Antragsvorlage - A/16/2762-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ergänzungsantrag zum Parkraumbewirtschaftungskonzept Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- BOB im Rat
- Bearbeitung:
- Peter Bruckhoff
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Planungsausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
27.06.2017
|
Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
Parkplatzsuche ist nervig, verstopft die Innenstädte und erhöht den CO2-Ausstoß. Ist man fündig geworden, geht der Stress weiter: Kleingeld zusammensuchen, nicht zu klein und nicht zu groß (Automat wechselt ja nicht), Ärger mit kaputten Automaten, um die Parkzeit zu verlängern wieder zum Automaten rennen, im schlimmsten Fall ein Knöllchen, das ist echt nervig und rückständig.
Mit einer zukunftsorientierten „Digitalen Parkraumbewirtschaftung“, wie sie bereits in vielen Städten seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, ist damit Schluss. Der Nutzer sucht seinen Parkplatz und bezahlt einfach und bequem mit der Smartphone-App, via SMS oder Anruf seine Parkgebühren. Selbst Schranken von Parkhäusern lassen sich über das Smartphone öffnen. Das spart Zeit, Geld und Nerven. So funktioniert intelligentes und bequemes Parken heute.
Verschiedene Studien belegen, dass sich eine „Digitale Parkraumbewirtschaftung“ zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes bietet die „Digitale Parkraumbewirtschaftung“ die Chance sich für eine digital vernetzte Mobilität mit Modellcharakter einzusetzen. Das ist nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv, weil besserer Service geboten wird, sondern auch für die Stadt Oberhausen, weil Kosten eingespart werden. Zudem beweist das Projekt, dass man zum Thema „Digitalisierung und Kommune 4.0“ nicht nur Visionen hat, sondern auch in der Lage ist, diese Realität werden zu lassen.
So funktionierts:
Parkplatz finden: Eine Handy Applikation (App) zeigt alle Parkmöglichkeiten in der Umgebung an. Der Nutzer entscheidet sich anhand der Lage oder der Gebühren für den optimalen Parkplatz. Er hat die freie Wahl.
Parkvorgang starten: Die App mit nur einem Tastendruck starten. Mit oder ohne Registrierung ist dies kinderleicht mit der App möglich. Wenn kein Smartphone vorhanden, kann der Parkvorgang auch jederzeit über SMS oder Telefonanruf gestartet oder beendet werden. Eine vollintegrierte Nutzung bieten kompatible Navigationssysteme direkt aus dem Fahrzeug heraus.
Parkvorgang beenden und bargeldlos bezahlen: Den Parkvorgang in der App mit nur einem Tastendruck beenden. Bezahlt wird minutengenau am Monatsende via PayPal, Kreditkarte, Lastschrift oder Mobilfunkrechnung. Eine übersichtliche Aufstellung der genutzten Parkplätze und die angefallenen Parkgebühren können jederzeit über das Kundenprofil eingesehen werden.
Vorteil für den Nutzer:
Die App sucht den idealen Parkplatz in der Nähe des Zielortes. Sie gibt einen schnellen Überblick über Parkmöglichkeiten sowohl am Straßenrand als auch in Parkhäusern. ´
Die Suche nach einem Parkplatz wird kürzer. Mit der App findet der Nutzer jederzeit einen Parkplatz, der seinen Anforderungen entspricht. Der Gang an die Parkuhr oder den Kassenautomaten wird überflüssig.
Kein Kleingeld mehr für die Parkuhr oder den Kassenautomaten suchen. Kein Ticket mehr für die Ein- und Ausfahrt im Parkhaus benötigen. Die App sorgt für die komfortable und automatische Gebührenabrechnung.
Das Abschätzen der Parkzeit vorab gehört der Vergangenheit an. Mit der App bezahlt der Kunde nur für die tatsächlich geparkte Zeit und bekommt keine Strafzettel mehr.
Das Scannen des Autokennzeichens oder eines Anbieter-Aufklebers signalisiert den Kontrolleuren, dass die Parkgebühr bezahlt ist.
Vorteil für die Stadt Oberhausen:
- Unterstützung neuer Tarifoptionen für die Optimierung der Parkraumbewirtschaftung.
- Einsparung bei Kosten für die Bargeldhaltung und die Parkraumüberwachung.
- Kein Nachrüsten oder Austausch von Parkautomaten erforderlich.
- Einfache Integration existierender Parklösungen in einer Plattform.
- Parksituationsanalysen und Finanzkontrollen in Echtzeit.
- Ergänzung des Parkens am Straßenrand um öffentliche und private Parkhäuser.
- Kundengewinnung und – Kundenbindung durch echten Komfortgewinn.
- Mehrumsatz durch Reservierungen und andere Zusatzservices.
- Aktives Auslastungsmanagement des Parkhausnetzwerks.
- Schnelle Abwicklung durch Ein- und Ausfahrt ohne Ticket.
- Starke Präsenz in allen wichtigen Vertriebskanälen von der App bis ins Auto.
- Ganzheitliche Lösung für Parken und Laden von Elektrofahrzeugen.
Die Einführung der „Digitalen Parkraumbewirtschaftung“ ist unkompliziert und geht schnell. Die App ergänzt die vorhandenen Einrichtungen und kann leicht integriert werden – direkt in die bestehenden Parksysteme und Verwaltungsabläufe. Die App-Plattform bietet Flexibilität bei der Preisgestaltung, sowie hochwertige Bericht- und Analysefunktionen, die wertvolle Informationen über die Parksituation liefern.
Mehr als 100 deutsche Städte haben bereits ein bargeldloses System eingeführt, wie zum Beispiel Duisburg, Mönchengladbach oder Moers bereits seit mehreren Jahren.
Um passgenaue Lösungen anbieten zu können, haben sich verschiedene Hersteller zu offenen und wettbewerbsübergreifenden Plattformen zusammengeschlossen. So garantiert z.B. „smartparking“ einen freien Wettbewerb zwischen den Anbietern und garantiert den Kommunen ein Höchstmaß an Leistung, Service sowie Innovation und erleichtert den Einstieg in die digitale Parkraumbewirtschaftung. Die Nutzer haben die Möglichkeit, sich am Ende für den Dienst zu entscheiden, der ihnen am meisten zusagt. Städte wie Berlin, Hamburg, Köln und Bielefeld greifen bereits auf das Know-how von „smartparking“ zurück – und profitieren ohne hohe Investitionskosten von einem schnellen Einstieg in die Kommune 4.0.
Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Anbietern elektronischer Zahlungssysteme für ein bargeldloses Parken und eine Weiterentwicklung der bisherigen Plattform MobilParken.de. Zu den Gründungsmitgliedern gehören qualifizierte und zertifizierte Unternehmen wie EasyPark, Parkmobile, ParkNow und Mobile City, die teilweise auf über 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Parkraumbewirtschaftung zurückblicken können. Geschäftsführer der Initiative ist der ehemalige Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust, der auf langjährige kommunalpolitische Expertise zurückgreift und die Bedeutung einer service- und dienstleistungsorientierten Kommune gut kennt.
Mit Hilfe von „smartparking“ können sich Kommunen als serviceorientierte Dienstleister profilieren und damit den Weg zur „Smart City“ frei machen. Das Innovative der Plattform: Es werden nicht einzelne Anbieter in Ausschreibungen privilegiert, sondern alle erhalten die gleichen Chancen. Der Autofahrer entscheidet durch seine freie Wahl, welcher Anbieter zu ihm passt.
Um das Handyparken schnell zu etablieren, bietet die Plattform praxisbewährte und rechtlich geprüfte Rahmenverträge, digitale Schnittstellen und unkomplizierte Abrechnungssysteme. Außerdem erlaubt die Implementierung des Modells, temporäre Parkerlaubnisse und Anwohnerausweise schnell und unkompliziert zu managen. Damit schafft „smartparking“ die Voraussetzungen für einen fairen Wettbewerb – und ebnet den Weg in die digitale Zukunft.
Alle Anbieter von „smartparking“ sind durch den führenden Zertifizierer für mobile Bezahlsysteme, TelematicsPRO, datenschutzrechtlich geprüft. Ein aktuelles Gutachten des bayerischen Datenschutzbeauftragten bestätigt die Datenschutzkonformität der Plattform. Die Sicherheit der persönlichen Daten steht an erster Stelle: Pflichtangaben wie Kennzeichen etc. werden verschlüsselt übertragen und anonymisiert behandelt. Auch die Bezahlvorgänge der Anbieter unter dem Dach von „smartparking“ sind sicher und vertraut: Wird zum Beispiel via PayPal bezahlt, braucht es weder Angaben zu Bank- oder Kreditkartendaten, noch zum Namen. Selbstverständlich ist auch das Bezahlen über die Mobilfunkrechnung via SMS oder App integriert.
Die offene Plattformlösung mit geprüften Rahmenverträgen von zertifizierten Anbietern garantiert eine schnelle Umsetzung der Entscheidung ohne Erst- und Folgeausschreibungen.
Die Bezahlmöglichkeit mit Bargeld soll selbstverständlich weiterhin vorhanden sein. Die „Digitale Parkraumbewirtschaftung“ soll ein nutzerfreundliches Parken gewährleisten und gleichzeitig die Kosten für die Parkraumüberwachung und die Bargeldhaltung senken. Wenn sich das System etabliert hat, ist ein Nachrüsten oder Austausch von Parkautomaten nicht mehr erforderlich.
Kurzfassung
