Berichtsvorlage - M/16/2799-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

  1. Grundlage Ratsbeschluss

Der Rat der Stadt Oberhausen hat am 03.07.2017 den Spielraumentwicklungsplan beschlossen. Im Rahmen der Spielraumentwicklungsplanung wurden umfassende Analysen aus verschiedenen Blickwinkeln erstellt, um eine aussagekräftige Datengrundlage zu erhalten. Mit den ermittelten Daten wurden Bedarfe und Versorgungslagen gegenübergestellt, um die daraus zu resultierenden Aus- und Umbauten sowie Reduzierungen sozialraum- und bedarfsorientiert abzuleiten. Um die Qualität der Spielräume in Oberhausen insgesamt zu verbessern, wurde ein hohes Maß an Spielwertqualität in den Fokus gerückt.

 

  1. Sozialraumbetrachtung
    1. Gesamtstädtische Betrachtung

Aufgrund der demographischen Entwicklung sank die Gesamtbevölkerung der Stadt Oberhausen stetig. Seit dem Jahr 2014 steigt die Bevölkerungszahl in Oberhausen wieder an und somit ist eine Trendumkehr zu erkennen. Dies ist auf Zuzüge als auch auf eine steigende Geburtenrate zurückzuführen. Hinsichtlich der Prognosen ist zu erwarten, dass die Zahl in den kommenden Jahren weiter ansteigt und der prognostizierte Rückgang erst später einsetzt.

Für die Spielraumentwicklungsplanung ist eine differenzierte Betrachtung der Sozialräume und der Sozialquartiere erforderlich, da die Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen sehr unterschiedlich ist.

 

2.2  Betrachtung des Sozialraums Oberhausen Ost

Betrachtet man den Sozialraum im Vergleich zur Gesamtstadt, so liegen die Daten größtenteils im Durchschnitt. Hinsichtlich der Bevölkerungsprognose ist zu beachten, dass die Zahl der unter 6-jährigen unerwartet angestiegen ist. Es ist zu erwarten, dass diese Zahl weiter ansteigt und somit der prognostizierte Rückgang der Bevölkerungzahl später einsetzt.

 

2.3  Betrachtung auf Quartiersebene

Eine Betrachtung auf Quartiersebene verdeutlicht, dass sich das Quartier Brücktorviertel bezogen auf die Indikatoren abhebt. Hier ist die Zahl der unter 6-jährigen in den vergangenen Jahren besonders angestiegen. Die Anteile der Alleinerziehenden und der kinderreichen Familien liegen über dem Durchschnitt der Gesamtstadt sowie des Sozialraumes.

 

2.4  Spielraum- und Umfeldanalyse

Spielraumentwicklungstechnisch ist somit das Brücktorviertel besonders in den Fokus zu nehmen. In diesem Wohnviertel gilt es, Spielflächen zu erhalten, auszubauen oder qualitativ zu verbessern.

 

Im Uhlandpark wird das Quartier mit dem Neubau einer Kindertageseinrichtung und des Jugendzentrums ParkHaus weiterentwickelt. Im Rahmen des Spielraumentwicklungsplanes wird dieser Prozess mit dem Neubau eines Spielplatzes, finanziert aus dem städtischen Sanierungsprogramm, flankiert. Perspektivisch ist dort auch das Spielgerät zu verorten, das im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt Knappenviertel“ errichtet wurde. Hier liegt aktuell noch eine Fördermittelbindung bis zum Jahr 2024 vor. Eine evtl. Rückförderung der ehemaligen Fördermittel aus diesem Programm ist auszuschließen, da das Spielgerät noch existiert und in Zukunft auch weiterhin genutzt wird.

 

Die Spielraumanalyse sowie die Umfeldanalyse der vorhandenen Kinderspielplätze (Strickersweg, Rudolfplatz und Körnerstraße) machen deutlich, dass die Neugestaltung des Kinderspielplatzes Uhlandpark für die Zielgruppe der Schulkinder ausgestaltet werden sollte.

 

  1. Beteiligungsprojekt Uhlandpark

 

Bei dem Beteiligungsprojekt Uhlandpark wurden Kinder, Eltern, Spielplatzpatinnen und Spielplatzpaten, interessierte Anwohnerinnen und Anwohner sowie Kooperationspartner im Spielraum in den Uhlandpark eingeladen, um ihre Wünsche und Ideen für die Neugestaltung des Kinderspielplatzes einzubringen.

 

Aufbauend auf der Spielraumanalyse wurde das Beteiligungsprojekt in der Zeit vom 24. April 2017 bis zum 26. April 2017 unter Einsatz kindgerechter Methoden wie beispielsweise einer Malaktion, Fotowand sowie einer Interviewmethode, im Uhlandpark durchgeführt.

 

Am ersten und zweiten Projekttag wurden Ideen von den anwesenden Kindern gesammelt. Ein Zwischenfazit am zweiten Projekttag machte deutlich, dass die Neugestaltung auf den Schwerpunkt Bewegung z. B. Klettern und Schaukeln ausgerichtet werden sollte. Auch die Präsentation der Ergebnisse am dritten Projekttag und die erneute Möglichkeit, ein Feedback einfließen zu lassen, unterstrichen erneut, dass bei einer Neugestaltung des Uhlandparks dieser Schwerpunkt in den Fokus genommen werden sollte.

 

Um die Anregungen aus dem Beteiligungsprojekt bei der Neugestaltung des Kinderspielplatzes berücksichtigen zu können, fand eine Auswertung und Überprüfung der Ergebnisse am dritten Projekttag vor Ort unter Einbeziehung aller Akteure statt. Diese Form der Partizipation macht es möglich, Kindern ein Mitspracherecht bei Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu verschaffen.

 

Das vielseitige Klettersystem der Berliner Seilfabrik, das aus bodennah angebrachten Seilen besteht, ermöglicht Kletter- und Balancierspiele für Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen- bzw. Fähigkeiten. Der alte Baumbestand des Uhlandparks wurde in den Parcour mit eingeplant, so dass keine Bäume gefällt werden müssen und als natürliche Schattenspender bestehen bleiben. Dabei ergänzt der Niedrigseilgarten, das bereits vorhandene Hochseilkonzept des ParkHauses im Uhlandpark.

 

Einen besonderen Zuspruch fand die Partnerschaukel mit Kleinkindsitz. Die Schaukel lädt mit ihrem gemeinsamen Schaukelsitz zum simultanen schaukeln, aber auch zum Plaudern und somit zur Interaktion zwischen Kleinkindern und Jugendlichen oder Erwachsenen bzw. Elternteilen ein.

 

Grundsätzlich werden die Planungen eines Spielplatzes zukünftig auch unter dem Aspekt der Barrierefreiheit überprüft. Derzeit bereitet die Fachverwaltung eine Bestandsanalyse der barrierefreien Spielflächen im Stadtgebiet vor. Diese wird den entsprechenden Gremien vorgelegt.

 

  1. Kostenrahmen und Bauplanung

 

Die Kosten von 80.000,00 EUR (brutto) werden aus bestehenden Haushaltsmitteln bei der Finanzstelle 310006010290400 (Spielplätze/-geräte) bei der Finanzposition 785110 - AiB Hochbau OGM gedeckt. Die Planungskosten von 8.100,00 EUR (brutto) werden aus der gleichen Finanzstelle bei der Finanzposition 785120 - AiB Hochbau Ingenieurleistungen OGM aus bestehenden Haushaltsmitteln gedeckt.

 

Der Bau der Fläche ist für Herbst 2017 vorgesehen.

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Anlagen

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