Berichtsvorlage - M/16/2629-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt: Stadtentwicklung und Strukturwandel in Oberhausen in historischer Perspektive
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kunst
- Bearbeitung:
- Cigdem Aksoy
- Verantwortung:
- Dr. Vogt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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20.06.2017
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Projektbeschreibung
Im Jahr 2016 konnte das Stadtarchiv Oberhausen nach mehrjähriger Neu- und Umbauphase am Standort der ehemaligen Hauptschule Lirich seine neuen Räumlichkeiten beziehen. Mit dem Umzug des Stadtarchivs steht nun ausreichend Platz für die Aufbereitung und sachgerechte Lagerung des Archivguts zur Verfügung. Die mit dem Umzug einhergehende Umbruchphase nutzt das Stadtarchiv, um innerhalb des Projektes „Stadtentwicklung und Strukturwandel in Oberhausen in historischer Perspektive“ den Strukturwandel 1.0, rund um den Oberhausener Bahnhof (1902 bis 1934), und den Strukturwandel 2.0, die Bildung der Neuen Mitte Oberhausen (1992 und 2005), aufzuarbeiten und für die Oberhausener Bürgerschaft in Form einer Ausstellung im „Kleinen Schloss“ der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zu präsentieren. Grundlage für das Projekt ist die Erschließung und Nutzbarmachung bisher unerschlossener relevanter Bestände im Stadtarchiv Oberhausen. Das Projekt ist zur „Regionalen Kulturförderung“ des LVR im April 2017 angemeldet worden.
In der Aufbereitungsphase (I.2018-III.2019) sind die für die Ausstellung relevanten Aktenbestände Bauordnung, Stadtplanung, Hochbau, Tiefbau, Bauförderungsamt, Grünflächenamt, Umwelt und Dezernat 0 zu erschließen. Im Rahmen der Erschließung wird das Archivgut nutzbar gemacht, indem es nach archivfachlichen Grundsätzen geordnet und verzeichnet wird. Das Ergebnis der Erschließung wird in Form von Findmitteln präsentiert, die für die Kunden des Stadtarchivs jederzeit nutzbar sind. Während der Erschließung werden die zu bearbeitenden Akten konservatorisch aufbereitet, hierzu zählen die Reinigung, Entmetallisierung, die Verpackung und ggf. Restaurierung, bspw. Schließung kleiner Risse, der Akten. Zudem ist eine Schadensklassifizierung des Archivguts vorzunehmen, so dass größere für die Ausstellung relevante Restaurierungsbedarfe frühzeitig erkannt und in Auftrag gegeben werden können.
Neben der Erschließung der Aktenbestände sind die bisher noch nicht erschlossenen Karten und Pläne zu verzeichnen und zu reinigen sowie der gesamte Kartenbestand ggf. restauratorisch zu bearbeiten und zu verpacken. Zusammen mit den beiden Fotobeständen bildet der im Stadtarchiv gelagerte Kartenbestand die Basis für die auszustellenden Exponate. Aufgrund seines hohen Informationswertes und der besseren Nutzbarkeit ist ein Teil des Bestandes im Rahmen des Projektes zu digitalisieren. Die digital vorliegenden Karten und Pläne ermöglichen den Kunden des Stadtarchivs auch nach der Ausstellung einen direkten Zugang, bspw. über Archive NRW.
Neben dem Bestand Karten und Pläne sind der Fotobestand der Oberhausener Pressefotografin Ruth Gläser sowie der allgemeine Fotobestand des Stadtarchivs als zentrale Überlieferung für die Ausstellung zu betrachten. Der Vorlass von Frau Gläser wird zurzeit digitalisiert und sollte im Rahmen des Projektes erschlossen werden. Der allgemeine Fotobestand wurde weitestgehend digitalisiert; hier ist der Restbestand zu digitalisieren und die Erschließung durch die Ermittlung der Urheber zu ergänzen.
Anhand des aufbereiteten Archivguts erfolgt die Detail-Konzeption der Ausstellung (Konzeptions- und Aufbauphase 2019). Hierzu gehören die Auswahl der Exponate unter sozioökonomischen und historischen Gesichtspunkten, das Verfassen der Ausstellungstexte sowie die räumliche Planung und der Aufbau der Ausstellung.
Bei der Vorbereitung und praktischen Umsetzung der Ausstellung arbeitet das Stadtarchiv eng mit der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zusammen, die auch den Ausstellungsraum und die Präsentationsmaterialien (Vitrinen, Bilderrahmen, Technik) zur Verfügung stellt. Der ausgewählte Ausstellungsort, das "Kleine Schloss", ist bereits als Ort zur Präsentation von Themen zur Stadtgeschichte und Stadtentwicklung in der Oberhausener Bürgerschaft etabliert. Aufgrund der zentralen Lage (ÖPNV-Anschluss) sowie dem kostenfreien und barrierefreien Zugang bietet das "Kleine Schloss" dem Stadtarchiv die Möglichkeit, eine breite Zielgruppe anzusprechen bzw. zu erreichen. Hierzu gehört einerseits die gesamte Oberhausener Bürgerschaft und andererseits sog. Laufkundschaft, bspw. Touristen der Metropole Ruhr.
Die Auswahl der Exponate sowie das Verfassen der Ausstellungstexte und des entsprechenden Begleitmaterials erfolgt in Eigenregie durch die Mitarbeitenden des Stadtarchivs. Das Projekt gipfelt in der Ausstellungseröffnung im Dezember 2019. Die 3-monatige Ausstellung wird in dieser Zeit durch vom Stadtarchiv angebotene Führungen ergänzt.
Das im Rahmen der regionalen Kulturförderung des LVR durchzuführende Projekt soll sich bei Gesamtkosten von 209.800 € auf die Jahre 2018 und 2019 erstrecken. Hierfür wurden Fördermittel im Rahmen von 104.300 € (52.150 € pro Jahr) beantragt. Das Stadtarchiv erbringt einen Eigenanteil von 105.500 € (52.750 € pro Jahr).
Die Fördermittel werden für die Erschließung und Restaurierung des Archivguts sowie zur Beschaffung von Archivkartonage (Akten) und Reinigungsmaterial beantragt; als Eigenmittel werden Aufwendungen für die Restaurierung, Digitalisierung, die Kartonage für die Sonderformate (Eigenanteil Drittmittel), das Ausstellungsmaterial sowie die Einrichtung von Arbeitsplätzen eingebracht.
Die vom Stadtarchiv eingebrachten Eigenmittel sind im Rahmen der mittelfristigen Haushaltsplanung für die Jahre 2018 und 2019 angemeldet. Zur Finanzierung der Eigenmittel ist ausschließlich eine Erhöhung des Ansatzes gegenüber dem Jahr 2017 bei Nutzungsentgelten für Möbel und IT (Kostenart 527198) in Höhe von 7.000 € p. a. (von 15.230 € auf 22.730 €) erforderlich.
