Berichtsvorlage - M/16/2696-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Zukunftsstadt Oberhausen (BMBF-Förderprojekt 01/2017-06/2018)
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Regional-, Stadt- und Quartiersplanung
- Bearbeitung:
- Anne Krohn
- Verantwortung:
- Lauxen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Osterfeld
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Kenntnisnahme
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20.06.2017
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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20.06.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Alt-Oberhausen
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Kenntnisnahme
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21.06.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Kenntnisnahme
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22.06.2017
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Erledigt
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Planungsausschuss
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Kenntnisnahme
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27.06.2017
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Kenntnisnahme
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03.07.2017
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Sachverhalt
Schaffung und Etablierung der „Ideenfabrik“ als innovative Governance-Struktur für die Stadt Oberhausen im Umgang mit BürgerInnenenideen in bestehenden Verwaltungsabläufen, vorhandene Konzepte/Maßnahmen und neu zu entwickelnde Strukturen. Ziel ist die Entwicklung und Gestaltung des städtischen Lebensraums.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Jahr 2015 den bundesweiten Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ausgelobt, an dem Kommunen (Städte, Landkreise und Gemeinden) aus der gesamten Bundesrepublik, jeweils gepaart mit einem wissenschaftlichen Partner und einem lokalen Medienpartner, teilnehmen können.
Ziel des Wettbewerbs ist es, dass das Bewerbungsteam aus Kommune und ihren Partnern gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, der Wissenschaft, Bildungsakteuren vor Ort sowie mit lokalen Verbänden und Unternehmen eine nachhaltige, ganzheitliche Vision 2030+ für ihre Stadt, ihren Stadtteil oder ihren Landkreis entwickelt. Dabei spielen die Einbeziehung der lokalen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen, Empfehlungen und Vorstellungen sowie die Forcierung bürgerschaftlichem Engagements eine zentrale Rolle.
Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ gliedert sich in drei Phasen:
- Phase I: Entwicklung (2015-2016)
- Entwicklung der kommunalen Vision 2030+
- Phase II: Planung (2017 – 2018)
- Planungs- und Umsetzungskonzept der Vision
- Phase III: Umsetzung (2018 – 2019)
- Umsetzung in „Reallaboren“
Ausgangslage
Die Grobvision, die in der Phase 1 für die Stadt Oberhausen gemeinsam mit den BürgerInnen definiert wurde, ist die Ideenfabrik Oberhausen. Die Menschen in Oberhausen haben Ideen und möchten diese auch umsetzen. In der Phase 1 wurden ca. 700 Ideen gesammelt. Doch was geschieht mit den 700 Ideen aus Phase 1? Wie kann ein transparentes Verfahren mit den Wünschen/Ideen der BürgerInnen aussehen? Wie wird aus einer Idee, eine Maßnahme und schließlich eine Umsetzung? Wer prüft die Ideen, an welchen Kriterien werden diese gemessen? An welchen Stellen können die BürgerInnen und Akteure aktiv mitgestalten und Verantwortung übernehmen?
Das zeitlich befristete BMBF-Förderprojekt „Zukunftsstadt“ (Laufzeit der 2. Phase bis Juni 2018) bietet der Stadt Oberhausen die Chance, neue Wege der Stadtentwicklung und Zusammenarbeit zu gehen sowie innovative Maßnahmen und Ideen für Oberhausen zu entwickeln.
Für Oberhausen bedeutet das im übertragenden Sinne, die „Ideenfabrik“ (die Grobvision aus der Phase 1) zum Leben zu erwecken: Konkret heißt das, eine Steuerung zu schaffen, die aus den Ideen echte Maßnahmen und Projekte entwickelt, diese in bestehende Planungen und Stadtentwicklungskonzepte integriert, die Menschen und Fachämter beteiligt und das für alle Beteiligten und darüber hinaus nach innen und außen verständlich kommuniziert.
Unsere Motivation, unser Ziel
Am Ende der 18 Monate entsteht ein (Steuerungs-)Konzept im Umgang mit den BürgerInnen-Ideen, dem bürgerschaftlichen Engagement und der kooperativen Zusammenarbeit zwischen allen Entscheidungsträgern (Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik) mit dem Ziel, mittels der „Ideenfabrik“ Oberhausens Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Die Ergebnisse dieser Phase werden die Basis für die Bewerbung der 3. Phase – Reallabore (die ausgewählten Städte werden sich in „Reallabore“ verwandeln und einzelne innovative Ideen dem Praxistest unterziehen) – sein. Das Team Zukunftsstadt ist überzeugt, dass die innovative
Governance-Struktur der Ideenfabrik breites „Innovationspotential“ hat und ist motiviert, diese in Oberhausen Realität werden zu lassen.
Die „Ideenfabrik“ erklärt
Siehe Grafik und Beschreibung anbei.
Die Ideenfabrik zeigt einen möglichen Arbeitsablauf und Zusammenarbeit innerhalb einer Stadt im Umgang mit Ideen, Wünschen und Anregungen ihrer BürgerInnen zur Stadtgestaltung, die außerhalb des typischen Verwaltungsablaufs genannt werden:
- Ideengeber können alle Mitglieder einer Stadt- und Zivilgesellschaft sein (BürgerInnen, Initiativen, Unternehmen, etc.)
- Ideen entstehen kontinuierlich und brauchen Anlaufstellen, die diese aufnehmen und weiterleiten und „verarbeiten“ (städtische Koordinierungsstellen, aber auch freie Kooperationspartner).
- Die Ideen können digital (Website) oder analog (Anlaufstellen im Stadtraum) mitgeteilt werden.
- Es wird ein Knotenpunkt benötigt, der alle eingegangen Ideen eingangs prüft und im Kontakt mit dem Ideengeber steht. Der Ideengeber erhält in jedem Fall eine Rückmeldung (Kommunikation auf Augenhöhe)
- Die Ideen werden von thematischen und fachspezifischen Akteuren weiter bearbeitet und geprüft:
- Kann die Idee kommunal beeinflusst werden?
- Gibt es die Idee bereits? Wird die Maßnahme in bestehenden Konzepten/Projekten umgesetzt?
- Handelt es sich um eine gänzlich neue Idee oder Maßnahme für Oberhausen?
- Potentielle Ideen und Maßnahmen werden mittels geeigneter Methoden und unter angemessener Einbeziehung aller wesentlichen Akteure und BürgerInnen diskutiert, formuliert und konkretisiert.
- Ziel ist eine beschlussfähige Aushandlung und Formulierung, ein politischer Beschluss und schließlich die Realisierung der Ideen und Maßnahmen.
- Neben diesem Weg ist zu prüfen, ob ein Maßnahmenentwicklungsablauf nahezu komplett bzw. mit geringer optionaler Involvierung der Verwaltung etabliert werden kann (in grau rechts im Bild). Z.B. könnten Bürger in Eigenregie, aber über von der Stadt bereitgestellten Web- und Kommunikationsplattform, Ideen diskutieren und bis zur Umsetzung bringen, die keine offiziellen Beschlüsse bedürfen.
Das Team Zukunftsstadt (TZS)
Das TZS hat sich für die Phase 2 neu aufgestellt und fachlich erweitert, sodass die wichtigsten Themen (Arbeit, Kultur, Leben, Soziales, Dialog) vertreten sind und engagierte Schlüsselpersonen als Multiplikatoren, Türöffner und Möglichmacher für eine Zusammenarbeit gewonnen werden konnten. Das Team ist sehr motiviert, arbeitet kooperativ, auf Augenhöhe und zukunftsorientiert.
Das TZS erprobt die Ideenfabrik auf Funktionsfähigkeit (von der Idee zur Umsetzung). Die interdisziplinäre Gruppe bringt die langjährigen Erfahrungen konstruktiv in den Prozess mit ein. Ein wichtiger Arbeitsschritt und zugleich große Herausforderung ist die transparente, nachvollziehbare Entwicklung der Struktur „von der genannten Idee zur formulierten und (intern) abgestimmten Maßnahme“.
Maßnahmenentwicklung & (online-)Beteiligung
Derzeit entwickelt die TZS die Struktur der Ideenfabrik. In Zusammenarbeit mit externen Partnern und Institutionen werden u.a. exemplarische Maßnahmenvorschläge aus allen fünf Themenfeldern identifiziert (basierend auf den BürgerInnen-Ideen der Phase 1), die testweise ihren Weg durch die (noch zu formulierende) Ideenfabrik nehmen sollen. Ein wichtiges Element der Ideenfabrik ist die regelmäßige Zusammenarbeit zwischen Innen (Verwaltung) und Außen (Öffentlichkeit, Bürger, Ideengeber).
Wie in der ersten Phase wird daher neben der aktiven Partizipation, das Instrument der Online-Beteiligung zum Einsatz kommen, um die Menschen am Prozess teilhaben zu lassen und diesen aktiv mitzugestalten. In den kommenden Wochen werden erste Ideen zur Strukturentwicklung parallel zu den 10 Maßnahmenvorschlägen online veröffentlicht. Fraunhofer UMSICHT bereitet diese Beteiligung methodisch vor, sodass u.a. die Struktur und die Maßnahmenvorschläge konkreter und spezifischer mittels der Bürgerbeteiligung werden. Das Ziel ist die Governance-Struktur und die Maßnahmenvorschläge durch lokales Wissen im Vorfeld bedarfsgerecht und ortsspezifisch zu entwickeln, bevor sie in die weitere Umsetzung gehen.
Der Weg - notwendige Schritte & Zeitplanung
Mai-Juli 2017
Entscheidungsträger und Gremien werden noch vor der Sommerpause über die inhaltlichen Ziele der Zukunftsstadt mit seiner „Ideenfabrik“ informiert (Vorlage alle BV, PA, KA, Rat)
Juni - September 2017
Bunter Mix an Beteiligungsformaten zwecks Weiterentwicklung einzelner Maßnahmen: Online-Beteiligung & Vor-Ort-Gespräche in Oberhausen über Ausgestaltung des Bürgerengagements (Wie kann sich der Bürger einbringen, Was erwartet der Bürger von einer Ideenfabrik, Wo möchte er diese angesiedelt sehen, …?)// in Kooperation mit Politik & Verwaltungsvorstand.
August-September 2017
Interventionen (z.B. Pflanzkiste bauen, Sitzmöbel bauen, …) in Kombination mit FabLabs*; Bürgerpavillon gestalten und mit Bürgerfest einweihen.
Juli 2017- März 2018
Workshops & Bürgerstammtische // in Kooperation mit Politik & Verwaltungsvorstand.
Januar/Februar 2018
Strategie zur Verstetigung der Koordinierungsstelle Zukunftsstadt: Wie geht es ab Juni 2018 weiter?
Januar – Juli 2018
Ausarbeitung des Umsetzungs- und Planungskonzepts
März/April 2018
öffentlichkeitswirksame Zukunftsstadtkonferenz
April-Juni 2018
Antragsstellung beim BMBF für Phase 3
Ihre Ansprechpartnerin
Yvonne Johannsen
Dipl.-Ing. Raumplanung
Koordination Zukunftsstadt Oberhausen
Stadt Oberhausen
Dezernat 4 Umwelt, Gesundheit, ökologische Stadtentwicklung und -planung
Fachbereich 5-1-10 Stadtentwicklung, Regionale Planung und vorbereitende Bauleitplanung
Technisches Rathaus Sterkrade
Bahnhofstraße 66
46042 Oberhausen
T: 0208/825-2727
F: 0208/825-5260
E: yvonne.johannsen@oberhausen.de
W: www.vision-2030-oberhausen.de
FB: www.facebook.com/Zukunftsstadt-Oberhausen-734314810075927/
Anlagen
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(wie Dokument)
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217,1 kB
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(wie Dokument)
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2,3 MB
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