Berichtsvorlage - M/16/2873-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Freiraumentwicklungskonzept Osterfeld im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes „Soziale Stadt Osterfeld“Sachstandsbericht
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Barbara Neu
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Geplant
|
|
Umweltausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
07.09.2017
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Osterfeld
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
12.09.2017
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Planungsausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
19.09.2017
| |||
|
●
Geplant
|
|
Naturschutzbeirat
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
28.09.2017
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Jugendhilfeausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
18.10.2017
|
Sachverhalt
Bezug
Sachdarstellung
Hintergrund
Im August 2016 beauftragte die Stadt Oberhausen das Landschaftsarchitekturbüro Hoff in Kooperation mit dem Büro ILP - Integrierte Landschaftsplanung Pieper mit der Erarbeitung des Freiraumentwicklungskonzeptes Osterfeld. Durch das sich in der Bearbeitung befindende Freiraumentwicklungskonzept wird unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Akteure eine umsetzungsorientierte Konzeption für ein den Ansprüchen der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechendes und optimal vernetztes Grün- und Freiraumsystem innerhalb des Programmgebiets „Soziale Stadt Osterfeld“ entwickelt. Es wird eine gesamträumliche Konzeption mit vertiefenden Rahmenplanungen für ausgewählte Bereiche und konkrete Vorplanungen für fünf, bereits im integrierten Handlungskonzept verankerte Teilmaßnahmen beinhalten. Ziel ist es, die sozialen und aber auch ökologischen Funktionen von Landschaft und Freiräumen im Innen- und Außenbereich strategisch zu erfassen, zu bewerten und nach Bedarf zu entwickeln. Die konzeptionellen Schwerpunkte liegen dabei neben der Vernetzung aller Grün- und Freiräume untereinander sowie mit den angrenzenden Wohnsiedlungsbereichen und dem Außenbereich, auch in der nutzungsspezifischen, ökologischen und klimaangepassten Qualifizierung dieser Bereiche. Insgesamt wird unter Berücksichtigung der Ziele, Handlungsfelder und Teilmaßnahmen des integrierten Handlungskonzeptes „Soziale Stadt Osterfeld“ eine städtebauliche und landschaftsarchitektonische Aufwertung und Qualifizierung angestrebt. Die Fertigstellung der Planungskonzeption ist für Ende 2017 mit einem politischen Beschluss als städtebauliches Entwicklungskonzept vorgesehen.
Stand des Bearbeitungsprozesses
Die Bestandsaufnahme und Betrachtung aller Freiflächen erfolgte anhand einer Vor-Ort-Analyse, Bestands- und Planungserhebungen sowie einer Bürgerbeteiligung als Auftaktveranstaltung, die in Kooperation mit dem zeitgleich bearbeiteten Nahmobilitätskonzept Ende Januar 2017 durchgeführt wurde. Im Rahmen des Bürgerworkshops wurden die städtebaulichen Kriterien zur Vernetzung, Qualifizierung, klimarelevante Kriterien und ökologische Kriterien genauer diskutiert. Anhand der erarbeiteten Bestandsanalyse und der Auswertung der Bürgerbeteiligung wurde eine Mängel-Chancen-Analyse erstellt. Diese lieferte den Grundstein für die Bearbeitung und Ausgestaltung des Freiraumentwicklungskonzeptes, grundlegende Informationen zu Defiziten in der Freiraumversorgung und –qualität sowie deren Potenziale. Als gravierendster Mangel wurde die schlechte Erreichbarkeit und unzureichende Vernetzung von Grünflächen benannt. Dieses führt zu einer Unterversorgung in den hoch verdichteten Quartieren. Weiterhin weisen die vorhandenen Grün- und Freiflächen oft eine mangelhafte Ausstattung in Bezug auf Erholung/Aufenthaltsqualität, Spiel- und Sportangebote und Pflegedefizite auf. Die Analysen, Beteiligungsergebnisse und die ermittelten Handlungsbedarfe und Prioritäten führen zu einer klaren Abgrenzung von verschiedenen multifunktionalen/multicodierten Handlungsräumen im Untersuchungsgebiet, auf die sich die konzeptionelle Erarbeitung bezieht. Es ergibt sich ein Leitbild eines lebenswerten Osterfelds mit einer grünen Infrastruktur.
Im Rahmen einer zweiten Bürgerbeteiligung, die ebenfalls in Kooperation mit den Beteiligten des Nahmobilitätskonzeptes als Gestaltungsworkshop durchgeführt wurde, konnten die Erkenntnisse der Bestandsaufnahme, die verschiedenen Handlungsräume und die erarbeiteten Entwicklungsziele mit den anwesenden BürgerInnen und PolitikerInnen rückgekoppelt und angeregt diskutiert werden. Dabei standen die Gestaltung und Ausstattung der Handlungsräume, das Nutzungsverhalten und empfundene Defizite sowie die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger unter Berücksichtigung der Machbarkeit im Vordergrund.
Als Zwischenergebnis liegt derzeit eine umfangreiche Aufstellung der erarbeiteten multifunktionalen Handlungsräume A-K graphische in einer Karte dargestellt (siehe Anlage 1) vor. Die dazugehörige Maßnahmenübersicht (siehe Anlage 2) ist inhaltlich nach den Handlungsräumen, Entwicklungszielen, Maßnahmenbeschreibung und –empfehlung gegliedert. Im Freiflächenentwicklungskonzept wird diese Liste in Maßnahmensteckbriefen einschließlich Beschreibung und anzusetzenden Kosten konkretisiert. Neben den Steckbriefen wird es organisatorische Empfehlungen für das gesamte Projektgebiet geben.
Die nächsten Arbeitsschritte
Der nächste Arbeitsschritt ist die weitere Ausarbeitung des Maßnahmenkonzeptes. Für vier Teilflächen, die sich im Rahmen des Konzeptes als prioritär dargestellt haben, werden in Absprache mit den zuständigen Fachbereichen konkretisierende Vorplanungen als impulsgebende Beispiele erarbeitet. Hierbei handelt es sich um den Schulhof der Erich Kästner-Schule, den Spielplatz und die Grünfläche an der Ziegelstraße und den Straßenraumtyp Vestische Straße im Bereich zwischen der Rheinischen Straße und der Bottroper Straße. Diese vier Raumtypen werden in einem geeigneten Maßstab als Vorplanung mit einer groben Kostenschätzung erarbeitet und nach Bedarf durch Ansichten und Perspektiven ergänzt. Für die beiden großen Parkanlagen Garten Osterfeld und Revierpark Vonderort werden Rahmenplanungen erarbeitet. Hierbei liegt das Augenmerk nicht auf konkreten Detail- und Objektplanungen sondern vielmehr auf der Erstellung einer konzeptionellen Planung zur Aufwertung unter Berücksichtigung städtebaulicher Kriterien. Unterstützend hierzu fand im März 2017 eine Schülerbeteiligung und im April 2017 Begehungen und Befragungen der markanten Freiflächen zum Nutzungsverhalten statt. Für die weiteren Freiraumtypen wie sonstige Grünflächen, Spielplätze, Friedhöfe, öffentliche Plätze u.a. werden interdisziplinäre Empfehlungen formuliert, die eine qualitative Aufwertung sowie eine ökologische und klimaangepasste Verbesserung der öffentlichen Räume beschreiben. Als oberstes Ziel steht hier eine Verknüpfung der sozialen, ökologischen und bioklimatischen Funktionen im Sinne der Grünen Infrastruktur. Vordringliche Handlungsbedarfe an konkreten Flächen werden herausgestellt.
Bis Mitte September 2017 erfolgt die Vorstellung und Diskussion des Zwischenstandes des Konzepts und der vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen (siehe Karte multicodierte Handlungsräume Anlage 1 und Maßnahmenübersicht Anlage 2) in den politischen Gremien. Im Anschluss werden diese Zwischenergebnisse in einer Öffentlichkeitspräsentation circa einen Monat lang im Stadtteilbüro Osterfeld ausgestellt, um den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben die Ergebnisse zu diskutieren und letzte Anmerkungen einzubringen. An verschiedenen Terminen werden die beauftragten Büros anwesend sein, um ihre Konzepte zu präsentieren und Fragen zu beantworten. Im Anschluss an die Beteiligungsveranstaltungen erfolgt eine abschließende Überarbeitung der Ergebnisse mit Einbindung der gesammelten Anregungen durch die Büros. Ab Mitte November 2017 sollen die Endergebnisse und Konzeptstudien den Gremien vorgestellt werden. Ziel ist der politische Beschluss des Konzeptes im Dezember 2017 als städtebauliches Entwicklungskonzept. Für die beiden in der Maßnahmenübersicht benannten Teilmaßnahmen Nr. 8 (Umgestaltung Schulhof Erich-Kästner-Schule) und Nr. 10 (Ausbau Spielplatz Ziegelstraße E1 und Umgestaltung Grünfläche E 2) des intergierten Handlungskonzeptes sollen zum Stadtentwicklungsprogramm STEP 2018 im baulich-investiven Bereich bewilligungsreif vorbereitete Einzelförderanträge bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden.
Kurzfassung
Im August 2016 beauftragte die Stadt Oberhausen das Landschaftsarchitekturbüro Hoff mit der Erarbeitung des Freiraumentwicklungskonzeptes Osterfeld. Bestandteil des Auftrages ist eine Bestandsanalyse einschließlich einer Bürgerbeteiligung, welche im Januar 2017 durchgeführt wurde. Auf den Ergebnissen basierend wurde als nächster Baustein ein Leitbild entwickelt sowie die Handlungsräume mit seinen notwendigen Entwicklungszielen ausgearbeitet. Im Rahmen einer zweiten Bürgerveranstaltung wurde der Bearbeitungsstand öffentlich diskutiert. Die Ergebnisse wurden in einer Karte grafisch als Handlungsräume (siehe Anlage 1) und in einer Maßnahmenübersicht in Stichworten beschrieben. Für vier Raumtypen wird in einem geeigneten Maßstab eine Vorplanung mit einer groben Kostenschätzung erarbeitet. Für die beiden großen Parkanlagen werden konzeptionelle Rahmenplanungen erarbeitet. Für die weiteren Freiraumtypen wie sonstige Grünflächen, Spielplätze, Friedhöfe, öffentliche Plätze u. a. werden interdisziplinäre Empfehlungen in Form von kurzen Maßnahmensteckbriefen tabellarisch formuliert. Ziel des Freiraumentwicklungskonzepts ist es, eine Verknüpfung der sozialen, ökologischen und bioklimatischen Funktionen im Sinne der Grünen Infrastruktur herzuleiten. Insgesamt wird unter Berücksichtigung der Ziele, Handlungsfelder und Teilmaßnahmen des integrierten Handlungskonzeptes „Soziale Stadt Osterfeld“ eine städtebauliche und landschaftsarchitektonische Aufwertung und Qualifizierung angestrebt. Die Fertigstellung der Planungskonzeption ist für Ende 2017 mit einem politischen Beschluss als städtebauliches Entwicklungskonzept vorgesehen. Für die beiden in der Maßnahmenübersicht (siehe Anlage 2) benannten Teilmaßnahmen Schulhof Erich-Kästner-Schule und Ausbau Spielplatz Ziegelstraße einschließlich Umgestaltung der Grünfläche sollen zum Stadtentwicklungsprogramm STEP 2018 bewilligungsreif vorbereitete Einzelförderanträge bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
öffentlich
|
974,8 kB
|
|||
|
2
|
öffentlich
|
465,2 kB
|
