlich durchgeführten Baumkontrolle eine fast abgestorbene Platane aufgefallen ist.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass die in Rede stehende Platane kaum noch Anzeichen von Vitalität aufweist.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission empfehlen einstimmig, der Fällung der abgängigen Platane zuzustimmen. Als Ersatz soll an Ort und Stelle ein Spitzahorn gepflanzt werden. Die Leistungen sind durch die OGM GmbH auszuführen.
3) Max-Eyth-Str. 1
Antrag: Fällung von 3 Platanen
Ergebnis: Zustimmung zur Fällung von 2 Platanen (an der Ampel und Mitte)
Ablehnung 1 Platane an der Zufahrt
Maßnahme: Fällung durch OGM, Ersatzpflanzung durch Antragsteller
Sachverhalt:
Der Antragsteller beklagt, dass die großen Platanen die Sicht auf seine Ausstellungshallen versperren. Weiterhin stelle das jahreszeitlich bedingte Laub für ihn eine große Belastung dar. Auch hätten herabfallende Äste in der Vergangenheit zu erheblichen Schäden an darunter geparkten Fahrzeugen geführt. Des Weiteren würden die Wurzeln die Gehwegplatten anheben und somit eine Stolpergefahr verursachen.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass die Platane an der Ampel einen Schaden an der Lichtsignalanlage verursacht hat. Außerdem versperrt die mächtige Krone die ungehinderte Sicht. Ein stärkerer Rückschnitt wäre dringend notwendig. Alle drei Platanen weisen eine zufriedenstellende Vitalität auf. Unebenheiten im Gehwegbereich konnten zwar festgestellt werden, aber sie stellen keine Verkehrsgefährdung dar. Der Antragsteller wurde vor Ort angehört.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission empfehlen mehrstimmig mit zwei Gegenstimmen, die Platane an der Ampel sowie die Platane in der Mitte zur Fällung freizugeben. Diese Leistungen sollen durch die OGM GmbH ausgeführt werden.
Als Ersatz sollen drei Scharlach-Ahorne in dem Bereich der weichenden Bäume gepflanzt werden. Diese Kosten für die Ersatzpflanzungen und die Herstellung der dritten Baumscheibe sind vom Antragsteller gemäß dem Gespräch vor Ort zu tragen. Die dritte Platane an der Zufahrt zu dem Grundstück soll erhalten bleiben.
4) Gesamtschule Weierheide, Standort Fichtestraße
Antrag: Fällung von 1 Linde und 1 Birke auf dem Schulhof
Ergebnis: Zustimmung zur Fällung von 1 Linde, 1 Birke und 1 Vogelkirsche
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch OGM
Sachverhalt:
Die Schule plant in Kooperation mit der Emschergenossenschaft den vorhandenen Schulhof umzugestalten und zu renaturieren. Hierbei sollen große Flächen entsiegelt, ein Bachlauf angelegt und zwei Wasserrückhaltemulden hergestellt werden. Im Rahmen der Maßnahmen soll der Schulgarten integriert werden. Die zur Fällung beantragten Bäume sind abgängig und würden eine Umsetzung erschweren oder vielleicht sogar verhindern. Weiterhin seien Schäden durch die Wurzeln bereits an der Grundstücksmauer zu verzeichnen.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass sowohl die zur Fällung beantragte Linde und Birke als auch ein Vogelkirsche abgängig sind.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission empfehlen einstimmig, dass die drei in Rede stehenden Bäume gefällt und deren Wurzelstöcke gerodet werden. Als Ersatzpflanzung wünschen sie sich einen Laubbaum auf dem Schulhof. Nach Prüfung der Örtlichkeit empfiehlt die Fachverwaltung zwei säulenförmige Eichen am Schulgebäude zur Mecklenburger Straße zwischen den Fenstern zu pflanzen. Die Leistungen sind durch die OGM GmbH auszuführen.
5) Hessenstr. 32/Badenstraße
Antrag: Fällung von 1 Götterbaum
Ergebnis: Zustimmung
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch OGM
Sachverhalt:
Der Bereich 5-6 Tiefbau sowie ein Anwohner wiesen auf einen nicht mehr verkehrssicheren Götterbaum hin. Dieser würde auch ohne besondere Witterungsbedingungen Äste auch in größeren Dimensionen verlieren. Er steht direkt an einer Kreuzung im Bereich der Gehwege.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass der Baum massive Astausbrüche aufweist.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission empfehlen einstimmig, dass der Götterbaum zur Fällung freigegeben wird. Auf Grund der Nähe zu dem Kreuzungsbereich raten sie, auf eine Ersatzpflanzung an Ort und Stelle zu verzichten. Stattdessen soll die Fachverwaltung prüfen, ob in der Hessenstraße eine Ersatzpflanzung möglich ist. Dieses ist nach Durchsicht der Leitungspläne nicht möglich. Die Fachverwaltung schlägt alternativ vor, als Ersatzbaum einen Ahornbaum in der Hegelstraße vor Haus Nr. 14 zu pflanzen.
6) Kindertageseinrichtung Biefang an der Dienststraße
Antrag: Fällung von 1 Silberahorn
Ergebnis: Zustimmung
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch OGM
Sachverhalt:
Die OGM GmbH meldete einen abgängigen Silberahorn auf dem Gelände der Kindertageseinrichtung an der Dienststraße. Der Baum steht direkt an den angrenzenden Spielflächen und weist einen enormen Stammschaden auf. Pilzbefall und Fäulnisprozesse sind im Anfangsstadium. Die mangelnde Vitalität zeichnet sich jedoch schon in der Baumkrone durch eine geringe Austriebkraft ab.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass der Baum eklatante Vitalitätsmängel im Bereich der Baumkrone aufweist. Diese sind auf den Stammschaden zurückzuführen.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission empfehlen einstimmig die Fällung des Silberahorns. Allerdings soll der Stamm des Silberahorns in 80 cm Höhe abgesägt werden, sodass der Stamm z.B. als Stehtisch genutzt werden kann. Bei der Wahl der Ersatzpflanzung schlagen sie vor, die Kindertageseinrichtung mit einzubeziehen. Nach Rücksprache mit der Leiterin teilt die Stadtverwaltung mit, dass eine Blutbuche gewünscht wird. Die Leistungen sind durch die OGM GmbH auszuführen.
7) Alsfeldstr. 41
Antrag: Fällung von 2 Platanen
Ergebnis: Ablehnung
Maßnahme: ----
Sachverhalt:
Die Antragstellerin befürchtet, dass die zwischen den Bäumen verlegte Gashausanschlussleitung durch die mächtigen Wurzeln beschädigt werden könnte. Sie bat darum bei der nächsten Baumkontrolle auch deren Wurzelwerk zu überprüfen, ob derzeit schon eine potentielle Gefahr von ihnen ausginge.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass die Gasleitung in einem Abstand von ca. 3 Metern zum Stamm auf das Haus zu verläuft.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission lehnen einstimmig die beantragte Fällung der beiden Platanen ab.
Hinweis:
Eine Gefährdung der Gasleitung ist höchst unwahrscheinlich, da die Wurzeln der Bäume nicht in die Gasleitungen einwachsen können. Gasleitungen sind in der Regel aus hochfesten Materialien hergestellt. Nach Rücksprache mit der EVO sind es druckfeste Kunststoffrohre (PE-HD-Leitungen) und Stahlrohre. Diese werden beim Verlegen miteinander verschweißt. Es gibt kein Steckmuffensystem mit Gummiabdichtungen, wie bei den herkömmlichen Entwässerungsleitungen. Das sind die Schwachstellen der Entsorgungsleitungen. Im Laufe der vielen Jahre werden die Gummiabdichtungen porös. Dadurch ergeben sich Undichtigkeiten. In den Entwässerungsleitungen befinden sich Sauerstoff und Wasser. Die Gasleitungen führen jedoch weder Wasser noch Luft und sollten auch keine Undichtigkeiten aufweisen. Es gibt Gaswächter, die die Leitungen kontrollieren.
8) Mathildestr. 15
Antrag: Fällung von 1 Linde
Ergebnis: Zustimmung
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch OGM
Sachverhalt:
Die Anwohner beklagen, dass bei stärkeren Regenereignissen Oberflächenwasser des Gehweges auf den privaten Stellplatz vor der Garage läuft. Von dort gelangt das Wasser über einen Kellerlichtschacht durch das Fenster in die angrenzenden Kellerräume. Hier entstehen Feuchtigkeitsschäden. Weiterhin führen die oberflächennahen Wurzeln zu Stolperkanten im Gehwegbereich.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass das Gegengefälle durch die Baumwurzeln bedingt ist. Stolperkanten haben sie nicht erkannt.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission fordern die Verwaltung auf, die Lösung des Problems durch den Einbau einer Entwässerungsrinne an der Grundstücksgrenze zu prüfen. Der Fachbereich 5-6-40 teilt mit, dass ein Anschluss an das Fallrohr der Dachentwässerung problematisch sei, da vermutlich keine Rückstausicherung vorhanden ist, die Überschwemmungen bei Starkregenereignissen im Gebäude verhindern würde. Ein Anschluss der vorgeschlagenen Rinne an den Hauptkanal in der Straße müsste auf Grund der kurzen Distanz in offener Bauweise hergestellt werden. Dabei würde man massiv in das Wurzelwerk des vorhandenen Baumes eingreifen, sodass weder die Standsicherheit noch die Gesundheit der Linde dauerhaft gewährleitest werden kann. Die neuen Erkenntnisse wurden am 07.08.2017 per E-Mail allen Mitgliedern mitgeteilt. Am 09.08.2017 teilte die Bezirksverwaltungsstelle Sterkrade mit, dass alle Mitglieder der Baumkommission einer Fällung der vorhandenen Linde und Ersatzpflanzung mit einer Winterlinde zustimmen.
9) Hamburger Str. 85
Antrag: Fällung von 4 Pappeln
Ergebnis: Zustimmung
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch OGM
Sachverhalt:
Die Anwohner beklagen, dass die hohen Pappeln teilweise mit Schräglage direkt an der Grundstücksgrenze stehen. Durch erhöhtes Aufkommen an Astausbrüchen fühlen sich die Antragsteller gefährdet.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass die Bäume direkt an der Grenze stehen. Auch die Schräglage an zwei Pappeln wird erkannt. Auf Nachfrage bei der OGM GmbH bezüglich des Vitalitätszustandes, bestätigt diese einen erhöhten Astausbruch.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission stimmen einstimmig der Fällung zu. Als Ersatz wünschen Sie auf der eingezäunten Fläche vier heimische Laubbäume und vier Obstgehölze zu pflanzen. Dabei sollen vier Kornelkirschen, zwei Birnenbäume und zwei Apfelbäume verwendet werden.
10) Hamburger Str. 43
Antrag: Fällung bzw. Rückschnitt von Gehölzen an der Nordrampe
Ergebnis: Ablehnung
Maßnahme: Rückschnitt im Rahmen einer Gehölzpflege durch OGM
Sachverhalt:
Die Anwohner beklagen, dass die hohen Bäume und Sträucher entlang der Nordrampe, die sich rückwärtig zu ihren Grundstücken befinden, die Gärten sowie die Häuser unzumutbar verschatten und sich auch negativ auf die Grundstückspreise auswirken.
Baumbereisung:
Die anwesenden Mitglieder der Baumkommission stellten vor Ort fest, dass die Bäume in dem Gehölzstreifen an der Nordrampe ausreichenden Abstand zu den Gebäuden haben. Daher kann eine unzumutbare Verschattung nicht nachvollzogen werden.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission lehnen einstimmig die beantragte Fällung sowie den Rückschnitt ab. Dennoch wünschen sie, dass die OGM GmbH im kommenden Herbst/Winter überhängende Äste im Lichtraumprofilbereich sowie unkontrollierten Gehölzaufwuchs entfernt.
11) Emmericher Straße
Antrag: Fällung von Straßenbäumen wegen Straßenausbau
Ergebnis: Zustimmung in der Sitzung am 08.12.2016
Maßnahme: Fällung und Ersatzpflanzung durch Antragsteller
Sachverhalt:
Straßenbaubedingt ist die Fällung von 11 Kastanien (mit Stammumfängen bis zu 300 cm), 3 Linden (Stammumfänge bis zu 200 cm) und 2 Eichen (Stammumfänge bis zu 220 cm) erforderlich. Die Fällung wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Sterkrade am 08.12.2016 beschlossen. Die als Ersatzpflanzung vorgeschlagene Zelkove sollte noch einmal überdacht werden.
Baumbereisung:
Die ursprünglich von der Fachverwaltung vorgeschlagene Zelkove als Ersatzbaum wurde nicht gewünscht, da sie aus Sicht der Mitglieder der Baumkommission keine ökologische Bedeutung hat.
Ergebnis:
Die Mitglieder der Baumkommission befürworten mehrstimmig mit einer Gegenstimme als Ersatz 90 Hainbuchen zu pflanzen.
